OECD-Kinderbericht Fast jedes sechste deutsche Kind ist arm
Im ersten Kinderbericht der OECD schneidet Deutschland in vielen Bereichen nicht gut ab. Obwohl deutsche Familien finanziell vergleichsweise stark unterstützt werden.
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat eine Studie zum Wohlbefinden von Kindern veröffentlicht. Der erste Kinderbericht der OECD befasst sich mit Indikatoren wie Lebensstandard, Bildung, Gesundheit und Risikoverhalten. Deutschland liegt der Studie zufolge besonders im Bereich Lebensstandard unter dem Durchschnitt der 30 OECD-Länder. Fast jedes sechste deutsche Kind lebt in relativer Armut. Es muss also mit weniger als 50 Prozent des Durchschnittseinkommens auskommen. Im OECD-Schnitt ist es nur jedes achte Kind und in Dänemark lebt lediglich jedes 37. Kind in relativer Armut.
Diese Zahlen sind besonders erschreckend, weil Deutschland wie kaum ein anderes OECD-Land seine Kinder über direkte Finanztransfers fördert. Nur in Luxemburg und in der Slowakei sind die Fördermittel ähnlich hoch. Etwa 40 Prozent der öffentlichen Mittel für Kinder werden direkt an die Eltern gezahlt. In anderen Ländern, wie Dänemark oder Schweden, werden die Finanzmittel überwiegend in Bildung und Betreuungsangebote investiert. Dort liegt deshalb der Anteil der direkten Finanztransfers lediglich bei 20 Prozent.
Die Armutsrate unter Alleinerziehenden ist in Deutschland ebenfalls überdurchschnittlich hoch. 40 Prozent der Haushalte mit Alleinerziehenden sind arm, im OECD-Schnitt sind es 30 Prozent. Dabei ist immerhin der Anteil der Kinder, die in Haushalten mit nur einem Elternteil leben, mit 18 Prozent nicht größer als der Durchschnitt.
"Deutschland sollte seine Transfers stärker auf bedürftige Kinder und deren Familien konzentrieren", sagt Monika Queisser, Leiterin der Abteilung Sozialpolitik der OECD, "zudem sollte das Angebot an Kinderbetreuung und Ganztagsschulen weiter ausgebaut werden". Die Initiativen der vergangenen Jahre gingen bereits in die richtige Richtung, meint sie.
Hinsichtlich der Bildung in Deutschland kritisiert die OECD besonders, dass die Unterschiede zwischen starken und schwachen Schülern vergleichsweise groß sind. Der Abstand zwischen den zehn besten und den zehn schlechtesten Schülern im Bereich der Lesekompetenz ist nur in sieben anderen OECD-Ländern größer. Doch nur einer von 200 Jugendlichen berichtet, dass ihm die notwendige Ausstattung für den Schulbesuch fehlt. Das wiederum ist der zweitniedrigste Wert im OECD-Bericht.
Beim Risikoverhalten, dazu zählen zum Beispiel rauchen, Alkohol trinken und Teenager-Schwangerschaften, liegt Deutschland etwa im OECD-Schnitt, teilweise auch darüber. 19 Prozent der 15-Jährigen gaben an, mindestens einmal in der Woche zu rauchen, der Durchschnitt liegt bei 17 Prozent. In den USA und in Schweden rauchen im internationalen Vergleich die wenigsten Jugendlichen.
Der Gesundheitszustand der deutschen Kinder ist im OECD-Vergleich gut. Die Kindersterblichkeit ist niedriger als der Durchschnitt. Und obwohl deutsche Eltern hierzulande gerne wegen Impfmüdigkeit kritisiert werden, sind mehr Kinder in Deutschland gegen Masern und Keuchhusten geimpft als in den meisten OECD-Ländern. Überraschend ist, dass osteuropäischen Staaten, wie Ungarn oder die Slowakei, den größten Anteil an Kinderimpfungen haben. Auf den letzten Rängen liegen Kanada und Österreich. In Deutschland sind 94 Prozent gegen Masern und knapp 98 Prozent der Kinder gegen Keuchhusten geimpft. Die Durchschnitte liegen bei 91,5 und 93,8 Prozent.
