Schulen in New York Ein Knast für überzählige Lehrer
In New York sperrt man Lehrer, die man nicht mehr beschäftigen möchte, während der Unterrichtsstunden in einen sogenannten Rubber Room. Sie tun dort - gar nichts
© Chris Hondros/Newsmakers

Der Schutz der Kinder geht vor - deshalb gilt für Lehrer in New York die Unschuldsvermutung nicht
Der Beruf des Lehrers ist hart. Noch ein wenig härter ist er in einer Großstadt – und am härtesten möglicherweise in New York. Über 40 Prozent der Pädagogen dort geben ihren Job innerhalb von vier Jahren wieder auf. Richtig hart wird der Job als New Yorker Lehrer aber erst, wenn die Stadt einen loswerden will.
Anders als andere Berufsgruppen, haben Lehrer in den USA ihre Stelle auf Lebenszeit, wenn sie als "Seniors" eingestuft werden, also länger als drei Jahre beschäftigt sind. Die Lehrergewerkschaft hat das 2002 durchgesetzt, um Lehrer vor willkürlichen politischen Entscheidungen zu schützen. Nur wenn ihnen ein schweres Vergehen nachgewiesen wird, dann können sie entlassen werden. Allerdings kann es viele Jahre dauern, bis es überhaupt zum Prozess kommt.
Mehr als 600 solcher Lehrer gibt es in New York. Sie warten auf ihre Verhandlung und dürfen bis dahin nicht mehr unterrichten. Die Stadt bezahlt sie dafür, dass sie nichts tun. Sie dürfen allerdings nicht zu Hause nichts tun, sondern sie müssen sich pünktlich morgens zu Schulbeginn in unattraktiven Büro- oder Klassenräumen versammeln und dürfen erst nach Schulende wieder gehen.
Rubber Rooms nennen die kaltgestellten Lehrer diese Räume, in denen manch ein Pädagoge Jahre verbringt. Offiziell heißen die Räume Temporary Reassignment Center. Auf 300.000 Dollar beziffert der New Yorker die Gehaltskosten für einen dreijährigen Aufenthalt im Rubber Room. Die Lehrer spielen dort Karten, manche dösen vor sich hin, andere debattieren oder lesen. Fortgebildet wird hier keiner.
In der Regel wird nur Zeit abgesessen. Die Lehrer dürfen weder telefonieren, noch am Laptop arbeiten oder Musik über den MP3-Player hören. Depression macht sich breit, Anspannung und Streit.
Ziel des New Yorker Bildungsverantwortlichen Joel Klein und des Bürgermeisters Michael Bloomberg ist es wohl, die Lehrer mit dieser Methode dazu zu bringen, selbst zu kündigen, um dieser demütigenden Situation zu entgehen. Klein und Bloomberg wollen junge, engagierte Lehrer an New Yorks Schulen einstellen.
Doch viele der Insassen harren nicht nur aus, um ihr Gehalt weiter zu bekommen. Sie wollen auch auf ihr Verfahren warten. "Knast für Lehrer", nur ohne Verurteilung, nennen sie den Rubber Room auch. Sie fühlen sich zu Unrecht eines Vergehens bezichtigt oder glauben nur deshalb aufs Abstellgleis geschoben worden zu sein, weil sie zu kritisch gegenüber ihrem allzu mächtigen Rektor gewesen seien oder zu den Alten zählen, die man nicht mehr haben will. Einem ist vor der Klasse das Unwort "Fuck" herausgerutscht. Manche behaupten sogar, offiziell gar nicht erfahren zu haben, warum sie im Rubber Room gelandet sind.
- Datum 04.09.2009 - 22:17 Uhr
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Die Frage ist, inwiefern die Lehrer berechtigterweise aus dem Unterricht gezogen werden. Wirklich nur wegen Nichtigkeiten?
In Deutschland haben wir doch ein aehnliches Problem. Lehrer werden nach wenigen Jahren Beamte und koennen dann tun und lassen, wozu sie Lust haben - keine Leistungskontrolle, kein motivierender Wettbewerb, keine Konsequenzen bei Untauglichkeit.
Der Beamtenstatus ist eines der grundlegensten Probleme unserers Bildungssystems. Es werden einfach die falschen Leute angelockt. Dass Gehalt und Arbeitsplatz nicht nach Leistung vergeben werden, verhindert eine Weiterentwicklung und Wertschaetzung des Lehrerberufs. Es blockiert ausserdem dringende Reformen bei dem Praxisanteil im Lehramtsstudium, die von den Studenten und Lehrern selbst staerker gefordert wuerden, wenn nicht die Unkuendbarkeit wartete.
