Niedriglohn Die Angst arbeitet mit Seite 2/2
Mehrmals in der Woche geht Meier zum Arbeitsamt. Scannt dort die Stellenanzeigen. "Es ist mehr ein Ritual, das mir hilft, meinen Alltag zu strukturieren", erzählt er. Computer- und Englischschulungen hat er gemacht. Und immer wieder Zeitarbeit.
Das Leben am Existenzminimum hat Spuren hinterlassen, das sieht man nicht nur an seinen abgeknabberten Fingernägeln. Stefan Meier lebt in einem Ein-Zimmer-Appartement mit den Möbeln, die er von seiner Großmutter geerbt hat. Ein paar Träume sind noch da: ein eigenes Auto, öfter Mal ins Kino gehen, eine Freundin. Eine Beziehung hat er seit Jahren nicht gehabt. "Für eine Frau bin ich als Langzeitarbeitsloser doch nicht attraktiv", sagt er.
Die Existenzsorgen haben auch bei Jutta Becker Spuren hinterlassen. Sie erkrankte schwer, magerte massiv ab. "Das war wie ein Warnsignal für mich", sagt sie. Ihre Tochter war mit der Schule fertig, und Jutta Becker nahm einen erneuten Anlauf: Entwicklungshilfe im Ausland. Sie fand ein Projekt, ging drei Monat nach Afrika. Diese Auslandserfahrung hat ihr zwar keinen festen Job eingebracht, aber sie habe ihre Lebenseinstellung völlig verändert.
Mittlerweile hat die Soziologin eine feste Stelle gefunden – in einem Programm für Erwerbstätige über 50 Jahren. Sie arbeitet bei einem Weiterbildungsträger und bekommt 1220 Euro brutto Monatslohn – und dazu aufstockendes Arbeitslosengeld II. "Eigentlich ist das ein Niedriglohn", sagt sie.
Ihren Traum von der Festanstellung auf dem ersten Arbeitsmarkt hat die 53-Jährige aber nicht aufgegeben. Sie hat sich vorgenommen, noch eine Rente zu verdienen, die "knapp über dem Hartz-IV-Satz liegt".
- Datum 04.09.2009 - 14:39 Uhr
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Schon mal im Osten für einen Tariflohn von 5,70 € brutto in rollender Woche unter Anrechung von 35 Stunden/Woche ausgehandelt von einer christlichen Gewerkschaft gearbeitet? Im Schnitt 750 netto inklusive Zuschläge für Wochenende und Nachtarbeit, aber die auch geringer als üblich. Wurde ja christlich ausgehandelt.
Ganz zu schweigen von anderen Branchen mit Löhnen von ca. 3,50 € (Friseure) oder bei der Handeslkette kik (kam im Fersehen).
Das kommt ja ganz auf die Lebensumstände an. Es kann passieren, dass man frisch von der Uni kommt und für 800€ Brutogehalt 60 Stunden die Woche arbeiten muss. Das ist sehr mies. Wenn man aber z.B. in einer teuren Gegend wohnt oder sich mit teuren Versicherungen rumschlagen muss, deren Beitragszahlung sich nur verschieben aber nicht pausieren lässt (womit man dann an einem Vereinbarten Termin tausende Euro zur Verfügung haben muss) oder sich um Familie kümmern muss lebt man u.U. prekärer als der krückender Absolvent.
lG
Ich habe in den 70gern mein Studium überwiegend als Postzusteller verdient, auch mit anderen Tätigkeiten jeglicher Art. Das hat funktioniert.
Ich habe neben der Schule als Kohlenträger, Rattenvernichter, Arbeiter in einer Lohndreherei, Maler, Müllkutscher, Rasenmäher und und und niemals so wenig verdient wie heutige Friseure/innen, Wachleute, Verkäuferinnen, etc etc.
