Gamescom-Jobbörse Spielefirmen haben NachwuchsproblemeSeite 2/2
Einsteiger sollten sich deshalb klar werden, in welchem Bereich sie arbeiten möchten. Und nicht alle Jobs sind für sie auch geeignet. Die Königsdisziplin "Gamedesigner", sie ist am ehesten mit der Arbeit eines Filmregisseurs vergleichbar, erfordert viel Kreativität, Organisations- und Führungstalent. Einsteiger arbeiten zunächst häufig als "Junior Game Designer" und kümmern sich um Fragen wie das Balancing, die Ausgewogenheit der verschiedenen Spielfiguren und Fraktionen. Auch die "Quality Assurance", das Testen von Computerspielen, kann Türen zum Gamedesign öffnen.
Genau wie die Anforderungen sind auch die Verdienstmöglichkeiten breit gestreut. Jörg Müller-Lietzkow, Professor für Medienorganisation und Mediensysteme an der Universität Paderborn, hat für die Branche ein Durchschnittsgehalt von 3000 bis 3500 Euro ermittelt. Am besten verdienen die Programmierer, so Müller-Lietzkow, weil ihre Kenntnisse auch für andere Softwareunternehmen attraktiv sind. Etwas weniger gibt es im Bereich "Arts & Animation": Bei Grafikern, Modellern und Sounddesignern hängt der Verdienst stark vom individuellen Können ab. Neueinsteiger fangen mit noch viel weniger an und verdienen um die 1500 Euro brutto.
Die Hauptanziehungskraft sieht Jobforum-Organisator Klinge denn auch nicht in den Gehältern, sondern in der Branchenkultur: "Alles ist sehr locker, man duzt sich ausschließlich, es ist ein sehr unkompliziertes Miteinander."
Informationen über Hochschulen und deren Ausbildungswege gibt es beim Branchenverband Bitkom.
- Datum 31.08.2009 - 16:46 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Ich habe in diesem Bereich völlig andere Erfahrungen. Dumping Löhne wir sonst nirgendwo in der gesamten IT Branche, jeder zweite Arbeitgeber geht vor Ende eines Projekts plötzlich pleite oder wird verkauft - darüberhinaus wird gut 90% der Programmierarbeit im Games-Bereich in Weissrussland gemacht.
Jungen Leuten diese Branche anzupreisen ist etwa genauso sinnvoll wie die Empfehlung heutzutage Ton-Ingenieur zu werden.
Dieser Artikel ist aus meiner Sicht reine PR für ein dubioses Job-Forum. Keine der geschilderten "Tatsachen" treffen meiner Erfahrung nach zu.
Ich kenne die Branche, und der Autor hat wohl diverse PR-Meldungen zu unkritisch übernommen.
Ich kenne die Branche, und der Autor hat wohl diverse PR-Meldungen zu unkritisch übernommen.
um Spiele zu übersetzen? Das wäre wohl mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Dass jemand im IT-Bereich etwas von Marketing verstehen sollte, ist sicher nicht falsch, wenn es vor allem ums Verkaufen geht. Wenn er aber tatsächlich selber Marketing machen müsste - Marketing-Leute sind ja echt Mangelware - wäre vollkomene Verschwendung.
selbst das für Programmierer ist nicht so dolle, dass man dort anfangen will. Vor allem gibt es auch übelsten Druck und hohe Arbeitsbelastung zT auch am Wochenende. Da ist schon ein wenig Motivation oder Naivität gefragt.
Selbst als Programmierer ist man woanders besser aufgehoben...
PS: ich kann das beurteilen
Ich kenne die Branche, und der Autor hat wohl diverse PR-Meldungen zu unkritisch übernommen.
Die Firmen sind in erster Linie auf der Messe vertreten, um sich zu präsentieren.
Da macht es sich natürlich gut, wenn man viele Leute sucht, denn das signalisiert Erfolg, Wachstum und gute Zukunftsaussichten.
Auf potentielle Vertragspartner wirkt das besser als wenn es aussieht, als habe ein Unternehmen Schwierigkeiten und als müsse in Betracht gezogen werden, dass es das Unternehmen in ein bis zwei Jahren gar nicht mehr gibt.
Stellengesuche gehören heutzutage auch zur PR.
Dass es dann so schwierig ist, die vielen Stellen zu besetzen, zeigt, wie dringend neue Mitarbeiter tatsächlich gebraucht werden.
Ich habe noch nie auf Zeit.de einen Artikel gelesen, der in seiner Aussage so falsch ist wie dieser. Etwas Recherche hätte hier ganz andere Erkenntnisse zu Tage gefördert, ohne das es Pulitzer-Preis-verdächtige Ausmaße angenommen hätte. Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Gerade in Deutschland, wo Tätigkeiten die irgendetwas mit 3D/ Animation/Grafik/etc. zu tun haben, nichts kosten dürfen, weil es ja soviel Spaß macht (und für Spaß kann man ja nicht noch zahlen...), ist es grob fahrlässig jungen Menschen einzureden, sie hätten in dieser Branche eine Zukunft.
Mit der steigenden Komplexität von Computerspielen werden in der Tat immer mehr Arbeitskräfte pro Projekt benötigt, jedoch mit der Konsequenz, das sich eine Auslagerung wesentlicher Teile der Produktion (bzw. der gesamten Produktion) zu unseren osteuropäischen Nachbarn - oder gleich nach Asien - noch mehr lohnt. Niemand braucht studierte 3D-Grafiker oder Game-Designer. Es zählen einzig und allein die individuellen Fähigkeiten kongruent zum jeweiligen Projekt.
wer will schon gerne in einer Branche arbeiten, in der die nächste schwachsinnige Gesetzesinitiative irgendwelcher populistischer Politiker einem nicht nur den aktuellen Arbeitsplatz, sondern auch jedwede weitere Beschäftigungsmöglichkeit kosten kann? Stichwort: "Killerspiel"-Verbot.
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