Wie konnte die Bloomberg Regierung sich dazu nur ueberreden lassen? Mit dem Geld, dass heute durch die Rubber Rooms aus dem Fenster geworfen wird, haette man sicher auch glaubwuerdige Evaluierungstests erstellen koennen, die eine faire Behandlung von (entlassbaren) Lehrern gewaehrleistet. Jetzt ist die Gewerkschaft natuerlich dagegen.
Das eigentliche Problem des Amerikanischen Bildungssytems ist doch die Budgetabhaengigkeit der Lehrer von den Steuerneinnahmen einer Region. In den Ghettos von New York werden daher nur Lehrer eingestellt, die sonst keiner will.
Natürlich gibt es gute Gründe, Lehrer in Zukunft nicht mehr zu verbeamten. Ob damit jedoch die Probleme im Bildungssystem gelöst werden, halte ich für fraglich. Ein Punkt ist die Bezahlung. Ich bin selber verbeamteter Lehrer und bin mit meiner Bezahlung recht zufrieden. Gleichzeitig kenne ich mehrere Kollegen, die an Privatschulen unterrichten, jederzeit kündbar sind und für einen Lohn arbeiten müssen, für den sich ein Studium in keiner Weise gelohnt hat. Folge ist, dass in vielen Klassen mehrmals jährlich Lehrerwechsel stattfinden, da jeder, der die Möglichkeit hat, einen besser dotierten Arbeitsplatz zu bekommen, diese Möglichkeit wahrnimmt. Ob schlecht bezahlte, prekäre Beschäftigungen die Arbeitsmotivation erhöhen, halte ich für äußerst fraglich. Auch eine Bezahlung nach Leistung, die auf den ersten Blick sinnvoll erscheint, hat ihr Tücken. Das Hauptproblem besteht darin, festzulegen, was "Leistung" im Lehrerberuf eigentlich bedeutet. Welche Kriterien sollen angelegt werden? Gute Noten der Schüler, Anzahl der Forbildungen oder Bewertung durch den Schulleiter? Es dürfte äußerst schwer sein, in diesem Bereich transparente und gerechte Lösungen zu finden. Mit erscheint es sinnvoller bereits in der Ausbildung stärker darauf zu achten, ob angehende Lehrer für diesen anstrengenden und anspruchsvollen Beruf geeignet sind. Ob Lehrer nachher ihre Tätigkeit motiviert ausüben hängt m. E. weniger mit der Bezahlung oder dem Beamtenstatus ab, als vielmehr von den Rahmenbedingungen und der Wertschätzung, die diesem Beruf entgegengebracht wird. Ich denke, in diesen Bereichen gibt es einiges zu verbessern.
Ich hatte schon nach dem lesen des ersten Kommentars zu einer flammenden Rede gegen die Leistungsbewertung bei Lehrern angesetzt, aber das ist ja dann nicht mehr nötig. Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, wie man Integration neuer Schüler, Durchführen eines Projektes oder die Noten der Schüler heranziehen kann, um eine "Leistungsbewertung" durchzuführen. Wir befinden uns hier in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Da geht es auch um viel Zwischenmenschliches, ich bin gespannt wie sie "Einfühlungsvermögen", "Respekt" oder "Fairness" auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten wollen. Das sind Kompetenzen, die Schülerinnen und Schülern wichtig sind.
Das schöne am Thema Schule ist, das jeder meint, etwas dazu sagen zu müssen, weil es ja jeder kennt. Und schwuppsdiwupps ist man beim verbeamteten Lehrer, der m.E. zurecht verbeamtet ist, weil er eine Hoheitsaufgabe des Staates ausfüllt. Lehrer die nicht verbeamtet sind, werden nicht nur schlechter bezahlt, sondern in den Sommerferien für 6 Wochen entlassen, um dann wieder eingestellt zu werden. Wäre doch schön, wenn das bei allen so Praxis ist, wenn sie nicht verbeamtet sind.. Ein Blick ins wunderschöne Hessenland lohnt.
Wo sich tatsächlich was ändern muss, ist die Ausbildung. Die Bedingungen sind oftmals eine Katastrophe und die Schulen sind jedesmal unglücklich, wenn neue Praktikanten kommen. Die motivierten Lehrer, die Spaß an ihrem Beruf haben sollten die Möglichkeit haben, Seminare zu leiten.
Ich kann Ihnen nur teilweise zustimmen, und zwar beim Thema Lehramtsstudium.
Ob ein besseres Studium ausreicht, bezweifele ich, auch wenn es sicher einen grossen Unterschied machen wuerde.
Mir mangelt es unter den Beamtenstatus-Verteidigern zu sehr an Fantasie, wie man ein faires System errichten koennte, das die Vorteile des Wettbewerbs integriert. Das hat glatt Aehnlichkeit zu den Verteidigern des Kommunismus, die die Produktivitaet des Wettbewerbs unterschaetzen und den Menschen ueberschaetzen.
