Bundestagswahl Der Ungültigwähler, das unbekannte WesenSeite 2/2
Wie viele andere macht Weinberger seine Gründe, weshalb er sich für keine Partei entscheiden will, auf www.ungueltigwaehler.de öffentlich. Andere organisieren sich über entsprechende Gruppen in sozialen Netzwerken wie StudiVZ – oder entwickeln Kampagnen. Wie Brigitte Vallenthin von der Bürgerinitiative Grundeinkommen Wiesbaden: Sie ruft mit Blog-Einträgen und öffentlichen Aktionen dazu auf, zur Wahl zu gehen – und die Stimme ungültig zu machen. "Die Parteien erfüllen nicht mehr ihre Aufgabe, den Willen des Volkes zu vertreten. Sie wollen uns klar machen, was richtig und wichtig ist und spielen ihr eigenes Spiel, ohne uns zu informieren."
Viele zusätzliche Stimmen ohne Wert könnten die Politiker aufrütteln: "Nichtwähler werden ja schnell in die Schublade der Uninteressierten gesteckt. Ungültigwähler aber sind aktiv. Vielleicht fragen sich die Parteien dann: ‚Hoppla, was ist denn da los?’ – statt weiter abgehoben in ihrem Raumschiff Berlin zu bleiben."
Vallenthin und Weinberger können sich beide nicht vorstellen, in nächster Zeit eine Partei zu wählen. Sie stellen das große Ganze infrage, ohne bislang zu wissen, wie das, was es ersetzen könnte, aussehen soll. "Es ist eine Herausforderung für die Parteien, solche Protestwähler, die ihren Unmut und Zorn über die Politik mit einer ungültigen Stimme ausdrücken, zurückzugewinnen", sagt Parteienforscher Probst. Möglich sei es über eine veränderte Wähleransprache – dies habe der Wahlkampf von US-Präsident Obama gezeigt.
Dass Politiker die Botschaft der Ungültigwähler ernst nehmen werden, scheint indes fraglich. Denn wer ungültig wählt, beeinflusst den Wahlausgang so wenig, als wäre er daheim geblieben: Die Stimme wird zwar gezählt, hat aber keinen Einfluss auf das Ergebnis.
Auch die Hoffnung einiger, mit einer ungültigen Stimme den Parteien wenigstens einen monetären Denkzettel zu verpassen, ist vergeblich: Zwar bekommen die Parteien nur für gültige Stimmen einen gewissen Cent-Betrag zur Finanzierung ihres Wahlkampfes vom Staat. Noch reicht deren Zahl allerdings, um die Höchstgrenze zu überschreiten – Ungültigwähler kosten die Parteien also nichts. "Der einzige Effekt", so Probst, "sie treiben die Wahlbeteiligung nach oben – manchmal sogar um einige Prozentpunkte."
- Datum 23.09.2009 - 15:37 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Ich hätte gern die Möglichkeit der „Stimmenthaltung“ auf dem Wahlzettel. Auch sollten die Prozente und Sitze der Parteien von den Wahlberichtigten und nicht den abgegebenen Stimmen berechnet werden.
Wenn dann 30% nicht zur Wahl gehen oder sich enthalten bleiben halt 30% der Sitze unbesetzt.
Der Steuerzahler spart und die Parteien vertreten halt z.B. nur 24,5% der Wahlberechtigten anstatt der angemaßten 35%!
Durchaus eine Motivation den Wahlschein auszufüllen um damit die Wahlkampfkostenerstattung - und damit diese dämlichen Plakate am Straßenrand - zu minimieren
Durchaus eine Motivation den Wahlschein auszufüllen um damit die Wahlkampfkostenerstattung - und damit diese dämlichen Plakate am Straßenrand - zu minimieren
Ich war schon mal hier und da Wahlhelfer und fragte mich jedes Mal, was der Schwachsinn soll. Außer ein paar Wahlhelfer, die freiwillig diesen Job tun, liest diesen Unsinn, der so manchen Wahlzettel ziert, niemand. Sprich, die, an die die "Botschaft" gehen soll, die Politiker also, werden diese "Botschaft" nie zu Gesicht bekommen. Spart Euch den Quatsch also und bleibt lieber zu Hause. Wetter soll am Wochenende schön werden. Nicht zur Wahl gehen ist Aussage genug. Der Vorschlag von "jeggert" beispielsweise ist z.B. eine Möglichkeit, wie man zukünftig mit der wachsenden Zahl der Nichtwähler umgehen könnte.
Als Nichtwähler wird man aber sofort als Uninteressiert abgestempelt. Es ist doch jetzt schon so: Wenn 25% der Wahlberechtigten nicht wählen gehen, interessiert das niemand.
Würden 10% der Wahlberechtigten ihren Stimmzettel ungültig machen, würde das wohl eher Aufsehen erregen. So einfach könnten selbst Politiker nicht 10% der Wahlberechtigten als "dumm" abstempeln.
Trotzdem würde ich mir wünschen, wenn die Stimmen eher in diese neue "Splitterpartei" mit knapp 9.000 Mitgliedern fließen würde - meine Meinung.
