Iran
Ahmadineschad gewinnt den Machtkampf gegen das Parlament
Das neue iranische Kabinett wurde von den Abgeordneten fast komplett bestätigt. Nach anfänglichen Protesten der Parlamentarier setzte Präsident Ahmadineschad sich durch
© Atta Kenare/AFP/Getty Images

Präsident Mahmud Ahmadineschad setzt sich gegen das Parlament durch: Die Abgeordneten bestätigen 18 von 21 Kandidaten für das Kabinett. Auch umstrittene Namen sind darunter
Die Provokation war genau kalkuliert. Als Mahmud Ahmadineschad letzten Sonntag das Plenum des iranischen Parlaments betrat, um sein neues Kabinett zu präsentieren, kam er nicht alleine. Zwei Leibwächter begleiteten ihn, die dann vorne rechts und links neben ihm Platz nahmen – kein anderer Präsident der Islamischen Republik hat so etwas jemals getan. Erst als Abgeordnete lautstark protestierten und Parlamentspräsident Ali Laridschani den Besucher belehrte, hier sei das Haus des Volkes und ein sicherer Ort, schickte Ahmadineschad die bewaffneten Männer fort.
Mahmud Ahmadineschad fühlt sich im Abgeordnetenhaus seines Landes auf feindlichem Terrain, obwohl 220 der 290 Volksvertreter wie er dem konservativen Lager angehören. Dagegen inszenierte er sich demonstrativ mit der Aura eines Regierungschefs, der seine eigenen Rechnungen macht, der niemanden um etwas bitten muss und der gegen Kritik genauso immun ist wie gegen politische Ratschläge. Seine Ministerliste hatte er den Parlamentariern zuvor via Fernsehen und Zeitung zukommen lassen. Und sollte das hohe Haus vorhaben, ihm gleich zu Beginn kräftig die Flügel zu stutzen, so lautete die Botschaft, dann sei er zum Kampf bereit.
Das zeigte Wirkung. Zwar ließen die Parlamentarier in den fünf Tagen Anhörung gegenüber den 21 designierten Ministerinnen und Ministern kräftigt Dampf ab, gaben am Ende aber fast allen grünes Licht. Die Mehrzahl seiner Minister sei unfähig, fachlich unter Niveau und ergebene Jasager, schallte es dem umstrittenen Präsidenten in der stürmischen Debatte entgegen. Der Ölminister habe keine Ahnung vom Geschäft, der Innenminister als ehemaliger General stehe dafür, dass die politische Atmosphäre im Lande immer militärischer werde – eine kaum verhüllte Warnung vor einem kalten Putsch durch Revolutionäre Garden und Armee. Und der neue Wissenschaftsminister werde die Emotionen im Volk erneut anheizen, weil er als vormaliger Chef der Wahlkommission bis zum Hals in die Manipulationen am 12. Juni verwickelt ist.
"Ohne Beispiel" nannten selbst konservative Blätter die politischen Attacken auf die neue Regierungsmannschaft. Doch am Ende kniff das Parlament. Nicht einmal zu einem kräftigen Schuss vor den Bug von Ahmadineschad konnte es sich durchringen. Zwei der drei Frauenkandidaten aus dem Kabinett zu werfen war nur ein billiger Schachzug – wusste man dabei auch weite Teile der regimekritischen Geistlichkeit hinter sich. Und die kleine Scharte mit dem durchgefallenen Energieminister lässt sich ohne Probleme auswetzen.
Die dritte Kandidatin nahm das Parlament an. Bei ihrer Befragung am Dienstag machte Marzieh Vahid Dastjerdi eine gute Figur. "Wir brauchen eine größere Rolle für Frauen in den Geschicken des Landes", belehrte die 50-Jährige in traditionellen schwarzen Schador die 290 Angeordneten. Dann legte die dem Hohen Haus ihre Pläne für die nächsten vier Jahre auseinander, versprach, mehr für die Gesundheit von Frauen zu tun, die staatliche Krankenversicherung auszubauen sowie zusätzliche Gesundheitsstationen in Dörfern und Armenvierteln am Rande der Städte einzurichten.
Am Ende votierte die Mehrheit der Volksvertreter für die gelernte Frauenärztin und installierte sie als erste weibliche Ministerin in der Geschichte der Islamischen Republik. "Dies ist ein wichtiger Schritt für Frauen, und ich halte stolz meinen Kopf aufrecht", kommentierte sie das Ergebnis. Denn in Iran sind zwar 60 Prozent aller Studenten weiblich, aber nur 15 Prozent aller Arbeitsplätze sind von Frauen besetzt.
