Pan-Am-Attentat Die Akte Lockerbie ist geschlossen
Abdel al-Megrahi ist begnadigt und zurück in seiner libyschen Heimat. Der Westen zieht endgültig einen Schlussstrich unter den Terrorakt, die Wahrheit interessiert nicht
© Paletkey/ epa

Alle 259 Menschen an Bord wurden getötet: die zerstörte Pan-Am-Maschine nach dem Anschlag
Jim Swire, Sprecher der Gruppe der Angehörigen, hat den Satz nie vergessen, den ein Mitglied der "Presidents Comission" für Luftfahrtsicherheit und Terrorismus nach einem Treffen mit Lockerbieangehörigen in London eher beiläufig fallen ließ: Unsere Regierungen wissen, was in Lockerbie geschah, doch sie werden niemals die Wahrheit enthüllen.
Das war Anfang 1990. Jetzt, 19 Jahre später, spricht vieles dafür, dass der größte Massenmord der britischen Geschichte, verübt am 21. Dezember 1988, niemals aufgeklärt werden wird. Und trotz der Zweifel an der offiziellen Version, wonach der Libyer al-Megrahi für die Bombenexplosion an Bord des Pan Am Fluges 103 über dem schottischen Städtchen Lockerbie verantwortlich ist.
Auslöser ist die Entscheidung der schottischen Regierung, den todkranken Libyer, der 2001 zu lebenslanger Haft verurteilt worden war, aus humanitären Gründen aus dem Gefängnis zu entlassen. Die Begnadigung, die auch die Regierung in London billigt, hat einen angenehmen Nebeneffekt, den man in den westlichen Hauptstädten begrüßen dürfte: Der Prozess um das Attentat wird nicht wieder aufgerollt, das Berufungsverfahren wurde durch Schottlands humanitäre Geste verhindert. Darüber ist der Westen durchaus erleichtert. Das gilt im Übrigen auch für Washington, obwohl sich Obama und Hillary Clinton der Empörung amerikanischer Angehöriger von Lockerbie-Opfern angeschlossen haben.
Der Fall Lockerbie wird also nicht wieder aufgerollt. Es werden keine weiteren heiklen Fragen gestellt werden, die offizielle Version der tragischen Ereignisse kann juristisch nicht mehr überprüft werden. So gilt also noch immer, dass niemand anderes als Libyen für den Terrorakt verantwortlich ist.
In Wahrheit aber ist dies die unwahrscheinlichste Erklärung, auf die man sich in den Hauptstädten des Westens erst spät festlegte. Bis Mitte 1990 waren sich alle, ob FBI, CIA, britischer Geheimdienst, schottische Polizei und Bundeskriminalamt, einig über Täter und Hintermänner: Alle Spuren führten nach Damaskus und Teheran.
Iran besaß das Motiv: Ein amerikanisches Kriegsschiff hatte 1988 versehentlich ein iranisches Passagierflugzeug mit 298 Mekka-Pilgern an Bord über dem Golf von Persien abgeschossen. Teheran trachtete nach Vergeltung. Ausgeführt wurde der Racheakt von der "Volksfront für die Befreiung Palästinas, Generalkommando", unter Führung von Ahmed Jibrils. Wie die CIA herausfand, soll ein Honorar von 10 Millionen Dollar auf ein Konto Jibrils bei der BCCI in Wien eingegangen sein.
- Datum 08.09.2009 - 19:08 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE 22.8.2009
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Herr Krönig, für diesen Artikel. Er relativiert meine sehr skeptische Einstellung zu diesem Beitrag doch erheblich und versöhnt mich wieder etwas mit der "Redaktion".
Viele Grüße, schönes Wochenende
hardob
...auf den die welt quasi gewartet hat und insbesondere die anglo-amerikanische welt immer noch wartet. es ist beaengstigend wie insbesondere in den usa mit diesen alternativhypothesen und auch den fakten umgegangen wird - sie werden von regierung und, weitaus schlimmer, von den medien nahezu komplett ignoriert!
das sind beaengstigende zustaende...
auf diese weise wird es auch in zukunft noch sehr viele irak-kriege geben und die amerikaner und englaender werden jedesmal danach ein grosses heulen anstimmen wie sie doch auf die boesen geheimdienste und regierungen wieder mal reingefallen sind.
Vielleicht/wahrscheinlich fuer Sie.
Fuer die vielen, die immer an Verschwoerungen glauben.
Fuer mich: Eine ausserordentlich dummer Artikel. Aber genau wie man es gewoehnt ist hier zu Ort.
Quadaffi war der Taeter. Er hat jemanden ausgeliefert, da er nicht verurteilt werden wollte. Auch wollte er Saddam's Schicksal nicht teilen, und wie damals die Iraner (ja!) und die Regierung in Pakistan wollte er schnell auf die "andere" Seite ueberlaufen oder wenigstens fuer die naechstren paar Monate vermeiden, sie zu reizen.
