Landtagswahlen Jetzt wird der Wahlkampf spannend
Das Menetekel regierender Postkommunisten oder der verhängnisvolle neoliberale Geist von Schwarz-Gelb: Am 27. September entscheidet sich, was die Bürger mehr fürchten
Ohne Aussagekraft für den 27. September sei, was am Sonntag in Thüringen, in Sachsen, im Saarland und in Nordrhein-Westfalen geschah? Das ist nun wirklich der berühmte Treppenwitz und war vor der Wahl nichts als Zweckpropaganda derer, denen das Wahlergebnis nicht passen würde. Wenn 20,6 Millionen Bundesbürger aufgerufen sind, ihre politischen Präferenzen zu offenbaren, dann sind alle Wahlen vier Wochen vor dem nationalen Urnengang sehr wohl relevant, und so reden jetzt auch alle.
Tatsächlich hat dieser große Wahlkampf nun sein Thema. Es lautet: Ist eine rot-rot-grüne Regierungsbildung in Thüringen und an der Saar, also auch das absehbare Aushebeln christdemokratischer Macht im Bundesrat, ein Signal, das die sozialdemokratischen Wahlkämpfer aus dem Schlaf reißt? Oder rüttelt Angela Merkel nun ihre Anhänger durch und ruft: Kämpft, wenn ihr im Bund Rot-Rot, mit oder ohne Anhängsel, vermeiden wollt?
Beides ist möglich. Dass die Sozialdemokraten mit dem Schlachtruf "Jetzt geht’s los" zur Aufholjagd starten genauso wie eine die Leidenschaften entfesselnde neue Rote-Socken-Kampagne. Sicher ist: Die Bürger haben verstanden, dass es um viel geht. Die negative Tendenz bei der Wahlbeteiligung ist gebrochen.
In Sachsen triumphierte einer, der sich nie in den Vordergrund spielte. Im Saarland und in Thüringen brachen zwei Ministerpräsidenten ein, die in der Eigenwerbung ziemlich stark aufgetragen hatten. An der Saar scheint auch eine schwarz- gelb-grüne Koalitionen rechnerisch möglich.
In Thüringen geht es für die SPD darum, ob sie einen linken Regierungschef trägt oder mit dem Verlierer Althaus zusammen geht. Klappt im Saarland Rot- Rot-Grün, wird die Linke erstmals im Westen mitregieren. Ihr Frontmann im Wahlkampf, Oskar Lafontaine, war Ministerpräsident, Bundesfinanzminister, SPD-Vorsitzender und Kritiker der Einheit. Den macht keine Unionspropaganda zum zur Tarnung anders angestrichenen Edelkommunisten. Lafontaine und Gysi taugen nicht als Bürgerschreck.
Während die Linke seit 2004 also einen großen Sprung nach vorne machte, profitiert die SPD von der Schwäche der Union kaum. Ein Triumph sieht anders aus. Die Sinnfrage stellt sich für die Sozialdemokraten nach dieser Wahl genauso scharf wie vorher.
So wie der Sturm des Zorns 2004 der SPD ins Gesicht blies, leidet die Union jetzt, wenn ihr Landespersonal schwächelt. Darüber käme sie hinweg, wenn die Verbreiterung der rot-roten Regierungsmacht über das Stadtparlament von Berlin hinaus nicht eine fatale Langzeitwirkung hätte. Ist Rot-Rot enttabuisiert, verliert die CDU bald auch die Scharnierfunktion bei der nationalen Regierungsbildung.