So so,
die Wahlhelfer machen es Freiwillig, das ist Richtig. Fragt sich nur, ob sie es auch täten wenn es keine Aufwandsentschädigung dafür gäbe!
Ob die Wähler ihren Stimmzettel ungültig machen oder nicht, das sollten Sie bitte den Wählern überlassen. Mann kann ja mal darüber Spekulieren welche Diskussion entbrennen würde, wenn alle Nichtwähler zur Wahl gingen und ihren Stimmzettel ungültig machen. Das zu Demokratischen Mehrheitsverhältnissen!
Als Nichtwähler wird man aber sofort als Uninteressiert abgestempelt. Es ist doch jetzt schon so: Wenn 25% der Wahlberechtigten nicht wählen gehen, interessiert das niemand.
Würden 10% der Wahlberechtigten ihren Stimmzettel ungültig machen, würde das wohl eher Aufsehen erregen. So einfach könnten selbst Politiker nicht 10% der Wahlberechtigten als "dumm" abstempeln.
Trotzdem würde ich mir wünschen, wenn die Stimmen eher in diese neue "Splitterpartei" mit knapp 9.000 Mitgliedern fließen würde - meine Meinung.
So so,
die Wahlhelfer machen es Freiwillig, das ist Richtig. Fragt sich nur, ob sie es auch täten wenn es keine Aufwandsentschädigung dafür gäbe!
Ob die Wähler ihren Stimmzettel ungültig machen oder nicht, das sollten Sie bitte den Wählern überlassen. Mann kann ja mal darüber Spekulieren welche Diskussion entbrennen würde, wenn alle Nichtwähler zur Wahl gingen und ihren Stimmzettel ungültig machen. Das zu Demokratischen Mehrheitsverhältnissen!
um die Unzufriedenheit auszudrücken, da diese Option keine Veränderung bewirkt; was kommen muß und woran gemeinsam gearbeitet werden sollte ist die Notwendigkeit die politische Tätigkeit und das politische Amt aus der Ecke zu holen und die inhaltslose "politische Verantwortung" zu qualifizieren und mit eben jenen Sanktionen zu versehen, welche bei anderen Berufsgruppen ebenso vorzufinden sind. Politiker sehen ihre Tätigkeit ja auch als Beruf - und üben diesen auch so aus, nur eben meist nicht im Sinne der Deutschen und bisher im Versagensfalle einfach konsequenzlos.
Das zu erreichen würde die Politik deutlicher werden lassen, den Gap zwischen Ankündigung und Realität deutlich verringern und dazu beitragen sich nicht mehr selbst nur als eine Elite zu sehen, welche niemandem Rechenschaft schuldig zu sein glaubt und am Wahltag bzw. im Vorfeld alles vergessen machen möchte und erneut Besserung gelobt.
Das ist das Ziel, welches in meiner Auffassung erstrebenswert ist zu erreichen und daran zu arbeiten; es würde auch erneut zu einer deutlichen Trennung von Legislative und Exekutive führen, die Wirkung von Kaminrunden begrenzen und die Politik wieder in das öffentliche Interesse rücken - aus welchem sie bewusst entfernt wurde.
Ich zB bin überzeugter Wähler. Es gibt ca 25 Parteien die zur Wahl zugelassen sind, da sollte doch für jeden etwas dabei sein. Mit der Erststimme kann man sich auch für einen der vielen parteilosen Kandidaten entscheiden. Man darf in unserem Land übrigends auch eine eigene Partei gründen.
Wie wäre es, wenn man jährlich ein Viertel des Bundestages neu wählen würde? Eine Dauerwahlkampf können sich die Parteien finanziell nicht leisten und sie müssten ihre Politik endlich offensiv verteidigen und den Wählern erklären, warum man tut, was man tut. Dann entfällt endlich dieser Rhythmus aus blumigen Ankündigungen und postelektoralen Grausamkeiten.
Wenn man davon ausgeht, dass die Hälfte der Abgeordneten wiedergewählt wird, dann ändert sich die Besetzung des Bundestages um ein Sechstel, das ist meiner Meinung nach zu verkraften.
:-)
:-)
:-)
...wählt der Deutsche lieber nicht/ungültig/irgendein_Elend als das er sich auf dem Stimmzettel umschaut (wie flavio empfiehlt).
Wer ungültig/nicht wählt sagt nur eines: Macht ruhig weiter so, ich halte mich raus und störe euch nicht.
Dann doch lieber der lustige parteilose Direktkandidat, vielleicht hat der ja ein paar nette Ideen, die den so um sein Direktmandat gebrachten etablierten Kandidaten zum Denken bringen.
Als Nichtwähler wird man aber sofort als Uninteressiert abgestempelt. Es ist doch jetzt schon so: Wenn 25% der Wahlberechtigten nicht wählen gehen, interessiert das niemand.
Würden 10% der Wahlberechtigten ihren Stimmzettel ungültig machen, würde das wohl eher Aufsehen erregen. So einfach könnten selbst Politiker nicht 10% der Wahlberechtigten als "dumm" abstempeln.
Trotzdem würde ich mir wünschen, wenn die Stimmen eher in diese neue "Splitterpartei" mit knapp 9.000 Mitgliedern fließen würde - meine Meinung.
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