Wenn ich heute, angesichts einer explodierenden Produktivität, die Lohnentwicklung betrachte, so komme ich zu dem Schluß, daß der Kapitalismus sein einziges Argument, 'mehr Wohlstand für Alle' nicht eingelöst hat.
Daß das auch nicht sein Anliegen ist, bzw. daß das seiner 'Natur', seinen Gesetzmäßigkeiten zuwider läuft, ist ein eigenes Thema, das einem strengen Tabu unterliegt.
Was nun die christlichen Gewerkschaften betrifft, so gilt immer noch der Satz:
Nichts ist so kalt, wie die christliche Nächstenliebe
Das kommt ja ganz auf die Lebensumstände an. Es kann passieren, dass man frisch von der Uni kommt und für 800€ Brutogehalt 60 Stunden die Woche arbeiten muss. Das ist sehr mies. Wenn man aber z.B. in einer teuren Gegend wohnt oder sich mit teuren Versicherungen rumschlagen muss, deren Beitragszahlung sich nur verschieben aber nicht pausieren lässt (womit man dann an einem Vereinbarten Termin tausende Euro zur Verfügung haben muss) oder sich um Familie kümmern muss lebt man u.U. prekärer als der krückender Absolvent.
lG
Ich habe in den 70gern mein Studium überwiegend als Postzusteller verdient, auch mit anderen Tätigkeiten jeglicher Art. Das hat funktioniert.
Ich habe neben der Schule als Kohlenträger, Rattenvernichter, Arbeiter in einer Lohndreherei, Maler, Müllkutscher, Rasenmäher und und und niemals so wenig verdient wie heutige Friseure/innen, Wachleute, Verkäuferinnen, etc etc.
Wenn ich heute, angesichts einer explodierenden Produktivität, die Lohnentwicklung betrachte, so komme ich zu dem Schluß, daß der Kapitalismus sein einziges Argument, 'mehr Wohlstand für Alle' nicht eingelöst hat.
Daß das auch nicht sein Anliegen ist, bzw. daß das seiner 'Natur', seinen Gesetzmäßigkeiten zuwider läuft, ist ein eigenes Thema, das einem strengen Tabu unterliegt.
Was nun die christlichen Gewerkschaften betrifft, so gilt immer noch der Satz:
Nichts ist so kalt, wie die christliche Nächstenliebe
... als einer unter anderen, ist als lautes und zynisches "Dankeschön" gerichtet, an:
- Helumt Kohl
- Gerhard Schröder
- Angela Merkel
und alle anderen vom Monetarismus verblendeten Neoliberalen. Danke an Euch, für unsere besch***** Realität. (Ludwig Erhard würde sich im Grab 'rumdrehen).
Wäre ich Christ, würde ich mir wünschen, ihr schmort in der Hölle.
dann würden Sie einen derart bösen Wunsch gerade NICHT haben ;-)
dann würden Sie einen derart bösen Wunsch gerade NICHT haben ;-)
dann würden Sie einen derart bösen Wunsch gerade NICHT haben ;-)
... würde ja voraussetzten, dass Christen gute Menschen wären. Guter Witz. Ich hab geschmunzelt.
wie mir scheint.
Es gibt genügend Literatur zur Rolle und Funktion der Christentums.
... würde ja voraussetzten, dass Christen gute Menschen wären. Guter Witz. Ich hab geschmunzelt.
wie mir scheint.
Es gibt genügend Literatur zur Rolle und Funktion der Christentums.
Das kommt ja ganz auf die Lebensumstände an. Es kann passieren, dass man frisch von der Uni kommt und für 800€ Brutogehalt 60 Stunden die Woche arbeiten muss. Das ist sehr mies. Wenn man aber z.B. in einer teuren Gegend wohnt oder sich mit teuren Versicherungen rumschlagen muss, deren Beitragszahlung sich nur verschieben aber nicht pausieren lässt (womit man dann an einem Vereinbarten Termin tausende Euro zur Verfügung haben muss) oder sich um Familie kümmern muss lebt man u.U. prekärer als der krückender Absolvent.
lG
... würde ja voraussetzten, dass Christen gute Menschen wären. Guter Witz. Ich hab geschmunzelt.