- Datum 04.09.2009 - 17:42 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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Den beiden großen Volksparteien CDU und SPD ist in den letzten Jahren die Authenzität verloren gegangen. Die SPD wird von einem Duo aus "altem Parteisoldaten" und "schüchternem Karrierebeamten" geführt. Die CDU hingegen von einer Parteivorsitzenden, die vor allem durch Emotions- und Richtungslosigkeit auffällt. Die Kanzlerin erscheint aufgrund Ihrer fehlenden Ecken und Kanten als sehr blass und leblos. Ihre kühle, selbstbeherrschte Art und Weise weist auf einen Vernunftmenschen - Aber mit Vernunft allein läßt sich leider nicht regieren, weil wir alle keine Roboter sind. Es fehlt einfach an Emotionen in diesem Wahlkampf - Und die Einzigen, die im Moment in der Lage sind, Emotionen zu wecken, sind die kleinen Parteien.
Irgendwie fehlt allen wichtigen Persönlichkeiten in der aktuellen Parteienlandschaft Charisma und Authenzität. Authenzität, die Partei zu vertreten, der Sie angehören. Botschaften der Partei glaubwürdig an die Menschen in diesem Lande zu übermitteln. Irgendwie agieren die meisten Wahlkämpfer in einer medialen Blase, aus der Sie heraus keinen wirklichen Bezug zur Bevölkerung herstellen können...
Irgendwie skuril, die aktuelle Situation in diesem Lande...
Helmut Schmidt war auch kein besonders emotionaler Mensch und dennoch um Länger sympathischer als Merkel. Lag vielleicht an seiner Intelligenz.
Den etablierten Parteien ist in den letzten 20 Jahren vor allem die Lust am politischen Streit verloren gegangen. Das Ringen um ein Gesellschaftsideal mündete in die Verwaltung von Posten, Wählerstimmen und professionellem Marketingkalkül.
Nach dem Rückzug von Paul Kirchhof aus der Politik musste dieser sich in den dazu gedruckten Kommentaren über die Nicht-Eignung politischer Quereinsteiger ohne entsprechende Parteisoldaten-Karriere belehren lassen. Demokratische Teilhabe also nicht mehr ohne entsprechendes Zertifikat als staatlich geprüfter Politiker.
stellte ich fest, daß in ihm alles das zu lesen ist, was ich per Kommentar zum Ausdruck bringen wollte. Deshalb erübrigt sich ein solcher nun wohl.
Mir bleibt nur zu sagen: Sehr gut, Fox Mulder, ich stimme voll und ganz mit Ihnen überein!
Ja, wenn die "kleinen Parteien" wenigstens Emotionen wecken würden durch Argumente. Leider haben nur die Günen inzwischen so viel Politik-Kultur dass sie auch schon mal durchaus realistisch mit machbaren Projekten argumentieren. Die Linke argumentiert nicht, sie parolisiert und polarisiert. (das Wortspiel sei gestattet) Versprech nur jedem Kleinverdiener mehr Gehalt, Arbeitslosen mehr Geld und einen Job, dann wird er Dich schon wählen. Noch schlimmer natürlich die NPD, die mit denselben Texten zuzüglich Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus dasselbe Spiel treibt. Ätzend!
Eine langweilige Technokratin an der Macht ist mir lieber als ein verblendeter Parolenhetzer.
Euer Joe.
Der Klügere gibt nach. Diese traurige Wahrheit bergündet die Weltherrschaft der Dummheit..... Time for changes!
Auf meinem Briefwahlschein steht für die Kandidatin der SPD:
Edelgard Bulman, Bundesministerin a.D. !!
Nomen est omen, liebe SPD !!
Zukünftig kann es sein, dass ein Mitarbeiter einer öffentlichen Verwaltung, der Zugriff auf einen Amts-Computer hat, die gespeicherten Daten der Bürger einsehen und nach seinem Gutdenken verwenden könnte. Gegenteilige Behauptungen kaum glaubhaft.
Helmut Schmidt war auch kein besonders emotionaler Mensch und dennoch um Länger sympathischer als Merkel. Lag vielleicht an seiner Intelligenz.
Den etablierten Parteien ist in den letzten 20 Jahren vor allem die Lust am politischen Streit verloren gegangen. Das Ringen um ein Gesellschaftsideal mündete in die Verwaltung von Posten, Wählerstimmen und professionellem Marketingkalkül.
