Merkels Regierungserklärung Kanzlerin mit dunklem GrundtonSeite 2/2

Die Fraktion ist in Merkels vorläufiger Rechnung für ihre zweite Amtszeit noch eine Unbekannte, genauer: die Fraktionen. Bei der Union, zum Beispiel, sitzen keine zwei Dutzend Listenkandidaten mehr. Der ganze Rest der Abgeordneten ist direkt gewählt. Das hat Folgen. Der Fraktionschef Volker Kauder könnte ihr zum Beispiel erzählen, wie er vor langer Zeit einmal dem Großmächtigen ins Gesicht gesagt hat, dass nicht er, der Große, über seine Wiederwahl entscheide, sondern er, der Kleine und seine Wähler. "Kauder!" hat Helmut Kohl nur geraunzt, aber gewusst, der hat Recht. Auf der anderen Seite, bei der FDP, sitzen sehr, sehr viele Neue. Auch Neue neigen manchmal noch zu Renitenz.

Vor diesem Hintergrund ist es interessant zu beobachten, wie es mit dem Beifall an diesem Vormittag bestellt ist. Beifall von allen bekommt gar keiner. Beifall aus der gesamten Opposition bekommt Merkel genau ein Mal, als sie sich nämlich für eine internationale Börsenumsatzsteuer ausspricht. "Hey!" ruft sogar ein verblüffter Sozialdemokrat. Das ist schließlich ihre Idee gewesen in der großen Koalition. Ansonsten ist für die Opposition wenig Beklatschenswertes dabei. Dass es zum Beispiel zukünftig Ausdruck von Solidarität sein soll, wenn die Arbeitnehmer Zusatzbeiträge für Krankenkasse und Pflege allein tragen sollen, leuchtet dort nicht jedem ein. So wenig wie es Grüne, Linke, SPD logisch finden, dass Kohlekraftwerke und länger laufende Atomkraftwerke den Weg in ein "regeneratives Energiezeitalter" pflastern sollen.

Aber auch die schwarz-gelbe Applauskultur ist auffällig differenziert. Merkel hat schon eine ganze Weile gesprochen, hat die Prinzipien einer christlich-liberalen Koalition vorgestellt – das Wort "bürgerlich" fällt nicht –, als da in erster Linie wäre das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit des Landes und seine Bürger, hat fünf Aufgaben umrissen, darunter die, das Verhältnis der Bürger zu ihrem Staat wieder zu verbessern – da kommt das Thema Steuern an die Reihe. "Die Mitte der Gesellschaft kann nur stärker werden, wenn Leistung sich wieder lohnt in diesem Land", sagt Merkel.

Guido Westerwelle hat die ganze Zeit über auf seinem Stuhl in der ersten Regierungsreihe gesessen und eine relativ neutral staatstragende Außenministerundvizekanzler-Miene gezeigt. Als das Stichwort fällt, das auf seinen Wahlplakaten stand, breitet sich unaufhaltsam ein Schmunzeln auf dem Gesicht des FDP-Chefs aus. Und es kommt noch schöner: Vom Plan eines "einfachen, niedrigen und gerechten Steuersystem" spricht Merkel, Stufentarif inbegriffen. "Steuerpolitik ist Gesellschaftspolitik", sagt die Kanzlerin sogar. In den Reihen der FDP trampeln einige inzwischen mit den Füßen vor Freude. Bei der Union bleibt der Applaus verhaltener. Dafür rührt sich bei der FDP praktisch keine Hand, als Merkel kurz darauf versichert, an Mitbestimmung, Betriebsverfassungsgesetz und Kündigungsschutz werde nichts geändert. Nicht komisch finden es die Liberalen ersichtlich auch, als Merkel vorträgt, dass der Wehrdienst auf sechs Monate verkürzt wird, dass hingegen nicht vereinbart worden sei, ihn abzuschaffen.

Die Rede der neuen FDP-Fraktionschefin Birgit Homburger gerät infolgedessen zur Neben-Regierungserklärung mit allerlei freidemokratischen Klarstellungen. Homburgers Text ist vermutlich etwa so lang wie der von Merkel, sie braucht aber nur die halbe Zeit. Die Kanzlerin schickt SMS an unbekannte Adressaten. Westerwelle studiert Papiere. Vielleicht seine erste Rede als Außenminister, hinterher. Er wird übrigens, was sonst, Kontinuität zusichern.

