Kartellamt Schlecker darf Woolworth-Filialen übernehmen
Die Drogeriemarktkette Schlecker will Filialen der insolventen Warenhauskette Woolworth kaufen. Das Bundeskartellamt hat dies nun ohne Auflagen genehmigt
Bis zu 71 Filialen der Billigkaufhäuser darf Schlecker nun übernehmen. Das teilte das Kartellamt in Bonn mit. Insgesamt gibt es rund 150 Filialen, die nicht mehr als Woolworth-Kaufhäuser fortgeführt werden sollen. Woolworth besitzt insgesamt rund 310 Filialen in Deutschland. Der Insolvenzverwalter will 150 davon in einer neuen Woolworth GmbH fortführen.
Das Bieterverfahren sei allerdings noch nicht endgültig abgeschlossen. Es gebe zahlreiche weitere Interessenten, sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters Ottmar Hermann. Die Drogerieketten dm und Rossmann sowie der Textildiscounter KiK und der Schuhhändler Reno hätten Interesse an einzelnen Standorten bekundet. Das berichteten Verhandlungskreise. Die Filialen könnten dann auf verschiedene Bieter aufgeteilt werden.
Woolworth Deutschland hatte im April Insolvenz angemeldet. Zunehmende Konkurrenz und starke Umsatzrückgänge hatten die Discount-Warenhäuser in die Zahlungsunfähigkeit getrieben. Auch ein Sanierungskurs des britischen Finanzinvestors Argyll Partners, der im Oktober 2007 das Geschäft übernahm, half nicht.
Der Insolvenzverwalter will erreichen, dass die Mitarbeiter der abzugebenden Filialen neue Jobs bei den Käufern der Geschäfte finden. Zum Zeitpunkt der Insolvenz hatte Woolworth rund 9300 Mitarbeiter, davon 400 in der Zentrale und 8900 in den Filialen. Etwa die Hälfte der Mitarbeiter soll möglichst bei anderen Ketten Arbeit finden, die andere Hälfte soll in einer neuen Woolworth-Gesellschaft weiterbeschäftigt werden. Derzeit sind die Mitarbeiter in einer Transfergesellschaft untergebracht.
- Datum 21.08.2009 - 20:06 Uhr
- Serie News
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, aku
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Erfolg ist die zunehmende Verwirklichung eines Zieles.
So besehen hatten Woolworth wie auch (die neue) Hertie oder auch alle anderen Pleitekandidaten keine richtigen Ziele mehr als lediglich dieses tumbe Ziel - mehr und mehr - immer mehr - Kosten killen, Mitarbeiter abbauen und damit Existenzen vernichten - Leuten wie Middelhoff und anderen den Rachen füllen.
Schlecker - so schlecht dessen Ruf sein mag - ist Inhaber geführt und erfolgreich. dm ist Inhaber geführt - im Konzept natürlich von Götz Werner ganz anders aufgestellt - erfolgreich. Kundenorientiert - innovativ - wendig - erfolgreich. Kaufland von Lidl boomt - will allerdings innerstädtisch nichts machen - es sei denn die Parkplatzsitutaion ist günstig.
Wir haben hier eine lukrative Woolworth-Filiale die recht aktiv war und ist. Bei der im Moment Versorgungsmängel ein Rolle spielen die der örtliche Leiter geschickt kaschiert und was die Kunden (60% aus der Schweiz) mit einem Augenzwinkern kassieren. Aber sie wird bleiben.
Erfolgreiche Handelsunternehmen bauen ihre Filialketten strategisch auf - also zielbezogen. Schlaue Einzelhändler beschäftigen sich, wenn es um die Ansiedlung von Filialketten geht, mit Synergien.
Woolworth hier ist ein Magnet wovon der ganze Innerort profitiert. Ein ehemaliges Kaufring-Haus hat sich neu positioniert - jung - Marken - ergänzt mit Intersport und Vedes-Spielzeug. Hausrat-Papier-Kurzwaren raus, was Müller besser macht und sehr professionel.
Die "Krankheit" der Kauf- und Warenhäuser" beruht ja auch darauf, dass sich die Grundlagen ihrer Expansionspolitik der 70er Jahre geändert haben. Im Handel ist Wandel - das ist das einzig Beständige im Handel.
Nebenbei: In der Ansiedlungspolitik der Gemeinden müssen diese auch Verantwortung übernehmen. Galt es doch als Superfischzug ein Kaufhaus an den Ort zu holen. Das sollte es dann sein. Keine entsprechende Verkehrspolitik - Beispiele Bremen und Hannover.
Kurzum: Welcome Schlecker und Konsorten. Wenn wir wieder ausgabenfreudig und reich sind und Luxus haben möchten - die sind die Ersten die dem Rechnung tragen werden.
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