Nachdem ich diesen Bericht gelesen habe, war ich erstens einmal sehr betroffen, dann aber wiederum auch recht erfreut.
Zunächst einmal zu meiner Betroffenheit. Mich macht es sehr betroffen, daß zwei derart hochqualifizierte Leute, welche durch ein zusätzliches Maß an Bildung sowie durch Ihre Arbeit nur weiterkommen sowie auch etwas mehr Geld verdienen wollten, jetzt auf diese Weise enden müssen. Insbesondere vor einer Frau, die sich so noch als Alleinerziehende durchschlägt, habe ich den vollsten Respekt. Hier wünschte ich, es wäre besser gelaufen und vielleicht sogar etwas mehr Glück im Spiel gewesen. Sowohl diese Frau als auch der nach ihr beschriebene Mann hätten sich dieses Glück verdient.
Meine Freude rührt nun daher, daß dies nicht mein erster Kommentar zu diesem Thema ist. Auch ich bin ausstudiert und momentan beschäftigungslos und habe mich, sowohl in der Zeit-Online als auch im Spiegel Online und anderswo in einem Bericht sowie in den verschiedensten Kommentaren bereits sehr ausführlich zu dieser Thematik geäußert. Wobei ich des Öfteren auch darauf hingewiesen habe, daß sich solange nichts ändert und die Problematik negiert oder herunter geredet wird, bis wir endlich beginnen, uns gegen diese prekären Beschäftigungsverhältnisse und gegen diese Zustände zu organisieren. Zuletzt habe ich dies zu dem Beitrag
http://www.zeit.de/2009/3...
unter
http://kommentare.zeit.de...
getan.
Wer sich diesen Beitrag mitsamt Kommentaren sowie meine anderen Auslassungen (hier braucht man nur auf mein Foto und danach oben unter Beiträge zu klicken) jedoch durchsieht, wird feststellen, daß es da immer so einige gibt, die behaupten, ich würde die Schuld bei anderen suchen und hätte meine persönliche Situation im wesentlichen selbst zu verantworten.
Einiges davon mag vielleicht stimmen. Doch genau das gleiche könnte auch zu vielen anderen gesagt werden. Jetzt in diesem Bericht vielleicht zu Frau Becker, die ja als Medizinisch-Technische Assistentin eine unbefristete Stelle hätte haben können, was Ihr aber offenbar nicht genug war. Genauso, wie es im Übrigen mir nicht genug war, sogenannten gutgemeinten Vorschlägen zu folgen und dann lediglich einen Verwaltungsjob zu bekleiden.
Genauso wie in meinem Fall wollte auch Frau Becker einen interessanteren Job mit höheren Verdienstmöglichkeiten. Und genauso wie ich und viele andere hat auch Sie sicher sehr hart dafür gearbeitet. Vermutlich hat es auch hier die bereits in der Schulzeit eingeimpfte Illusion gegeben, Weiterbildung und Weiterqualifikation würden sich auf jeden Fall auszahlen. Ich sehe noch genau das Bild des cleveren Arbeitenden vor mir, welcher massenhaft Geld am Fließband verdiente, während der dumme Student sich in diversen Weiterbildungen abrackerte. Ich sehe auch noch das zweite Bild vor mir, in welchem sich der Lohn des Arbeitenden nicht erhöhte, während der Ausstudierte zuletzt, also am besten, sehr fröhlich lachen konnte. So jedenfalls hat man mir dies während meiner Schulzeit nahegebracht. Genauso kann ich mich auch noch an Sätze erinnern wie: „Es kommt nicht darauf an, was man hat, sondern was man daraus macht“. Haben wir aber dann etwas aus uns gemacht, so sind wir entweder nicht gut genug und/oder selber schuld, wenn es nicht so läuft, wie es ursprünglich einmal versprochen wurde.
