Da die Anlage ausgebaut worden war, hatten die Atom-Inspektoren im Juni von der Regierung in Teheran gefordert, ihre Überwachungsmaßnahmen an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Nach Angaben der IAEA hat der Iran inzwischen mehr als 7000 Zentrifugen in der Anlage in Natans installiert, von denen bis Anfang Juni 4920 in Betrieb waren. Mittlerweile seien fast 1,4 Tonnen Uran angereichert worden. Im Westen wird befürchtet, dass Iran unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Atomkraft heimlich am Bau einer Atombombe arbeitet. Der Iran hat das stets zurückgewiesen.

Die Atominspektoren sollen mit ihren Kontrollen unter anderem mit Kameras sicherstellen, dass das angereicherte Uran auch komplett für zivile Zwecke genutzt wird. Im Fall Irans wird das bezweifelt, der UN-Sicherheitsrat hatte mehrfach einen Stopp der Arbeiten in Natans gefordert.

In anderen strittigen Punkten zeigt sich das Regime in Teheran den Informationen zufolge aber unnachgiebig: Bei offenen Fragen zu möglichen Waffen-Projekten seien keine Fortschritte erzielt worden, hieß es. Der Iran untersage der IAEA den Zugang zu wichtigen Dokumenten wie auch zu Mitarbeitern, die Fragen zu möglicherweise relevanten Vorhaben klären könnten. US-Präsident Barack Obama hat dem Iran eine Frist bis September gesetzt, um das Land zur Teilnahme an Nuklear-Gesprächen zu bewegen.