Nach dem Rückzug von Paul Kirchhof aus der Politik musste dieser sich in den dazu gedruckten Kommentaren über die Nicht-Eignung politischer Quereinsteiger ohne entsprechende Parteisoldaten-Karriere belehren lassen. Demokratische Teilhabe also nicht mehr ohne entsprechendes Zertifikat als staatlich geprüfter Politiker.
stellte ich fest, daß in ihm alles das zu lesen ist, was ich per Kommentar zum Ausdruck bringen wollte. Deshalb erübrigt sich ein solcher nun wohl.
Mir bleibt nur zu sagen: Sehr gut, Fox Mulder, ich stimme voll und ganz mit Ihnen überein!
Ja, wenn die "kleinen Parteien" wenigstens Emotionen wecken würden durch Argumente. Leider haben nur die Günen inzwischen so viel Politik-Kultur dass sie auch schon mal durchaus realistisch mit machbaren Projekten argumentieren. Die Linke argumentiert nicht, sie parolisiert und polarisiert. (das Wortspiel sei gestattet) Versprech nur jedem Kleinverdiener mehr Gehalt, Arbeitslosen mehr Geld und einen Job, dann wird er Dich schon wählen. Noch schlimmer natürlich die NPD, die mit denselben Texten zuzüglich Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus dasselbe Spiel treibt. Ätzend!
Eine langweilige Technokratin an der Macht ist mir lieber als ein verblendeter Parolenhetzer.
Euer Joe.
Der Klügere gibt nach. Diese traurige Wahrheit bergündet die Weltherrschaft der Dummheit..... Time for changes!
Auf meinem Briefwahlschein steht für die Kandidatin der SPD:
Edelgard Bulman, Bundesministerin a.D. !!
Nomen est omen, liebe SPD !!
Zukünftig kann es sein, dass ein Mitarbeiter einer öffentlichen Verwaltung, der Zugriff auf einen Amts-Computer hat, die gespeicherten Daten der Bürger einsehen und nach seinem Gutdenken verwenden könnte. Gegenteilige Behauptungen kaum glaubhaft.
Wer Postchristen, Postsozialdemokraten bzw. Postliberale wählen soll, der darf doch wohl auch zur Wahl zugelassene Postkommunisten wählen. Die neue deutsche Postpost ich doch auch nicht mehr, was sie mal war.
...daß eine "bürgerliche Mitte" die fast alle Parteien versuchen herbeizureden gar nicht als Mehrheit der Bevölkerung existiert.
Parteien, die Abermilliarden verschleudern um betrügerische Machenschaften von Banken zu decken,
Parteien die weitere Abermilliarden verschwenden um Kriege zu unterstützen, die weder zu gewinnen sind, noch auch die geringste Legitimation aufweisen,
Parteien die nicht in der Lage sind, mehr als 60 Jahre nach Kriegsende den Besatzungsstatus abzuschütteln, und
Parteien die, last but not least, weite Teile der eigenen Bevölkerung der Ausbeutung und der Langzeitarmut anheimfallen lassen,
die merken jetzt, daß die Mehrheit der Bevölkerung langsam aus den Konsumträumen erwacht.
Vielleicht wird es ja doch noch was mit der Demokratie in Deutschland.
... aber > Vielleicht wird es ja doch noch was mit der Demokratie in Deutschland. <
Wer bitte soll dafür sorgen? Die "alten" Parteien doch wohl sicher nicht und neue Parteien sind offensichtlich nicht gewollt. Die Linke wie man sieht ist
wohl eher die "neue" SPD (siehe %-Punkte Saarland, Sachsen und Thüringen), aber richtig "neu" geht es nicht zu.
Aber man soll die Hoffnung nicht aufgeben.