Doch eine Zahl überschattet das gute Ergebnis der Deutschen im Gesundheitsbereich. Denn mehr als 80 Prozent der 11- bis 15-Jährigen mangelt es an ausreichender Bewegung.
Die OECD fordert die Regierungen dazu auf, sich darauf zu konzentrieren, Kinder in jungen Jahren finanziell zu fördern. Kinder, die von Armut betroffen sind oder es in Zukunft sein könnten, müssen laut OECD stärker unterstützt werden. Und zwar nicht erst, wenn sie fast erwachsen sind. Zudem sollen die Regierungen Geld und Dienstleistungszuschüsse miteinander kombinieren. Die OECD kritisiert, dass es kaum Statistiken über Kinder gibt. "Die Regierungen müssen ihre politische Lektion von den Erfahrungen der anderen Länder lernen", heißt es am Ende des Berichts. Ohne vergleichbare Statistiken sei das nicht möglich.
- Datum 04.09.2009 - 20:31 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Nun es wäre schön, wenn man Maßnahmen ergreifen würde die z.B. nicht wie das Kindergeld gleichsam der Gießkanne über alle ausgeschüttet werden würden, sondern zielgenau auf Bedürfnisse zugeschnitten wären.
Das bedeutet nicht, dass man noch stärker als bisher Einkommensabhängige Familenförderung betreibt, sondern Leistungen zentral anbietet. Das wären für mich z.B. kostenlose Schulspeisungen, Freiheit für Lernmittel, Ganztagsangebote von Vereinen usw.
Bei einem aktuellen Etatposten von 35 Mrd. könnten hier wirklich hilfreiche Maßnahmen zur Linderung der Kinderarmut angegangen werden. Ein zentrales Problem ist ja das der Alleinerziehenden die aufgrund fehlender Ganztagsbetreuung Probleme bei der Vereinbarkeit von beruf und Familie haben und so tlw. in die Bedürftigkeit gedrängt werden.
Alles in allem brauchen wir m.E. auch einen Mentalitätswandel. Das bedeutet für mich, dass man nicht jede Leistung wahrnehmen muss nur weil sie mir zusteht. Ich beziehe mich hier ausdrücklich nicht auf ALG2 Familien, sondern auf solche des Mittelstands. Das Anspruchsdenken bei Leistungen wie dem Kindergeld, dass mir mitunter begegnet finde ich erschreckend. Niemand mit klarem Verstand bekommt Kinder aufgrund der Förderungen und deshalb sollte man sich auch nicht auf den Anspruch derselben versteifen. Das Kindergeld das jetzt so mancher für später bei der Bank anlegt, weil es nicht wirklich benötigt wird, ist m.E. in der Schaffung fairer Chancen für alle Kinder in diesem Land weit besser angelegt.
Ich find diese ganzen Armutsfragen immer sehr kritisch. Ich finde leider keine Europaweit aktuellen zahlen der Durchschnittseinkommen. Armut am durchschnittseinkommen zu berechnen finde ich schwierig. Immerhin reicht es dann wenn die Reichen ärmer werden damit die armen nicht mehr arm heißen. Das ist irgendwie nicht sinnvoll. Auch wenn es vielleicht kompliziert ist sollte man Armut wohl besser an einer Art Index für Lebenshaltungskosten berechnen. Darin sollte enthalten sein, was ein Kind an Kleidung/Essen/Schulzeugs/kultur (das erhebt jetzt keinen Anspruch auf vollständigkeit) so mindestens aufwenden muss. Und dann kann man daran messen, ob das Kind arm ist, oder ob es einfach nur ärmer als das Bonzenkind 3 Wohngegenden weiter ist.
