Waffenhandel Nordkorea schmuggelt Waffen nach Iran

Trotz scharfer UN-Sanktionen liefert das kommunistische Regime in Pjöngjang illegal Waffen aus. Per Schiff sollten unter anderem Granatwerfer nach Teheran gebracht werden

Bei einer Durchsuchung eines nordkoreanischen Schiffes fanden die Ermittler der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) Waffen, die nach Iran gebracht werden sollten. Wie die Financial Times unter Berufung auf Diplomatenkreise berichtete, wurde das Schiff mit der verbotenen Ladung gestoppt und deren Weiterfahrt verhindert.

Die VAE-Behörden meldeten den Vorfall, der erst jetzt bekannt wurde, vor etwa zwei Wochen an das zuständige Sanktionskomitee des Weltsicherheitsrates. Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, werde das Komitee demnächst zusammentreten, um über den Fall zu beraten.

Als Reaktion auf Nordkoreas zweiten Atomwaffentest hatte der UN-Sicherheitsrat dem kommunistischen Regime in Pjöngjang im Juni mit seiner Resolution 1874 jeglichen Handel mit Waffen untersagt. Der Rat verpflichtete zudem alle 192 UN-Mitgliedsländer, keinen Waffenhandel mit Nordkorea einzugehen.

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Aufgrund der Resolution können die UN-Mitgliedsstaaten verdächtige nordkoreanische Schiffe unter bestimmten Voraussetzungen auf verbotene Waffenlieferungen überprüfen. Die Resolution verschärft das bereits 2006 nach dem ersten Atomtest verhängte Waffenembargo gegen Nordkorea und soll das Land, deren Einnahmen größtenteils vom Waffenhandel stammen, finanziell schwächen.

Der vermeintliche Waffenadressat Iran setzt indes nach dem jüngsten Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) den Ausbau seines Atomprogramms fort. In einem vertraulichen Bericht der IAEA heißt es, der Iran habe seine Aktivitäten zur Kernbrennstoffgewinnung zuletzt zwar leicht zurückgefahren und bessere Kontrollen der Anlage Natans zugelassen. Allerdings seien etwa 1000 zusätzliche Zentrifugen installiert worden, wodurch Teheran seine Urananreicherung erheblich vorantreiben könnte.





 

 
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