Wahlkampf-Reporter (9) Kein Bock auf Demokratie an der Börde

Nirgendwo leben mehr Wahlmuffel als in der Region rund um Magdeburg. Hier ist die Politikverdrossenheit am größten. Von Skandalen, Gebietsreformen und anderen Problemen

Negativrekord: Im Örtchen Wefensleben gingen bei der Kommunalwahl nur 27,8 Prozent zur Wahl

Negativrekord: Im Örtchen Wefensleben gingen bei der Kommunalwahl nur 27,8 Prozent zur Wahl

Mehr als zwei Wochen lang war unser Wahlkampf-Reporter Michael Schlieben auf Deutschlandreise (Route siehe unten). Nord, West, Süd, Ost – einmal rund durch die Republik ging es. Dies ist sein vorletzter Bericht - aus der Magdeburger Börde:

Magdeburg heißt jetzt Otto-Stadt. Lange haben die Stadtväter und lokalen Medien nach einem Beinamen gesucht. Er geht zurück auf Kaiser Otto den Großen (912-973), der in Magdeburg ein Erzbistum gründete. Der Zeitungsverkäufer rümpft, darauf angesprochen, die Nase: Peinlich und an den Haaren herbeigezogen sei die Otto-Idee. Aber ihn frage ja keiner.

Die Politiker erhoffen sich einen Imagegewinn. Ähnlich wie Wittenberg, das sich seit geraumer Zeit als Lutherstadt ausweist, soll Magdeburg bundesweit bekannter werden. Denn, so klagte der Oberbürgermeister nach der Auswertung einer Marketing-Umfrage: 80 Prozent der Deutschen hätten kein Bild von Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt.

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Auch politisch erscheint das Bundesland konturlos. Das Wahlverhalten ist instabil. Es gibt keine Hochburgen: Bei der Bundestagswahl 2005 gewann die SPD alle Direktmandate, bei der Landtagswahl 2006 setzte sich fast überall die CDU durch. Anders als in Sachsen oder Brandenburg wurden hier schon viele Koalitions-Modelle getestet.

Eines allerdings ist spezifisch für die Gegend rund um Magdeburg: das Desinteresse an Wahlen. Bei der letzten Bundestagswahl war der Börde-Wahlkreis derjenige, der die geringste Wahlbeteiligung aufwies. Sie lag bei 68,7 Prozent. Noch gravierender war es bei der Europawahl. Hier lag sie in manchen Stimmbezirken nur mehr bei gut 20 Prozent.

Warum? Bei den Parteien herrscht Ratlosigkeit. "Auch hier haben die Leute für die Demokratie demonstriert", sagt ein Mitarbeiter der Linkspartei. Mehrere Politiker betonen, dass der Wahlkreis dünn besiedelt und daher riesengroß ist. Früher war hier das Zentrum der DDR-Agrarwirtschaft. Noch heute dominieren Zuckerrübenfelder und Kuhherden die Landschaft. Den Politikern erschwert das die flächendeckende Präsenz. Sie fühlen sich wie Einzelkämpfer, etwa die SPD-Landtagsabgeordnete Silke Schindler.

Sie klingt am Telefon gehetzt. Gleich muss sie zu einem politischen Jugendcamp, 30 Autominuten entfernt. Die ländliche Bevölkerung habe oft schlicht kein Interesse, einer Partei beizutreten oder einen Ortsverein zu gründen. In vielen Gemeinden und Kleinstädten sei man daher gar nicht vertreten.

Einer dieser weißen Flecken auf der Parteien-Landkarte ist Wefensleben, 45 Kilometer westlich von Magdeburg. Hier war die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl mit 27,8 Prozent die niedrigste im ganzen Land. Von 1768 Wahlberechtigten machten nur 491 von ihrem Recht Gebrauch.

Magdeburger Börde
Magdeburger Börde

Magdeburger Börde

Wefensleben, umgeben von Feldern und Windrädern, ist ein aufgeräumtes Örtchen. Viele Gebäude sind saniert. Es gibt eine Apotheke, eine Gärtnerei, einen Frisör, einen Supermarkt, mehrere Ärzte, sogar eine Tierheilpraxis. Radwege, einen Sportplatz, Mütter schieben Kinderwagen. Zwar lebten hier vor zwanzig Jahren noch 1000 Menschen mehr. Viele Häuser stehen leer und manche Straße ist etwas holperig. Dennoch, trotz Abwanderung und Überalterung – es gibt tristere und weniger wohlhabende Orte in Deutschland.

