Atommüll Gorleben läuft die Zeit davon

Das als mögliche Atommüll-Endlager gehandelte Gorleben stößt auf große Schwierigkeiten: Die Verträge über die Grundstücke laufen im Jahr 2015 aus

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, laufen etwa 100 Verträge mit Grundbesitzern aus der Region zum 31. Dezember 2015 aus. Mit den Verträgen hatten sie die Rechte am unterirdischen Salz abgetreten und damit eine Erkundung des Salzstocks ermöglicht.

Ab 2016 gehen die Salzrechte wieder auf die Eigentümer des darüber liegenden Grundstücks über. Die meisten von ihnen sind Gegner eines Atommülllagers in der Region. Landwirte und Bürgerinitiativen hatten sich stets gegen ein Endlager ausgesprochen.

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Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), dem die Erkundungsrechte mit den Verträgen übertragen worden waren, bestätigte den Bericht. Ein Sprecher der Umweltorganisation Greenpeace bezeichnete das Auslaufen der Verträge als "Sargnagel für das Thema Gorleben". Greenpeace fordert eine offene Suche nach anderen Standorten für ein Endlager.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) verwies darauf, dass die bis 2015 befristeten Verträgen unter früheren schwarz-gelben Regierungen zustande gekommen seien. Nach Angaben des BfS soll "zu gegebener Zeit" über eine Verlängerung der Verträge mit den Grundbesitzern verhandelt werden. Die Energiekonzerne plädieren für eine Enteignung der Grundbesitzer, sollten die Verträge nicht verlängert werden. Diese Möglichkeit hatte die ehemalige rot-grüne Bundesregierung jedoch aus dem Atomgesetz gestrichen.

Derzeit ruht die Erkundung Gorlebens, da die rot-grüne Bundesregierung ein Moratorium mit den Stromkonzernen vereinbart hatte. Dieses endet spätestens im Herbst 2010. Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander hat sich für eine zügige Erkundung des Salzstocks ausgesprochen. Union und FDP wollen das Moratorium im Falle einer neuen schwarz-gelben Bundesregierung nach der Bundestagswahl beenden.

 

 
Leser-Kommentare
  1. hat der Spuk der Berufsverhinderer ein Ende.

    Dann geht's in Gorleben wieder abwärts - zum Zwecke der Endlager-Erkundung. Und die Verlängerung der Betriebsgenehmigungen für die Atomkraftwerke kommt ebenfalls.

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    • hardob
    • 22.08.2009 um 20:27 Uhr

    Wie meinen? Noch weiter abwärts. Irgendwann wird die Sohle erreicht sein. Und die Berufsverhinderer in Gorleben, die werden wohl auf ihren Wunsch hin einfach enteignet. Auch ein Art Sozialsimus. Und die Verlängerung der Betriebsgenehmigungen für die Atomkraftwerke, die soll auch noch kommen, da glaube ich, da kommen dann auch die Menschenketten ... wenn Sie wollen natürlich auch die Menschen (Berufsverhinderer) in Ketten ... ich glaube Sie sind allzu optimistisch. Manchmal hilft da ein Glas Absinth.

    • tidyho
    • 23.08.2009 um 9:15 Uhr

    Don't feed the Troll

    • hardob
    • 22.08.2009 um 20:27 Uhr

    Wie meinen? Noch weiter abwärts. Irgendwann wird die Sohle erreicht sein. Und die Berufsverhinderer in Gorleben, die werden wohl auf ihren Wunsch hin einfach enteignet. Auch ein Art Sozialsimus. Und die Verlängerung der Betriebsgenehmigungen für die Atomkraftwerke, die soll auch noch kommen, da glaube ich, da kommen dann auch die Menschenketten ... wenn Sie wollen natürlich auch die Menschen (Berufsverhinderer) in Ketten ... ich glaube Sie sind allzu optimistisch. Manchmal hilft da ein Glas Absinth.

    • tidyho
    • 23.08.2009 um 9:15 Uhr

    Don't feed the Troll

    • hardob
    • 22.08.2009 um 20:27 Uhr
    2. ????

    Wie meinen? Noch weiter abwärts. Irgendwann wird die Sohle erreicht sein. Und die Berufsverhinderer in Gorleben, die werden wohl auf ihren Wunsch hin einfach enteignet. Auch ein Art Sozialsimus. Und die Verlängerung der Betriebsgenehmigungen für die Atomkraftwerke, die soll auch noch kommen, da glaube ich, da kommen dann auch die Menschenketten ... wenn Sie wollen natürlich auch die Menschen (Berufsverhinderer) in Ketten ... ich glaube Sie sind allzu optimistisch. Manchmal hilft da ein Glas Absinth.

  2. Die Asse hat wirklich auch dem allerletzen Euphorischen gezeigt, daß die von der Atomlobby aufgestellte Behauptung, Salzstöcke seien als Endlager perfekt geeignet, weil deren Existenz über die zigtausenden Jahre ja beweisen würde, dass dort kein (Tiefengrund-)wasser eintritt und die Radioaktivität ausschwemmen kann, kompletter Humbug war.

    Nochmal langsam zum Mitschreiben:

    Die ASSE ist schlimmer als der GRÖSSTE ANZUNEHMNE UNFALL der Atomgeschichte, dort ist Radioaktivität ins Grundwasser gelangt und wird warten nur daruf, bis das irgendwann irgendwo an die Oberfläche kommt, und wir können NICHTS mehr dagegen tun !

    Gorleben ist ebenso wie Morsleben UNTAUGLICH um Atommüll aufzunehen !
    Da braucht man nichts mehr erkunden.

    Die Atomlobby hat den Bürger verladen, und die Katastrophe in der Asse will sie nun nicht bezahlen (wenn dort überhaupt mit Geld noch irgendwas zu retten ist). Wenigstens das noch nicht ausgeschwemmte radioaktive müsste man rausholen und an einem anderen Ort unterbringen, der vielleicht länger als die 30 Jahre durchhält. Ein übler Witz, wenn man bedenkt, daß die Asse für 300000 Jahre ein sicherr Ort sein sollte.

    • tidyho
    • 23.08.2009 um 9:15 Uhr

    Don't feed the Troll

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