Gnadenakt Lockerbie-Attentäter kommt frei
Der schottische Justizminister hat den todkranken Libyer Abdel Bassit Ali Mohammed al-Megrahi begnadigt. Der Attentäter leidet an Prostatakrebs im Endstadium
Al-Megrahi werde nur noch wenige Monate leben, begründete Justizminister MacAskill seine Entscheidung. Die Krankheit sei "unheilbar". Der Verurteilte stünde nun vor der "Strafe einer höheren Gewalt", sagte der Minister, "er wird bald sterben".
Der 57 Jahre alte Libyer war 2001 wegen des Terroranschlags auf eine Maschine der US-Fluggesellschaft PanAm über dem schottischen Ort Lockerbie zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Bei dem Anschlag im Dezember 1988 kamen 270 Menschen ums Leben, vor allem Amerikaner.
Al-Megrahi sollte noch heute von Glasgow nach Libyen geflogen werden. Dort wird er nach Medienberichten von dem libyschen Revolutionsführer Muammar al-Gadhafi empfangen.
Al-Megrahi saß damit acht Jahre seiner Strafe in Schottland ab. Eine Freilassung hatte vor allem in den USA Empörung hervorgerufen, da 189 der Opfer Amerikaner waren. Al-Megrahi war der Einzige, der für das Attentat verurteilt wurde. Er hatte am Dienstag eine Berufung zurückgezogen und damit den Weg für seine Überlieferung nach Libyen frei gemacht.
- Datum 20.08.2009 - 15:52 Uhr
- Serie News
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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Egal,wie schwerkrank der Mann ist - solch einen Mensch, unter welchen Bedingungen auch immer, vorzeitig zu entlassen, ist gelinge gesprochen ein Witz!
In Deutschland werden RAF-Terroristen, die +20 Jahre abgessesen haben für den Mord an 1-2 Menschen NICHT begnadigt, obwohl es in ihrem Falle durchaus angebracht wäre; ein Massenmörder, der Menschen auf eine der schlimmst-möglichen Arten überhaupt ermordet hat, kommt frei - ein Witz!
Natürlich, wir als Gesellschaft müssen Gnade walten lassen. Aber diese hat der Täter bereits dadurch erfahren, als dass wir zu zivilisiert sind, von der Todesstrafe gebrauch zu machen.
Mehr darf und kann solch ein Individuum kaum erwarten.
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