Ich finde, es sollte langsam einmal genug sein, die alleinige Schuld an einer persönlichen Misere immer nur den davon Betroffenen zuzuweisen. Denn hierunter (siehe viele meiner Kommentare und vor allem auch die dazugehörigen Berichte und Links) befinden sich teilweise sogar sehr hoch qualifizierte Personen. Und auch alle anderen hier besitzen eine gewisse Mindestqualifikation, denn ohne diese hätten sie Ihre Abschlüsse nicht erreicht.
Und in diesem Zusammenhang noch einmal eine andere Frage: Haben denn die Banker, welche die jetzige Wirtschaftskrise zu verantworten haben sowie teilweise mit hohen Boni abgefunden wurden wirklich so eine immens hohe Qualifikation und haben diese tatsächlich immer alles richtig gemacht?
Die hauptsächlichen Fehler hier sind nicht bei den Betroffenen zu suchen. Denn diese haben alle zwar so manche falschen, aber auch viele richtige Entscheidungen getroffen. Der Fehler liegt hier definitiv im System.
Aus genau diesen Erwägungen heraus ist dieser Artikel einmal sehr erfrischend. Zeigt er doch sehr objektiv, daß es noch viele andere hochqualifizierte Leute gibt, die ein Leben unter Ihrem Niveau und unter Ihrer Würde fristen. Sowohl was mich aber auch viele andere betrifft, kommt es schon längst nicht mehr darauf an, irgendwo einen Top Job (Vorstandsvorsitzender, Aufsichtsrat, Management) zu bekommen. Eine adäquate Beschäftigung und Verdienstmöglichkeit für jeden Qualifizierten sollte in einem System wie dem unseren jedoch möglich sein. Und wenn dies wirklich nicht möglich ist, so sollte es zumindest ehrliche und objektive Berichterstattungen und Presseverlautbarungen über die wirklich reale Situation anstatt, wie so oft, lediglich Lügenpropaganda geben. Denn in diesem Fall kann ein jeder sich wirklich frei und objektiv entscheiden ohne später als prekär oder nicht beschäftigter Genius viel oder alles gegeben und dann wenig oder nichts dafür bekommen zu haben. Hierfür sollten wir zusammen kämpfen und der vorliegende Bericht dürfte schon ein sehr guter Anfang und ein erster Weg dazu sein.
Dr. Jens Romba
Eigentlich fast allen die ihr Leben lang, oder auch nur für eine gewisse Zeit, glauben nur durch eigene Leistung, Bildung, Intelligenz, Durchsetzungsvermögen usw. den sogenannten Weg nach oben geschaft zu haben kann man getrost entgegnen das dies eben genau nicht so ist.
Dies fängt bereits bei der Arbeitsstelle an. Bereits dort braucht es jemanden in elementarer Position, inkl. Glück speziell bei dutzenden von Mitbewerbern, eine oder genau diese Stelle zu bekommen. Generell sind dies der Personalverantwortliche bei der Vorselektion sowie der zukünftige Vorgesetzte und auch die künftigen Kollegen.
Auch das höher kraxeln in den Hirachien braucht immer jemanden der bereits oben ist und die Persönlichkeit, die Leistung oder was auch immer erkennt, anerkennt und auch fördert. Nur die ersten beiden reichen nicht aus.
So dreht sich das ein ganzes Leben lang. So mancher denkt, nur durch sich selber dorthin gekommen zu sein, doch leider vergessen gerade diese Leute wievielen anderen Menschen diese in ihrem Leben bereits begegnet sind die ihren Beitrag eben auch geleistet haben.
Also, so exklusiv selber schuld an der eigenen präkeren Situation wie von gewissen behauptet wird ist man demzufolge eben nicht. Es geht nur schon mathematisch nicht, das bei Mio. von Arbeitslsoen jeder Arbeitswillige auch eine Arbeit finden kann. Nicht Theoretisch und eben schon gar nicht in der Praxis.