Wie schwer ist es, das zu verstehen?
Und darnach noch seine staendigen Bemuehungem, die Zeit im Gefaengnis fuer den armen (?) Ausgelieferten zu verkuerzen.
Wer haette etwas anderes erwarten koennen?
Warum ist alles immer so kompliziert? Weil man Zeitungen verkaufen muss oder/und sich einen Namen machen will?
Oder vielleicht den einen oder anderen nicht leiden kann und als Feind betrachtet und gern ueber sie zu "berichten".
Was doch ok ist, da die ganze Sache nur ein paar kurze Tage lebt und nur eine kleine Gruppe interessiert und wohl wenigen der Feinde dieser "Bericht" ueber den Weg laeuft und noch wenigeren diese Meinungen interessiert.
Vielleicht/wahrscheinlich fuer Sie.
Fuer die vielen, die immer an Verschwoerungen glauben.
Fuer mich: Eine ausserordentlich dummer Artikel. Aber genau wie man es gewoehnt ist hier zu Ort.
Quadaffi war der Taeter. Er hat jemanden ausgeliefert, da er nicht verurteilt werden wollte. Auch wollte er Saddam's Schicksal nicht teilen, und wie damals die Iraner (ja!) und die Regierung in Pakistan wollte er schnell auf die "andere" Seite ueberlaufen oder wenigstens fuer die naechstren paar Monate vermeiden, sie zu reizen.
Wie schwer ist es, das zu verstehen?
Und darnach noch seine staendigen Bemuehungem, die Zeit im Gefaengnis fuer den armen (?) Ausgelieferten zu verkuerzen.
Wer haette etwas anderes erwarten koennen?
Warum ist alles immer so kompliziert? Weil man Zeitungen verkaufen muss oder/und sich einen Namen machen will?
Oder vielleicht den einen oder anderen nicht leiden kann und als Feind betrachtet und gern ueber sie zu "berichten".
Was doch ok ist, da die ganze Sache nur ein paar kurze Tage lebt und nur eine kleine Gruppe interessiert und wohl wenigen der Feinde dieser "Bericht" ueber den Weg laeuft und noch wenigeren diese Meinungen interessiert.
aber mehr Offenheit war dem Autor möglicherweise nicht erlaubt als die doch ziemlich dünnen Hinweise auf Drogen, Geld und Dokumente, die von CIA und britschen Agenten schnell beiseite geschafft wurden.
Mit den Hintergründen dazu könnte man wahrscheinlich viele weitere Artikel füllen und käme dann dem Kern der Angelegenheit wesentlich näher als über die Hinweise auf Teheran und Damaskus. Vielleicht geben ja später mal die Archive doch die wahren Hintergründe und Täter preis.
Vielleicht/wahrscheinlich fuer Sie.
Fuer die vielen, die immer an Verschwoerungen glauben.
Fuer mich: Eine ausserordentlich dummer Artikel. Aber genau wie man es gewoehnt ist hier zu Ort.
Quadaffi war der Taeter. Er hat jemanden ausgeliefert, da er nicht verurteilt werden wollte. Auch wollte er Saddam's Schicksal nicht teilen, und wie damals die Iraner (ja!) und die Regierung in Pakistan wollte er schnell auf die "andere" Seite ueberlaufen oder wenigstens fuer die naechstren paar Monate vermeiden, sie zu reizen.
Wie schwer ist es, das zu verstehen?
Und darnach noch seine staendigen Bemuehungem, die Zeit im Gefaengnis fuer den armen (?) Ausgelieferten zu verkuerzen.
Wer haette etwas anderes erwarten koennen?
Warum ist alles immer so kompliziert? Weil man Zeitungen verkaufen muss oder/und sich einen Namen machen will?
Oder vielleicht den einen oder anderen nicht leiden kann und als Feind betrachtet und gern ueber sie zu "berichten".
Was doch ok ist, da die ganze Sache nur ein paar kurze Tage lebt und nur eine kleine Gruppe interessiert und wohl wenigen der Feinde dieser "Bericht" ueber den Weg laeuft und noch wenigeren diese Meinungen interessiert.
Es ist immer wieder erstaunlich, wie Terrorakte der arabischen Welt immer wieder von deren Sympathisanten so hingedreht werden, daß wir anscheinend auch noch selbst die Schuld daran tragen, wenn ein vollbesetztes Passagierflugzeug einfach in die Luft gesprengt wird.
Das ist eine nachträgliche Verhöhnung der Opfer. Soso, die CIA und das FBI hatten ihre Finger im Spiel, na dann.....Und dann sind die Israelis
sicher auch nicht weit. Für mich nur eine weitere Verschwörungstheorie und somit wertlos.
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