Normalerweise sind solche nur zu offenbaren Differenzen ein gefundenes Fressen für die Opposition. Aber die Opposition – also, das ist ein schwieriges Kapitel an diesem Tag. Um es mit der Beifallslatte zu messen: Nur einer, der Grüne Trittin, bekommt mehrfach fast geschlossenen Applaus von allen drei Oppositionsfraktionen für angriffslustige Sätze wie: "Mut zum Prüfauftrag – das hätten Sie über Ihren Koalitionsvertrag schreiben können!" Ansonsten ist auf der linken Seite des Hauses jeder erst mal nur mit sich selbst beschäftigt.

Frank-Walter Steinmeier zum Beispiel fängt mit einer ganzen Serie starker Worte an – "katastrophaler Fehlstart" und "Hauerei in der Koalition". Aber die sind erkennbar mehr nach innen gerichtet als an Merkel und Westerwelle. Steinmeier will Oppositionsführer zeigen. Ganz frei von innerem Widerspruch geht das aber nicht ab: dass die Schwarzen und die Gelben, einerseits, keinen Plan hätten und keine "Leitidee" und dass sie aber, andererseits, "im Kleingedruckten" auf die Spaltung der Gesellschaft abzielten – das passt nicht ganz zusammen. Oskar Lafontaine passt schon besser zu sich selbst. Der Bürger müsse wieder ein besseres Verhältnis zum Staat kriegen? "Donnerwetter!" ruft der Linken-Chef mit zornrotem Kopf: Besser wär’s, die Kanzlerin bekäme mal ein engeres Verhältnis zum Bürger und wie es bei dem so aussehe im wirklichen Leben! Aber einzig Trittin trifft einen gesamtoppositionellen Ton. "Kein neuer Anfang" sei diese Amtszeit für die Kanzlerin, "sondern ein zweiter Aufguss!" 

Merkel zieht einen unwilligen Flunsch, aber nur kurz. Die Opposition ist fürs erste ihre Sorge nicht. Sie hat sich ja sogar die gelinde Frechheit geleistet, die linke Haushälfte zum Mittun einzuladen. "Jeder kann Deutschland besser machen", sagt Merkel, "und das schließt auch die Opposition ein." Das große Wir aus dem Wahlkampf der CDU-Chefin taucht hier wieder auf. Aber der Grundton der Kanzlerin ist – so oft auch Worte fallen wie Optimismus, Vertrauen, Zuversicht – dunkler. "Was vor uns liegt, ist ein harter Weg", sagt sie zum Schluss. "Ich kann nicht versprechen, dass alles schnell leichter wird." Als sie zurückgeht auf ihren Kanzlersessel, drückt ihr Westerwelle kurz die Hand. Er guckt mit sich zufrieden lächelnd in den Applaus. Merkel schaut, wie sie immer schaut, wenn sie am liebsten gar nichts zeigen will.

 
Leser-Kommentare
  1. Die Kanzlerin versucht, dem Land ihren eigenen griesgrämigen Charakter zu verpassen.
    Trittin hat schon recht, wenn er meint, daß sie keine Ahnung von den Realitäten der Menschen hierzulande hat.
    Sie denkt nur in Kategorien von Machtbesessenheit und Dominanz - und wenn das nicht befríedigt wird, zitiert sie ernste Zeiten herbei.
    Nicht die Zeiten sind zum Grausen - denn was ist eigentlich schlimm daran, wenn das Wachstum einmal rückläufig ist? So etwas ist ganz normal. Sondern dieser Grundton.
    Der klingt nicht begnadet - sondern gnadenlos schlecht.

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    • joG
    • 11.11.2009 um 9:16 Uhr

    ...ordentlich. Nachdenklich muss aber stimmen, dass sie eine zunehmende Tendenz der Politiker aufnimmt und von einer so sichtbar staatlicher Plattform eine einzelne (juristische) Person und in diesem Fall einen Ausländer herauspickt und droht. Das scheint mir sehr gefährlich, zumal sie es tat, nachdem internationale Organisationen ihr bereits gesagt hatten, dass sie die Grundlage der Rechtsstaatlichkeit verletzt, weil das Vorgehen ihrer Regierung das Allgemeinheitsgebot staatlicher Handlung bei den Verhandlungen mit GM verletzt hatte.

    • joG
    • 11.11.2009 um 9:19 Uhr

    ...ordentlich. Nachdenklich muss aber stimmen, dass sie eine zunehmende Tendenz der Politiker aufnimmt und von einer so sichtbar staatlicher Plattform eine einzelne (juristische) Person und in diesem Fall einen Ausländer herauspickt und droht. Das scheint mir sehr gefährlich, zumal sie es tat, nachdem internationale Organisationen ihr bereits gesagt hatten, dass sie die Grundlage der Rechtsstaatlichkeit verletzt, weil das Vorgehen ihrer Regierung das Allgemeinheitsgebot staatlicher Handlung bei den Verhandlungen mit GM verletzt hatte.