Gleichzeitig kenne ich mehrere Kollegen, die an Privatschulen unterrichten, jederzeit kündbar sind und für einen Lohn arbeiten müssen, für den sich ein Studium in keiner Weise gelohnt hat.
Privatschulen muessen kein Vorbild sein.
Wieso sollte eine leistungsorientierte Bezahlung gering sein? Im Gegenteil, ich wuerde eine Bezahlung, die sich an Professorengehaelter orientiert, befuerworten, sofern die Leistung der Lehrer das rechtfertigt. Wenn das nicht der Fall ist, gibts natuerlich deutlich weniger je nach Leistung oder auch eine Kuendigung.
Um eine gewisse Stabilitaet zu gewaehrleisten, duerften natuerlich profitorientierte Dinge, wie "Einstellung-um-die-Ferien-herum" nicht moeglich sein. Genauso waeren kurzfristige Kuendigungen nicht erlaubt. Stattdessen koennte es in kritischen Faellen Weiterbildungsverflichtungen geben oder aehnliche Massnahmen. Zum Beispiel koennte man festlegen, dass zwischen der Drohung einer Kuendigung und der Kuendigung, die an bestimmte Leistungsparameter gebunden ist, zwei Jahre vergehen muessen, so dass der betreffende Lehrer Zeit haette, innerhalb von zwei Schuljahren seine Kompetenz beweisen.
Jetzt habe ich so viel von Leistungsnachweisen geredet...
Das Hauptproblem besteht darin, festzulegen, was "Leistung" im Lehrerberuf eigentlich bedeutet. Welche Kriterien sollen angelegt werden? Gute Noten der Schüler, Anzahl der Forbildungen oder Bewertung durch den Schulleiter? Es dürfte äußerst schwer sein, in diesem Bereich transparente und gerechte Lösungen zu finden.
Da haben sie recht, aber sie stossen damit auf ein Problem, dass nicht an der Komplexitaet scheitert, sondern an dem Unwillen, grossen Aufwand in das Bildungsystem zu stecken. Fuer ein Land wie Deutschland ist das fatal.
Gute Noten, die der Lehrer selbst vergibt, die Anzahl der Fortbildungen oder die Bewertung durch den Schulleiter sind so ziemlich die schlechtesten Vorschlaege, die ihnen einfallen konnten. Keiner davon bezieht direkte Erfahrungen des Unterrichts mit ein.
Didaktische Faehigkeiten koennten zum grossen Teil von den Schuelern selbst evaluiert werden. Ich studiere noch und muss jedes Semester Evaluationsboegen zu allen Veranstaltungen ausfuellen. Das koennte man auch in der Schule einfuehren.
Die Verfasser der Evaluationen muessten erfasst werden, aber dem Lehrer nicht zugaenglich sein. Bei manchen Bewertungen koennte dann nachgehakt werden, um keine leichtsinnigen Entscheidungen gegen den Lehrer zu treffen. In einigen Faellen koennten auch anonyme Diskussionen mit Beteilung de Lehrers und des Schuelers gefuehrt werden, zb durch "Dolmetscher" von ausserhalb, die weder den Schueler oder den Lehrer naeher kennen und die stellvertretend fuer beide sprechen, deren Saetze aber einzeln von Schueler und Lehrer abgesegnet werden, aehnlich eines Chats.
Dazu kaemen regelmaessige Pruefungen des Unterrichts, wie bei Referendaren.
Um Kompetenz der Lehrer zu testen, schlage ich ausserdem folgendes vor: Es wird bundesweit ein Aufgabenkatalog erstellt, der Aufgaben zu verschiedenen Themengebieten in verschiedensten Schwierigkeitsstufen enthaelt. Die Themen eines Schuljahres werden grob vorgegeben und die Schwierigkeitsstufe der Aufaben ebenfalls. Die Lehrer koennen sich nun spezielle Themengebiete in diesem Rahmen aussuchen. Die konkreten Aufabenstellungen werden zufaellig der Klasse zugeteilt und ihren Schuelern in Klausuren gestellt. Die Korrektur und Benotung erfolgt nicht durch sie, sondern durch unabhaengige nationale Pruefer. Im fuer den Lehrer optimalen Fall schneiden die Schuler bei hoher Schwierigkeitsstufe gut ab. Es wird eine Funktion modelliert, die einen hohen Lehrerkompentenzwert bei ausgewogener Notenverteilung multipliziert mit hohem Schwierigkeitsgrad der Klausur, ausgibt. Wenn bereits der hoechste Schwierigkeitsgrad erreicht ist, waere eine hohe Durschnittsnote natuerlich noch besser - und ein Zeichen fuer den Bedarf anspruchsvollerer Aufgabenstellungen.
Ebenfalls beruecksichtigt wuerde der Wissenstand der Schueler auf Grundlage der vorigen Klausurergebnisse.