Davon abgesehen ist es mit der im Artikel beschriebenen direkten Zuwendung für Kinder nicht weit her. Wenn die Eltern mit dem Geld nicht haushalten können hat das Kind doch gar keine Chance. Da müsste man anpacken. Ich will nicht wissen was ein HartzIV bekommendes Kettenraucher-Pärchen mit 2 Kindern im Monat für Zigaretten ausgibt und was für Essen. Bei ner Schachtel pro Person pro Tag nimmt sich das wahrscheinlich nicht mehr viel.
Also es ist ungerecht zu denken das der Mittelstand auf das Kindergeld verzichten soll. Das ist die Personengruppe in Deutschland die mit den Steuern aufgrund des progressiven Steuersatzes am meisten ausgenommen wird. Sie finanzieren damit den Staatshaushalt mit manchmal fast 50 % ihres Lohnes. Da ist es gut und billig dass sie auch mal was zurückbekommen.
Ich find diese ganzen Armutsfragen immer sehr kritisch. Ich finde leider keine Europaweit aktuellen zahlen der Durchschnittseinkommen. Armut am durchschnittseinkommen zu berechnen finde ich schwierig. Immerhin reicht es dann wenn die Reichen ärmer werden damit die armen nicht mehr arm heißen. Das ist irgendwie nicht sinnvoll. Auch wenn es vielleicht kompliziert ist sollte man Armut wohl besser an einer Art Index für Lebenshaltungskosten berechnen. Darin sollte enthalten sein, was ein Kind an Kleidung/Essen/Schulzeugs/kultur (das erhebt jetzt keinen Anspruch auf vollständigkeit) so mindestens aufwenden muss. Und dann kann man daran messen, ob das Kind arm ist, oder ob es einfach nur ärmer als das Bonzenkind 3 Wohngegenden weiter ist.
Davon abgesehen ist es mit der im Artikel beschriebenen direkten Zuwendung für Kinder nicht weit her. Wenn die Eltern mit dem Geld nicht haushalten können hat das Kind doch gar keine Chance. Da müsste man anpacken. Ich will nicht wissen was ein HartzIV bekommendes Kettenraucher-Pärchen mit 2 Kindern im Monat für Zigaretten ausgibt und was für Essen. Bei ner Schachtel pro Person pro Tag nimmt sich das wahrscheinlich nicht mehr viel.
Also es ist ungerecht zu denken das der Mittelstand auf das Kindergeld verzichten soll. Das ist die Personengruppe in Deutschland die mit den Steuern aufgrund des progressiven Steuersatzes am meisten ausgenommen wird. Sie finanzieren damit den Staatshaushalt mit manchmal fast 50 % ihres Lohnes. Da ist es gut und billig dass sie auch mal was zurückbekommen.
Ich find diese ganzen Armutsfragen immer sehr kritisch. Ich finde leider keine Europaweit aktuellen zahlen der Durchschnittseinkommen. Armut am durchschnittseinkommen zu berechnen finde ich schwierig. Immerhin reicht es dann wenn die Reichen ärmer werden damit die armen nicht mehr arm heißen. Das ist irgendwie nicht sinnvoll. Auch wenn es vielleicht kompliziert ist sollte man Armut wohl besser an einer Art Index für Lebenshaltungskosten berechnen. Darin sollte enthalten sein, was ein Kind an Kleidung/Essen/Schulzeugs/kultur (das erhebt jetzt keinen Anspruch auf vollständigkeit) so mindestens aufwenden muss. Und dann kann man daran messen, ob das Kind arm ist, oder ob es einfach nur ärmer als das Bonzenkind 3 Wohngegenden weiter ist.
Davon abgesehen ist es mit der im Artikel beschriebenen direkten Zuwendung für Kinder nicht weit her. Wenn die Eltern mit dem Geld nicht haushalten können hat das Kind doch gar keine Chance. Da müsste man anpacken. Ich will nicht wissen was ein HartzIV bekommendes Kettenraucher-Pärchen mit 2 Kindern im Monat für Zigaretten ausgibt und was für Essen. Bei ner Schachtel pro Person pro Tag nimmt sich das wahrscheinlich nicht mehr viel.
