G-20-Gipfel Die Reformpläne der Mächtigen
Seite 4/4:

Warum findet der Gipfel in Pittsburgh statt?

Als US-Präsident Barack Obama Pittsburgh als Schauplatz für den G-20-Gipfel wählte, war das auch eine Botschaft mit Symbolwert mitten in der tiefen Wirtschaftskrise: Die Stadt hat den boom and bust, Aufstieg und Niedergang, mehrfach durchlaufen. Sie war ein Zentrum der Stahl- und Kohleindustrie. Dann wurde aus der "Stahlzone" die "Rostzone" der USA, und Pittsburgh musste sich neu erfinden.

Heute säumen Einkaufszentren, gemütliche Restaurants und Sportstadien die Ufer des Allegheny und des Monongahela, die hier zusammenfließen und den Ohio bilden. Früher standen dort Fabriken und Lagerschuppen. Das Ohiotal war über Jahrzehnte das Rückgrat der US-Wirtschaft. Die Namen der Universitäten wie Carnegie-Mellon und der Sportklubs (Pittsburgh Steelers) künden bis heute von den Industrieimperien und ihren Grundlagen. Neuerdings sind die Hochschulen der Stadt Forschungszentren für energieeffiziente Gebäude und emissionsfreie Kohlekraftwerke.

Zur Vorbereitung auf den Gipfel wurden 4000 Polizisten angefordert, die die 900 Beamten der Stadt verstärken. Mit Ausschreitungen wie 1999 beim Weltwirtschaftsgipfel in Seattle wird nicht gerechnet, aber die Organisatoren gehen lieber auf Nummer sicher. Die Stadtoberen haben mit den Protestgruppen Vereinbarungen über geeignete Demonstrationsorte getroffen.

 
Schreiben Sie den ersten Kommentar!

    Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

    Service