Piratenpartei Piraten segeln nach BrüsselSeite 2/2
Es geht ihnen, scheint es, derzeit vor allem um Wut. "Das absurde Gefängnisurteil gegen die Pirate Bay ist für den Zulauf mitverantwortlich. Es geht um einen Generationenkonflikt zwischen denen, die das Internet erlernen mussten und denen, die damit aufgewachsen sind", sagt PP-Vorsitzender Engström. "Die Menschen in Schweden beginnen zu verstehen, dass der Staat nicht nur gut ist", sagt sein Kollege Falkvinge nach der Bekanntgabe der Ergebnisse. "Wir haben eine gigantische Basis. Es geht nicht nur um ein Anliegen sondern um viele. Alles wird heutzutage von der informationstechnischen Perspektive beeinflusst."
In der Tat ist die PP heute mit rund 43.000 Mitgliedern die drittgrößte Partei Schwedens.
In anderen Ländern – inzwischen gibt es diverse Ableger, darunter in Deutschland – spielt sie politisch noch keine Rolle. In Deutschland kamen die Piraten laut Bundeswahlleiter aber immerhin auf 0,9 Prozent der abgegebenen Stimmen, in einigen Orten erreichten sie auch mehr als 1,5 Prozent. Das Interesse scheint groß – oder das Serverpotenzial gering. Das Wahlkampfportal immerhin war den Wahlabend über kaum zu erreichen. Ihr nächstes Ziel hierzulande ist es, zur Bundestagswahl zugelassen zu werden. Noch fehlen dazu allerdings Unterschriften von Unterstützern. Nach eigenen Angaben hat man bereits 70 Prozent der nötigen Anzahl zusammen.
- Datum 30.07.2009 - 11:01 Uhr
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- Serie wahlen
- Quelle ZEIT ONLINE, 7.6.2009
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... als der Deutsche Michel.
Erstens ist das aktuelle Ergebnis der Piraten in Deutschland nicht 0,8% sondern 0,9% (was für eine erstmals angetretene Partei ein anständiges Ergebnis ist) und zweitens ist die Einschätzung, dass sie ausschließlich aus Wut und Protest gewählt worden sind, eine ziemlich verkürzte Sichtweise. Das Urheberrecht ist da nur eine Facette eines viel größeren Problems.
Glücklicherweise reicht es offenbar völlig, nur an dieser Stelle ein bißchen zu ziehen und schon bringt der ganze verknotete Filz der "Informationsgesellschaft" plötzlich noch ganz andere Dinge ins Blickfeld. Das Piraten-Motto "Gläserner Staat anstatt gläserne Bürger" drückt einen anderen Teil des Problems sehr schön aus und auch das ist noch lange nicht alles.
"First they ignore you, then they laugh at you, then they fight you, then you win."
(Mahatma Gandhi)
Als nächstes steht die Bundestagswahl an und inzwischen stehen die Aussichten, dass es für die Teilnahme reicht, gar nicht mehr so schlecht aus. Dank der Überschreitung der 0,5%-Hürde bei der Europawahl gibt es jetzt auch Staatsknete, womit ein wenig mehr Wahlkampf drin ist.
Ignorieren geht nicht mehr so gut und das Lachen bleibt manchem auch schon im Halse stecken.
(Anmerkung: Wir haben das Wahlergebnis aktualisiert. Die Redaktion/jk)
Danke für diesen aufschlussreichen Kommentar. Also mich haben die Piraten überzeugt und meine Stimme und Unterstützung zur Bundestagswahl hat die PP seit heute. Schade das ich nicht mehr Kenntnis v o r der Europawahl über diese Partei hatte.
Endlich mal ein frischer Wind in der deutschen Parteienkloake und ich hoffe das die Piraten Partei durch diesen Wind in den Bundestag segeln wird.
So wie es sich eben für Piraten gehört.
Danke für diesen aufschlussreichen Kommentar. Also mich haben die Piraten überzeugt und meine Stimme und Unterstützung zur Bundestagswahl hat die PP seit heute. Schade das ich nicht mehr Kenntnis v o r der Europawahl über diese Partei hatte.
Endlich mal ein frischer Wind in der deutschen Parteienkloake und ich hoffe das die Piraten Partei durch diesen Wind in den Bundestag segeln wird.
So wie es sich eben für Piraten gehört.
Ich gebe zu, dass ich heute in der Wahlkabine geschwankt habe --- ich wusste zu wenig über die Piratenpartei und ihre Anliegen. Aber jetzt weiss ich schon mehr, und mir erscheinen ihre Anliegen gut und gerecht.
Bei der nächsten Wahl werde ich dieser jungen, modernen Partei nicht nur meine Stimme geben, sondern auch für sie werben.
Und das dann solange, bis die Ideen und Anliegen der "Piraten" umgesetzt sind. Für uns alle.
aj
...sähe aktuell übrigens so aus, dass man bei der Zulassung zur Bundestagswahl mithilft. Formulare gibt es zum Download bei http://ich.waehlepiraten.de/
...sähe aktuell übrigens so aus, dass man bei der Zulassung zur Bundestagswahl mithilft. Formulare gibt es zum Download bei http://ich.waehlepiraten.de/
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Vom Beginn einer neuen linksliberalen Volksbewegung sprach ein Kommentator im Schwedischen Radio. Eine neue Partei wächst schnell zur drittgrößten des Landes an und erreicht auf Anhieb den Einzug ins Europaparlament
Und Die Zeit legt den Artikel ab in Politik? Nein, in Digital…
In guter Gesellschaft also, dort befinden sich auch die gut recherchierten und kritischen Artikel zu den Internet-Zensur-Plänen der Regierung und ähnliches.
Warum eigentlich? Wird in den entsprechenden Kategorien jeweils eine eigene Klientel bedient, die nicht über den Tellerrand schauen will und die nicht durch bestimmte Artikel verwirrt werden soll?
...sähe aktuell übrigens so aus, dass man bei der Zulassung zur Bundestagswahl mithilft. Formulare gibt es zum Download bei http://ich.waehlepiraten.de/
Liebe Medien,
ich bitte höflichst darum, diese Partei so ernst zu nehmen, wie sie es selbst meint und dann auch adäquat ihre Ziele zu vermitteln. Die Piratenpartei Deutschland setzt sich für deutlich mehr als nur freie Downloads ein, es geht dort z.B. auch darum, auf mehreren Ebenen die Dekokratie zu stärken und den politischen Prozess transparenter zu gestalten.
Obwohl ich über jede Berichterstattung froh bin, möchte ich darum bitten, eine Stigmatisierung der Piratenpartei in der öffentlichen Wahrnehmung durch dass Vermitteln eines Spaßpartei-angehauchten Images zu vermeinden. Die Piratenpartei Deutschland ist mit der Formulierung ihrer politischen Ziele weiter, als viele denken.
~ augenzeuge.
Leider mal wieder ein typischer Artikel in einer deutschen Tageszeitung: Man macht sich über eine neue Entwicklung lustig! Andererseits hat man sich über die grünen in den 80ern auch lustig gemacht...
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