Ja, dem Regelsatz nach steht dem Kind für's Essen weniger zu, als eine Schachtel Kippen kostet. Gutes Beispiel!
den Managern, ob sich diese besonders intensiv ihren Kindern widmen, sei dahingestellt. Zeitlich wohl kaum. Bitte nicht alle HartzIV-Empfänger über einen Kamm scheren
Ja, dem Regelsatz nach steht dem Kind für's Essen weniger zu, als eine Schachtel Kippen kostet. Gutes Beispiel!
den Managern, ob sich diese besonders intensiv ihren Kindern widmen, sei dahingestellt. Zeitlich wohl kaum. Bitte nicht alle HartzIV-Empfänger über einen Kamm scheren
Ja, dem Regelsatz nach steht dem Kind für's Essen weniger zu, als eine Schachtel Kippen kostet. Gutes Beispiel!
zumindest zum größten Teil, wären für die Kinder ein Segen:
freie Lehrmittel, kostenloses Essen, Ganztagsschulen und zwar moderne, nicht so vergammelte wie heute oftmals, kostenloser Kindergarten, genügend Erzieher/innen und Lehrer/innen, kostenlose Sportangebote und auch Raum dafür, Hausaufgabenhilfe, Psychologen und Pädagogen, die sich um die Problemfälle kümmern, kostenlose Freizeitangebote usw.
DAS würde in Deutschland wirklich etwas bewirken, und nicht noch mehr Geld für die Eltern, die ganz allein entscheiden dürfen, ob davon etwas bei ihren Kindern ankommt.
Und wie schon gesagt, Familie Gerhard Schröder oder Ackermann brauchen kein Kindergeld und auch keine kostenlosen Angebote, das können die sehr gut selbst bezahlen (und tun es ja auch, indem sie ihre Sprößlinge auf Privatschulen schicken). Das Kindergeld kassieren sie trotzdem weil das Bundesverfassungsgericht es so will.
also noch mehr Stellen für irgendwelche Sozialpädagogen, die zwar keine Probleme lösen (woran sie auch gar kein interesse haben können), stattdessen aber die eigentlich zuständigen Eltern ganz sanft aus ihrer Verantwortung entlassen. Überhaupt fehlt mir der Hinweis auf die Verantwortung der Eltern für ihre Kinder im Artikel schon sehr. Insbesondere, wenn es sich um Alleinerziehende handelt.
also noch mehr Stellen für irgendwelche Sozialpädagogen, die zwar keine Probleme lösen (woran sie auch gar kein interesse haben können), stattdessen aber die eigentlich zuständigen Eltern ganz sanft aus ihrer Verantwortung entlassen. Überhaupt fehlt mir der Hinweis auf die Verantwortung der Eltern für ihre Kinder im Artikel schon sehr. Insbesondere, wenn es sich um Alleinerziehende handelt.
Mit ausreichend Sachleistungen ließen sich die benachteiligten Kids noch wesentlich sachlicher ausgucken. Hilft bestimmt!
wären okay. Wenn diese dann z.B. vom Hartz4 Regelsatz wieder abgezogen würden. Und für all diejenigen, die es noch immer nicht kapiert haben, Kindergeld gibt es als Ersatz für den Kinderfreibetrag, also die vom BVG garantierte steuerliche Freistellung des Existenzminimums. Da geringer verdienende Familien von dem Freibetrag wegen der Steuerprogression nur sehr wenig hätten, erhalten sie stattdessen Kindergeld. Besserverdienende hingegen werden sich immer für den Freibetrag (der ihnen ohne wenn und aber zusteht) entscheiden. Wer dies ungerecht findet, muss die Steuerprogression abschaffen. Einer meiner Vorkommentatoren mutmaßte, niemand würde sich Kinder wegen der damit verbundenen finanziellen Zuwendungen anschaffen. Das wäre richtig, wenn die Betreffenden bis drei zählen könnten. Ist aber leider häufig nicht der Fall.
