Missbrauchsvorwurf Kartellbehörden ermitteln gegen Google Italia
Italienische Zeitungen werfen Google vor, seine marktbeherrschenden Stellung zu missbrauchen. Dies könnte sich auch auf den Online-Werbemarkt auswirken
Die Medien, die nicht auf der italienischen Nachrichtenseite Google-News erscheinen wollen, würden automatisch auch von der Google-Suchmaschine ausgeschlossen, werfen italienische Zeitungsherausgeber dem Unternehmen Google Italia vor.
Italienische Kartellbehörden ermitteln jetzt gegen das Unternehmen wegen möglichen Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung und überprüfen die Vorwürfe. Google war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.
Die italienischen Zeitungen beklagen, das Erscheinen ihrer Inhalte auf Google erschwere es ihnen, Besucher auf ihre eigenen Internetseiten zu locken. Wenn sie ihre Inhalte der Google-Nachrichtenseite jedoch nicht zur Verfügung stellen wollten, würden sie auch von der Suchmaschine ausgesperrt.
Die Kartellbehörden wollen vor allem prüfen, ob dies möglicherweise den Online-Werbemarkt zugunsten von Google verzerrt, weil die Zeitungen damit weniger Klicks auf ihre eigenen Internetseiten erhalten.
- Datum 28.08.2009 - 08:41 Uhr
- Serie News
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters 27.8.2009
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