Schweinegrippe Big Business mit der ImpfspritzeSeite 2/2

Die Absatzflaute währte jedoch nur kurz. Die Tatsache, dass sich Schweinegrippe-und Vogelgrippe-Virus ähneln, lässt seit Anfang des Jahres erneut die Kasse klingeln. In diesem Jahr rechnet Chugai laut Jahresbericht "wegen der zu erwartenden Bevorratung der Regierungen und der angezogenen Verschreibung von saisonalen Grippemitteln"  mit Verkaufserlösen von etwa 400 Millionen Euro – ein Plus von mehr als 530 Prozent zum Vorjahr.

Doch ein Goldesel ist Tamiflu deswegen noch lange nicht. Die Abnehmerzahl ist eher begrenzt. In Asien wird es zwar relativ häufig verschrieben – dort nimmt allerdings auch die Zahl der Resistenzen bereits zu. In erster Linie bestellen Regierungen in aller Welt das Mittel, aber die erweisen sich häufig als schwierige Kunden. Sobald offenkundig ist, dass Grippewellen weniger schlimm ausfallen, halten sie sich auch in den Bestellungen zurück. Novartis klagte jüngst, dass man mittels Rabatten den Regierungen saisonale Grippemittel schmackhaft machen müsse. In der Vergangenheit wurden sogar E-Mails bekannt, in denen sich Roche offenbar gezielt an Gesundheitsministerien wandte, um vor Lieferengpässen zu warnen und den Absatz anzukurbeln. Für Wolfgang Becker-Brüser, Herausgeber des unabhängigen Arznei-Telegramms und seit Jahren lautstarker Kritiker der Pharmabranche, ein "komplett unethisches Verhalten". Auch der SPD-Bundestagsabgeordnete und Arzt Wolfgang Wodarg kritisiert den Druck der Pharmaunternehmen: "Ich halte die Schweinegrippe für eine unverantwortliche, wirtschaftlich motivierte Panikmache."

"Das war keine Erpressung", verteidigt sich hingegen Roche-Sprecher Hans-Ulrich Jelitto, "wir haben nur darauf hingewiesen, dass wir Aufträge entsprechend dem Eingang der Bestellung bearbeiten." Tamiflu sei inzwischen ein weltweit gefragtes Präparat, daher sei der Vorwurf, gezielt Druck auszuüben, komplett abwegig.

Inzwischen ist man allerdings in dem Unternehmen bemüht, die Bedeutung Tamiflus in der Produktpalette herunterzuspielen. Im ersten Halbjahr hätte das Unternehmen insgesamt 24 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht. Tamiflu habe daran nur einen Anteil von einer Milliarde. Sprecher Jelitto: "Unser Unternehmen geht nicht unter, wenn Tamiflu nicht mehr zum Einsatz kommt."

 
Leser-Kommentare
  1. Auch der SPD-Bundestagsabgeordnete und Arzt Wolfgang Wodarg kritisiert den Druck der Pharmaunternehmen: "Ich halte die Schweinegrippe für eine unverantwortliche, wirtschaftlich motivierte Panikmache."

    Ach was! (Loriot)

    Wieviel von den 500 Millionen Euro fliessen wohl direkt und indirekt in Bakschisch für Medien/PR und an politische Entscheidungsträger ...

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    Was wirklich? SPD-Wodarg? Das ist ja kaum zu glauben! :)

    Was wirklich? SPD-Wodarg? Das ist ja kaum zu glauben! :)

  2. Die Aktien sind frei käuflich.

  3. Woran merken wir, dass die Pharmakonzernbosse Inseln oder neue Häuser kaufen wollen?
    Es ist ein neuer Virus im Umlauf!

    Die Pharmaindustrie ist die größte der Welt, warum wohl?

    Nach der nächsten Impfwelle wird sich einmal mehr herausstellen, dass mehr Menschen an Impfschäden verstorben sind als an der Schweinegrippe selber.
    Aber Hauptsache der Pharma geht es gut!

