Musikerlegende

Der Gitarrist Les Paul ist tot

In den vierziger Jahren hatte er den Prototyp der E-Gitarre erfunden. Nun ist der legendäre Tüftler und Musiker im Alter von 94 Jahren gestorben

Wie der US-Sender CNN berichtete, starb Les Paul in White Plains im US-Bundesstaat New York an einer Lungenentzündung. Als Erfinder der elektrischen Gitarre und Entwickler moderner Aufnahmetechniken war er weltberühmt geworden. 

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Am 9. Juni 1915 wurde er unter dem Namen Lester William Polsfuss im ländlichen Wisconsin geboren. Schon als Junge spielte er Banjo und Gitarre und war nach eigenen Angaben ein begeisterter Bastler, der Elektrogeräte zerlegte und wieder zusammenbaute.

Sein früherer Klavierlehrer sagte zu seiner Mutter: "Dein Junge wird niemals Musik verstehen", schrieb die New York Times. Dennoch wurde er ein Gitarrenvirtuose.

In den dreißiger und vierziger Jahren trat Paul mit zahlreichen Big Bands und mit Musikgrößen wie Bing Crosby, Nat King Cole und Frank Sinatra auf. Später war er mit seiner damaligen Frau, der Sängerin Mary Ford erfolgreich. Ihre größten Hits waren How High the Moon und Vaya Con Dios.

Im Jahr 1941 baute er den ersten Vollkörper einer E-Gitarre – einen Holzklotz, in den er Tonabnehmer eingesetzt hatte. Erst zehn Jahre später war der Instrumentenhersteller Gibson an einer Zusammenarbeit mit ihm interessiert. Die E-Gitarre namens "Les Paul" ging in Serie. Große Musiker wie  Eric Clapton oder Pete Townshend spielten auf diesem Modell, das legendär wurde.

Durch einen Autounfall im Jahr 1948 war er schwer am Arm verletzt worden. Er gab dem Arzt die Anweisung, seinen Arm so zu richten, dass er weiter eine Gitarre halten könne. Der mehrfache Grammy-Gewinner Les Paul wurde im Jahr 1988 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Bis ins hohe Alter gab er noch Konzerte, obwohl er an Arthritis litt. "Wenn man dickköpfig ist, geht alles", scherzte er einmal in einem Interview mit der Washington Post. "Ich spiele mit den Fingern, die mir noch geblieben sind."

 
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Leser-Kommentare

  1. 1. R.I.P.

    Zweifellos ein Grosser Les Paul hat den sound der Gegenwart so geprägt wie Alphonse Sax und ein gewisser Herr Moog. Das gelingt nicht vielen.

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  2. Man sollte anmerken das es ohne Ihn nicht nur die allgegenwärtige Les Paul nicht gäbe sondern auch sein verdienst im Bereich von Recording unermesslich war, ohne ihn hätte es wohl erst Jahre später Multitracking gegeben.

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  • Von bm, raw
  • Datum 14.8.2009 - 10:55 Uhr
  • Serie News
  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, bm, raw, 13.8.09
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  • Schlagworte Gitarrist | USA | Jazz | Musik | Musiker
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