Wirtschaftskrise Zahl der US-Problembanken stark gestiegen
Auf dem US-Bankenmarkt ist noch keine Erholung in Sicht. Es werden noch weitere Zusammenbrüche erwartet
Trotz Anzeichen einer Wirtschaftserholung ist die Zahl der Problembanken in den USA kräftig gestiegen. Der staatliche Einlagensicherungsfonds FDIC führte im zweiten Quartal 416 Banken und Sparkassen auf seiner Beobachtungsliste und damit 111 mehr als im ersten Vierteljahr. "Wir erwarten, dass die Zahl der Problembanken und Zusammenbrüche weiter zunimmt, auch wenn sich die Wirtschaft allmählich erholt", erklärte FDIC-Chefin Sheila Bair. Die US-Aufsichtsbehörden schlossen in diesem Jahr bereits 81 Banken. Im Jahr 2008 waren es 25, im Jahr 2007 nur drei.
Nachdem die Branche im ersten Quartal einen Gewinn von insgesamt 7,6 Milliarden Dollar verzeichnen konnte, fiel bei den US-Banken laut FDIC im zweiten Quartal wieder ein Verlust von 3,7 Milliarden Dollar an. Vor allem der Anstieg an faulen Krediten und Wertberichtungen von Finanzanlagen machten den Instituten zu schaffen.
Größere Rückstellungen für weitere Bankenpleiten belasteten auch die Mittel des FDIC. Diese sanken um 2,6 Milliarden auf 13 Milliarden Dollar. Dennoch sieht die FCDI-Chefin Grund zum Optimismus. "Obwohl die Probleme bleiben, gibt es zunehmend Hinweise dafür, dass die US-Wirtschaft allmählich wieder wächst", sagte Bair. "Die Verfassung der Bankenbranche ist immer ein nachlaufender Indikator."
- Datum 28.08.2009 - 07:45 Uhr
- Serie News
- Quelle ZEIT ONLINE, Reuters 27.8.2009
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Ursprünglich durften alle US-Banken nur in jeweils einem der 50 Staaten operieren, weshalb sich die Zahl der Banken vor 1980 auf mehr als 50.000 belief. Mit Erleichterung der Bankregeln um 1980 fiel ihre Zahl durch Zusammenschlüsse und Übernahmen danach drastisch auf etwa 12.000 und befindet sich noch immer im Fallen. Zweifellos wird die Krise dazu beitragen, die Zahl der Banken jetzt noch etwas weiter zu reduzieren.
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