Natuerlich duerften Lehrer auch selber Aufgaben fuer den Katalog erstellen oder verbessern. Ueber die Aufnahme in diesen wuerden die Pruefer entscheiden.
Diese Pruefer koennten Teilzeit arbeitende Lehrer sein, die eine Art Zusatzausbildung auf dem akademischen Niveau einer Promotion in dem Gebiet der Fachgebundenen Tests absolvierten. Man muesste den entsprechenden Mehrverdienst so austarieren, dass man genau das richtige Verhaeltnis von Pruefern zu Lehrern hat.
Das sind nur grobe Ideen, aber ich sehe keinen Grund, warum man sich nicht eine vernuenftig Loesung ueberlegen koennte.
All das technisch und organisatorisch zu realisieren, waere sehr aufwaendig, aber die Muehe allemal wert.
Ich hatte schon nach dem lesen des ersten Kommentars zu einer flammenden Rede gegen die Leistungsbewertung bei Lehrern angesetzt, aber das ist ja dann nicht mehr nötig. Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, wie man Integration neuer Schüler, Durchführen eines Projektes oder die Noten der Schüler heranziehen kann, um eine "Leistungsbewertung" durchzuführen. Wir befinden uns hier in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Da geht es auch um viel Zwischenmenschliches, ich bin gespannt wie sie "Einfühlungsvermögen", "Respekt" oder "Fairness" auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten wollen. Das sind Kompetenzen, die Schülerinnen und Schülern wichtig sind.
Das schöne am Thema Schule ist, das jeder meint, etwas dazu sagen zu müssen, weil es ja jeder kennt. Und schwuppsdiwupps ist man beim verbeamteten Lehrer, der m.E. zurecht verbeamtet ist, weil er eine Hoheitsaufgabe des Staates ausfüllt. Lehrer die nicht verbeamtet sind, werden nicht nur schlechter bezahlt, sondern in den Sommerferien für 6 Wochen entlassen, um dann wieder eingestellt zu werden. Wäre doch schön, wenn das bei allen so Praxis ist, wenn sie nicht verbeamtet sind.. Ein Blick ins wunderschöne Hessenland lohnt.
Wo sich tatsächlich was ändern muss, ist die Ausbildung. Die Bedingungen sind oftmals eine Katastrophe und die Schulen sind jedesmal unglücklich, wenn neue Praktikanten kommen. Die motivierten Lehrer, die Spaß an ihrem Beruf haben sollten die Möglichkeit haben, Seminare zu leiten.
Ich kann Ihnen nur teilweise zustimmen, und zwar beim Thema Lehramtsstudium.
Ob ein besseres Studium ausreicht, bezweifele ich, auch wenn es sicher einen grossen Unterschied machen wuerde.
Mir mangelt es unter den Beamtenstatus-Verteidigern zu sehr an Fantasie, wie man ein faires System errichten koennte, das die Vorteile des Wettbewerbs integriert. Das hat glatt Aehnlichkeit zu den Verteidigern des Kommunismus, die die Produktivitaet des Wettbewerbs unterschaetzen und den Menschen ueberschaetzen.
Gleichzeitig kenne ich mehrere Kollegen, die an Privatschulen unterrichten, jederzeit kündbar sind und für einen Lohn arbeiten müssen, für den sich ein Studium in keiner Weise gelohnt hat.
Privatschulen muessen kein Vorbild sein.
Wieso sollte eine leistungsorientierte Bezahlung gering sein? Im Gegenteil, ich wuerde eine Bezahlung, die sich an Professorengehaelter orientiert, befuerworten, sofern die Leistung der Lehrer das rechtfertigt. Wenn das nicht der Fall ist, gibts natuerlich deutlich weniger je nach Leistung oder auch eine Kuendigung.
Um eine gewisse Stabilitaet zu gewaehrleisten, duerften natuerlich profitorientierte Dinge, wie "Einstellung-um-die-Ferien-herum" nicht moeglich sein. Genauso waeren kurzfristige Kuendigungen nicht erlaubt. Stattdessen koennte es in kritischen Faellen Weiterbildungsverflichtungen geben oder aehnliche Massnahmen. Zum Beispiel koennte man festlegen, dass zwischen der Drohung einer Kuendigung und der Kuendigung, die an bestimmte Leistungsparameter gebunden ist, zwei Jahre vergehen muessen, so dass der betreffende Lehrer Zeit haette, innerhalb von zwei Schuljahren seine Kompetenz beweisen.
Jetzt habe ich so viel von Leistungsnachweisen geredet...
Das Hauptproblem besteht darin, festzulegen, was "Leistung" im Lehrerberuf eigentlich bedeutet. Welche Kriterien sollen angelegt werden? Gute Noten der Schüler, Anzahl der Forbildungen oder Bewertung durch den Schulleiter? Es dürfte äußerst schwer sein, in diesem Bereich transparente und gerechte Lösungen zu finden.