Gruß, Bernd
*** Money helps the body to survive, but friends are needed to make the soul survive ***
... aber > Vielleicht wird es ja doch noch was mit der Demokratie in Deutschland. <
Wer bitte soll dafür sorgen? Die "alten" Parteien doch wohl sicher nicht und neue Parteien sind offensichtlich nicht gewollt. Die Linke wie man sieht ist
wohl eher die "neue" SPD (siehe %-Punkte Saarland, Sachsen und Thüringen), aber richtig "neu" geht es nicht zu.
Aber man soll die Hoffnung nicht aufgeben.
Gruß, Bernd
*** Money helps the body to survive, but friends are needed to make the soul survive ***
Kaum ist die eine Wahl vorbei reden sämtliche Parteien die Resultate schön oder schlecht, je nach dem wie es taktisch gut erscheint. Ernst nehmen sollte man es nicht. Es bleibt das Resultat als das was es ist, ein nüchternes Resultat.
Die Linken haben dazu gewonnen und werden es weiterhin tun, wenn die Schere zwischen Arm und Reich weiterhin auseinander driftet, die Arbeitslosenzahlen steigen und die Löhne sinken.
Die FDP hat gewonnen, nicht durch Inhalte, sondern durch Proteststimmen der eigentlichen Wähler der beiden "großen" Parteien.
Die SPD hat ihren Tiefpunkt wohl anscheinend überstanden, wird jedoch dank der Präsenz der Linken und der Grünen, niemals mehr Werte weit über 30-35 % erreichen. Hier hat man in den vergangenen ca. 25 Jahren zu viele ehemalige Wähler abgeben müssen. Wird sie nicht mehr die Partei der Arbeiter und der Anwalt der Armen, bzw. sozial Benachteiligten, wird sie aller höchstens bei ihrem Stammwählerpotential bleiben und das werden maximal um die 25 % sein.
Die CDU kann sich wahrlich nicht freuen. Es fehlt an klarem Profil und deutlichen Positionen. Das Resultat sind Stammwähler die nicht zur Wahl gehen oder Abwanderer zur FDP. Hätte auch sie ähnliche Konkurrenz wie die SPD an Grünen und Linken, wäre auch sie keine "Volkspartei" mehr. Die Gefahr liegt für sie in der Zukunft. Sie wird vielleicht noch das erleben, was die SPD zur Zeit durchmacht.
Die Grünen treten auch ein bißchen auf der Stelle, obwohl gerade sie im Zeichen der Klimakrise und den dringenden Anforderungen an umweltfreundlichen und energiesparenden Techniken und Energien, an Stärke gewinnen müßten. Hier fehlt es eindeutig noch an dem Bewußtsein dafür in der Bevölkerung und u.a. auch daran, dass mittlerweile auch andere Parteien so manche der "grünen" Themen aufgenommen haben.
Was können wir bis zur Bundestagswahl erwarten ?
Es wird wohl mehr zum Lagerwahlkampf kommen, was nicht das Schlechteste ist, sowohl für die Einen als auch für die Anderen. Hier hat dann auch eine Partei wie die SPD wieder die Chance sich eindeutiger zu positionieren und ehemalige Wähler zurückzugewinnen.
Die Rote-Socken-Kampagne zieht aber nicht mehr. Wer wie ein Herr Niebel z.B. die Linke verteufeln will, der hat wenig Respekt vor dem Wähler. Es sind einfach zu viele Menschen, die sich heutzutage aus gutem Grund für die Linke entscheiden. Von einer bürgerlichen Partei oder sich selber Anwalt der bürgerlichen Mitte zu sprechen ist in gewisser Weise auch arrogant. Wer ist denn kein Bürger ? Wer wird hier ausgegrenzt ?
Im Zeichen eines Lagerwahlkampfs sind solche Aussagen dennoch gut. Sie schaffen klare Sicht für die Ausrichtung einer Partei und der beabsichtigten Politik. Hier kann der Wähler endlich klar erkennen wer für was und wen besonders eintreten wird.