Zuvor hat es bislang nur einmal eine Frau bis zum Kabinettsrang geschafft: Massoumeh Ebtekar war Vizepräsidentin und zuständig für Umweltpolitik unter dem Reformpräsidenten Mohammed Chatami. Die letzte echte weibliche Ministerin arbeitete in der Schahzeit. Farrokhroo Parsay führte in den siebziger Jahren das Erziehungsressort und wurde 1979 kurz nach der islamischen Revolution wegen Korruption verurteilt und hingerichtet.
- Datum 4.9.2009 - 15:03 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Wie soll ich mir vorstellen, dass westliche Politiker über Atomprogramm oder sonst mit der Terroristen verhandeln wollen? Vor dem zweiten Weltkrieg wollten die Engländer und andere die gleiche Beschwichtigungspolitik mit Hitler führen. Was kam daraus? Nicht vergessen: Vampir wird nie Taube in die Welt bringen. Die Mullahs sind nicht zu ändern, sie sind nur Verbrecher und fertig.
Terroristenkabinett. Ihre Vorstellungen über das Iranische Kabinett scheint von der Journaille geprägt zu sein, die auf beiden Augen blind sind und mit Desinformationsjournalismus die Leute für dumm verkaufen wollen. Im Gegenatz zu Hitler hat Präsident Ahmadineschad niemanden überfallen und angegriffen. Man kann über die Innenpolitik Irans durchaus geteilter Meinung sein, aber einen Vergleich mit Hitler ist unangebracht. Ich finde es legitim, dass Achmadinedschad die Iranischen Interessen gegen die westliche Arroganz verteidigt. Internationale Verträge geben ihm recht, wärend die "westliche Politik" unter dem Einfluss der USA, GB, EU (NATO) und Israel (das übrigens eine "geheime" Atombombenproduktion, und andere MVW (MDW) hat), immer neue Verbrechen begeht,- aber davon spricht die hiesige Presse lieber nicht, sondern übergeht grosszügig deren Kriegsverbrechen, sei es im Balken-, Palästina-Israel Konflikt oder auch andern Interessenzonen.
Die "Politik der Mächtigen" setzt ja eben gerade auf Ignoranten wie sie es sind.
Dank Mahmud Ahmadinedschad ist erstmals eine Frau Ministerin geworden. Ich finde, dass sollte klarer herausgestellt werden. Es ist nämlich überhaupt nicht sebstverständlich im Iran und damit hat er bestimmt nicht den einfachsten Weg genommen, sondern Charakter gezeigt.
Dank Ahmadinejad werden täglich im Iran hunderte Frauen gefoltert, mißhandelt und erhängt u.a. auch Minderjährige. Ich finde das sollte täglich erwähnt werden.
...dass Hitler gute Autobahnen baute.
Dank Ahmadinejad werden täglich im Iran hunderte Frauen gefoltert, mißhandelt und erhängt u.a. auch Minderjährige. Ich finde das sollte täglich erwähnt werden.
Terroristenkabinett. Ihre Vorstellungen über das Iranische Kabinett scheint von der Journaille geprägt zu sein, die auf beiden Augen blind sind und mit Desinformationsjournalismus die Leute für dumm verkaufen wollen. Im Gegenatz zu Hitler hat Präsident Ahmadineschad niemanden überfallen und angegriffen. Man kann über die Innenpolitik Irans durchaus geteilter Meinung sein, aber einen Vergleich mit Hitler ist unangebracht. Ich finde es legitim, dass Achmadinedschad die Iranischen Interessen gegen die westliche Arroganz verteidigt. Internationale Verträge geben ihm recht, wärend die "westliche Politik" unter dem Einfluss der USA, GB, EU (NATO) und Israel (das übrigens eine "geheime" Atombombenproduktion, und andere MVW (MDW) hat), immer neue Verbrechen begeht,- aber davon spricht die hiesige Presse lieber nicht, sondern übergeht grosszügig deren Kriegsverbrechen, sei es im Balken-, Palästina-Israel Konflikt oder auch andern Interessenzonen.
Die "Politik der Mächtigen" setzt ja eben gerade auf Ignoranten wie sie es sind.
Ihrer Pseudo-Präsident Ahmadinejad unterstützt terroristische Organisationen und schaltet gerade mit besten Nazi-Methoden die iranische Opposition aus. Außerdem hat er durch antisemitische Propaganda die Stimmung bei der verhandlngen um das sinnlose Atomprogramm so geheizt, dass eine Eskalation nahe stand.