Leser-Kommentare
  1. Lieber Schreiberling,

    was ist denn bitte die Anhaltiner Bevölkerung?
    Vielleicht sollten Sie sich mal schlau machen über die Unterschiede von Anhaltiner und Anhalter. Da gibt es nämlich gravierende.

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    Das Gebiet heißt Anhalt, die Bewohner Anhalter (nicht Anhaltiner), und das Adjektiv lautet anhaltisch (nicht anhaltinisch).

    Der Irrtum erklärt sich wie folgt: Über die lateinische Version Anhaltinus wurde das Wort unrichtig mit "in" zurückverdeutscht.

    Das Gebiet heißt Anhalt, die Bewohner Anhalter (nicht Anhaltiner), und das Adjektiv lautet anhaltisch (nicht anhaltinisch).

    Der Irrtum erklärt sich wie folgt: Über die lateinische Version Anhaltinus wurde das Wort unrichtig mit "in" zurückverdeutscht.

  2. Vielleicht sind die Menschen, die sich vom politischen System in D verabschiedet haben ja die Schlauen!

    Ich empfehle das Buch "Volksparteien ohne Volk".

    Da werden die Demokratiedefizite fundiert dargelegt.

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    • N128
    • 16.08.2009 um 21:51 Uhr

    In meinem Freundeskreis geht bedauerlicherweise keiner mehr wählen. Begründung: die Wahlen bieten keine die Möglichkeit, das System grundsätzlich abzuwählen. Es gibt keine Möglichkeit der Umgestaltung!
    Und das sagen etablierte Vollakademiker.
    Da kommt auf Taubenfüßen ein ganz großes Problem auf uns zu. In vielen Gesprächen wird die Legitimität der parlamentarischen Demokratie von Grund auf angezweifelt. Es werden nicht mehr, wie früher, politische Eliten und Parteien kritisiert, sondern der Konsens des Gesellschaftsvertrages in Frage gestellt.

    • N128
    • 16.08.2009 um 21:51 Uhr

    In meinem Freundeskreis geht bedauerlicherweise keiner mehr wählen. Begründung: die Wahlen bieten keine die Möglichkeit, das System grundsätzlich abzuwählen. Es gibt keine Möglichkeit der Umgestaltung!
    Und das sagen etablierte Vollakademiker.
    Da kommt auf Taubenfüßen ein ganz großes Problem auf uns zu. In vielen Gesprächen wird die Legitimität der parlamentarischen Demokratie von Grund auf angezweifelt. Es werden nicht mehr, wie früher, politische Eliten und Parteien kritisiert, sondern der Konsens des Gesellschaftsvertrages in Frage gestellt.

  3. wie merkwürdig, dass in der befreundeten Landeshauptstadt München immer noch an exponierter Stelle ein Denkmal des Grafen Tilly bestaunt werden kann, der Magdeburg im Dreissigjährigen Krieg in einer Art und Weise dem Erdboden gleichmachen liess, deren Schilderung noch 150 Jahre später lähmendes Entsetzen hervorrief (siehe Schillers "Geschichte des Dreissigjährigen Krieges"), die gängige Darstellung des Teufels mit Jägerhut und Hahnenfeder inspirierte (Tillys Markenzeichen) und die Einwohnerzahl Magdeburgs stärker dezimierte als die Luftangriffe der US Air force. Wie wäre es mit einer Überführung dieses Denkmals nach Magdeburg mit anschliessender Abstimmung darüber, was mit dem Ding geschehen sollte?

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    Ich habe mich auch schon gewundert, warum man so einem Kriegsverbrecher noch dieses herausragende Denkmal gewidmet hat.... Na ja, Magdeburg ist seitdem bedeutungslos, daran ändert auch der Status Landeshauptstadt und der Zusatz Otto-Stadt nichts. Nur mit Namedropping ist da nicht geholfen...