Insbesondere die ewige Mär, nebst Mio. von anderen Arbeitslosen, einfach selber schuld an dieser Situation zu sein ist so ein weitverbreitetes Schreckgespenst welches die Last die eigentlich in der Politik zu tragen wäre ganz einfach auf das Individuum verlagert.
Auch die Ackermänner und Wiedekings dieser Welt haben ein stückchen weiter oben jemanden gefunden der genau diese Persönlickeiten mit diesen Fähigkeiten an diese Position haben wollte... oder eben nicht.
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
Eigentlich fast allen die ihr Leben lang, oder auch nur für eine gewisse Zeit, glauben nur durch eigene Leistung, Bildung, Intelligenz, Durchsetzungsvermögen usw. den sogenannten Weg nach oben geschaft zu haben kann man getrost entgegnen das dies eben genau nicht so ist.
Dies fängt bereits bei der Arbeitsstelle an. Bereits dort braucht es jemanden in elementarer Position, inkl. Glück speziell bei dutzenden von Mitbewerbern, eine oder genau diese Stelle zu bekommen. Generell sind dies der Personalverantwortliche bei der Vorselektion sowie der zukünftige Vorgesetzte und auch die künftigen Kollegen.
Auch das höher kraxeln in den Hirachien braucht immer jemanden der bereits oben ist und die Persönlichkeit, die Leistung oder was auch immer erkennt, anerkennt und auch fördert. Nur die ersten beiden reichen nicht aus.
So dreht sich das ein ganzes Leben lang. So mancher denkt, nur durch sich selber dorthin gekommen zu sein, doch leider vergessen gerade diese Leute wievielen anderen Menschen diese in ihrem Leben bereits begegnet sind die ihren Beitrag eben auch geleistet haben.
Also, so exklusiv selber schuld an der eigenen präkeren Situation wie von gewissen behauptet wird ist man demzufolge eben nicht. Es geht nur schon mathematisch nicht, das bei Mio. von Arbeitslsoen jeder Arbeitswillige auch eine Arbeit finden kann. Nicht Theoretisch und eben schon gar nicht in der Praxis.
Insbesondere die ewige Mär, nebst Mio. von anderen Arbeitslosen, einfach selber schuld an dieser Situation zu sein ist so ein weitverbreitetes Schreckgespenst welches die Last die eigentlich in der Politik zu tragen wäre ganz einfach auf das Individuum verlagert.
Auch die Ackermänner und Wiedekings dieser Welt haben ein stückchen weiter oben jemanden gefunden der genau diese Persönlickeiten mit diesen Fähigkeiten an diese Position haben wollte... oder eben nicht.
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
...nehmen wir an, die berechtigten Befuerchtungen der IG-Metall und einiger anderer, noch nicht voellig korrumpierter Zeitgenossen vor der absehbaren schwarz-gelben Koalition werden Realitaet, so wird die Entstehung eines vermeintlich "terroristischen" Widerstands gg. die neoliberale Mischpoke von Tag zu Tag deutlicher absehbar.
Fuer meine Generation, die im fortgeschrittenen Alter schlau und feige genug ist, die Sinnlosigkeit solcher Unternehmungen zu erkennen, ist dieser Zug freilich abgefahren, doch meine ich auf Grund zahlreicher Kontakte zu diversen twen-Kollegen nicht nur aus der call-center-branche sagen zu koennen, dass es so nicht mehr lange weitergehen wird.
Spaetestens mit dem Erreichen der kritischen 33%-Grenze - also jeder Dritte in prekaeren Arbeitsverhaeltnissen untergebracht - wird sich ein Ventil oeffnen, dass die Begriffe dynamisch, leistungsstark, innovativ in einer Art und Weise auf deren Schoepfer reflektieren wird, wie diese es sich weder vorstellen, geschweige denn wuenschen koennen.
