Minarette in der Schweiz Türme der Angst
Die Stimmung im Land ist gereizt: Die Schweiz stimmt über ein Bauverbot von Minaretten ab. In Wirklichkeit geht es um mehr: Es ist ein Plebiszit über den Islam.
© Fabrice Coffrini/ Getti Images

Die Stadt Basel hat das Plakat der Minarett-Gegner als "rassistisch" verboten. Anderswo in der Schweiz darf es hängen
Auf der grauen Tür steht "Minarett". Oben mit lateinischen Buchstaben, darunter auf Arabisch. "Kommen Sie", sagt Ulysse Moh. Seine Stimme hallt in dem kalten Keller. Mit der linken Hand streicht er den ergrauten Bart, die rechte Hand geht zum Griff. Die Tür knarrt beim Öffnen. Eine Wendeltreppe führt steil nach oben. Es ist eng und feucht. Die Luft riecht faulig. Die Lampen sind ausgeschaltet. Aufstieg. Nach rund 100 Stufen fällt Licht in den schlanken Turm. Die Tür zu dem Balkon steht offen. Über der Empore ragt die grüne Spitze des Minaretts in den grauen Himmel. Auf der Spitze des Turms stehen drei Kugeln, ganz oben liegt ein Halbmond. "Das Minarett hier in Genf ist rund 40 Meter hoch", sagt Ulysse Moh, der Hausmeister, "der Turm soll den Gläubigen den Weg zur Moschee weisen."
Die Genfer Moschee ist das größte islamische Gotteshaus in der Schweiz. Der König von Saudi-Arabien gab das Geld für den Bau. Zur Eröffnung der Moschee am nördlichen Stadtrand, unweit der Grenze zu Frankreich, erschien der Monarch persönlich. "Das war 1978", erzählt Ulysse. Man spürt seinen Stolz. Doch dann spricht er von der "Initiative". Er sagt: "Erst sind es die Minarette, dann die Moscheen, dann die Muslime."
Wovor fürchtet sich Ulysse Moh? Eine Gruppe rechtsgerichteter Eidgenossen will den Bau von Minaretten per Verfassungsänderung verbieten. In fast 50 Jahren errichteten die Muslime vier Moscheetürme in der Schweiz. Die größte Partei des Landes, die erzkonservative Schweizerische Volkspartei, hat sich auf die Seite der "Initiative" gestellt. Am kommenden Sonntag werden die Stimmbürger zwischen St. Gallen und Genf, zwischen Basel und Chiasso über den Baustopp entscheiden.
Der angestrebte Bann beherrscht seit Wochen die politische Debatte der Schweiz. Noch nie stimmten in einem Land die Menschen über eine vergleichbare Frage ab. Längst geht es nicht mehr um das bloße Minarettverbot. Es geht um Religion und Rassismus, um Toleranz und Terrorismus. Es ist ein Plebiszit über den Islam.
"Wir Schweizer leben zwar in der Mitte Europas, wir sind aber noch immer ein Sonderfall", sagt der Soziologe Jean Ziegler. "Dass rund 115 000 Schweizer mit ihrer Unterschrift die Abstimmung erzwungen haben, ist ein Zeichen der helvetischen Pathologie." Und er fragt: "Wie kann eine so intolerante Initiative nur so erfolgreich sein?" Die Antwort: Die Gegner der Minarette setzen auf die Angst. Die Angst vor dem Islam, die Angst vor Fanatikern. Das Minarett symbolisiere den "Machtanspruch" des Islam über die Schweiz, sagen sie. Einer ihrer Wortführer ist der SVP-Abgeordnete Walter Wobmann: "Die Befürchtung ist groß, dass den Minaretten der Gebetsrufer, der Muezzin, folgen wird", warnt er seine Zuhörer. Und nach dem Muezzin droht in Wobmanns Vorstellungswelt die Scharia. "Das islamische Recht beinhaltet unter anderem Ehrenmorde, Zwangsehen, Beschneidungen, das Tragen der Burka, die Missachtung von Schulvorschriften, ja sogar Steinigungen."
Als schrillen Höhepunkt ihrer Anti-Minarett-Kampagne präsentierten Wobmann und seine Mitstreiter ein Plakat, entworfen vom deutschen Werber Alexander Segert: Links starrt eine schwarz verhüllte Frau grimmig auf den Betrachter, daneben ragen Minarette wie Raketen auf. Die Schatten der Raketen-Minarette legen sich auf die Schweizer Fahne. Die Stadt Basel hat das "rassistische und diskriminierende" Poster verboten, Menschenrechtsexperten der Uno rügten die "provozierende" Botschaft des Posters. In Genf hängt das Plakat an Straßen und Plätzen. Auch in der Nähe der Moschee.