    Ich habe mich auch schon gewundert, warum man so einem Kriegsverbrecher noch dieses herausragende Denkmal gewidmet hat.... Na ja, Magdeburg ist seitdem bedeutungslos, daran ändert auch der Status Landeshauptstadt und der Zusatz Otto-Stadt nichts. Nur mit Namedropping ist da nicht geholfen...

  4. Das Gebiet heißt Anhalt, die Bewohner Anhalter (nicht Anhaltiner), und das Adjektiv lautet anhaltisch (nicht anhaltinisch).

    Der Irrtum erklärt sich wie folgt: Über die lateinische Version Anhaltinus wurde das Wort unrichtig mit "in" zurückverdeutscht.

    • FA39MD
    • 16.08.2009 um 20:41 Uhr

    Die Politikverdrossenheit zeichnet sich in ganz Sachsen-Anhalt ab. Sicher hier und da weniger oder mehr. Doch das hat Gründe. Die Menschen sind wirklich enttäuscht. Denn der Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt ist ein Tummelplatz für Absahner, Heuschrecken, Insolvenzverwalter und wirtschaftlicher Schein-Wohltäter und verkrachter Kleinfirmen, die alles andere im Sinn haben, als Menschen eine wirklich moralisch saubere Existens zu geben. Betrug und Scheinglanz. Viel Migration. Zumal die schläfrige Böhmer-Connection kaum wirklich etwas tut. Da werden Sonderprogramme teils heimlich durchgeszogen, um fremde Fachleute aus anderen Bundesländern rein zu locken - die Einheimischen und Älteren können in Hartz-IV verrecken.

    Ich, selbst waschechter Magdeburger, wundere mich zwar auch über diese Bestrebungen des Zusatzes Otto-Stadt. Aber dies verbindet sich auch mit einer legendären Geschichte und der Name Otto ist in mehrfacher Weise geschichtsträchtig. Magdeburg hat wie jede andere Stadt eine Geschichte. Ich habe nichts dagegen, wenn man auf diese Weise kulturelles Niveau gestalten möchte - und es auch sollte.

    Otto-v.Guericke demonstrierte 1656 in Magdeburg den Effekt des Vakuums durch zwei Halbkugeln (dm52cm), welche dann durch je 8 Pferde auseinander gezogen werden sollten. Diesen Namen trägt auch unsere Universität (ab1993), davor TU-Magdeburg.

    Ich muss selbst zugeben, mein früherer Stolz als Magdeburger ist seit der Wende bewusst verloren gegangen. Magdeburg war bis 1989 Kernzentrum des Schwermaschinenbaus. Namen wie SKET, SKL, Motoren, Komponenten, Großanlagen und Werkzeugmaschinen für die ganze Welt. Es gab schon zu DDR-Zeiten eine hervorragende Synergie und Zusammenarbeit mit Forschung und Entwicklung, insbesondere der damaligen TU. Viele Patente und Verfahrenstechniken wurden in Magdeburg entwickelt. Auch die Landwirtschaft im Umfeld war fester Bestandteil Magdeburger Identität und Forschung.

    Doch leider wurde Magdeburg und das heutige Sachsen-Anhalt komplett abgewickelt. Nach der Wende wurden fast alle Industriebetriebe durch Treuhandlösungen sinnlos zerstört. Seither wurden weitläufig 120.000 Menschen arbeitslos. Im Prinzip stand Magdeburg nach der Wende da wie 1945. Die Produkte und Patente aber, wie hochkomplexe Elektro- u.Industrietechnik und andere Produkte wurden durch "Westfirmen" einkassiert und den Magdeburgern wurde nur noch der Status McDonalds oder Aldi und Konsumtempel zuerkannt.(Das ist heute noch so) Schuld daran hatten die Oberen in Magdeburg selbst. Der wirtschaftliche Zerfall dieser Stadt geht bis in Umgebung von Sachsen-Anhalt.
    Der kostbare fettige aber fruchtbare "Bördeboden" wird zunehmends mit sinnlosen Kleinansiedlungen (Grüne-Wiese-Bebauung) der Natur entzogen. Die ehemaligen industriellen Großflächen der Innenstadt werden zwar nach neusten städtebaulichen Konzepten mit einer neuen Identität versehen, doch der Wegzug von über 50.000 Bewohnern, die geschäftliche Öde der Innenstädte und die zweifelhafte Neuausrichtung einer ehemaligen Wirtschaftsmetropole tut sich angesichts knapper Kassen sehr schwer. Und Streitpunkte über die Verteilung der Mittel gibt es genug - wie es auch genug fixe Ideen hier gibt.