    • joG
    • 11.11.2009 um 9:16 Uhr

    ...ordentlich. Nachdenklich muss aber stimmen, dass sie eine zunehmende Tendenz der Politiker aufnimmt und von einer so sichtbar staatlicher Plattform eine einzelne (juristische) Person und in diesem Fall einen Ausländer herauspickt und droht. Das scheint mir sehr gefährlich, zumal sie es tat, nachdem internationale Organisationen ihr bereits gesagt hatten, dass sie die Grundlage der Rechtsstaatlichkeit verletzt, weil das Vorgehen ihrer Regierung das Allgemeinheitsgebot staatlicher Handlung bei den Verhandlungen mit GM verletzt hatte.

    • joG
    • 11.11.2009 um 9:19 Uhr

    ...ordentlich. Nachdenklich muss aber stimmen, dass sie eine zunehmende Tendenz der Politiker aufnimmt und von einer so sichtbar staatlicher Plattform eine einzelne (juristische) Person und in diesem Fall einen Ausländer herauspickt und droht. Das scheint mir sehr gefährlich, zumal sie es tat, nachdem internationale Organisationen ihr bereits gesagt hatten, dass sie die Grundlage der Rechtsstaatlichkeit verletzt, weil das Vorgehen ihrer Regierung das Allgemeinheitsgebot staatlicher Handlung bei den Verhandlungen mit GM verletzt hatte.

    • sudek
    • 10.11.2009 um 21:33 Uhr

    obwohl ich Steinmeier nicht ausstehen kann, aber seine Rede war doch sagenhaft gegenüber der von Merkel. Und seine Strategie, entlang des Koalitionsvertrages die geplante Spaltung der Gesellschaft zu thematisieren und aufzulisten hervorragend. Aber das alles kann man nur beurteilen, wenn man es gesehen und gehört hat. Merkel hat noch nicht einmal 1/10 so viel Beifall erhalten wie Steinmeier.

    • Slink
    • 10.11.2009 um 21:45 Uhr

    dass Fr. Merkel schlechte Laune hat, denn sie weiss ganz genau, dass die FDP Trumpfkarte Wirtschaftswachstum eine zu schwache Strategie ist, um das Spiel sicher zu gewinnen und somit wird ihr politisches Glück voll von der Erholung der Weltwirtschaft abhängen.
    Das eigentliche Problem ist der ausbleibende inländische Konsumschub, er wird keine großen Sprünge machen, denn selbst bei stetigem Wachstum gilt inzwischen: den Bürgern nützt das nur bedingt, es kommt immer weniger in der Lohntüte an.

  2. Demokratie ist ein Verfahren, das garantiert, daß wir nicht besser regiert werden, als wir es verdienen. George B: Shaw

    Angela Merkel ist der Kompromiss, auf den die (Nicht-)Wähler sich geeinigt haben.

    Da hilft nur auf die Finger gucken und aufklären. Nach der Wahl ist vor der Wahl. Und auch Wähler lernen wieder mehr auf Inhalte als auf Verpackung zu schauen.

    • havit
    • 10.11.2009 um 22:01 Uhr

    in den USA halten. Dort ist sie besser angesehen wie in Deutschland. Würde sie dass, was sie in Amerika vor dem US-Kongress dem Deutschen Volke erzählen, dann gäbe es keine Opposition mehr. Dann würden alle in die CDU eintreten und Merkel müsste nach 20 Jahren als Bundeskanzlerin aller Deutschen diesen klar machen, dass sie nun wirklich nicht noch einmal gewählt werden möchte. Sie habe schliesslich auch Anspruch auf ihre Rente. Frau Merkel, leider ist dies nicht so, wie sie sich das vorgestellt haben. Die Politik muss nun mal etwas positives hervorzaubern, was Deutschland weiterbringt. Nur wieder mit Wörtern wie Erhöhung einer Steuer oder Einführung der Maut, wenn es anders nicht geht, ist Deutschland nicht geholfen. Einen Entwicklungsminister brauchen wir nicht mehr, da wir die Sozialschmarotzer schon im eigenen Land haben. Bittsteller aller Nationen, die zu uns kommen wollen, dürfen mit leeren Händen wieder nach Hause gehen. Gorbatschow hat Honecker kurz vor der Wende auch nach Hause geschickt, mit leeren Taschen. Kohl hat genauso Schalk- Golodkowski mit leeren Händen auflaufen lassen. Deutschland braucht sich von niemanden, weder von den USA, Israelis oder anderen Staaten wegen der verlorenen Kriege erpressen lassen. Deutschland ist genauso pleite wie jeder andere Staat. Nur als Kuscheltier brauchen wir keine Bundeskanzlerin.