Mit Sicherheit gilt es sowohl die einseitige Interessenspolitik nahezu aller bisheriger US-Administrationen im Nahostkonflikt, die Einflussnahme der USA und anderer Westmächte zugunsten des Schah-Regimes, sowie die Rolle der USA im Golfkrieg I zu beachten und kritisch zu beleuchten. Mit Sicherheit gilt es auch die Auswirkungen der aggressiven Rhetorik der neokonservativen Bush-Administration auf die iranische Perzeption der US-Außenpolitik und ihrer strategischen Interessen nachzuvollziehen. Auch die aggressive Siedlungspolitik des protegierten Israels, dessen jüngste Vorgehensweise im Libanonkrieg, als auch im Gaza sind als verwerflich und nicht hinnehmbar zu bezeichnen, die verhaltene Kritik der EU-Staaten und der USA zu kritisieren. Auf der anderen Seite ist das iranische Hegemonialstreben im Nahen und Mittleren Osten, welches nach dem Ausscheiden des Irak als Machtfaktor besonderen Auftrieb erfährt, nicht per se als amoralisch oder schlecht zu bewerten, sondern könnte unter anderen politischen Vorzeichen sogar zu erhöhter Stabilität in der Region führen.
Ihre Verteidigungshaltung gegenüber dem Provokateur und Polemiker Ahmadinedschad allerdings spottet eben jener Objektivität, die sie von der "anderen Seite" (zurecht) einfordern. Herr Ahmadinedschad hat durch seine aggressive und konfrontative Außenpolitik die prekäre Lage seiner sich aus dem ärmeren, ländlichen Milieu rekrutierenden Wählerschaft eher verschlechtert als verbessert. Darüber hinaus hat er den Iran außenpolitisch weitestgehend in die Isolation geführt. Das politische Kalkül, das sich dahinter verbirgt, ist so durchschaubar wie auch effektiv: So lange der "große Satan" als Feindbild und Projektionsfläche alles moralisch Verderblichen aufrecht erhalten wird und damit als gesellschaftlicher Homogenisierungsfaktor wirkt, lassen sich innenpolitische Gräben und innergesellschaftliche Konfliktlinien weitestgehend ausblenden, jegliche Opposition als Freund des Feindes diskreditieren. Der Hass auf die USA ist seit der Iranischen Revolution ein konstitutives Element zur Legitimation des Systems. Es gilt also eine konstante Bedrohungswahrnehmung zu konstruieren, wobei die Bush-Regierung paradoxerweise Schützenhilfe leistete. Es drängt sich der Eindruck auf, dass das primäre Augenmerk Ahmadinedschads dem eigenen Machterhalt gilt und die Belange und Bedürfnisse der iranischen Bevölkerung zweitrangig sind. Die Sicherung der eigenen Machtposition erfolgt aber nicht durch eine breite Zustimmung der Massen, sondern (wie bereits vor Ahmadinedschad) durch die Aufrechterhaltung und den Ausbau einer finanziell und materiell privilegierten "Führungsschicht" (Revolutionsgarden und Basij), die sich seit Jahrzehnten reproduziert. Kein Präsident vor Ahmadineschad verfolgte dieses Projekt jedoch so nachhaltig und effektiv wie er. Die "Überzeugungen", die postulierte Ideologie dieses Präsidenten sind nur Mittel zum machtpolitischen Zweck.
Ihrer Pseudo-Präsident Ahmadinejad unterstützt terroristische Organisationen und schaltet gerade mit besten Nazi-Methoden die iranische Opposition aus. Außerdem hat er durch antisemitische Propaganda die Stimmung bei der verhandlngen um das sinnlose Atomprogramm so geheizt, dass eine Eskalation nahe stand.
...raffen Sie's nicht?
Es nimmt Sie keiner Ernst hier. Auf dem Niveau kommt nix raus!
Wenn ich das schon höre:
"Hunderte von Frauen werrrrrden in den Gefaengnissen .... erhängt....kleine Mädchen auch...."
Das hiesse nach Adam Riese: Also Hunderte, na ja gehen wir mal von moderaten 300 aus, im Monat sind es, na? richtig, 9000. Auf's Jahr hochgerechnet, hmmm so um die 330.000 Frauen. Wieviele Jahre nochmal von Achmin? Oder rechnen Sie den ganzen Zeitraum der islamischen Revolution mit ein? Im Iran muesste es mittlerweile keine Frauen mehr geben duerfen.
Waren Sie schon mal im Iran. Kennen Sie persoenlich Menschen aus diesem Land? Oder welche vorgekauten oder nicht ausgereiften Gedanken praesentieren sie hier?
Vor einigen Wochen kommentierte ein Iraner in dieser Spalte, dass die sogenannte "Revolte" nichts als eine wohl geplante Aktion gewesen sei, um die Feinde des Regimes auf die Straße zu locken und dann vor Gericht zu stellen. Ahmadinedschad war bekanntlich am Tag der Revolte "zufällig" bei Putin, und war auch hinterher tagelang nicht zu sehen.
