Globaler Organhandel Nicht nur China exportiert Organe
China hat zugegeben, Organe Hingerichteter verkauft zu haben. Doch auch andere Länder exportieren Organe, die vor allem an reiche Europäer, Amerikaner oder Araber gehen
© Andrew Wong/Getty Images

Verbotener Organhandel: Nicht nur China sollte am Pranger stehen
Organhandel ist zwar in vielen Ländern geächtet – trotzdem aber noch immer Realität. Eine makabere Quelle für Organe gibt es in China. Dort werden noch immer Organe von Hingerichteten transplantiert. Das geht aus einem Bericht der Zeitung China Mail hervor, nach dem 65 Prozent der Organe aus dem Todestrakt stammen. Die Zeitung zitiert den stellvertretenden Gesundheitsminister Huang Jiefu mit den Worten, die Häftlinge müssten einer Organspende schriftlich zustimmen. Dennoch handele es sich nicht "um eine angemessene Quelle".
Wie genau ist die Lage in China?
Einiges deutet darauf hin, dass Peking die umstrittenen Praktiken in der Transplantationsmedizin verändern und stärker regulieren will. So haben das Rote Kreuz und das Gesundheitsministerium laut China Mail am Dienstag ein neues Organspendesystem eingeführt. Die neue Regelung solle mögliche Spender und Empfänger miteinander in Verbindung bringen. Auch eine öffentliche Warteliste solle eingerichtet werden, um die Transparenz zu verbessern. "China ist auf dem Weg der Besserung", sagt Günter Kirste von der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO). "Seit in den öffentlichen Krankenhäusern der Organhandel verboten wurde, werden sehr viel weniger Organe transplantiert", sagt der Transplantationschirurg.
Warum gibt es in China dennoch so einen florierenden Organhandel?
Die Organe Hingerichteter werden in China an reiche Ausländer etwa aus asiatischen oder arabischen Ländern verkauft. "Das ist auch deshalb eine Katastrophe, weil es dazu führte, dass etwa arabische Länder kein eigenes Organspendesystem eingerichtet haben – stattdessen bezahlt man für Organe in China", sagt Kirste von der DSO. "Es ist also unfair, nur den Chinesen Vorwürfe zu machen." In China werden jährlich 10.000 Transplantationen vorgenommen, rund 1,5 Millionen Chinesen warten jedoch auf ein Spenderorgan. Viele Chinesen verweigern sich einer Organspende, weil der Körper nach konfuzianischer Tradition aus Achtung vor den Vorfahren unversehrt bleiben soll.
Wie ist die Situation in anderen Ländern?
2004 forderte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihre Mitgliedstaaten dazu auf, die ärmsten und verwundbarsten Gruppen vor "Transplantations-Tourismus" und dem Verkauf von Gewebe und Organen zu schützen. Im Frühjahr 2008 unterzeichneten dann Vertreter aus 78 Ländern eine gemeinsame Erklärung gegen Organhandel und Transplantations-Tourismus. Neben China werden auch Länder in Osteuropa (Moldawien, Rumänien), Indien, Brasilien, Südafrika, Türkei, Iran und Irak mit bezahlten Organspenden in Verbindung gebracht. Empfänger sind nicht selten wohlhabende Europäer, Amerikaner, Israelis und Saudi-Araber.
Welche Regelungen gibt es in Deutschland?
Das deutsche Transplantationsgesetz verbietet jeglichen Handel mit menschlichen Organen. Hinweisen auf Organhandel werde in jedem Fall nachgegangen, berichtet die DSO. Bisher gebe es keinen einzigen bestätigten Fall in Deutschland. Geschichten von einem angeblichen Organraub, nach denen das Opfer mit einer Operationsnaht unter den Rippen auf einer Parkbank erwachte, haben sich allesamt als Legenden erwiesen.
Wie hat sich die Bereitschaft zur Organspende in Deutschland entwickelt?
In den letzten Jahren ist die Zahl der gespendeten Organe gestiegen. Dennoch herrscht ein Mangel an Spenderorganen. Deutschland liegt in Europa mit 15 Organspendern pro Million Einwohner und Jahr nur im unteren Bereich. In Österreich wurden im Jahr 2006 über 25 Organspender pro eine Million Einwohner verzeichnet, in Spanien waren es mehr als 30. "Jeden Tag sterben bei uns drei Menschen, die auf eine Transplantation warten", sagt Kirste.
