Verhandlungen Bei Opel ist Geduld gefragt
Hoffnungen auf eine rasche Entscheidung über die Zukunft von Opel haben sich zerschlagen. General Motors hält sich bedeckt und lässt die Regierung warten
Obwohl das Spitzentreffen von GM-Verhandlungsführer John Smith und Vertretern der Bundesregierung am Dienstag ergebnislos blieb, sagte Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU): "Wir verhandeln weiter. Substanz geht vor Zeitdruck". Die Mittel seien noch nicht ausgeschöpft. "Der Zeitdruck ist überschaubar. Wenn wir das an der Bundestagswahl festmachen würden, würden wir zynisch handeln."
Ein Verbleib von Opel bei GM sei aus seiner Sicht "nicht übermäßig realistisch", sagte der CSU-Politiker in den ARD-Tagesthemen. Das würde das US-Unternehmen nämlich viel Geld kosten.
Der neu besetzte GM-Verwaltungsrat habe "Defizite in der Kenntnis" und müsse deshalb von dem Management zunächst informiert werden, sagte Guttenberg. "Die hatten teilweise offensichtlich noch nicht wirklich viel Ahnung von dem Verhandlungsstand und müssen sich jetzt auf den neuesten Stand bringen lassen." Der Vorgang sei völlig normal, sagte Guttenberg im heute-journal des ZDF.
Gerüchte, dass der US-Konzern General Motors (GM) Opel nicht mehr verkaufen will, hatten Betriebsräte und Gewerkschaften am Dienstag in Alarmstimmung versetzt.
“Wir kennen die Pläne von GM. Die sagen klipp und klar: Schließung der Werke von Antwerpen, Bochum und Verkauf des Eisenacher Werks“, sagte Opel-Betriebsratschef Wolfgang Franz der Berliner Zeitung. "Und wenn das nicht verkauft werden kann, soll es geschlossen werden." Die Belegschaft wolle mit allen Mitteln dagegen vorgehen.
Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa wird sich GM-Verhandlungsführer Smith an diesem Mittwoch erneut mit Magna-Managern treffen. Ob noch vor der Bundestagswahl am 27. September ein Ergebnis erzielt werden kann, beurteilten Verhandlungsteilnehmer nach dem Treffen mit Smith skeptisch. In den Verhandlungen gebe es keine Fortschritte, GM spiele auf Zeit. Smith habe aber deutlich gemacht, dass "man weiterhin an einer Investorenlösung interessiert sei."
- Datum 26.08.2009 - 08:56 Uhr
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- Serie News
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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Das Drehbuch:
1. Bis zur Wahl werden Guttenberg und Merkel uns vormachen, daß sie sich für die Arbeitsplätze und den Standorterhalt von Opel einsetzen, auch wenn nun erkennbar wird, daß die Rechnung ohne den Wirt gemacht wurde.
2. Nach der Wahl geben sie GM die Schuld, wenn Werke dichtgemacht und Mitarbeiter zu tausenden entlassen werden. Angie beschwert sich ein bißchen bei Obama, Guttenberg fliegt auch rüber für ein Fotohooting am Times Square oder vor der GM-Zentrale.
Was für eine Schmierenkomödie! Es geht denen nur um Wählerstimmen, nicht um Opel!
Wenn die Gerüchte stimmen, die jetzt in der Presse auftauchen läuft es wohl darauf hinaus, dass entweder
- GM Opel sofort übernimmt und jede Menge Arbeiter feuert
- oder RHJ Opel übernimmt und jede Menge Arbeiter feuert, viel Geld vom Staat bekommt und dann Opel zurück an GM verkauft
Als Steuerzahler finde ich schon das Geld zu viel, das bisher geflossen ist. Hätte man Opel damals zusammen mit GM in die Insolvenz gehen lassen, wäre Opel heute wahrscheinlich schon von GM gelöst.
Stattdessen wird ja wohl eine amerikanische Firma die nie Steuern in Deutschland zahlte mit unseren Steuergeldern aufgepäppelt. Warum?
Von welcher Gedult wird hier geschrieben?
Wie lange soll man noch geduldig sein?
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