Und noch eines sollte deutlich sein. Alles was Parteien jetzt "versprechen". Im Zuge von Koalitätsverhandlungen bleibt das ein oder andere Ziel einer Partei mit größter Sicherheit in der Schublade oder "auf der Strecke". Wichtig für den Wähler ist jetzt zu erkennen wer für wen der beste Anwalt sein könnte. Lagerwahlkämpfe können auch etwas Gutes sein. Für uns als Wähler mit Sicherheit.
Letztens in einer Talkshow sagte Rüttgers auf die Nachfrage hin, ob denn die anderen Parteien (Grüne, Linke, SPD) keine "bürgerlichen Parteien" wären, nein, denn sie kämen eher aus diesem "klassenkämpferischen Ansatz". Wie kann man solch einen Schwachsinn von sich geben? Na dann habe wir zumindest im Saarland eine proletarische Merheit und eine bourgeoise Minderheit!
wäre wohl seitens des Herrn Niebel mit einer Parteivorsitzenden, die mal in der FDJ Kreisleitungsmitglied und Sekretärin für Agitation und Propaganda war. War nicht auch die CDU im Osten ein Teil der SED?
Letztens in einer Talkshow sagte Rüttgers auf die Nachfrage hin, ob denn die anderen Parteien (Grüne, Linke, SPD) keine "bürgerlichen Parteien" wären, nein, denn sie kämen eher aus diesem "klassenkämpferischen Ansatz". Wie kann man solch einen Schwachsinn von sich geben? Na dann habe wir zumindest im Saarland eine proletarische Merheit und eine bourgeoise Minderheit!
wäre wohl seitens des Herrn Niebel mit einer Parteivorsitzenden, die mal in der FDJ Kreisleitungsmitglied und Sekretärin für Agitation und Propaganda war. War nicht auch die CDU im Osten ein Teil der SED?
Helmut Schmidt war auch kein besonders emotionaler Mensch und dennoch um Länger sympathischer als Merkel. Lag vielleicht an seiner Intelligenz.
...Helmut Schmidt hat sehr starke Emotionen, auch wenn er versuchte sie zu unterdrücken, hat man ihm die Spannung jeweils deutlich anmerken können.
Frau Merkel dagegen kommt mir vor wie eine Rentnerin auf Kaffeefahrt.
Zweifellos ist Helmut Schmidt hochintelligent, aber seine Intelligenz wusste das Volk und insonderheit seine Partei erst in dem Moment zu schätzen, in welchem sich sein Sturz abzeichnete.
...Helmut Schmidt hat sehr starke Emotionen, auch wenn er versuchte sie zu unterdrücken, hat man ihm die Spannung jeweils deutlich anmerken können.
Frau Merkel dagegen kommt mir vor wie eine Rentnerin auf Kaffeefahrt.
Zweifellos ist Helmut Schmidt hochintelligent, aber seine Intelligenz wusste das Volk und insonderheit seine Partei erst in dem Moment zu schätzen, in welchem sich sein Sturz abzeichnete.
Letztens in einer Talkshow sagte Rüttgers auf die Nachfrage hin, ob denn die anderen Parteien (Grüne, Linke, SPD) keine "bürgerlichen Parteien" wären, nein, denn sie kämen eher aus diesem "klassenkämpferischen Ansatz". Wie kann man solch einen Schwachsinn von sich geben? Na dann habe wir zumindest im Saarland eine proletarische Merheit und eine bourgeoise Minderheit!
"Schnurz" hat recht und Rüttgers irrt. Es hat Zeiten gegeben, da hatte die SPD bspw in Nordhessen oder auch in HH oder auch in Berlin um die 60 % Wähleranteil. Dies ist sicher deutlich weniger geworden. Gleichwohl ist bürgerlich aus meiner Sicht jeder oder jede, die den Staat mitträgt. Das kann eine Verkäuferin, Chemikant, Wüllwerker, Frostwirt, Industriearbeiter, Handwerksgeselle ebenso sein wie die Angehörigen der "alten Mittelschichten" - Handwerker, Händler, Fabrikanten, Beamte, gehobene Angestellte, Freiberufler - oder auch der neuen Mittelschichten wie leitende Angestellte, moderne Dienstleistungen, free lancer, Subunternehmer, Selbständige der neuen Art.
