Aids-Forschung Antikörper machen Hoffnung auf einen HIV-Impfstoff
US-Wissenschaftler haben zwei neue Antikörper entdeckt, die den Aids-Erreger gezielt angreifen können. Dabei fanden sie einen wunden Punkt des HI-Virus
Seit 25 Jahren fahnden Virologen nach einem Impfstoff gegen das HI-Virus, das die tödliche Immunschwäche Aids verursacht. Immer wieder sind Meldungen zu lesen, dass ein Heilmittel in greifbare Nähe rücke. Vielleicht sind solche Schlagzeilen mit Schuld daran, dass sich trotz zahlreicher Aufklärungskampagnen weltweit täglich rund 7500 Menschen mit der Seuche anstecken. Denn trotz der Fortschritte in der Forschung ist eine Heilung für die mehr als 30 Millionen Infizierten noch lange nicht in Sicht.
Im Magazin Science ist nun wieder eine Erfolgsmeldung der Aids-Forschung zu lesen – und diesmal sind sich Experten einig: Diese Arbeit ist ein großer Schritt in der Impfstoffentwicklung. Die neuen Hoffnungsträger sind zwei Antikörper, die eine Forschergruppe um Laura Walker vom Scripps-Institut im kalifornischen La Jolla und Sanjay Phogat von der Internationalen Aids-Impfstoff-Initiative IAVI in New York entdeckt und isoliert haben.
Aids ist auch deshalb eine so tückische Krankheit, weil die HI-Viren extrem wandelbar sind. Durch ständige Mutationen verändert sich ihre Oberfläche permanent und bietet dem menschlichen Immunsystem keine Angriffsfläche, um passende Antikörper zu bilden. Einen Impfstoff dagegen zu entwickeln ist, "als ob man versucht, ein schnelles, bewegliches Ziel zu treffen", sagt Aidsforscher Wayne Koff von der IAVI.
In sehr seltenen Fällen kommt es allerdings vor, dass Menschen doch Antikörper entwickeln, die sich zumindest an einige der HIV-Mutanten anpassen und sie unschädlich machen. Zwar werden auch die Träger dieser "breit neutralisierenden Antikörper" (bNAbs) nicht gesund, weil sie zu wenige davon produzieren – doch für die Forschung sind die bNAb Gold wert. Und genau von dieser Sorte haben die US-Forscher jetzt zwei neue Exemplare entdeckt. "Das ist ein entscheidender Schritt vorwärts", sagt Koff. Die beiden Antikörper namens PG9 und PG16 hätten das Potenzial, den Grundstein für eine Vakzine zu liefern.
Zwar kannte man bereits vier dieser besonderen Antikörper, doch zwei davon sind bis heute unzureichend verstanden. "Der dritte verfügt über eine ungewöhnliche Struktur, mit der sich nur schwer arbeiten lässt. Allein der vierte bNAb ist sehr gut charakterisiert. Er hat den bislang wichtigsten Beitrag geleistet", sagt Rolf Wagner, Molekularbiologe an der Universität Regensburg.
BNAbs sind für die Forscher auch deshalb so nützlich, weil sie Informationen über die Aids-Viren liefern. Sie greifen sie nämlich genau dort an, wo sie sich trotz Mutation nicht verändern. Dadurch verraten sie den Forschern indirekt, wo sie ihre Achillesferse haben. "Die von uns gefundenen Antikörper, und das ist mit das Entscheidende an unserer Arbeit, haben uns einen bislang unbekannten wunden Punkt des HI-Virus gezeigt", sagt der Aidsforscher Koff.
Doch HIV ist ein Virus, das global agiert. In den unterschiedlichen Regionen der Erde haben sich seit den achtziger Jahren unzählige Subtypen entwickelt. Das bedeutet, dass ein Impfstoff auf der Basis eines einzigen bNAbs nur bei einer sehr kleinen Gruppe von Menschen wirksam wäre – abgesehen davon, dass neben den Antikörpern weitere Helfer des Immunsystems (zum Beispiel T-Zellen) aktiviert werden müssten, damit eine Vakzine wirken kann.
Nachdem die ersten vier bekannten bNAbs vor allem einen in Amerika und Europa beheimateten Virus-Typ attackieren, gelang es den Forschern des IAVI erstmals Aids-Antikörper zu isolieren, die einen HIV-Typ aus Afrika blockieren. Ein wichtiger Schritt: Denn obwohl die Bevölkerung in der Subsahara nur zehn Prozent der Weltbevölkerung ausmacht, leben dort mehr als 60 Prozent der HIV-Infizierten. "Die einzige Chance, das Virus vollständig zu bekämpfen, ist ein Impfstoff, der auch gegen den in den Entwicklungsländern vorkommenden HIV-Erreger wirkt", sagt Norbert Brockmeyer, Sprecher des Kompetenznetzes HIV/Aids.
