Es sind die ersten Konzern-Zahlen, die der neue Bahnchef Rüdiger Grube nach knapp vier Monaten im Amt vorstellt: Der Gewinn der Deutschen Bahn ist im ersten Halbjahr 2009 stark zurückgegangen. Vor Zinsen und Steuern verdiente der Konzern 52,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, nämlich 671 Millionen Euro. Unter dem Strich wurden von Januar bis Juni noch 547 Millionen Euro Gewinn ausgewiesen. Im ersten Halbjahr 2008 waren es noch 915 Millionen Euro.

Der Umsatz von Europas größtem Transportunternehmen fiel um 14 Prozent auf 14,3 Milliarden Euro. Damit trifft die Wirtschaftskrise den Konzern hart. "Es wird einige Jahre dauern, bis wir wieder zu Volumina zurückkehren werden, wie wir sie in den Rekordjahren 2007 und 2008 hatten", erklärte Grube. Kurzfristig sei keine Markterholung zu erwarten.

Besonders drastisch fielen die Einbrüche bei der Güterbahn und der internationalen Logistik aus. Aber auch im bisher vergleichsweise stabilen Personenverkehr schlummern noch Risiken, fürchtet Grube. Er will mit einem Sparkurs gegensteuern. Wegen der Wirtschaftskrise wollte er keine konkrete Prognose zum weiteren Geschäftsverlauf abgeben.