Sicher ist allerdings auch, dass man, wenn man vom m. E. ttotal überholten Begriff des "Bourgeois" ausgeht, dann kein Platz ist für die sog. "Lohnabhängigen" oder Sozialleistungsempfänger.
Es wäre m. E. falsch, den Begriff des Bürgers lediglich auf die Besser- und Höhergestellten, Privilegierten, Erfolgreichen, Superreichen und Reichen zu verengen. Wenn es darum geht, das eigene "Vaterland" mit der Waffe zu verteidigen, machte und macht man ja auch keine Unterschiede.
Es ist wohl war und richtig, dass es Menschen gibt, die sich für was Besseres halten, aber die "Anderen", die große Masse, leistet nach ihren Möglichkeiten für Staat und Gesellschaft sehr viel.
Sie rauszudrängen und ins Abseits zu stellen, wäre staatspolitisch verkehrt.
Hierin waren schon die alten Griechen und Römer offenbar weiter. Warum auch nicht!
"Schnurz" hat recht und Rüttgers irrt. Es hat Zeiten gegeben, da hatte die SPD bspw in Nordhessen oder auch in HH oder auch in Berlin um die 60 % Wähleranteil. Dies ist sicher deutlich weniger geworden. Gleichwohl ist bürgerlich aus meiner Sicht jeder oder jede, die den Staat mitträgt. Das kann eine Verkäuferin, Chemikant, Wüllwerker, Frostwirt, Industriearbeiter, Handwerksgeselle ebenso sein wie die Angehörigen der "alten Mittelschichten" - Handwerker, Händler, Fabrikanten, Beamte, gehobene Angestellte, Freiberufler - oder auch der neuen Mittelschichten wie leitende Angestellte, moderne Dienstleistungen, free lancer, Subunternehmer, Selbständige der neuen Art.
Sicher ist allerdings auch, dass man, wenn man vom m. E. ttotal überholten Begriff des "Bourgeois" ausgeht, dann kein Platz ist für die sog. "Lohnabhängigen" oder Sozialleistungsempfänger.
Es wäre m. E. falsch, den Begriff des Bürgers lediglich auf die Besser- und Höhergestellten, Privilegierten, Erfolgreichen, Superreichen und Reichen zu verengen. Wenn es darum geht, das eigene "Vaterland" mit der Waffe zu verteidigen, machte und macht man ja auch keine Unterschiede.
Es ist wohl war und richtig, dass es Menschen gibt, die sich für was Besseres halten, aber die "Anderen", die große Masse, leistet nach ihren Möglichkeiten für Staat und Gesellschaft sehr viel.
Sie rauszudrängen und ins Abseits zu stellen, wäre staatspolitisch verkehrt.
Hierin waren schon die alten Griechen und Römer offenbar weiter. Warum auch nicht!
...Helmut Schmidt hat sehr starke Emotionen, auch wenn er versuchte sie zu unterdrücken, hat man ihm die Spannung jeweils deutlich anmerken können.
Frau Merkel dagegen kommt mir vor wie eine Rentnerin auf Kaffeefahrt.
Ich denke die Schlafwagen-Version eines präsidialen Wahlkampfes ist von BK Merkel und ihren Beratern Innen sorgfältig ausgeklügelt.
Die SPD hat mit Union in einer GroKo regiert.
Die SPD kann nun kaum in 4 Wochen mit massiven und scharfen Angriffen kommen.
Vielmehr müsste SPD auf "ihre Leistungsbilanz" pochen, auch einräumen, dass man in vielen Bereichen gut und auskömmlich zusammen gearbeitet hat.
Nun geht es um die Problemlösungskompetenz für die kommenden 4 Jahre im Bund.
Es müsste ein Wettbewerb der Ideen und Konzepte sein.