Dass es bis dahin noch ein weiter Weg ist, gesteht Wagner ein: "Wir haben jetzt ein überaus spannendes Forschungsreagenz, es ist aber durchaus noch Grundlagenforschung zu betreiben." So bedeutet die Entdeckung der Antikörper, noch lange keinen Impfstoff. Aber sie liefern entscheidende Informationen, wie man zu einem Impfstoff kommen kann. "Bildlich gesprochen ist der Antikörper ein Schloss. Und mithilfe dieses Schlosses können die Forscher den passenden Schlüssel formen", erklärt Wagner.
Das Wichtigste an der Arbeit der US-Forscher ist das Verfahren, womit sich weitere brauchbare bNAbs aufspüren lassen. "Einer ist keiner", sagt Wagner. "Doch je mehr Antikörper wir haben, desto mehr Hinweise bekommen wir." Deshalb konzentrieren sich die Wissenschaftler jetzt auf die Suche nach weiteren bNAbs.
Gleichzeitig laufen 39 klinische Studien zu anderen möglichen Impfstoffen, davon 31 in Phase 1. Darin geht es allein um die Sicherheit und die Wirksamkeit des Mittels bei gesunden Personen. Nur ein Impfstoff wird derzeit bei Menschen mit hohem Infektionsrisiko getestet (Phase 3) und auch ihm wird nur wenig Erfolg zugeschrieben. "Den großen Durchbruch wird dieser nicht bringen, aber er wird uns in die Lage versetzen, gezielt weiter zu arbeiten", sagt Brockmeyer.
Letzter großer Hoffnungsträger war die STEP-Vakzine im Jahr 2007. Die Studie musste jedoch abgebrochen werden. Das Mittel hatte bei den Testkandidaten das Risiko einer HIV-Infektion nicht gesenkt, sondern erhöht. "Wenn wir uns die Geschichte der HIV-Impfstoffentwicklung anschauen, leben wir seit 20 Jahren mit Frustration", sagt Brockmeyer. Ihr Ziel haben die Forscher dennoch klar vor Augen: "Früher oder später werden wir einen Impfstoff entwickeln", sagt Wagner. "Das ist meine feste Überzeugung und das ist die Prämisse unter der ich arbeite."
- Datum 24.09.2009 - 19:17 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Aus meiner Sicht sollte zunächst der HI-Virus entdeckt sein, bevor man dessen "wunden Punkt" offenlegen vermag! Aber über den bis zum heutigen Tage fehlenden wissenschaftlichen Nachweis jenes Virus ist ohnehin niemand pikiert. Weitermachen, Männer!
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Wer ist John Galt?
... wieder diese Verschwörungstheoretiker. Komisch nur, dass es von der Gensequenz bis zur REM-Aufnahme Berge von "Beweismaterial" für besagtes Virus gibt.
Und dass die überwältigende Mehrzahl der Virologen die Existenz des HIV und seine Rolle als Verursacher von AIDS für zweifelsfrei erwiesen hält. Nur ein paar Spinner schiessen halt wie üblich quer und warten mit den abstrusesten "Theorien" auf. Na ja, haben wohl ihre Pillen abgesetzt...
Aber es irren ja wieder mal die 99,99% der Wissenschaftler, das Hundertstelpromille "verkannte Genies" hat Recht. Frei nach dem Motto "Ein Geisterfahrer? Das sind ja hunderte...".
Zitat der von mehreren Tausend namhaften Wissenschaftlern, darunter Nobelpreisträger, und wissenschaftlichen Verbänden verfassten Erklärung von Durban:
The evidence that AIDS is caused by HIV-1 or HIV-2 is clear-cut, exhaustive and unambiguous, meeting the highest standards of science...The data fulfil exactly the same criteria as for other viral diseases, such as polio, measles and smallpox:
...
Further compelling data are available. HIV causes AIDS. It is unfortunate that a few vocal people continue to deny the evidence. This position will cost countless lives.
Dem ist wohl nichts hinzuzufügen. Die vollständige Erklärung steht unter http://www.nature.com/nature/journal/v406/n6791/full/406015a0.html.
... wieder diese Verschwörungstheoretiker. Komisch nur, dass es von der Gensequenz bis zur REM-Aufnahme Berge von "Beweismaterial" für besagtes Virus gibt.
Und dass die überwältigende Mehrzahl der Virologen die Existenz des HIV und seine Rolle als Verursacher von AIDS für zweifelsfrei erwiesen hält. Nur ein paar Spinner schiessen halt wie üblich quer und warten mit den abstrusesten "Theorien" auf. Na ja, haben wohl ihre Pillen abgesetzt...
Aber es irren ja wieder mal die 99,99% der Wissenschaftler, das Hundertstelpromille "verkannte Genies" hat Recht. Frei nach dem Motto "Ein Geisterfahrer? Das sind ja hunderte...".
Zitat der von mehreren Tausend namhaften Wissenschaftlern, darunter Nobelpreisträger, und wissenschaftlichen Verbänden verfassten Erklärung von Durban:
The evidence that AIDS is caused by HIV-1 or HIV-2 is clear-cut, exhaustive and unambiguous, meeting the highest standards of science...The data fulfil exactly the same criteria as for other viral diseases, such as polio, measles and smallpox:
...