Der eigentliche Plan, so der Kommentator, sei aber die allmähliche Entmachtung der Ayatollahs und Etablierung einer säkularen Diktatur mit Unterstützung der Revolutionären Garde. Es sieht mehr und mehr aus, als hätte dieser Kommentator recht.
Mit Sicherheit gilt es sowohl die einseitige Interessenspolitik nahezu aller bisheriger US-Administrationen im Nahostkonflikt, die Einflussnahme der USA und anderer Westmächte zugunsten des Schah-Regimes, sowie die Rolle der USA im Golfkrieg I zu beachten und kritisch zu beleuchten. Mit Sicherheit gilt es auch die Auswirkungen der aggressiven Rhetorik der neokonservativen Bush-Administration auf die iranische Perzeption der US-Außenpolitik und ihrer strategischen Interessen nachzuvollziehen. Auch die aggressive Siedlungspolitik des protegierten Israels, dessen jüngste Vorgehensweise im Libanonkrieg, als auch im Gaza sind als verwerflich und nicht hinnehmbar zu bezeichnen, die verhaltene Kritik der EU-Staaten und der USA zu kritisieren. Auf der anderen Seite ist das iranische Hegemonialstreben im Nahen und Mittleren Osten, welches nach dem Ausscheiden des Irak als Machtfaktor besonderen Auftrieb erfährt, nicht per se als amoralisch oder schlecht zu bewerten, sondern könnte unter anderen politischen Vorzeichen sogar zu erhöhter Stabilität in der Region führen.
Ihre Verteidigungshaltung gegenüber dem Provokateur und Polemiker Ahmadinedschad allerdings spottet eben jener Objektivität, die sie von der "anderen Seite" (zurecht) einfordern. Herr Ahmadinedschad hat durch seine aggressive und konfrontative Außenpolitik die prekäre Lage seiner sich aus dem ärmeren, ländlichen Milieu rekrutierenden Wählerschaft eher verschlechtert als verbessert. Darüber hinaus hat er den Iran außenpolitisch weitestgehend in die Isolation geführt. Das politische Kalkül, das sich dahinter verbirgt, ist so durchschaubar wie auch effektiv: So lange der "große Satan" als Feindbild und Projektionsfläche alles moralisch Verderblichen aufrecht erhalten wird und damit als gesellschaftlicher Homogenisierungsfaktor wirkt, lassen sich innenpolitische Gräben und innergesellschaftliche Konfliktlinien weitestgehend ausblenden, jegliche Opposition als Freund des Feindes diskreditieren. Der Hass auf die USA ist seit der Iranischen Revolution ein konstitutives Element zur Legitimation des Systems. Es gilt also eine konstante Bedrohungswahrnehmung zu konstruieren, wobei die Bush-Regierung paradoxerweise Schützenhilfe leistete. Es drängt sich der Eindruck auf, dass das primäre Augenmerk Ahmadinedschads dem eigenen Machterhalt gilt und die Belange und Bedürfnisse der iranischen Bevölkerung zweitrangig sind. Die Sicherung der eigenen Machtposition erfolgt aber nicht durch eine breite Zustimmung der Massen, sondern (wie bereits vor Ahmadinedschad) durch die Aufrechterhaltung und den Ausbau einer finanziell und materiell privilegierten "Führungsschicht" (Revolutionsgarden und Basij), die sich seit Jahrzehnten reproduziert. Kein Präsident vor Ahmadineschad verfolgte dieses Projekt jedoch so nachhaltig und effektiv wie er. Die "Überzeugungen", die postulierte Ideologie dieses Präsidenten sind nur Mittel zum machtpolitischen Zweck.
...raffen Sie's nicht?
Es nimmt Sie keiner Ernst hier. Auf dem Niveau kommt nix raus!
Wenn ich das schon höre:
"Hunderte von Frauen werrrrrden in den Gefaengnissen .... erhängt....kleine Mädchen auch...."
Das hiesse nach Adam Riese: Also Hunderte, na ja gehen wir mal von moderaten 300 aus, im Monat sind es, na? richtig, 9000. Auf's Jahr hochgerechnet, hmmm so um die 330.000 Frauen. Wieviele Jahre nochmal von Achmin? Oder rechnen Sie den ganzen Zeitraum der islamischen Revolution mit ein? Im Iran muesste es mittlerweile keine Frauen mehr geben duerfen.
Waren Sie schon mal im Iran. Kennen Sie persoenlich Menschen aus diesem Land? Oder welche vorgekauten oder nicht ausgereiften Gedanken praesentieren sie hier?
...haben Sie Recht. In diesem Fall ist das allerdings nicht der Fall.
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