Hat denn halt so sein sollen; mein Mitgefuehl wird in diesem Fall nicht groesser sein als mein Hungerlohn.
************************************************************
"Ich mach' Euch fertig!" (G. Schroeder)
das sie glauben, dass es so einfach wäre, die Schuldigen zu benennen.
Sie folgen dabei nur einer Ideologie, die es sich einfach gemacht hat, weil am Anfang der Republik die meisten Protagonisten rechts oder liberal waren.
Doch sollte Ihnen seit 1969 aufgefallen sein, dass dies mitnichten ein Problem der ideologischen Gesinnung, als viel mehr ein Problem "Ober sticht Unter", egal welcher Partei, ist.
Im Gegenteil entspricht es meiner Erfahrung, dass linke Politik eine der Hauptursachen der Misere darstellt. Nicht wegen ihrer Motive, sondern wegen ihrer Ignoranz bezüglich von Folgen, die nicht ihren Zielen entsprechen.
Angefangen bei der Bildungspolitik, die uns einen Wasserkopf an Akademikern beschert hat, einer Sozialpolitik die die Sozialkosten dermaßen hoch getrieben hat, dass die Nettokaufkraft der Arbeitnehmer ständig gesunken ist, eine Neidpolitik, die ständig Belastungen Reicher fordert, aber nur Belastungen für Einkommen im Progressionsbauch geschaffen hat, weil realistischerweise Produktivvermögen auf diese Weise gar nicht belastet werden kann, ohne dass es Arbeitplätze kostet. Insgesamt eine Politik die ständig wegnimmt um es anderen zu geben, ohne dass es dort ankäme wo es gebraucht wird und ohne dass die Bedürftigkeit je abgenommen hätte.
Auch die Emanzipation durch Berufstätigkeit hat ihre Schattenseiten, die jahrzehntelang von links ignoriert wurden, weil sie nicht ins Schema passen. Die entsprechenden Belastungen für die Familien wurden erst angegangen, seit dem sich eine Frau von der Leyen damit befasst, vorher passierte schlicht nichts außer darüber zu reden.
Die Liste ließe sich endlos fortsetzen und man muss sich tatsächlich die Frage stellen, ob manche dieser "Errungenschaften" am Ende mehr gekostet als gebracht haben, vor allem weil das meiste vor allem Geld kostet, das andere verdienen müssen und nur zu einem Bruchteil die dafür geschaffene Verwaltung wieder verlässt.
Niedrige Löhne sind deshalb Ausdruck hoher Arbeitskosten, ohne entsprechende Kaufkraft, da lohnt es sich halt Löhne zu drücken oder gleich Maschinen einzusetzen, die hiesige Sozialpolitik hat Ford widerlegt, der mit hohen Löhnen den Wohlstand seiner Arbeiter und seinen Eigenen mehrte. Wir mehren stattdessen den Wohlstand der Sozialverwalter und der Umverteiler, das aber lohnt nicht für Unternehmer, weil die Kaufkraft dadurch nicht steigt.
H.
das sie glauben, dass es so einfach wäre, die Schuldigen zu benennen.
Sie folgen dabei nur einer Ideologie, die es sich einfach gemacht hat, weil am Anfang der Republik die meisten Protagonisten rechts oder liberal waren.
Doch sollte Ihnen seit 1969 aufgefallen sein, dass dies mitnichten ein Problem der ideologischen Gesinnung, als viel mehr ein Problem "Ober sticht Unter", egal welcher Partei, ist.
Im Gegenteil entspricht es meiner Erfahrung, dass linke Politik eine der Hauptursachen der Misere darstellt. Nicht wegen ihrer Motive, sondern wegen ihrer Ignoranz bezüglich von Folgen, die nicht ihren Zielen entsprechen.