  3. Es ist fasziniert - laut Merkels Rede sind WIR wieder Deutschland und WIR müssen, WIR müssen uns auf schere Zeiten einstellen. Dabei sollte Frau Merkel zuerst die Frage beantworten, WARUM wir das müssen.
    Warum müssen WIR für die Bankenkrise aufkommen?
    Warum müssen WIR gesetzlich Versicherte für die stetig steigenden Kosten des Gesundheitssystems aufkommen, die Arbeitgeberseite - auch die der Banken und der Pharmaindustrie - jedoch nicht ... während WIR auch noch all jene mitfinanzieren, die zu arm sind, um selbst in die Krankenversicherung einzuzahlen während sich privat Versicherte - also Spitzenverdiener und Beamte - sich ins Fäustchen lachen?
    Warum müssen WIR Durchschnittsverdiener jene Steuerlöcher stopfen, die Merkels Steuergeschenke an reiche Erben und Unternehmen ins Staatsäckel reissen?
    Warum müssen WIR dafür bezahlen, dass gutverdienende Eltern steuerlich entlastet werden, während schlechter Verdienende leer ausgehen?
    Warum müssen WIR dafür auskommen, dass Sozialstarke bei der Krankenversicherung entlastet werden und Sozialschwächere draufzahlen und am Gängelband der Sozialämter hängen?
    Mit anderen Worten: Warum müssen WIR, die wir die Krise nicht verusacht haben, jene Umverteilung von unten nach oben bezahlen, die genau die begünstigt, die eine Mitschuld an der Krise haben?

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    • havit
    • 10.11.2009 um 23:53 Uhr

    Frau Merkel ist nicht Deutschland, Frau Merkel ist die Bundeskanzlerin aller Deutschen, von denen sie auch mal etwas abverlangen kann, was sie selbst verbockt hat. Frau Merkel wird schon wissen, warum sie immer " Wir " sagt. Fragen WIR sie mal, wie sie sich alles vorstellt. Wie lange sie braucht, um Deutschland aus dem Jammertal zu bringen. WIR müssen der Regierung sagen, was zu tun ist und was nicht. Merkel probiert schon seit 4 Jahren, bisher ging nur alles in die verkehrte Richtung. WIr müssen handeln, bevor WIR weiter gehandelt werden.

    dass WIR diese Regierung gewählt haben ( mit Ausnahme von mir ) und dass WIR einfach zu satt sind, um uns in die politischen Entscheidungsprozesse einzuklinken.
    Zu dem bitte die Beamten aus dieser Diskussion rauslassen.., diese Berufsgruppe ist doch das politische Kanonenfutter um von den wirklichen Kanonenfutter abzulenken. Es gibt zudem viele Beamte die zu gerne in die gesetzliche Krankenversicherung gehen würden! Da fehlt offensichtlich ein wenig Hintergrund!

    Also nicht rumjammern, einmischen !

    • havit
    • 10.11.2009 um 23:53 Uhr

    Frau Merkel ist nicht Deutschland, Frau Merkel ist die Bundeskanzlerin aller Deutschen, von denen sie auch mal etwas abverlangen kann, was sie selbst verbockt hat. Frau Merkel wird schon wissen, warum sie immer " Wir " sagt. Fragen WIR sie mal, wie sie sich alles vorstellt. Wie lange sie braucht, um Deutschland aus dem Jammertal zu bringen. WIR müssen der Regierung sagen, was zu tun ist und was nicht. Merkel probiert schon seit 4 Jahren, bisher ging nur alles in die verkehrte Richtung. WIr müssen handeln, bevor WIR weiter gehandelt werden.

    dass WIR diese Regierung gewählt haben ( mit Ausnahme von mir ) und dass WIR einfach zu satt sind, um uns in die politischen Entscheidungsprozesse einzuklinken.
    Zu dem bitte die Beamten aus dieser Diskussion rauslassen.., diese Berufsgruppe ist doch das politische Kanonenfutter um von den wirklichen Kanonenfutter abzulenken. Es gibt zudem viele Beamte die zu gerne in die gesetzliche Krankenversicherung gehen würden! Da fehlt offensichtlich ein wenig Hintergrund!

    Also nicht rumjammern, einmischen !

