"Sie werden nicht laufen. Wir wissen, dass der Verband sie nicht an den Start schicken wird", sagte IAAF-Sprecher Nick Davies am Mittwoch.

Die IAAF hätte eine Teilnahme Yohan Blake, Marvin Anderson, Lansford Spence, Allodin Fothergill und Sheri-Ann Brooks nicht verhindern können, weil es keine Entscheidung des Berufungsgerichts der jamaikanischen Anti-Doping-Agentur (JADCO) vor WM-Ende gibt. Die JADCO hatte gegen den Freispruch der fünf Athleten, die bei den nationalen Meisterschaften positiv auf ein Stimulanzmittel getestet wurden, Einspruch eingelegt.

Das Berufungsgericht der Anti-Doping-Agentur (JADCO) der Karibikinsel hätte ursprünglich am vergangenen Montag tagen sollen, um über die Freisprüche der fünf Läufer zu entscheiden. "Das Panel ist nicht zusammengetreten. Die vorgesehenen Richter sind im Urlaub", erklärte Pierre Weiss, Generalsekretär des Weltverbandes IAAF. "Solange wir die Entscheidung nicht haben, können wir sie nicht suspendieren."

Theoretisch hätten damit die des Dopings beschuldigten Yohan Blake, Marvin Anderson, Lansford Spence, Allodin Fothergill und Sheri-Ann Brooks für ihr Land in den Staffel-Wettbewerben eingesetzt werden können. Die Vorläufe über 4x100-Meter, für die Anderson und Blake infrage gekommen wären, beginnen am Donnerstag. Blake gehört dem "Racers Track Club" von Weltmeister Usain Bolt an, der die jamaikanische Staffel bei den Olympischen Spielen 2008 zu Gold und Weltrekord geführt hatte.