Edward M. Kennedy Das Ende der Kennedy-DynastieSeite 2/2
Nach dem Tode der beiden älteren Brüder war Edward der natürliche Anwärter für das Weiße Haus. Es sollte aber nicht sein. Fast wäre er nach dem Attentat auf JFK beim Absturz seines Privatflugzeugs umgekommen. Nach der Ermordung von Robert F. Kennedy (1968) versuchte er den systematischen Anlauf zur Nominierung. Doch dann kam der Schicksalsschlag, von dem sich Edward nie wieder erholen sollte.
In der Nacht vom 18. Juli 1969 stürzte er nach einer alkoholreichen Party mit seinem Wagen von einer schmalen Brücke, welche die winzige Insel Chappaquiddick mit der größeren, Martha's Vineyard, verband. Er konnte sich retten, eine junge Frau namens Mary Jo Kopechne ertrank. Neun Stunden lang war Kennedy verschwunden; erst dann meldete er den Unfall. Wegen Fahrerflucht wurde er zu zwei Monaten Bewährung und Führerscheinentzug verurteilt. Das war das Ende aller Ambitionen, die den Kennedy-Jungen von Geburt aus eingetrichtert worden waren.
"Wir wollen hier keine Loser haben", pflegte der Patriarch Joseph "Joe" Kennedy, dem einstigen Botschafter in London, dem Nazi-Sympathien nachgesagt wurden, seinen Kindern einzuschärfen. "In dieser Familie wollen wir nur Gewinner haben." Trotz der Chappaquiddick-Affäre probte Kennedy die Eroberung des Weißen Hauses, indem er 1979/80 gegen den glücklosen Parteifreund Jimmy Carter antrat. Zwar war das Parteivolk auf seiner Seite, aber die halbherzige Kampagne endete in einem Desaster, und Carter, Präsident seit 1977, wurde auf dem Parteitag 1980 abermals nominiert.
Elf Jahre später erst konnte sich "Teddy" dazu durchringen, eine Art Entschuldigung für Chappaquiddick vorzutragen: "Ich erkenne meine Schwächen an, die Fehler in meinem eigenen Leben. Ich allein bin dafür verantwortlich, und ich allein muss mit ihnen fertig werden." Das Ende war der Anfang einer großen, glanzvollen Senatskarriere, die "Ted" zur historischen Figur gemacht hat. Er diente, ohne ins Rampenlicht zu drängen; mit Fleiß, brillanter Rhetorik und politischem Geschick entwickelte er sich zum Gesetzgeber von höchsten Gnaden.
Am Mittwoch verkündeten die Angehörigen in einem kurzen Statement: "Wir haben die unersetzliche Säule unserer Familie verloren." Und mehr: Der Tod des letzten männlichen Kennedys ist das Ende einer "Dynastie", die nur von den Präsidenten John und John Quincy Adams (Vater und Sohn) sowie Teddy und Franklin Delano Roosevelt (Vettern) übertroffen worden ist.
Es gibt keine Kennedys mehr, die in die Fußstapfen von Joseph, John, Robert und Edward treten könnten. Edward M. Kennedy starb am Dienstag in Hyannis Port und hinterlässt drei Kinder sowie vier Enkel. Begraben werden soll er auf dem Heldenfriedhof Arlngton National Cemetery, in der
Nähe seiner Brüder John und Robert.
- Datum 31.08.2009 - 15:17 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, 27.8.2009 - 10:08 Uhr
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... lautet: "Integrity is the Lifeblood of Democracy."
Ein Wahlspruch, den unsere Politiker sich merken sollten.
Gesoffen, gehurt, betrogen, getötet und sich dann in die Büsche geschlagen. Der hat doch nur vom Ruf seiner Brüder gelebt. Wo sind die Verdienste?
lesen sie die Artikel die Heute über ihn auf Zeitonline erschienen sind und sie können ihre Frage selber beantworten
"Erst nachdem wir alles verloren haben, haben wir die Freiheit, alles zu tun…"
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"Erst nachdem wir alles verloren haben, haben wir die Freiheit, alles zu tun…"
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"Erst nachdem wir alles verloren haben, haben wir die Freiheit, alles zu tun…"
würdiger Nachruf, der alles beinhaltet.
wie die Bevölkerung die Herrschaft verehrt, die sich - möglicherweise, angeblich, gerüchteweise - so verhält, wie man es es von einem guten Nachbarn auch erwarten könnte, so lange ist keine Besserung in Sicht.
Wenn - angebliche erfüllte - Selbstverständlichkeiten zur Verklärung reichen, dann weiß man, daß man in der Fäkaliengrube sitzt.
Hmm...vielleicht hören die Kennedys jetzt endlich damit auf mit ihrer verrückten Familiengeschichte in der amerikanischen Geschichte herumzuspuken wie der Geist aus einem vergangenen Jahrhundert.
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Tu fui, ego eris.
Mit Ted Kennedy ist die Welle der guten Politiker, die wirklich etwas bewegt haben zu Ende. Verloren sind die Revolutionäre und Veränderer, die für die Rechte aller Mensche kämpfen und alles geben. Geblieben sind diese laschen Politiker, die sich auf den Verdiensten anderer Ausruhen... Vorbei sind die Zeiten, als die Menschen auf den Straßen für Freiheit und Rechte demonstrierten und angekommen sind wir in der Zeit, in der es nichts wichtigeres gibt als die unangebrachte Nutzung der Geschäftswagen der Politiker. Wo sind Elan und Engagement geblieben???
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