Angefangen bei der Bildungspolitik, die uns einen Wasserkopf an Akademikern beschert hat, einer Sozialpolitik die die Sozialkosten dermaßen hoch getrieben hat, dass die Nettokaufkraft der Arbeitnehmer ständig gesunken ist, eine Neidpolitik, die ständig Belastungen Reicher fordert, aber nur Belastungen für Einkommen im Progressionsbauch geschaffen hat, weil realistischerweise Produktivvermögen auf diese Weise gar nicht belastet werden kann, ohne dass es Arbeitplätze kostet. Insgesamt eine Politik die ständig wegnimmt um es anderen zu geben, ohne dass es dort ankäme wo es gebraucht wird und ohne dass die Bedürftigkeit je abgenommen hätte.
Auch die Emanzipation durch Berufstätigkeit hat ihre Schattenseiten, die jahrzehntelang von links ignoriert wurden, weil sie nicht ins Schema passen. Die entsprechenden Belastungen für die Familien wurden erst angegangen, seit dem sich eine Frau von der Leyen damit befasst, vorher passierte schlicht nichts außer darüber zu reden.
Die Liste ließe sich endlos fortsetzen und man muss sich tatsächlich die Frage stellen, ob manche dieser "Errungenschaften" am Ende mehr gekostet als gebracht haben, vor allem weil das meiste vor allem Geld kostet, das andere verdienen müssen und nur zu einem Bruchteil die dafür geschaffene Verwaltung wieder verlässt.
Niedrige Löhne sind deshalb Ausdruck hoher Arbeitskosten, ohne entsprechende Kaufkraft, da lohnt es sich halt Löhne zu drücken oder gleich Maschinen einzusetzen, die hiesige Sozialpolitik hat Ford widerlegt, der mit hohen Löhnen den Wohlstand seiner Arbeiter und seinen Eigenen mehrte. Wir mehren stattdessen den Wohlstand der Sozialverwalter und der Umverteiler, das aber lohnt nicht für Unternehmer, weil die Kaufkraft dadurch nicht steigt.
H.
Eigentlich fast allen die ihr Leben lang, oder auch nur für eine gewisse Zeit, glauben nur durch eigene Leistung, Bildung, Intelligenz, Durchsetzungsvermögen usw. den sogenannten Weg nach oben geschaft zu haben kann man getrost entgegnen das dies eben genau nicht so ist.
Dies fängt bereits bei der Arbeitsstelle an. Bereits dort braucht es jemanden in elementarer Position, inkl. Glück speziell bei dutzenden von Mitbewerbern, eine oder genau diese Stelle zu bekommen. Generell sind dies der Personalverantwortliche bei der Vorselektion sowie der zukünftige Vorgesetzte und auch die künftigen Kollegen.
Auch das höher kraxeln in den Hirachien braucht immer jemanden der bereits oben ist und die Persönlichkeit, die Leistung oder was auch immer erkennt, anerkennt und auch fördert. Nur die ersten beiden reichen nicht aus.
So dreht sich das ein ganzes Leben lang. So mancher denkt, nur durch sich selber dorthin gekommen zu sein, doch leider vergessen gerade diese Leute wievielen anderen Menschen diese in ihrem Leben bereits begegnet sind die ihren Beitrag eben auch geleistet haben.
Also, so exklusiv selber schuld an der eigenen präkeren Situation wie von gewissen behauptet wird ist man demzufolge eben nicht. Es geht nur schon mathematisch nicht, das bei Mio. von Arbeitslsoen jeder Arbeitswillige auch eine Arbeit finden kann. Nicht Theoretisch und eben schon gar nicht in der Praxis.
Insbesondere die ewige Mär, nebst Mio. von anderen Arbeitslosen, einfach selber schuld an dieser Situation zu sein ist so ein weitverbreitetes Schreckgespenst welches die Last die eigentlich in der Politik zu tragen wäre ganz einfach auf das Individuum verlagert.
Auch die Ackermänner und Wiedekings dieser Welt haben ein stückchen weiter oben jemanden gefunden der genau diese Persönlickeiten mit diesen Fähigkeiten an diese Position haben wollte... oder eben nicht.
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
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