    Das Magdeburg natürlich seine kulturelle Vergangenheit hervor gräbt (graben im wahrsten Sinne) ist verständlich. Ich selbst aber kann zu meiner Stadt nur sagen, andere Städte haben es in diesen Zeiten schwerer. (z.B. Dortmund, Düsseldorf, Duisburg - Wegfall Bergbau und Stahlindustrie) Und andere Städte sind mir mittlerweile sympathischer. Magdeburg ist ruhig geworden - fast wie in einem Dorf. Das bisschen neue Industrie am Stadtrand fällt kaum ins Gewicht. Der Wechsel zwischen Förderung und Pleiten oder Absahnen geht schnell hier. Auch poltitisch ist diese Stadt für mich eher bedeutungslos - einfach ohne Power...

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    Gut beschrieben. Nach Magdeburg (MD) zu kommen, kann manchmal echt deprimierend sein. Und 80% der Deutschen koennen mit der Stadt nichts anfangen? Kann ich mir gut vorstellen.
    Erst die Zerstoerung im Krieg, dann 40 Jahre Kommunismus und dann die "exzellente" Wirtschaftspolitik nach 89. Richtig schlimm ist aber auch die Abwanderung aus der Stadt und den kleineren Staedten in ganz SA. Da wurden Bevoelkerungszahlen teilweise halbiert. Tja, und uebrig bleiben die Aelteren, Hartz IV, und degenerierte Neonazis. In vielen Kleinstaedten steigt der Anteil der Maenner, weil die Maedels eine bessere Bildung haben und nach der Uni dann dahingehen, wo die Jobs sind.
    Es ist schon etwas krank, dass der Planet vor Menschen platzt aber Ostdeutschland, und vor allem Sachsen-Anhalt, Platz und Infrastruktur fuer dopplet so viel Leute hat. In MD muss die Kanalisation von Tankwagen durchgespuelt werden, weil sie fuer 100000 Menschen mehr ausgelegt ist. Unglaublich.
    Ich weiss, dass hoert sich alles nach rumjammern an aber ich beschreibe nur die Lage. Wie kann man einen solchen Trend zur Entvoelkerung wieder rueckgaengig machen? Falls jemand ein Rezept hat, mal bitte hier posten.

    Gut beschrieben. Nach Magdeburg (MD) zu kommen, kann manchmal echt deprimierend sein. Und 80% der Deutschen koennen mit der Stadt nichts anfangen? Kann ich mir gut vorstellen.
    Erst die Zerstoerung im Krieg, dann 40 Jahre Kommunismus und dann die "exzellente" Wirtschaftspolitik nach 89. Richtig schlimm ist aber auch die Abwanderung aus der Stadt und den kleineren Staedten in ganz SA. Da wurden Bevoelkerungszahlen teilweise halbiert. Tja, und uebrig bleiben die Aelteren, Hartz IV, und degenerierte Neonazis. In vielen Kleinstaedten steigt der Anteil der Maenner, weil die Maedels eine bessere Bildung haben und nach der Uni dann dahingehen, wo die Jobs sind.
    Es ist schon etwas krank, dass der Planet vor Menschen platzt aber Ostdeutschland, und vor allem Sachsen-Anhalt, Platz und Infrastruktur fuer dopplet so viel Leute hat. In MD muss die Kanalisation von Tankwagen durchgespuelt werden, weil sie fuer 100000 Menschen mehr ausgelegt ist. Unglaublich.
    Ich weiss, dass hoert sich alles nach rumjammern an aber ich beschreibe nur die Lage. Wie kann man einen solchen Trend zur Entvoelkerung wieder rueckgaengig machen? Falls jemand ein Rezept hat, mal bitte hier posten.

