Aktienkurse Kaum noch Luft nach oben
Gute Konjunkturdaten, Investoren unter Zugzwang: Beides lässt die Kurse erst einmal weiter steigen. Doch das Risiko wächst, sagt das Börs-o-Meter
An der Börse scheint alles im grünen Bereich. Die Konjunkturdaten in den USA haben sich weiter verbessert. Manche Vorlaufindikatoren, etwa der Index der Federal Reserve Bank von Philadelphia, zeigen wieder nach oben, und der Index der Frühindikatoren steigt so schnell an wie zuletzt 2004. Die Aktienkurse folgen den Fundamentaldaten und klettern auf neue Höchststände.
Detaillierte Daten zeigen freilich, dass viele Anleger sich bisher eher zurückhielten und nur zögerlich frisches Geld in Aktien steckten. Die Umsätze an den Börsen waren sehr gering. Zum Teil liegt das sicher an der Urlaubszeit, doch selbst wenn man ihre Wirkungen unberücksichtigt lässt, ist von überschäumenden Optimismus nichts festzustellen. Unter solchen Rahmenbedingungen steigen die Kurse, selbst wenn nur wenige Anleger an eine rosige Zukunft glauben.
In der vergangenen Woche kamen viele Anleger aus dem Urlaub zurück. Sie stellten fest, dass ihnen die Kurse während ihrer Abwesenheit ein wenig davongelaufen waren. Die alte Weisheit "Sell in May and go away" war in diesem Jahr ein schlechter Ratgeber.
Investoren, die ihr Geld im vergangenen Jahr erst einmal in sicheren Anlagen geparkt hatten, hinken besonders hinterher. Im August 2008 war die Krise nahezu auf ihrem Höhepunkt; die Aktienkurse hatten seit Jahresbeginn kräftig verloren. Viele Anleger reagierten, indem sie Aktienkäufe zurückstellten und ihr Geld auf Festgeldkonten parkten. Deren Laufzeit betrug häufig zwölf Monate, und die Verzinsung war noch einigermaßen attraktiv. Teilweise gab es damals für Festgeld noch fünf Prozent Zinsen.
Die sind aktuell kaum noch zu bekommen. Tagesgeld bringt zur Zeit etwa ein Prozent, im Falle einer längeren Zinsbindung ist die Rendite kaum höher. Ein Anlagenotstand ist die Folge. Sichere Anlage bringen keine Rendite mehr, riskantere Anlageformen wie Aktien sind schon ein ganzes Stück gelaufen. Selbst die Hoffnung, nach der Sommerpause noch günstig einsteigen zu können, hat sich als trügerisch herausgestellt.
Das kann dazu führen, dass jetzt viele Anleger noch schnell einsteigen werden, um weitere Kursanstiege nicht auch noch zu verpassen. Hinzu kommen die fundamentalen Verbesserungen. Auch sie werden die Kurse weiter nach oben ziehen.
Die vergangene Woche hat gezeigt, dass es jedoch immer wieder zu Rückschlägen kommen kann. Sie werden immer heftiger werden - China war dafür nur ein Beispiel. Zwar zeigen sich die verbesserten Konjunkturaussichten der USA - die immer noch maßgeblich sind für die Kursentwicklung an den Börsen der Welt - nun auch in harten Daten. Doch es gibt schon wieder erste Risikofaktoren.
- Datum 02.12.2009 - 13:27 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Nach oben ist noch sehr viel Luft. 7000 sind beim Dax in diesem Jahr sicher noch drin, weil die Gewinne der Unternehmen in die Höhe schießen und die Liquiditätssituation üppig ist. Ungefähr ein Jahr lang haben die Unternehmen negativ enttäuscht, bevor es ab März wieder unerwarteterweise aufwärts ging. Mindestens ein Jahr kann diese Phase doch wieder anhalten, oder? Was den berühmten Börsenmonat "September" angeht: Herbst beim Wetter muss keineswegs Herbst an der Börse bedeuten. Im Gegenteil: da der Konjunkturverlauf einem V ähnelt und die Wirtschaft derzeit sprunghaft nach oben befördert wird, könnte die Hausse im September erst richtig losgehen.
