Teheran Irans Präsident begehrt aufSeite 2/2

Dagegen nahm Ahmadineschad die Sicherheitskräfte am Freitag pauschal in Schutz. Die Übergriffe in den Gefängnissen seien von "Söldnern der Putschisten“ ausgeführt worden, behauptete er. "Revolutionsgarden, Soldaten oder Geheimdienstler haben mit diesen beschämenden Vorgängen nichts zu tun.

Vielmehr wurden unsere Basidschi-Milizen auf den Straßen verprügelt, als sie die Rechte des Volkes verteidigen wollten.“ Nach Aussagen von Familienangehörigen und Betroffenen sind in den iranischen Gefängnissen zahlreiche junge Demonstranten von Wärtern zu Tode geprügelt und vergewaltigt worden.

Unterdessen ging der angesehene, vom Regime geächtete Großajatollah Hossein Ali Montazeri in einer Internetbotschaft erneut mit den Machthabern in Teheran hart ins Gericht. Er forderte sie auf, die Schauprozesse zu beenden, da sie das islamische Recht zum "Gespött“ machten. Er hoffe, dass die iranische Führung aufwache "bevor es zu spät ist, und sie das Ansehen des Landes noch weiter beschädigt“, schrieb der schiitische Geistliche.

 
Leser-Kommentare
    • FahadA
    • 28.08.2009 um 19:26 Uhr

    Die naechsten Tage werden spannend. Heute hat der Director General der Wiener Atomenergiebehoerde IAEA seinen letzten Report zum Stand des iranischen Atomprograms veroeffentlicht (falls nicht erwuenscht, mag die Redaktion den link entfernen), der ungewoehnlich kritisch ist, obwohl Tehran in einem bemerkenswerten Anflug von Offenheit den Inspektoren die Anlagen in Arak und Natanz Mitte des Monats ploetzlich geoeffnet hatte. Ende naechsten Monats werden wir den 'neuen' (und alten) Praesidenten dann wieder waehrend der UNO Vollversammlung in New York erleben. Bis dahin koennte sich die internationale Gemeinschaft bezueglich neuer Sanktionen schon eindeutiger positioniert haben.

    Ob Obamas Geduld zu Ende geht und Israel gruenes Licht erhaelt, die Anlagen in Esfahan, Natanz, Arak zu bombardieren? Warten wir's ab.

    Freelance

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    Es ist bald aus mit Chameneis Kettenhund Ahmadi. Er beißt wild um sich, Chamenei wird ihn fallen lassen in der Hoffnung, sich zu retten.
    Das übrigens könnte Rafsandshanis merkwürdige Äußerung neulich erklären - er sprach von *Gehorsam gegenüber dem obersten Führer* und gleich danach von Redefreiheit und konstruktiver Kritik. Das ist eher keine Kehrtwende, wie Reuters interpretierte.
    Man schart sich wohl um Chamenei, um Ahmadi zu isolieren und zu erledigen. Chamenei bekommt etwas Zeit, verliert aber seine Machtbasis der letzten Jahre. Die Umarmung könnte ihm zum Würgegriff werden.

    Grünes Licht für Israel? Glaube ich kaum. Das Regime zerlegt sich gerade so wundervoll, man sollte es nicht dabei stören.

    Es ist bald aus mit Chameneis Kettenhund Ahmadi. Er beißt wild um sich, Chamenei wird ihn fallen lassen in der Hoffnung, sich zu retten.
    Das übrigens könnte Rafsandshanis merkwürdige Äußerung neulich erklären - er sprach von *Gehorsam gegenüber dem obersten Führer* und gleich danach von Redefreiheit und konstruktiver Kritik. Das ist eher keine Kehrtwende, wie Reuters interpretierte.
    Man schart sich wohl um Chamenei, um Ahmadi zu isolieren und zu erledigen. Chamenei bekommt etwas Zeit, verliert aber seine Machtbasis der letzten Jahre. Die Umarmung könnte ihm zum Würgegriff werden.

    Grünes Licht für Israel? Glaube ich kaum. Das Regime zerlegt sich gerade so wundervoll, man sollte es nicht dabei stören.

  1. Ahmadinadsched versteht es wie kein anderer, alle Seiten gleichzeitig zu Feinden zu machen. Chamenei war doch immer noch der einzige, der seine katastrophale Politik befürwortete. Er verheddert sich in seinen eigenen Lügen, wenn er behauptet, Protestkundgebungen habe es nicht gegeben und sie seien vom Ausland inszeniert worden. Wenn es keine gab, hat das Ausland keine inszeniert.

  2. Es ist bald aus mit Chameneis Kettenhund Ahmadi. Er beißt wild um sich, Chamenei wird ihn fallen lassen in der Hoffnung, sich zu retten.
    Das übrigens könnte Rafsandshanis merkwürdige Äußerung neulich erklären - er sprach von *Gehorsam gegenüber dem obersten Führer* und gleich danach von Redefreiheit und konstruktiver Kritik. Das ist eher keine Kehrtwende, wie Reuters interpretierte.
    Man schart sich wohl um Chamenei, um Ahmadi zu isolieren und zu erledigen. Chamenei bekommt etwas Zeit, verliert aber seine Machtbasis der letzten Jahre. Die Umarmung könnte ihm zum Würgegriff werden.

    Grünes Licht für Israel? Glaube ich kaum. Das Regime zerlegt sich gerade so wundervoll, man sollte es nicht dabei stören.

    • Lido
    • 29.08.2009 um 9:05 Uhr

    Das greift man zur übermächtigen Keule, nämlich "der Böse da draußen": Wenn es an Erklärungsmöglichkeiten mangelt, waren es "die bösen Mächte aus dem Ausland".
    Mit gleicher Argumentation haben bereit die Kommunisten die Probleme ihrer Staatsform erklärt.

    Ob die Kommunisten nach ihrer strengen Lehre oder die religösen nach ihrer Gesellschaftsinterpretation - all diese Modelle scheitern daran, dass sie mit absolutem Wahrheitsanspruch gelebt werden sollen. All missachten die Prinzipien, wie menschliches Zusammenleben funktioniert.

    Meinungsfreheit oder Vielfalt anzuerkennen würde die absolute Richtigkeit der religösen Staatsform, ihren 100% Anspruch, in Frage stellen. Insofern bestätigt dies hier nur: diese Gesellschaft kann nicht funktionieren.

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