Sollte das Transplantationsgesetz geändert werden?
In Deutschland herrscht die erweiterte Zustimmungslösung. Das bedeutet, dass man zu Lebzeiten einer Organspende zugestimmt haben muss (also einen Organspendeausweis besitzt) oder das Angehörige nach dem Tod einwilligen – dabei sind sie an den mutmaßlichen Willen des Verstorbenen gebunden.
Deutlich mehr Spender als bei uns gibt es in Österreich, wo die Widerspruchslösung Gesetz ist. Danach kommt jeder Verstorbene als Spender infrage, es sei denn, er hat sich zu Lebzeiten ausdrücklich dagegen ausgesprochen. Der entscheidende Unterschied: In Deutschland muss man etwas dafür tun, um Organspender zu werden – in Österreich, um es nicht zu werden.
Peter Neuhaus, Transplantationsexperte an der Berliner Charité, plädiert für eine Gesetzesänderung. "Wir brauchen dringend eine Widerspruchslösung, dann hätten wir doppelt so viele Organspender", sagt er. "Aber es ist aussichtslos, darauf zu hoffen." Neuhaus’ Kollege Kirste sieht das anders: "Die gesetzliche Regelung spielt nicht die entscheidende Rolle", sagt er. Entscheidend sei, dass das Gesetz auch umgesetzt werde. Daran hapere es in manchen Bundesländern, während etwa Brandenburg, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, das Saarland und Teile Nordrhein-Westfalens recht viele Spender hätten. "Zwar haben wir ein Gesetz auf Bundesebene, aber bei der Umsetzung ist die Kompetenzlage verworren", kritisiert Kirste. Hier seien Länder, Kommunen und Krankenhausbetreiber verantwortlich, und da fehle es häufig an den nötigen Voraussetzungen für die Organspende.
Wie kann dem Mangel an Spenderorganen abgeholfen werden?
Mittlerweile werden auch Organe älterer Spender verwendet, obwohl die Qualität und Lebensdauer dieser Organe häufig geringer ist. Zudem hat sich die Lebendspende bei Nieren- oder Leberkranken – meist unter nahen Verwandten – etabliert. Und der medizinische Fortschritt trägt dazu bei, dass weniger Patienten ein Spenderorgan brauchen. So können zum Beispiel schwere Formen von Leber- oder Nierenentzündungen besser behandelt werden. Der Lebertransplanteur Neuhaus wünscht sich jedoch, selbstständiger entscheiden zu können, welches Spenderorgan er welchem Empfänger einpflanzt. "Die Vergaberichtlinien schreiben vor, die besonders kranken Patienten zu bevorzugen", sagt Neuhaus. "Es wäre aber oft sinnvoller, jene Kranken auszuwählen, die die Operation besser vertragen und länger mit dem Spenderorgan leben können."
Kann das Einpflanzen tierischer Organe eines Tages die Knappheit mildern?
Immer mal wieder wird eine solche Methode in der Wissenschaft diskutiert. Aber. "In den nächsten 50 Jahren ist das nicht zu erwarten", sagt Neuhaus. Sein Kollege Kirste stimmt zu: "Das ist eine Methode der Zukunft und wird es auch immer bleiben."
- Datum 28.08.2009 - 12:36 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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Ehe jemand als Spender infrage kommt, müssen zwei erfahrene Ärzte unabhängig voneinander den Hirntod feststellen. Dieser tritt ein, sobald im Großhirn, im Kleinhirn und im Hirnstamm keinerlei Aktivität mehr gemessen werden kann. Damit die Organe nicht geschädigt werden, muss der Spender künstlich beatmet werden.
Es wird nicht erwähnt dass die Hirntodfeststellung mit einem EEG vorgenommen wird welches nur wenige mm Tiefenwirkung hat.
Vor der Entnahme der Organe wird dem Patienten Narkose und Schmerzmittel verabreicht.
Letztendlich getötet wird der Körper durch ein Kühlmittel welches in die Blutbahn gepumpt wird.
Die Organempfänger können sich auf ein Leben mit Medikamenten, Infektionen und körperlichen Einschränkungen freuen.
