Afghanistan

Schwierige Präsidentenwahl

Sicherheitskontrolle am Wahltag: Ein Polizist und ein Passant in Baraki Barak in der Provinz Logar  |  © Manan Vatsyayana/AFP/Getty Images

Die Sorge vor diesem Wahltag war unter afghanischen Sicherheitskräften und internationalen Soldaten groß. Bereits in den Tagen zuvor war die Zahl der Anschläge von rund 32 auf über 45 am Tag gestiegen. Doch haben am Ende Millionen Afghanen Todesdrohungen und Anschlägen der Taliban getrotzt und sind in die Wahllokale gekommen. Behörden, UN und unabhängige Beobachter meldeten aus allen Landesteilen eine einigermaßen rege Beteiligung. Dennoch, der Tag war von Gewalt überschattet und genau benennen lässt sich die tatsächliche Wahlbeteiligung noch nicht. Rund 73 Anschläge in 15 Provinzen soll es gegeben haben. Dramatisch war es in Baghlan im Norden, wo Aufständische die Stadt stürmten. Internationale Truppen kamen zur Hilfe, 22 Taliban wurden getötet; die Wahl konnte dort nicht stattfinden. Immerhin sollen im Osten und Süden des Landes doch einigermaßen viele Menschen ihre Stimme abgegeben haben. Dort sind die Taliban besonders stark. Sie hatten zum Boykott der Wahl aufgerufen und Teilnehmern mit Vergeltung gedroht.

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