Der DAX ist der absolute Kontraindikator zum Lebensgefühl der Menschen. Geht der DAX hoch, geht es dem gemeinen Volk schlechter, während dieses stets vom Rückgang des DAX profitiert. Immer wenn ein Vorstandschef Entlassungen und tiefe Sparprogramme ankündigt, machen die Börsianer Freudensprünge. Wer jetzt weiter in den DAX investiert, macht sich mitschuldig am Leid von Millionen Menschen.
Ein Anstieg der Aktienkurse befeuert auch den Anstieg der Realwirtschaft und führt damit zum Sinken der Arbeitslosigkeit. Denn höhere Vermögenswerte bei Privathaushalten steigern die Fähigkeit der Menschen zum Konsum, genauso wie sie die Fähigkeit von Unternehmen zu Investitionen erhöhen. Auch das Verbrauchervertrauen wird positiv beeinflusst. Es entsteht eine Aufwärtsspirale, in der sich Aktienmärkte und Realwirtschaft gegenseitig befeuern. Das kann über mehrere Jahre so gehen.
Die ewigen gleichen, langweiligen Vorurteile gegenüber Aktien. When will it ever stop?
Ein Anstieg der Aktienkurse befeuert auch den Anstieg der Realwirtschaft und führt damit zum Sinken der Arbeitslosigkeit. Denn höhere Vermögenswerte bei Privathaushalten steigern die Fähigkeit der Menschen zum Konsum, genauso wie sie die Fähigkeit von Unternehmen zu Investitionen erhöhen. Auch das Verbrauchervertrauen wird positiv beeinflusst. Es entsteht eine Aufwärtsspirale, in der sich Aktienmärkte und Realwirtschaft gegenseitig befeuern. Das kann über mehrere Jahre so gehen.
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Ein Anstieg der Aktienkurse befeuert auch den Anstieg der Realwirtschaft und führt damit zum Sinken der Arbeitslosigkeit. Denn höhere Vermögenswerte bei Privathaushalten steigern die Fähigkeit der Menschen zum Konsum, genauso wie sie die Fähigkeit von Unternehmen zu Investitionen erhöhen. Auch das Verbrauchervertrauen wird positiv beeinflusst. Es entsteht eine Aufwärtsspirale, in der sich Aktienmärkte und Realwirtschaft gegenseitig befeuern. Das kann über mehrere Jahre so gehen.
Wer auf dem Aktienmarkt erfolgreich sein will, braucht 95% Psychologie und Menschenkenntnis und 5% Finanzwissen. Wie schon der große Zirkusmagnat P. T. Barnum einst feststellte, hat noch nie jemand Geld eingebüßt, der die Intelligenz seiner Mitmenschen unterschätzte.
Wer auf dem Aktienmarkt erfolgreich sein will, braucht 95% Psychologie und Menschenkenntnis und 5% Finanzwissen. Wie schon der große Zirkusmagnat P. T. Barnum einst feststellte, hat noch nie jemand Geld eingebüßt, der die Intelligenz seiner Mitmenschen unterschätzte.
"Mal sehen..."
Wer auf dem Aktienmarkt erfolgreich sein will, braucht 95% Psychologie und Menschenkenntnis und 5% Finanzwissen. Wie schon der große Zirkusmagnat P. T. Barnum einst feststellte, hat noch nie jemand Geld eingebüßt, der die Intelligenz seiner Mitmenschen unterschätzte.
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ist ein riesiges, unproduktives Kasino. Die Börsenhändler gingen lieber direkt in ein echtes Kasino, wo sie wenigstens wenigstens keinen Schaden für Außenstehende anrichten. Erklären Sie mal, welchen Beitrag der Aktienmarkt exakt zu unseren Wohlstand und unserer Lebensqualität beiträgt. Ich warne Sie, so leicht ist das garnicht. Denn etwas produktives tun die Vermögensverwalter nicht, sie stellen nichts her. Alle Unternehmen, die investieren wollen, sollten zur Bank gehen und nirgendswo sonst!
Der Aktienmarkt floriert erst, seit die neoliberale Bewegung Anfang der 80er-Jahre ihren großen Durchbruch hatte.
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