Natürlich wäre es auch erlaubt, auf die immensen Nachteile für die Arbeitnehmerschaft hinzuweisen, die unter SCHWARZ-GELB drohen.
Stichworte: Kündigungsschutz wird abgeholzt, Mitbestimmung eingeengt, Sozialhaushalte gekürzte, Tarifparteien geschwächt, mehr Hunger-, Niedrig- und Prekär-Jobs, eine noch stärkere Schieflage zwischen Arbeit und Kapital in unserer Gesellschaft.
Wenn jemand an einem x-beliebigen Biertisch in Deutschland sagt: "die Macht des Kapitals ist zu stark geworden und das ist extrem ungesund!", bekommt er praktisch von 90 % Zustimmung.
Ich denke die Schlafwagen-Version eines präsidialen Wahlkampfes ist von BK Merkel und ihren Beratern Innen sorgfältig ausgeklügelt.
Die SPD hat mit Union in einer GroKo regiert.
Die SPD kann nun kaum in 4 Wochen mit massiven und scharfen Angriffen kommen.
Vielmehr müsste SPD auf "ihre Leistungsbilanz" pochen, auch einräumen, dass man in vielen Bereichen gut und auskömmlich zusammen gearbeitet hat.
Nun geht es um die Problemlösungskompetenz für die kommenden 4 Jahre im Bund.
Es müsste ein Wettbewerb der Ideen und Konzepte sein.
Natürlich wäre es auch erlaubt, auf die immensen Nachteile für die Arbeitnehmerschaft hinzuweisen, die unter SCHWARZ-GELB drohen.
Stichworte: Kündigungsschutz wird abgeholzt, Mitbestimmung eingeengt, Sozialhaushalte gekürzte, Tarifparteien geschwächt, mehr Hunger-, Niedrig- und Prekär-Jobs, eine noch stärkere Schieflage zwischen Arbeit und Kapital in unserer Gesellschaft.
Wenn jemand an einem x-beliebigen Biertisch in Deutschland sagt: "die Macht des Kapitals ist zu stark geworden und das ist extrem ungesund!", bekommt er praktisch von 90 % Zustimmung.
"Schnurz" hat recht und Rüttgers irrt. Es hat Zeiten gegeben, da hatte die SPD bspw in Nordhessen oder auch in HH oder auch in Berlin um die 60 % Wähleranteil. Dies ist sicher deutlich weniger geworden. Gleichwohl ist bürgerlich aus meiner Sicht jeder oder jede, die den Staat mitträgt. Das kann eine Verkäuferin, Chemikant, Wüllwerker, Frostwirt, Industriearbeiter, Handwerksgeselle ebenso sein wie die Angehörigen der "alten Mittelschichten" - Handwerker, Händler, Fabrikanten, Beamte, gehobene Angestellte, Freiberufler - oder auch der neuen Mittelschichten wie leitende Angestellte, moderne Dienstleistungen, free lancer, Subunternehmer, Selbständige der neuen Art.
Sicher ist allerdings auch, dass man, wenn man vom m. E. ttotal überholten Begriff des "Bourgeois" ausgeht, dann kein Platz ist für die sog. "Lohnabhängigen" oder Sozialleistungsempfänger.
Es wäre m. E. falsch, den Begriff des Bürgers lediglich auf die Besser- und Höhergestellten, Privilegierten, Erfolgreichen, Superreichen und Reichen zu verengen. Wenn es darum geht, das eigene "Vaterland" mit der Waffe zu verteidigen, machte und macht man ja auch keine Unterschiede.
Es ist wohl war und richtig, dass es Menschen gibt, die sich für was Besseres halten, aber die "Anderen", die große Masse, leistet nach ihren Möglichkeiten für Staat und Gesellschaft sehr viel.
Sie rauszudrängen und ins Abseits zu stellen, wäre staatspolitisch verkehrt.
Hierin waren schon die alten Griechen und Römer offenbar weiter. Warum auch nicht!
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