Organspende ist Big Business für alle Beteiligten - außer für jene denen die Körper geöffnet wurden.
u.a.: RP-Online 23.05.2007:
Der Skandal am Uni-Klinikum Essen nimmt immer größere Dimensionen an. Gegen den Chefarzt der dortigen Chirurgie, Christoph Broelsch, ermittelt die Staatsanwaltschaft inzwischen nicht nur wegen des Verdachts der Vorteilsnahme, der Nötigung und Erpressung, sondern auch wegen des Verdachts auf Organhandel.....
...Dabei soll Broelsch die Behandlung von Patienten davon abhängig gemacht haben, ob sie bereit waren, Spenden in Höhe von 5000 bis 10000 Euro auf ein Klinikkonto zu überweisen. Zehn bis zwölf Fälle gelten laut Staatsanwaltschaft bereits als gesichert...
Mein Kommentar:
Aus der Dienstwagenaffäre mit Ulla Schmidt haben wir doch z.B. alle live miterleben können, dass es vor allem immer darauf ankommt, wie man die Dinge deklariert. Dazu kommt noch, dass iin Deutschland im Vergleich zu den USA Hemmungen gibt, einflussreiche Straftäter hart zu bestrafen bzw. überhaupt zu bestrafen.
Nennen wir es einfach eine Ordnungswidrigkeit und dann Schwamm drüber...
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„Wir werden als Koalition an dem gemessen, was in Wahlkämpfen gesagt worden ist. Das ist unfair!“ [Märchenonkel]
gerade in armen Ländern wird nach ganz anderen Regeln gehandelt als bei uns... Ethisch ist das für uns nicht vertretbar. Die Spender dort brauchen das Geld oder stehen kostenlos zuhauf zur Verfügung. Nur der Import könnte geregelt werden, aber auch da ist unklar, woher das Organ kommt.
http://kallewestrich.blog...
gerade china benutzt menschen die hingerichtet werden, meist mit der verguenstigung das es schneller und schmerzloser geschehen wird (um auch die organe zu schuetzen) gerade im asiatischen berech werden menschen die schon ausgebeutet worden sind auch nach dem tod auch ausgeschlachtet. was ihnen auch das leben in der naechsten welt unmoeglich macht. von schlange stehen sind die menschen in asien oder suedamerika und afrika weit entfernt. russen sind haerter im nehmen, allerdings sind ihre organe nicht so begehrt (ungesunder lebeneswandel)
gerade china benutzt menschen die hingerichtet werden, meist mit der verguenstigung das es schneller und schmerzloser geschehen wird (um auch die organe zu schuetzen) gerade im asiatischen berech werden menschen die schon ausgebeutet worden sind auch nach dem tod auch ausgeschlachtet. was ihnen auch das leben in der naechsten welt unmoeglich macht. von schlange stehen sind die menschen in asien oder suedamerika und afrika weit entfernt. russen sind haerter im nehmen, allerdings sind ihre organe nicht so begehrt (ungesunder lebeneswandel)
Nennen wir die Sache doch beim Wort: Das ist Neokannibalismus, der uebelsten Sorte.
Mein Körper gehört mir und kann als Eigentum somit unter Sozialpflichtigkeit fallen
Art 14 Grundgesetz
...
(2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.
;-)
Mein Körper gehört mir und kann als Eigentum somit unter Sozialpflichtigkeit fallen
Art 14 Grundgesetz
...
(2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.
;-)
gerade china benutzt menschen die hingerichtet werden, meist mit der verguenstigung das es schneller und schmerzloser geschehen wird (um auch die organe zu schuetzen) gerade im asiatischen berech werden menschen die schon ausgebeutet worden sind auch nach dem tod auch ausgeschlachtet. was ihnen auch das leben in der naechsten welt unmoeglich macht. von schlange stehen sind die menschen in asien oder suedamerika und afrika weit entfernt. russen sind haerter im nehmen, allerdings sind ihre organe nicht so begehrt (ungesunder lebeneswandel)
Mein Körper gehört mir und kann als Eigentum somit unter Sozialpflichtigkeit fallen
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...
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;-)
Das sollten Sie bei Gelegenheit mal den Damen erläutern die eine Abtreibung ansinnen.
Das sollten Sie bei Gelegenheit mal den Damen erläutern die eine Abtreibung ansinnen.
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Das sollten Sie bei Gelegenheit mal den Damen erläutern die eine Abtreibung ansinnen.
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