Leichtathletik-WM Der Marsmensch Bim Bum BoltSeite 2/2

In den USA, dem Heimatland des zweitplatzierten 100-Meter-Sprinters Tylor Gay finden Spekulationen, ob der Jamaikaner gedopt oder ungedopt antrat, nur am Rande statt: "Dieser Rekord ist keine optische Täuschung. Zumindest solange Bolt bei den Dopingkontrollen negativ getestet wird", schrieb die New York Times.
An die Dopingfälle amerikanischer Leichtathleten erinnerte man sich auf der Internetseite des Bürgerjournalismus-Projekts examiner.com: "Obwohl Bolt stets negativ getestet wurde, bleiben Zweifel: Auch Marion Jones wurde in Zeiten ihrer Wettkämpfen nie positiv getestet und später dann doch des Dopings überführt."

Indessen feierte die jamaikanische Presse ihren Volkshelden Bolt. Der Jamaica Observer warnte die Menschheit vorsorglich vor weiteren Sensationen: "Aufgepasst! Das ist nur der Beginn der jamaikanischen Dominanz über die Welt. Denn dort, wo Usain Bolt und Shelly-Ann Fraser herkommen, gibt es noch mehr, die Goldmedaillen gewinnen wollen."

Es scheint, als hätte es auf Jamaika Probleme mit Doping nie gegeben. "Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass Jamaika der Welt seit jeher aktiv seine ablehnende Haltung zum Thema Doping demonstriert", stellte der 1834 gegründete Jamaica Gleaner, die älteste noch existierende Zeitung der Karibik, fest.

Doch in weiten Teilen Europas war die Presse nicht weniger unkritisch: "Usain Bolt macht dem Universum ein weiteres unglaubliches Geschenk", schrieb die spanische Zeitung El País. Die Baseler Zeitung hat Bolts Geheimrezept gefunden: " 41 Schritte und einige Chicken Nuggets. Das benötigte Usain Bolt, um den eigenen Weltrekord um elf Hundertstel auf fabelhafte, unglaubliche 9,58 Sekunden zu drücken."
 

 
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