Da haben sie recht, aber sie stossen damit auf ein Problem, dass nicht an der Komplexitaet scheitert, sondern an dem Unwillen, grossen Aufwand in das Bildungsystem zu stecken. Fuer ein Land wie Deutschland ist das fatal.
Gute Noten, die der Lehrer selbst vergibt, die Anzahl der Fortbildungen oder die Bewertung durch den Schulleiter sind so ziemlich die schlechtesten Vorschlaege, die ihnen einfallen konnten. Keiner davon bezieht direkte Erfahrungen des Unterrichts mit ein.
Didaktische Faehigkeiten koennten zum grossen Teil von den Schuelern selbst evaluiert werden. Ich studiere noch und muss jedes Semester Evaluationsboegen zu allen Veranstaltungen ausfuellen. Das koennte man auch in der Schule einfuehren.
Die Verfasser der Evaluationen muessten erfasst werden, aber dem Lehrer nicht zugaenglich sein. Bei manchen Bewertungen koennte dann nachgehakt werden, um keine leichtsinnigen Entscheidungen gegen den Lehrer zu treffen. In einigen Faellen koennten auch anonyme Diskussionen mit Beteilung de Lehrers und des Schuelers gefuehrt werden, zb durch "Dolmetscher" von ausserhalb, die weder den Schueler oder den Lehrer naeher kennen und die stellvertretend fuer beide sprechen, deren Saetze aber einzeln von Schueler und Lehrer abgesegnet werden, aehnlich eines Chats.
Dazu kaemen regelmaessige Pruefungen des Unterrichts, wie bei Referendaren.
Um Kompetenz der Lehrer zu testen, schlage ich ausserdem folgendes vor: Es wird bundesweit ein Aufgabenkatalog erstellt, der Aufgaben zu verschiedenen Themengebieten in verschiedensten Schwierigkeitsstufen enthaelt. Die Themen eines Schuljahres werden grob vorgegeben und die Schwierigkeitsstufe der Aufaben ebenfalls. Die Lehrer koennen sich nun spezielle Themengebiete in diesem Rahmen aussuchen. Die konkreten Aufabenstellungen werden zufaellig der Klasse zugeteilt und ihren Schuelern in Klausuren gestellt. Die Korrektur und Benotung erfolgt nicht durch sie, sondern durch unabhaengige nationale Pruefer. Im fuer den Lehrer optimalen Fall schneiden die Schuler bei hoher Schwierigkeitsstufe gut ab. Es wird eine Funktion modelliert, die einen hohen Lehrerkompentenzwert bei ausgewogener Notenverteilung multipliziert mit hohem Schwierigkeitsgrad der Klausur, ausgibt. Wenn bereits der hoechste Schwierigkeitsgrad erreicht ist, waere eine hohe Durschnittsnote natuerlich noch besser - und ein Zeichen fuer den Bedarf anspruchsvollerer Aufgabenstellungen.
Ebenfalls beruecksichtigt wuerde der Wissenstand der Schueler auf Grundlage der vorigen Klausurergebnisse.
Natuerlich duerften Lehrer auch selber Aufgaben fuer den Katalog erstellen oder verbessern. Ueber die Aufnahme in diesen wuerden die Pruefer entscheiden.
Diese Pruefer koennten Teilzeit arbeitende Lehrer sein, die eine Art Zusatzausbildung auf dem akademischen Niveau einer Promotion in dem Gebiet der Fachgebundenen Tests absolvierten. Man muesste den entsprechenden Mehrverdienst so austarieren, dass man genau das richtige Verhaeltnis von Pruefern zu Lehrern hat.
Das sind nur grobe Ideen, aber ich sehe keinen Grund, warum man sich nicht eine vernuenftig Loesung ueberlegen koennte.
All das technisch und organisatorisch zu realisieren, waere sehr aufwaendig, aber die Muehe allemal wert.
Danke für die Zusammenfassung unseres Zeitgeistes!
lG
Ich hatte schon nach dem lesen des ersten Kommentars zu einer flammenden Rede gegen die Leistungsbewertung bei Lehrern angesetzt, aber das ist ja dann nicht mehr nötig. Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, wie man Integration neuer Schüler, Durchführen eines Projektes oder die Noten der Schüler heranziehen kann, um eine "Leistungsbewertung" durchzuführen. Wir befinden uns hier in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Da geht es auch um viel Zwischenmenschliches, ich bin gespannt wie sie "Einfühlungsvermögen", "Respekt" oder "Fairness" auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten wollen. Das sind Kompetenzen, die Schülerinnen und Schülern wichtig sind.
