Nationalspieler Andreas Beck "Ich bin kein Raver"

Sind Fußballer gute Tänzer? Was hört Michael Ballack? Andreas Beck über Musikgeschmäcker und Discobesuche von Nationalspielern. Das Alles-Außer-Fußball-Kolumnengespräch

Andreas Beck (links) neben Sami Khedira: "Als wir vor ein paar Wochen in Schweden Europameister mit der U21 wurden, hat uns auch ein Lied durch das Turnier getragen"

Andreas Beck (links) neben Sami Khedira: "Als wir vor ein paar Wochen in Schweden Europameister mit der U21 wurden, hat uns auch ein Lied durch das Turnier getragen"

ZEIT ONLINE: Herr Beck, welche Diskotheken meidet man als Fußballer?

Beck: Ich bin kein Raver oder Techno-Fan. Außerdem gehe ich generell nicht mehr regelmäßig in die Disco. Die Zeiten sind vorbei. Als ich noch kein Profi war, haben wir in Stuttgart hin und wieder die Nächte durchgemacht. Aber jetzt lässt es der Trainings- und Spielplan gar nicht mehr zu. Aber das heißt nicht, dass ich nicht mehr feiern gehe. Eine Nacht zu genießen ist wichtig. Man hat als Fußballer ja auch die Sommer- und Winterpause.

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ZEIT ONLINE: Sie wollen uns erzählen, dass ein Fußballteam während der Saison nicht die ein oder andere Disco unsicher macht?

Beck: Natürlich geht man mal mit vier, fünf Freunden, die auch aus der Mannschaft sind, etwas Gutes essen und danach in einen Club, in dem die Atmosphäre entspannt ist.

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Alle Kolumnen von Andreas Beck, Philipp Lahm, Tobias Rau und Thomas Hitzlsperger auf unserer Serienseite

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ZEIT ONLINE: Sie meinen Clubs, in denen Sie keine Autogramme geben müssen?

Beck: Wenn man zusammen weggeht, wählt man schon einen Club, in dem man ungestört feiern kann. Aber wer Fußballprofi ist, weiß, dass es dazu gehört, angesprochen zu werden. Und das ist okay.

ZEIT ONLINE: Sind Fußballer gute Tänzer?

Beck: Natürlich ist das unterschiedlich, aber aus Erfahrung weiß ich, dass viele Fußballer nicht die besten Tänzer sind. Ich könnte jetzt sagen, das liegt an der Belastung: Wer tagsüber viel läuft, hat abends schwere Beine. Aber das allein wird es nicht sein.

ZEIT ONLINE: Es muss Ausnahmen geben. Was würden Sie sagen: Wer ist der beste Tänzer?

Beck: Tja, fragen Sie doch das nächste Mal Thomas Hitzlsperger. Der hat es schon drauf. Im Ernst: Viele deutsche Spieler fallen mir nicht ein, aber die Spieler aus Lateinamerika oder Afrika tanzen gern und gut. Arthur Boka vom VfB Stuttgart ist ein Super-Hüftschwinger.

ZEIT ONLINE: Wie wichtig ist Rhythmus im Fußball?

Beck: Ich glaube, den richtigen Rhythmus zu finden, hat mit dem richtigen Gefühl für eine Sache zu tun – egal ob es um Musik, Fußball oder etwa Malerei geht. Wenn Lionel Messi oder Andrés Iniesta mit dem Ball spielen, sieht das so elegant aus, vergleichbar mit einem gut klingenden Lied oder einem perfekt gezeichneten Bild. Man kann von diesem Gefühl einfach nicht genug bekommen.

ZEIT ONLINE: Wissen Sie eigentlich, was Michael Ballack auf seinem MP3-Player hört?

Andreas Beck: Woher soll ich das wissen?

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