Further compelling data are available. HIV causes AIDS. It is unfortunate that a few vocal people continue to deny the evidence. This position will cost countless lives.
Dem ist wohl nichts hinzuzufügen. Die vollständige Erklärung steht unter http://www.nature.com/nature/journal/v406/n6791/full/406015a0.html.
... wieder diese Verschwörungstheoretiker. Komisch nur, dass es von der Gensequenz bis zur REM-Aufnahme Berge von "Beweismaterial" für besagtes Virus gibt.
Und dass die überwältigende Mehrzahl der Virologen die Existenz des HIV und seine Rolle als Verursacher von AIDS für zweifelsfrei erwiesen hält. Nur ein paar Spinner schiessen halt wie üblich quer und warten mit den abstrusesten "Theorien" auf. Na ja, haben wohl ihre Pillen abgesetzt...
Aber es irren ja wieder mal die 99,99% der Wissenschaftler, das Hundertstelpromille "verkannte Genies" hat Recht. Frei nach dem Motto "Ein Geisterfahrer? Das sind ja hunderte...".
Zitat der von mehreren Tausend namhaften Wissenschaftlern, darunter Nobelpreisträger, und wissenschaftlichen Verbänden verfassten Erklärung von Durban:
The evidence that AIDS is caused by HIV-1 or HIV-2 is clear-cut, exhaustive and unambiguous, meeting the highest standards of science...The data fulfil exactly the same criteria as for other viral diseases, such as polio, measles and smallpox:
...
Further compelling data are available. HIV causes AIDS. It is unfortunate that a few vocal people continue to deny the evidence. This position will cost countless lives.
Dem ist wohl nichts hinzuzufügen. Die vollständige Erklärung steht unter http://www.nature.com/nature/journal/v406/n6791/full/406015a0.html.
Ich finde es gut, daß diese engagierten Forscher so etwas herausgefunden haben. Allerdings waren andere Forscher ca. 1999 weiter.
Eine käuflich erwerbbare Krebszell-Linie wurde damals in einem Standardverfahren (Fällung) mit Rezeptoren versehen, wie sie auch an denjenigen Zellen vorkommen, die von HIV bevorzugt infiziert werden (CCR5, CD4). Die Zellkultur wurde dann HI-Viren ausgesetzt, und das ganze nach ca. 5 Stunden mit etwas Formaldehyd abgetötet.
Diese Zellsuspension - HIV im Stadium des Andockens - wurde (vermutlich nach Reinigung) Versuchstieren gespritzt, die daraufhin gegen 23 von damals 25 bekannten Subtypen des HIV immun waren : Die Versuchstiere hatten Antikörper gegen die wenigen festen Strukturen des HIV gebildet, die eben nur während des Andockens an die Wirtszelle exponiert werden. Das ganze wurde sogar eine Zeit lang als Praktikum für Biologie-Studenten angeboten, ich glaube an der Princeton University, habe den Link aber nicht mehr.
Die weitere Erforschung hingegen wurde eingestellt, denn wegen der (toten) Krebszellen sei das zu risikoreich. Man hätte wegen dieser Bedenken natürlich immer noch auf die altbekannte Art und Weise die fertigen Antikörper gewinnen können (aus Pferdeblut, so wie man Schlangengiftserum gewinnt), man hat es aber nicht getan oder versucht.
Ich habe daher Zweifel, daß die neuen Erkenntnisse über zwei weitere wirksame bNAbs uns in Behandlung oder Vorsorge weiterbringen werden.
google "fusion competent vaccines"
1. Sie führen nicht wirklich eine Erklärung als "Beweis" an, die u.a. von genau jenen Leuten unterzeichnet wurde, welche von der Massenmedikation profitieren!?
2. Schauen Sie, ein Foto bzw. eine Grafik eines wirklich böse ausschauenden Zellbestandteils macht noch längst keinen wissenschaftlichen Beweis eines krankmachenden Virus. Hierzu zählen u.a. Foto des isolierten(!) Virus sowie ein Foto des selbigen im Organismus. Hinzu kommt das Foto des Streifenmusters nach Auftrennung der Eiweiße des Virus. Das gleiche gilt für die Auftrennung der Nukleinsäure.
Dann lassen Sie mich mal einen Link zu einer Publikation wissen, bei der diese 3 Kriterien zum wiss. Nachweis eines Virus vollständig dargelegt sind. Bitte.
3. Ich danke Ihnen für Ihre Fürsorge, jedoch habe ich meine Pillen deshalb nicht abgesetzt, da ich selbige nicht zu mir nehme. Dies überlasse ich Gutmenschen und Gutgläubigen wie Ihnen.
Für alle, die diese Thematik tiefer interessiert, wird auf der folgenden Seite näher auf die Existenz von wissenschaftlichen Beweisen eingegangen und erklärt, warum Zweifel an der Existenz des HI-Virus eher unwahrscheinlich sein sollten:
http://esowatch.com/index...
Jeder hat das Recht auf eigene Meinung und diese auch zu äussern, allerdings auch die moralische Pflicht, sich über die Konsequenzen für dritte im klaren zu sein und diese abzuwägen.
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