    Ich könnte kotzen!

  4. Was wirklich? SPD-Wodarg? Das ist ja kaum zu glauben! :)

    • HBogon
    • 18.08.2009 um 18:08 Uhr

    Das ganze ist nur ein riesiges Konjunkturprogramm für die Pharmaindustrie. Nachdem die Banken weltweit Billionenbeträge abgeräumt haben, wollte man in der traditionell raffgierigsten Industrie natürlich nicht zurückstehen.

    Wer der Pharmaindustrie glaubt, muss nicht ganz dicht im Kopf sein. Insofern könnte der "medizinische Großversuch" mit unerprobten, teilweise zweifelhaften, auf Krebszellen gezüchteten Impfstoffen einen evolutionär selektiven Fortschritt für die Menschheit bringen. Die Anwärter für den nächsten Darwin-Award stehen schon Schlange.

    (Entschuldigung, ich habe nur versucht, dieser ganzen Schweinegrippeverblödungshysterie wenigstens etwas Positives abzugewinnen)

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    Es wäre sicherlich ganz interessant welche Ziel/Bevölkerungsgruppen "nicht ganz dicht im Kopf" ist.

    Es wäre sicherlich ganz interessant welche Ziel/Bevölkerungsgruppen "nicht ganz dicht im Kopf" ist.

  5. Es wäre sicherlich ganz interessant welche Ziel/Bevölkerungsgruppen "nicht ganz dicht im Kopf" ist.

  6. für solch horrende Summen Impfstoffe zu kaufen?
    Es wurde ja geradezu ein Wettbewerb betrieben, wer die größte Prozentzahl der Bevölkerung mit Impfstoff versorgen könne.
    Sehr viele Mediziner haben nach kurzer Zeit - als sich herausstellte, dass die "Schweinegrippe" viel weniger Todesopfer forderte als anfangs befürchtet - eine systematische Impfung der Bevölkerung für nicht erforderlich gehalten.
    Die Panikmache ist ja wohl auch (zum Teil) durch die Medien geschürt worden und passte gut ins Sommerloch.
    Hier sind nicht die Serumhersteller allein anzuschuldigen, die ja gewissermaßen gehetzt wurden, endlich genügend Material zu beschaffen.

  7. Die Rettung vor der Schweinegrippe ist nicht Isolation, sondern Kooperation
    Veröffentlicht am Mittwoch, 20. Mai 2009
    In den Nachrichten (aus Stratfor): „Die Geopolitik von Pandemien”. Der (Schweinegrippe) Virus verbreitete sich schneller als Nachrichten über den Virus. Als die Nachrichten über den Virus schließlich den Virus einholten, wurde die weltweite Wahrnehmung durch eine Serie von Toten geschärft, die plötzlich in Mexiko auftraten. … Viren, die durch zufälligen menschlichen Kontakt verbreitet werden, können sich global durchsetzen, bevor irgendjemand davon weiß. Mit dem modernen Luftverkehr verbreiten sich Krankheiten weltweit innerhalb von Tagen oder sogar Stunden.

    Die wahre Gefahr für die Menschheit, wenn sie überhaupt kommt, wird nicht von der Grippe ausgehen, sondern von einer Krankheit, die durch gewöhnlichen menschlichen Kontakt verbreitet wird, jedoch mit einer höheren Sterberate und unklarer Behandlung.

    Mein Kommentar: Die Schweinegrippe hat gezeigt, dass die Menschheit nicht in der Lage ist, einen Virus zu stoppen. Das ist so, weil es keine globale Infrastruktur für die Gesundheit gibt, die schnell die benötigte Medizin entwickeln, herstellen und an die Kranken in der Welt liefern kann. Unsere Rettung kann nicht dadurch kommen, dass wir versuchen, uns voneinander zu isolieren, sondern vom Gegenteil - gemeinsame Kooperation! mehr unter.....
    http://www.laitman.de/?s=...
    Celine Polo

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