Langstreckenläufer Kenianer benötigen weniger Sauerstoff zum Rennen
Seit Jahren laufen die Afrikaner auf Rekordniveau. Nun haben Forscher herausgefunden, dass dies nicht an einem besseren Sauerstofftransport im Körper der Sportler liegt
Bisher waren Sportwissenschaftler davon ausgegangen, dass ein größeres Herz, ein höheres Blutvolumen und ein bessere Sauerstofftransport in die Muskulatur den Läufern diese außergewöhnlichen Leistungen ermöglichen. Forscher der Universität Bayreuth fanden nun heraus, dass die optimal auf die Laufbelastung abgestimmte Muskelmasse der Kenianer für deren Erfolge verantwortlich ist.
"Wir haben festgestellt, dass Kenianer bei Geschwindigkeiten von über 18 Stundenkilometern ökonomischer laufen", sagte Nicole Prommer vom Forschungsteam. "Afrikaner brauchen für eine gewisse Geschwindigkeit weniger Sauerstoff für ihre Muskulatur." Dies liege offenbar daran, dass die Muskelmasse optimal auf die Belastung durch andauerndes Laufen abgestimmt sei und kein Sauerstoff für Muskelgruppen benötigt werde, die nicht an der Fortbewegung beteiligt sind.
Eigentlich sollte die Studie nur die alten Annahmen bestätigen. Dazu trainierten zehn Läufer aus dem Hochland im Westen Kenias sechs Wochen lang in Bayreuth, anstatt auf 2100 Metern Höhe über dem Meeresspiegel auf 350 Metern. Die Analyse zeigte jedoch, dass der Hämoglobingehalt in den Blutkörperchen der Kenianer überraschenderweise genauso hoch war wie der der deutschen Vergleichsgruppe. Im Laufe der Zeit lag der Wert sogar darunter. Auch das Herzvolumen der Kenianer war eher kleiner als bisher angenommen.
- Datum 18.08.2009 - 18:04 Uhr
- Serie News
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, aku
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Waeren Medikamente, die die Muskeln kaukasischer Maenner an die von kenianischen anpassen, Doping?
Warum sind kenianische Maenner anderen Ethnien beim Ausdauerlauf deutlich ueberlegen? Aber warum hingegen koennen europaeische Frauen mit kenianischen Frauen mithalten? Ich moechte als Beispiel auf Paula Redcliff verweisen, es gibt aber genug andere Beispiele!
Also warum faellt der Unterschied bei Maennern groesser aus? Oder ist die geschlechtliche Gleichstellung in Kenia noch nicht soweit?
Vor einiger Zeit sah ich mal im TV eine Dokumentation zu diesem Thema. Es würde dort über die Untersuchungen skandinavischer Sportwissenschaftler berichtet. Auch sie gingen der Frage nach, warum sind die Ostafrikaner so viel schneller. Es wurden dort auch umfangreiche Studin mit Vergleichsgruppen durchgeführt, mit Laufanfängern und Athleten. Alle gängigen Vermutungen wurden überprüft: Muskelstruktur, Sauerstoffversorgung, etc. Keine Vermutung hielt der Überprüfung stand. Es musste eine andere Lösung geben. Die Wissenschaftler fanden in dem Bericht auch eine: Es war die Anatomie, soeziell die Dicke (Größe) der Fesseln. Also die Knöchel und der sich anschließende Teil des Unterschenkels. Die Europäer haben in der Regel sehr viel größere, kräftigere Fesseln. Gerade beim Laufen wirken diese Fesseln äußerst belastend. Nicht zuletzt wird in manchen Sportarten mit Zusatzgewichten an den Knöcheln trainiert. Es sind ja auch die Fesseln, die beim Laufen am stärksten beschleunigt werden müssen. Bei jedem afrikanischen Läufer sind solche extrem schmalen Fesseln festzustellen, während europäische Läufer oft auch dort relativ kräftig gebaut sind. Zwar gibt es auch Europäer mit schmalen Fesseln, aber doch zu einem sehr viel geringeren Prozentsatz, wie in Ostafrika. Vielleicht im Verhältnis 1:10. Und dann ist halt die Frage, ob diese wenigen dann den Weg zum Ausdauersport finden, und speziell bereit sind auch sonst auf sehr hohem Niveau zu trainieren. Mir erschien diese Entdeckung jedenfalls recht plausibel zu sein, habe aber, außer in besagter Reportage, nie wieder davon gehört.
1. Wie nur gelingt es der Natur, in ihren evolutionären Entwicklungen die Landesgrenzen von Kenia zu beachten?
2. Wie ist es wissenschaftlich vertretbar, nach der Untersuchung von 10 (!) kenianischen Läufern (!) ernsthaft auf den Genotyp eines ganzen Volkes zu schließen? Und last but not least
3. Wer konnte bei irgendeinem Lauf dieser Leichtathletik WM, irgendeine Muskelgruppe entdecken, die nicht benötigt wurdd?
[...] (Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Die Redaktion /ft)
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