Das schöne am Thema Schule ist, das jeder meint, etwas dazu sagen zu müssen, weil es ja jeder kennt. Und schwuppsdiwupps ist man beim verbeamteten Lehrer, der m.E. zurecht verbeamtet ist, weil er eine Hoheitsaufgabe des Staates ausfüllt. Lehrer die nicht verbeamtet sind, werden nicht nur schlechter bezahlt, sondern in den Sommerferien für 6 Wochen entlassen, um dann wieder eingestellt zu werden. Wäre doch schön, wenn das bei allen so Praxis ist, wenn sie nicht verbeamtet sind.. Ein Blick ins wunderschöne Hessenland lohnt.
Wo sich tatsächlich was ändern muss, ist die Ausbildung. Die Bedingungen sind oftmals eine Katastrophe und die Schulen sind jedesmal unglücklich, wenn neue Praktikanten kommen. Die motivierten Lehrer, die Spaß an ihrem Beruf haben sollten die Möglichkeit haben, Seminare zu leiten.
es gibt gerade im Lehrerberuf drei Fehlanreize des Beamtenstatus:
1. Die nach wie vor relativ einfache Möglichkeit, sich dienstunfähig schreiben zu lassen und eine im Vergleich zur Erwerbsminderungsrente sehr hohe Pension zu kassieren.
2. das Alimentationsprinzip, das es grundsätzlich erschwert, Lehrern mit hoher Arbeitsbelastung in der Freizeit (Deutsch, Englisch) gegenüber solchen mit weniger Freizeitbelastung (Kunst/Sport) besser zu bezahlen. Gleiches gilt für Lehrer in Mathematik, Physik, Chemie oder Informatik, die in der Industrie sehr viel besser verdienen können
3. Die fehlenden Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung und die private Krankenversicherung mit Beihilfe. Wie mir ältere Lehrer berichteten, finden sich unter den Junglehrern immer öfter auch welche, die hauptsächlich wegen des sicheren und guten Nettogehalts anstatt aus Überzeugung Lehrer werden, um dann nach wenigen Jahren vom eigentlich falschen Beruf krank und dienstunfähig zu werden.
Diese Fehlanreize führen dazu, dass die vielen engagierten Lehrer die Arbeit ihrer krankfeiernden/frühpensionierten Kollegen mitmachen müssen und dann ebenfalls in Richtung burnout kommen können.
es gibt gerade im Lehrerberuf drei Fehlanreize des Beamtenstatus:
1. Die nach wie vor relativ einfache Möglichkeit, sich dienstunfähig schreiben zu lassen und eine im Vergleich zur Erwerbsminderungsrente sehr hohe Pension zu kassieren.
2. das Alimentationsprinzip, das es grundsätzlich erschwert, Lehrern mit hoher Arbeitsbelastung in der Freizeit (Deutsch, Englisch) gegenüber solchen mit weniger Freizeitbelastung (Kunst/Sport) besser zu bezahlen. Gleiches gilt für Lehrer in Mathematik, Physik, Chemie oder Informatik, die in der Industrie sehr viel besser verdienen können
3. Die fehlenden Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung und die private Krankenversicherung mit Beihilfe. Wie mir ältere Lehrer berichteten, finden sich unter den Junglehrern immer öfter auch welche, die hauptsächlich wegen des sicheren und guten Nettogehalts anstatt aus Überzeugung Lehrer werden, um dann nach wenigen Jahren vom eigentlich falschen Beruf krank und dienstunfähig zu werden.
Diese Fehlanreize führen dazu, dass die vielen engagierten Lehrer die Arbeit ihrer krankfeiernden/frühpensionierten Kollegen mitmachen müssen und dann ebenfalls in Richtung burnout kommen können.
Man sollte sich keinerlei Illusionen hingeben, auch bei uns gibt es "Robber Rooms". Dazu gehören Frühstücksdirektoren im Management, gewisse funktionslose Behörden im öffentlichen Dienst oder viele geförderte Arbeitsplätze in sozialen Bereichen, der Kunst, der politischen Bildung und allgemein im öffentlichen Dienst oder die Abschiebung in die EU Verwaltung bzw. Parlament und so manche Frühpensionierung.
Im Unterschied zur New Yorker Lösung ist dies bei uns weniger offensichtlich und weniger mit dem Ziel verbunden diese wirklich (finanziell) los zu werden, weil entweder zuviel Insiderwissen vorhanden ist oder dies ein treffliches Mittel zur Gestaltung der Arbeitslosenstatistik darstellt, manche Betroffen fühlen sich sogar befördert, was sicher eine elegantere Lösung darstellt.
Beide Methoden sind zwar schlecht für Kämmerer, aber gut für Wahlen.