also noch mehr Stellen für irgendwelche Sozialpädagogen, die zwar keine Probleme lösen (woran sie auch gar kein interesse haben können), stattdessen aber die eigentlich zuständigen Eltern ganz sanft aus ihrer Verantwortung entlassen. Überhaupt fehlt mir der Hinweis auf die Verantwortung der Eltern für ihre Kinder im Artikel schon sehr. Insbesondere, wenn es sich um Alleinerziehende handelt.
der Alleinerziehenden für ihre Kinder verhindert ja gerade die Berufstätigkeit und damit oftmals die Möglichkeit, sich finanziell selbstständig über Wasser zu halten. Dafür, dass sie den irren Spagat zwischen Geldverdienen, Kinderbetreuung und Haushalt alleine schaffen, werden sie vom Staat noch abgestraft, indem der ihnen überproportional viele Steuern aufbrummt. Meist ist es für Alleinerziehende finanziell lohnender, völlig auf Arbeit zu verzichten, um sich ganz dem Nachwuchs widmen zu können. Bei dem Modell bleibt bei vielen mehr Geld im Portmonee und es entlastet enorm. Ist das dann verantwortungslos? Arbeit ist hier - wie so oft - rein rechnerisch für die Doofen. Mir ist nicht ganz klar, worauf Sie sich beziehen mit der Verantwortung der Alleinerziehenden. Es klingt fast so, als sei es die Verantwortung dafür, gefälligst darauf zu achten, dass man eine intakte Ehe (also Vater und Mutter) für ein Kind zu stellen hat. Entspringt ihr Kommentar diesem Gedanken, dann ist es aus Ihrer Sicht natürlich logisch, dass der Staat Menschen, die das nicht schaffen und gegen das Vater-Mutter-Kind-Modell verstoßen, abstrafen muss. Leider werden damit auch die Kinder bestraft - mit gefangen, mit gehangen. Lebenskonzepte sind leider, leider nicht planbar und der Staat sollte nicht (s. Ehegattensplitting) die einen subventionieren und damit deren Kinder den anderen vorziehen.
der Alleinerziehenden für ihre Kinder verhindert ja gerade die Berufstätigkeit und damit oftmals die Möglichkeit, sich finanziell selbstständig über Wasser zu halten. Dafür, dass sie den irren Spagat zwischen Geldverdienen, Kinderbetreuung und Haushalt alleine schaffen, werden sie vom Staat noch abgestraft, indem der ihnen überproportional viele Steuern aufbrummt. Meist ist es für Alleinerziehende finanziell lohnender, völlig auf Arbeit zu verzichten, um sich ganz dem Nachwuchs widmen zu können. Bei dem Modell bleibt bei vielen mehr Geld im Portmonee und es entlastet enorm. Ist das dann verantwortungslos? Arbeit ist hier - wie so oft - rein rechnerisch für die Doofen. Mir ist nicht ganz klar, worauf Sie sich beziehen mit der Verantwortung der Alleinerziehenden. Es klingt fast so, als sei es die Verantwortung dafür, gefälligst darauf zu achten, dass man eine intakte Ehe (also Vater und Mutter) für ein Kind zu stellen hat. Entspringt ihr Kommentar diesem Gedanken, dann ist es aus Ihrer Sicht natürlich logisch, dass der Staat Menschen, die das nicht schaffen und gegen das Vater-Mutter-Kind-Modell verstoßen, abstrafen muss. Leider werden damit auch die Kinder bestraft - mit gefangen, mit gehangen. Lebenskonzepte sind leider, leider nicht planbar und der Staat sollte nicht (s. Ehegattensplitting) die einen subventionieren und damit deren Kinder den anderen vorziehen.
Also es ist ungerecht zu denken das der Mittelstand auf das Kindergeld verzichten soll. Das ist die Personengruppe in Deutschland die mit den Steuern aufgrund des progressiven Steuersatzes am meisten ausgenommen wird. Sie finanzieren damit den Staatshaushalt mit manchmal fast 50 % ihres Lohnes. Da ist es gut und billig dass sie auch mal was zurückbekommen.
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