Ein Jahr Lehman-Pleite "Eine Rakete mit unwissender Besatzung"Seite 6/6

McDonald: Und das war's. Das passierte gegen neun Uhr abends. Viereinhalb Stunden später meldete Lehman Insolvenz an.

Das Gespräch führte Heike Buchter.

 
Leser-Kommentare
  1. Jetzt versuchen sich die sogenannten "Insider" an der Leichenfledderei. Aus Klischees und Stammtischweisheiten und ein paar Börsenmythen wird ein Cocktail für das Publikum zusammengemixt.
    Wer dieses Gebräu schluckt verhält sich wie der Gammelfleischesser, der noch eine Pulle Glykolwein hinterherschüttet.
    Die vielbeschworene heile Welt hat es bei Lehman nie gegeben. Die klaren Strukturen der Vergangenheit sind ein Phantasiegebilde. Die achso ehrliche Welt des altehrwürdigen Hypothekenverkaufs ist ein Märchen.
    Man schaue sich nur die Geschichte von Lehman und die Geschichte der Finanzkrisen an. Das "Früher war alles besser"-Strickmuster löst sich dann sehr schnell auf.
    Früher war alles viel besser haben die Altvorderen immer gesagt. Früher, das war die DDR, die Nachkriegszeit, der Weltkrieg, die Inflation, der 1. Weltkrieg ...
    In der Finanzwelt gibt es auch ein früher ...
    Leser, die solche Bücher kaufen, haben aus der Finanzkrise nichts gelernt

  2. wie eine Rakete vom Typ Minuteman III
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    "Dubito, ergo sum."

  3. Und dann: Weit gefehlt - sie haben sie entworfen und gebaut. Wer glaubt, dass es lohnt, alles aufzuräumen und beherzt aber bewusstlos weiter zu hantieren, dem kann nicht geholfen werden. Nicht mit intellektuellen Mitteln.
    Übrigens: Ich wusste gar nicht, dass die deutsche Politik tutto completto in 31. Stockwerken angesiedelt ist. Aber mir leuchten die resultierenden Probleme ein.
    Was sollen die auch unten, in der Lobby, wo die Lobby ihnen doch schon längst im 31. auf dem Schoß sitzt. Volksnähe ist schliesslich böseböse Demagogie.
    Übrigens gab es schon früher Pleiten wie die von Lehman. Und es gab Verantwortliche wie Fuld. Der Unterschied ist: Die haben sich früher erschossen. Sie selbst sich selbst.

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    Denn etwas besseres als den Tod finden wir überall.

    • maxen
    • 02.09.2009 um 14:40 Uhr

    Tragen Entscheider'innen in Banken und Regierungen eigentlich nie die Verantwortung für ihr Handeln? Die westlich, zivilisiert-genannten Staaten sind praktisch pleite, wo bleiben die Verhaftungen und Verurteilungen?

    Unser aller öffentliche Kassen, seit 40 Jahren geplündert im Namen von sogenannten systemimmanenten Zwängen, wie notwendigem Wachstum. Im vorherrschenden System ist Wachstum notwendig, da hat sich nichts geändert, sonst kollabiert es.

    Konsequente Korrekturen werden von zur Feuerwehr erhobenen Brandstiftern verhindert. Krampf- und zwanghaft festhaltend an der eigenen Alternativlosigkeit.
    Voller Stolz werden die größten Peinlichkeiten verkündet und damit auch noch Geld verdient.

    Keinen Mumm, einen Strich unter die Rechnung zu machen. Man läßt sich nicht in die Karten gucken. Keine Ehrlichkeit! Wir zählen die Zahlen zusammen, wir lassen ihnen die Hosen runter und gucken unter die Röcke. Das ganze Ausmaß kommt ans Licht.

    Bei all'den verhungerten Kindern, die ich seit Mitte der siebziger Jahre zähle, assoziiere ich ein sehr, sehr dunkles Kapitel der Menschheitsgeschichte. Es findet derzeit statt. Es wurde wieder und wieder darauf hingewiesen, bekannt gemacht und benannt. Es ist zum heulen .. Haben wir wieder 'nur' mit gemacht; haben wir wieder von alledem nichts gewusst?

    • diskus
    • 02.09.2009 um 18:16 Uhr

    Also, ich gebe zu, dass ich das ganze Finanz-Geschwabbel im Artikel nur schwerlich verstanden habe. Kennt jemand eine Seite oder Buch oder irgendwas, aus dem man mal verstehen koennte, was CDS, Hebelkredite, Hedge Funds und all diese Hypothekenpapiere eigentlich bedeuten, was die FED damit zu tun hat, was eine Investmentbank eigentlich tut/tun sollte usw.? Ich habe den Eindruck, dass auf einmal jedem Bild-Leser voellig klar ist, dass Investmentbanker schon immer alles voellig falsch gemacht haben, aber ich steige einfach nicht durch, warum genau?

  4. Gerade vor einem Jahr, als die Krise ihren Höhepunkt erreichte, diskutierte man öffentlich in den TV-Talkshows, dass man definitiv nicht alle retten solle, sondern eine Firma müsse geopfert werden. Firmen wie Goldman, Morgan, Citi und AIG waren offensichtlich "too big to fail", es musste also eine etwas kleinere sein. Nun fehlt nur noch das post mortem, um zu erklären, warum die Wahl damals gerade auf Lehman fiel. Vermutlich werden wir warten müssen, bis ein Hollywoodfilm uns alles genau erklärt. Ich wette, das wird nicht mehr lange dauern.

    • Soling
    • 04.09.2009 um 17:23 Uhr

    Unwissende Besatzung? Mitnichten!
    Hier läuft der geplante 9/11 des Finanzsystems ab! Die wissen genau wie man das macht.
    Die eigenen Banken läßt man pleite gehen, um wenige Tage später unter Chapter 11 wieder auf zu machen. So vernichtet man Fremdvermögen und sichert seine Vorherrschaft!
    Das Protektorat - O-Ton des Sicherheitsberaters http://de.wikipedia.org/w... in seinem Buch "Die einzige Weltmacht - Amerikas Strategie der Vorherrschaft - muß zahlen.
    Dem protektierten Volk wird bei den 140 Milliarden für die Hypo Real Estate die Mär aufgetischt, andernfalls würde das Weltfinanzsystem zusammenbrechen.
    Warum führen Sie kein Interview mit dem Staatsekretär Jörg Asmussen - http://de.wikipedia.org/w... - und stellen ihm die Frage warum er in Deutschland den Handel der CDO´s 2001 durchgedrückt hat, obgleich der Handel mit amerikanischen CDO´s in den USA verboten ist?
    Warum fragen Sie nicht die deutschen Banker warum Sie diese Papiere den Ihren deutschen Kunden in die Depot gedrückt haben?

  5. 8.

    Bücher, die die Welt nicht braucht. Was will mir McDonald eigentlich sagen? Das man hätte Lehman retten müssen, weil "to big to fail?" Hätte man Lehman gerettet, wäre die jetzige Krise irgendwann später gekommen. Schneeballsysteme haben die Eigenschaft, dass sie irgendwann kollabieren.

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