Das die Beurteilung manchmal unfair ist und auch nicht immer stimmt, ist kaum zu verhindern. Die Fiktion unseres Kündigungsschutzes ignoriert halt alles, was nicht mess- oder beweisbar ist. Dazu gehören auch Dinge wie Sympathie und Antipathie, die Fähigkeit sich in eine bestehende Struktur einzufügen, sowohl unter Gleichen als auch vertikal.
Das ist immer eine subjektive und individuelle Entscheidung, starre Kündigungsschutzregeln sind da eher wenig hilfreich, weil sie die Inkompatibilität sei sie objektiv oder subjektiv entstanden nicht beseitigen, sondern verfestigen.
H.
Sicher hat der geneigte "Zeit"-Leser einen nicht zu verachtenden Bildungsstand.
Warum der Autor das englische Robber Room so unkommentiert lässt und sich nicht um eine Übersetzung/ Übertragung ins Deutsche bemüht, ist für mich nicht nachvollziehbar. Alleine schon eine Recherche in der eigenen Zeitschrift [http://kommentare.zeit.de/user/wahrensfeld/beitrag/2008/09/15/porter-wagoner-abenteuer-der-gummizelle] hätte dazu genügt.
Oder war der Grund die Angst vor einer Falschübersetzung? Jedoch hätte die einmalige Nennung des Original-Wortes mit der Überstragung in Klammern und nachfolgender Weiternutzung des deutschen Wortes keine Fragen offen gelassen.
Und "Gummizelle" anstelle von Rubber Room hätte dem Artikel die nötige Präzision und Schärfe verliehen, die er verdient!
es gibt gerade im Lehrerberuf drei Fehlanreize des Beamtenstatus:
1. Die nach wie vor relativ einfache Möglichkeit, sich dienstunfähig schreiben zu lassen und eine im Vergleich zur Erwerbsminderungsrente sehr hohe Pension zu kassieren.
2. das Alimentationsprinzip, das es grundsätzlich erschwert, Lehrern mit hoher Arbeitsbelastung in der Freizeit (Deutsch, Englisch) gegenüber solchen mit weniger Freizeitbelastung (Kunst/Sport) besser zu bezahlen. Gleiches gilt für Lehrer in Mathematik, Physik, Chemie oder Informatik, die in der Industrie sehr viel besser verdienen können
3. Die fehlenden Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung und die private Krankenversicherung mit Beihilfe. Wie mir ältere Lehrer berichteten, finden sich unter den Junglehrern immer öfter auch welche, die hauptsächlich wegen des sicheren und guten Nettogehalts anstatt aus Überzeugung Lehrer werden, um dann nach wenigen Jahren vom eigentlich falschen Beruf krank und dienstunfähig zu werden.
Diese Fehlanreize führen dazu, dass die vielen engagierten Lehrer die Arbeit ihrer krankfeiernden/frühpensionierten Kollegen mitmachen müssen und dann ebenfalls in Richtung burnout kommen können.
Ich studiere selber noch Lehramt. Diejenigen Studenten, die den Job wegen des Geldes oder des sicheren Nettogehaltes machen wollen, sind in meinem Bekanntenkreis nicht vorhanden, vielmehr zweifelt der eine oder andere, ob das Lehramt das wirklich richtige ist. Aber natürlich gibt es immer schwarze Schafe. Im Großen und Ganzen würde ich aber sagen, dass die meisten Studenten schon sehr motiviert sind und Lust auf den Beruf Lehrer haben.
Ich sehe ihren zweiten Punkt tatsächlich auch als Problem an: Ich habe Chemie und Ethik als Fächer. Chemie bedarf sehr viel Vorbereitung und Arbeit in der Schule, Ethik wird in den höheren Klassen ein korrekturintensives Fach werden. Dafür habe ich in den niederen Stufen weniger zu tun. Bestimmt haben es andere Lehrer "leichter" oder "schwerer" und bekommen für die gleiche Arbeit das gleiche Gehalt. Aber auch hier frage ich mich, wie man eine faire Bezahlung bewerkstelligen soll. Wie macht man das dann mit Lehrern, die zusätzlich am Wochenende noch Projekte stemmen oder Exkursionen organisieren? Problematisch ist ja auch, dass der Lehrertag nicht mit der Schulglocke endet, sondern Vor- und Nachbereitung, Elterngespräche oder sonstiges ansteht. Auch das müsste einfließen. Also ich finds schwierig.
Und zu drittens: Ich frage mich sowieso, warum wir ein Zwei-Klassen-Gesundheitssystem haben. Mir wäre eine Kasse mit klar definierten Leistungen lieber, in die alle einzahlen. Das ganze dann gehaltsabhängig, sodass jeder je nach dem wie viel er oder sie verdient einzahlt. Vielleicht sehe ich das aber etwas blauäugig.
