Verbraucherschutz Internet für Anfänger
Zwei neue Portale wollen dafür sorgen, dass möglichst viele Menschen erfahren, wie sie sich sicher im Netz bewegen und welche Rechte sie dort haben
Das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat entdeckt, dass Verbraucherschutz im Internet ein wichtiges Thema ist. Gleich zwei Portale wurden deswegen am Mittwoch gestartet, die diesen verbessern sollen. Auf www.verbraucher-sicher-online.de sollen jedem Interessierten in einfachen Schritten Themen wie Passworte, Cookies oder Phishing erklärt werden. Ziel ist ein Leitfaden, mit dessen Hilfe sich jeder, der ihn beachtet, sicher im Internet bewegen oder zumindest die teuersten Fallen vermeiden kann.
Die Seite www.surfer-haben-rechte.de dagegen soll dazu beitragen, dass soziale Netzwerke, Firmen oder Mailanbieter die Rechte von Verbrauchern nicht missachten. Aufklärung ist auch dort das Ziel, über Allgemeine Geschäftsbedingungen genauso wie über Datenschutz oder Urheberrechte. Gleichzeitig soll das Portal jedoch auch Anlaufstelle sein, um kompetente Rechtsberatung zu erhalten und Unregelmäßigkeiten oder Rechtsbrüche anzeigen zu können.
Viele Menschen seien sich der Risiken, die sich im Internet verbergen, nicht bewusst, sagte Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner bei der Vorstellung der Seiten. Man wolle sie sensibilisieren, ihnen helfen, "das Handwerkszeug Computer sicher zu handhaben" und ihnen beispielsweise zeigen, "wie man gekaufte Musik umwandelt, sodass sie als MP3 abgespielt werden kann".
Das allerdings war ein unglücklich gewähltes Beispiel, leistet das neue Sicher-Online-Portal genau das doch gerade nicht. Zwar gibt es den Hinweis, dass sich Dateiformate konvertieren lassen, wenn sie "nicht mit einem Kopierschutz oder mit digitalem Rechtemanagement (DRM) versehen sind", mehr aber findet sich zu diesem Thema nicht. Für weitere Informationen wird auf Wikipedia verwiesen; dort steht zur Konvertierung aber auch nichts. Von einer Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie sie Aigner anpries, keine Spur.
Solche gibt es auf den neuen Portalen durchaus, jedoch behandeln sie eher simplere Themen und richten sich augenscheinlich an Nutzer, die selten oder nie mit dem Internet zu tun haben. Ausführlich wird beispielsweise erklärt, wie der Computernutzer in verschiedenen Browsern die Cookies blockieren oder löschen kann, oder wie er sein Benutzerkennwort in Windows XP, MaxOS oder Ubuntu ändert.
Solch ein Portal allerdings gibt es schon, ein ganzes Bundesamt beschäftigt sich damit und hat die entsprechenden Hinweise auch im Netz veröffentlicht. Beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) steht beispielsweise viel darüber, wie man seinen Browser sicherer machen kann. Gleichzeitig wird noch erklärt, welche technischen Sicherheitslücken es bei den verschiedenen Systemen gibt, oder welche Alternativen Nutzer bei der Programmauswahl haben. Dort wird nicht nur gezeigt, wie man Javascript abstellt, sondern auch erklärt, was es ist und was es tut. Aigners Portal fehlt diese Tiefe.
Bernd Lutterbeck, Informatiker an der TU Berlin und früherer Datenschützer, ist Projektleiter der Seite "Verbraucher-sicher-online". Er sagt, man wolle ein komplementäres Angebot bereitstellen und außerdem unabhängig sein. Immerhin gehöre das BSI zum Innenministerium und vertrete eher dessen Interessen als die der Verbraucher. Eine interessante These, steht im Leitbild des BSI doch der Satz: "Grundlagen unserer Arbeit sind Fachkompetenz und Neutralität."
- Datum 26.08.2009 - 17:03 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Technische Laien regieren, bedienen, befriedigen und konsumieren;
der Artikel deprimiert mich, alternativlos nach 202c.
Es wird enger und enger und enger auf der Straße, wie im Netz.
Jahrzehnte tägliche Leistung, Arbeit und unbezahlbare Lebenszeit, die von
Menschen für allgemeine Sicherheit in Freiheit praktiziert, umgesetzt wird;
für die sind Schäuble, von der Leyen, auch Aikner eine Beleidigung durch ihre
institutionalisiert organisierte Rechtsprechung und öffentlich finanzierte
Plattformen. Wesen wie BKA, BSI oder AA, dem Auswärtige Amt, sei für
das Verwenden freier OpenSource-Software ein gewisser Respekt.
'Wir müssen uns das alles selber machen', aus eigenen Kraft.
Das machen wir, in unserem ureigenen Interesse.
Die Bildung findet statt, seit Jahren, mit unseren Kindern,
in unseren Familien, im sozialen Umfeld.
Komme was wolle; ich bevorzuge die neue radikale Mitte: Auf zum entern ;-)
Mit Geld, und denen dies' als Werkzeug Nutzende, hat das nichts zu tun.
Alles Gute
maxen, Christian
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