  5. Ich habe mich auch schon gewundert, warum man so einem Kriegsverbrecher noch dieses herausragende Denkmal gewidmet hat.... Na ja, Magdeburg ist seitdem bedeutungslos, daran ändert auch der Status Landeshauptstadt und der Zusatz Otto-Stadt nichts. Nur mit Namedropping ist da nicht geholfen...

    Antwort auf "Apropos Magdeburg - "
    • N128
    • 16.08.2009 um 21:51 Uhr

    In meinem Freundeskreis geht bedauerlicherweise keiner mehr wählen. Begründung: die Wahlen bieten keine die Möglichkeit, das System grundsätzlich abzuwählen. Es gibt keine Möglichkeit der Umgestaltung!
    Und das sagen etablierte Vollakademiker.
    Da kommt auf Taubenfüßen ein ganz großes Problem auf uns zu. In vielen Gesprächen wird die Legitimität der parlamentarischen Demokratie von Grund auf angezweifelt. Es werden nicht mehr, wie früher, politische Eliten und Parteien kritisiert, sondern der Konsens des Gesellschaftsvertrages in Frage gestellt.

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    • Chali
    • 17.08.2009 um 6:58 Uhr

    ... ist von ganz anderen nicht nur in Frage gestellt worden, sondern einseitig aufgekündigt worden. Nur, dass man uns das nicht mitgeteilt hat.

    Wenn etwa der Kasper, der im Dienstwagen des Ministers für die Finanz-Industrie (oder heisst es ... der Finanz-Industrie?) durch die Gegend gekarrt wird, von "wir" spricht, dann meint er damit ganz sicher nicht die, die er schon vorbereitend enteignet hat, sondern die, denen er den Profit daraus zukommen lassen möchte.
    (Der Genosse der Bosse, wie der Volksmund so richtig sagt.)

    Und daher ist es auch ganz logisch, dass die Wahlverdrossenheit da besonders gross ist, wo die die schöne neue Welt besonders deutlich zu Tage tritt: die der Abzocke einerseits und von HartzIV andererseits.

    Man möchte sich daran doch nicht mitschuldig machen!

    - - - - - - - - -


    "Aristoteles war kein Belgier. Die Hauptbotschaft des Buddhismus lautet nicht: 'Jeder kämpft für sich selbst'. Und die Londoner Untergrundbahn ist keine politische Bewegung."
    A Fish called Wanda

    • Chali
    • 17.08.2009 um 6:58 Uhr

    ... ist von ganz anderen nicht nur in Frage gestellt worden, sondern einseitig aufgekündigt worden. Nur, dass man uns das nicht mitgeteilt hat.

    Wenn etwa der Kasper, der im Dienstwagen des Ministers für die Finanz-Industrie (oder heisst es ... der Finanz-Industrie?) durch die Gegend gekarrt wird, von "wir" spricht, dann meint er damit ganz sicher nicht die, die er schon vorbereitend enteignet hat, sondern die, denen er den Profit daraus zukommen lassen möchte.
    (Der Genosse der Bosse, wie der Volksmund so richtig sagt.)

    Und daher ist es auch ganz logisch, dass die Wahlverdrossenheit da besonders gross ist, wo die die schöne neue Welt besonders deutlich zu Tage tritt: die der Abzocke einerseits und von HartzIV andererseits.

    Man möchte sich daran doch nicht mitschuldig machen!

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    "Aristoteles war kein Belgier. Die Hauptbotschaft des Buddhismus lautet nicht: 'Jeder kämpft für sich selbst'. Und die Londoner Untergrundbahn ist keine politische Bewegung."
    A Fish called Wanda

    • Alcedo
    • 16.08.2009 um 23:06 Uhr

    Wenn in dem Artikel auf die Zuckerrohrfelder der Magdeburger Börde verwiesen wird, dann hat sich der Autor wohl ein wenig nach Kuba versetzt gefühlt. Für Zuckerrohrfelder reicht es da jedenfalls (noch) nicht. Ein wenig exaktere Berichterstattung wäre schon wünschenswert - die Börde liegt ja nicht in den Weiten der Rußlands hinter dem Ural.

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    ... Zuckerrüben aber schon. Das hat der Autor auch so geschrieben.

    ... Zuckerrüben aber schon. Das hat der Autor auch so geschrieben.

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