Ich jedenfalls freue mich riesig auf den Beruf, unabhängig von den Vor- oder Nachteilen. Als Lehrer ist man Weisungsgebunden und auch die Ortswahl ist, wenn man nicht gerade verheiratet ist, nicht so leicht, wenn ich mich richtig entsinne. Ich hoffe nur, dass das Damoklesschwert namens Burnout einen großen Bogen macht.
Man könnte sich Gedanken machen um das Beamtentum zu reformieren. Und wie auch immer dies ausgestaltet ist, nehmen Lehrer staatliche Hoheitsaufgaben wahr. Was mir dabei vor Augen schwebt, sind die im Sommer entlassenden Lehrer, die um ihren Lohn betrogen werden und jedes Jahr aufs Neue nicht wissen, wo sie denn eingesetzt werden und ob sie überhaupt gebraucht werden.
Ich studiere selber noch Lehramt. Diejenigen Studenten, die den Job wegen des Geldes oder des sicheren Nettogehaltes machen wollen, sind in meinem Bekanntenkreis nicht vorhanden, vielmehr zweifelt der eine oder andere, ob das Lehramt das wirklich richtige ist. Aber natürlich gibt es immer schwarze Schafe. Im Großen und Ganzen würde ich aber sagen, dass die meisten Studenten schon sehr motiviert sind und Lust auf den Beruf Lehrer haben.
Ich sehe ihren zweiten Punkt tatsächlich auch als Problem an: Ich habe Chemie und Ethik als Fächer. Chemie bedarf sehr viel Vorbereitung und Arbeit in der Schule, Ethik wird in den höheren Klassen ein korrekturintensives Fach werden. Dafür habe ich in den niederen Stufen weniger zu tun. Bestimmt haben es andere Lehrer "leichter" oder "schwerer" und bekommen für die gleiche Arbeit das gleiche Gehalt. Aber auch hier frage ich mich, wie man eine faire Bezahlung bewerkstelligen soll. Wie macht man das dann mit Lehrern, die zusätzlich am Wochenende noch Projekte stemmen oder Exkursionen organisieren? Problematisch ist ja auch, dass der Lehrertag nicht mit der Schulglocke endet, sondern Vor- und Nachbereitung, Elterngespräche oder sonstiges ansteht. Auch das müsste einfließen. Also ich finds schwierig.
Und zu drittens: Ich frage mich sowieso, warum wir ein Zwei-Klassen-Gesundheitssystem haben. Mir wäre eine Kasse mit klar definierten Leistungen lieber, in die alle einzahlen. Das ganze dann gehaltsabhängig, sodass jeder je nach dem wie viel er oder sie verdient einzahlt. Vielleicht sehe ich das aber etwas blauäugig.
Ich jedenfalls freue mich riesig auf den Beruf, unabhängig von den Vor- oder Nachteilen. Als Lehrer ist man Weisungsgebunden und auch die Ortswahl ist, wenn man nicht gerade verheiratet ist, nicht so leicht, wenn ich mich richtig entsinne. Ich hoffe nur, dass das Damoklesschwert namens Burnout einen großen Bogen macht.
Man könnte sich Gedanken machen um das Beamtentum zu reformieren. Und wie auch immer dies ausgestaltet ist, nehmen Lehrer staatliche Hoheitsaufgaben wahr. Was mir dabei vor Augen schwebt, sind die im Sommer entlassenden Lehrer, die um ihren Lohn betrogen werden und jedes Jahr aufs Neue nicht wissen, wo sie denn eingesetzt werden und ob sie überhaupt gebraucht werden.
Interessant, wie in Amerika Arbeitnehmer behandelt werden können: Ohne Beschäftigung Stundenlang in einen Raum eingesperrt. Demnächst wird wohl auch das Licht ausgemacht, und die Luftzufuhr unterbrochen. Was ist mit dem Arbeitsschutz? Oder gar mit dem Menschenrecht? - Nun, in Amerika hat Sklaverei eine lange Tradition.
Da erscheinen Mitarbeiterüberwachung bei LIDL oder die Kündigungen wegen kleinster Verfehlungen als ein zarter Vorgeschmack von dem, was uns die Globalisierung noch bringen wird: Und Amerika ist immerhin ein westlicher Industriestaat. Im Vergleich dazu erscheint mir das gescholtene China geradezu paradiesisch.
Ich frage mich aber, was das Ganze soll? Immerhin geht es Amerika schlechter als Europa: Die Kriminalität ist viel höher und auch die Verschuldung, es gibt Soziale Unruhen, latenten Rassismus, no-go Areas (=gesetzlose Enklaven).
Gefängnisinsassen - von denen es zehn mal mehr gibt - müssen zu schlechteren Konditionen arbeiten, als jeder der angesprochenen Lehrer - und die können wenigstens Kündigen. Das ist echte Sklaverei!
Ist es DAS, was Europa will? Amerikanische Zustände?
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