    • FA39MD
    • 10.11.2009 um 23:25 Uhr

    "...Schwarzes Frackkostüm, schwarzer Pulli, eine Kette aus – (?) sehr dunklem Bernstein...."
    Nun, es ist die passende Bekleidung wenn man schon weis, wer "hier" bald gruselige Taten auf nebulöse Reden folgen lässt - der smarte Gute heißt Nick Reilly! - der schwarze Mann mit dem Beil... Und... ich bin ja kein Prophet, aber Frau Merkels Rede ist wohl eher eine Sondierung auf eine Trauerrede, die sie bald halten muss...

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    • hamkon
    • 11.11.2009 um 10:14 Uhr

    dokumentiert eines inzwischen ganz offen und unüberhörbar:

    Deutschland wird zu einem neuen Feudalstaat gemacht.

    Die "Herrschaft" wird von jener Klientel gebildet, die, l.t. Stat. Bundesamt im Jahre 2007 ca. 15% aller Privathaushalte ausmachte, der mehr als 85% aller Privatvermögen besaß. Nach der erfolgreichen Umsetzung des großen Clous, den alle Welt Wirtschaftkrise oder Bankenkrise nennt, der aber nicht anderes war ein globales Finanzspekulations- und -anlagenbetrugsspiel nach Casinoart, hat sich der Anteil der Privathaushalte etwas verringert, die Vermögensbesitzrate allerding ist weiter gestieten.

    Regierungspolitik, erklärtermassen, ist die weitere Steigerung dieser Privilegierung und die weitere Verarmung und Verelendung der restlichen 85-90% aller Privathaushalte.

    So gesehen ist die Parole aus den 1920er Jahren wieder aktuell, denn "die allerdümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber." Wir sind offenbar nicht das Volk der Dichter und Denker, sondern das Volk der Rindviecher und der Schlächter.

    Angela Merkel erinnert an die Zeilen von Heinrich Heine,
    ".........
    Ein Fluch dem König, dem König der Reichen,
    Den unser Elend nicht konnte erweichen,
    Der den letzten Groschen von uns erpreßt
    Und uns wie Hunde erschießen läßt -
    Wir weben, wir weben!
    ......"

    • hamkon
    • 11.11.2009 um 10:14 Uhr

    dokumentiert eines inzwischen ganz offen und unüberhörbar:

    Deutschland wird zu einem neuen Feudalstaat gemacht.

    Die "Herrschaft" wird von jener Klientel gebildet, die, l.t. Stat. Bundesamt im Jahre 2007 ca. 15% aller Privathaushalte ausmachte, der mehr als 85% aller Privatvermögen besaß. Nach der erfolgreichen Umsetzung des großen Clous, den alle Welt Wirtschaftkrise oder Bankenkrise nennt, der aber nicht anderes war ein globales Finanzspekulations- und -anlagenbetrugsspiel nach Casinoart, hat sich der Anteil der Privathaushalte etwas verringert, die Vermögensbesitzrate allerding ist weiter gestieten.

    Regierungspolitik, erklärtermassen, ist die weitere Steigerung dieser Privilegierung und die weitere Verarmung und Verelendung der restlichen 85-90% aller Privathaushalte.

    So gesehen ist die Parole aus den 1920er Jahren wieder aktuell, denn "die allerdümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber." Wir sind offenbar nicht das Volk der Dichter und Denker, sondern das Volk der Rindviecher und der Schlächter.

    Angela Merkel erinnert an die Zeilen von Heinrich Heine,
    ".........
    Ein Fluch dem König, dem König der Reichen,
    Den unser Elend nicht konnte erweichen,
    Der den letzten Groschen von uns erpreßt
    Und uns wie Hunde erschießen läßt -
    Wir weben, wir weben!
    ......"

    • havit
    • 10.11.2009 um 23:53 Uhr

    Frau Merkel ist nicht Deutschland, Frau Merkel ist die Bundeskanzlerin aller Deutschen, von denen sie auch mal etwas abverlangen kann, was sie selbst verbockt hat. Frau Merkel wird schon wissen, warum sie immer " Wir " sagt. Fragen WIR sie mal, wie sie sich alles vorstellt. Wie lange sie braucht, um Deutschland aus dem Jammertal zu bringen. WIR müssen der Regierung sagen, was zu tun ist und was nicht. Merkel probiert schon seit 4 Jahren, bisher ging nur alles in die verkehrte Richtung. WIr müssen handeln, bevor WIR weiter gehandelt werden.

    Antwort auf "Merkesl dunkle Zeiten"

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