Es ist Freitag gegen 12 Uhr mittags. Freitag ist der heilige Tag im Islam. Vor der Genfer Moschee klappert ein Muslim mit seiner Sammelbüchse. Mit der Kollekte sollen Prothesen für die Kriegsopfer im Gazastreifen gekauft werden. Die ersten Gläubigen treffen ein. Junge Männer, alte Männer, die meisten tragen Bart und einfache Kleider. Auch einige Frauen mit Kopftüchern erscheinen. Vor der Moschee regelt ein Wachmann eines privaten Sicherheitsdienstes den Verkehr. Polizeiwagen patrouillieren. Erst vor wenigen Tagen warfen Islam-Gegner Pflastersteine auf die Fassade. Verletzt wurde niemand. "Die Attacke zeigt die aufgeheizte Atmosphäre", sagt ein älterer Muslim. Die "Initiative", da ist er sicher, stachelt die Nichtmuslime zum Hass auf die Muslime auf.
"Es ist eine Diskriminierung all jener Muslime, die sich im Rahmen des gesellschaftlichen und interreligiösen Dialogs engagieren", sagt Hisham Maizar, der Präsident der Föderation islamischer Dachorganisationen in der Schweiz. Leila, eine 37-jährige Neuromedizinerin, sagt: "Früher schauten die Leute im Bus mit Neugier auf mich, heute schauen sie mit Furcht auf mich." Dann dreht sie sich weg, als Frau muss sie durch einen separaten Eingang in die Moschee gehen. Auch darf sie nicht in demselben Raum beten wie die Männer.
An den Rändern der zwei großen Gebetsräume für Männer stapeln sich die Schuhe. Die Gläubigen sitzen dicht an dicht auf flauschigen Teppichen, einige ältere Herren haben sich auf Klappstühlen niedergelassen. Alle richten ihren Blick Richtung Mekka. An der Wand hängt ein Plakat gegen die Anti-Minarett-Initiative. Andere Poster zeigen die heiligen Stätten der Muslime, Mekka und Medina. Zwischen den Gläubigen drängen sich Fotografen. Die Medien brauchen neuen Stoff für ihre Berichte über die Anti-Minarett-Initiative
Um Punkt 13 Uhr erscheint der Imam. Er postiert sich vor einem riesigen Stuhl aus Holz. Auf dem Kopf trägt er eine weiße Kappe, das Gesicht ist mit einem Bart bedeckt. Die Männer verstummen, der Gottesdienst beginnt. Der Imam redet über Pilgerfahrten, über Aufgaben und Pflichten der Muslime. Er spricht frei. Mal arabisch, mal französisch. Dann zitiert er aus dem Koran. Die Gläubigen antworten. Ein Summen, ein Murmeln erfüllt den weiten Raum. Sie bücken ihre Oberkörper, werfen sich auf die Knie. Zuletzt neigen sie die Köpfe. Nur die Rücken sind zu sehen. Das Rufen, Murmeln, Summen und Bücken dauert 45 Minuten.
Dann begrüßt der Imam einen Gast: Ueli Leuenberger, Präsident der Schweizer Grünen. Leuenberger kämpft gegen das Minarett-Verbot. Jetzt in der größten Moschee des Landes wendet er sich direkt an die Muslime. "Ich will Ihnen meine Sympathie und meine Solidarität übermitteln", sagt er. Seine Botschaft: Dialog, Miteinander, Verständnis. Nein zu Islamophobie. Es ist das übliche Repertoire. Die Muslime bedanken sich mit höflichem Applaus.
Die Ablehnung der Initiative reicht bis weit ins bürgerliche Lager hinein: Auch die Christen, die Juden wollen von dem Minarett-Verbot nichts wissen. Die Gegner führen vor allem die Religionsfreiheit ins Feld. Viele Politiker fürchten eine aggressive Reaktion der Muslime. "Die einzige Wirkung eines Minarettverbots wäre, dass sich die Muslime diskriminiert fühlen würden", warnt der christdemokratische Abgeordnete Norbert Hochreutener. "Weil der Staat ihre Religion angreift, würden einige Hitzköpfe den Staat angreifen." Auch die Regierung und die Wirtschaft sagen Nein zum Verbot. Ihnen bangt vor der Empörung im Ausland, vor allem in der islamischen Welt. Mit Entsetzen erinnern sie sich an das Beispiel Dänemark. Nachdem in einer Zeitung Karikaturen über den Propheten Mohammed erschienen waren, attackierten wütende Muslime Einrichtungen des skandinavischen Landes. "Dabei befindet sich die Schweiz außenpolitisch bereits in einer schwierigen Situation", sagt der Soziologe Kurt Imhof. "Wenn sie nun noch als latent rassistisch erscheint, dient dies nicht der Verteidigung ihrer Interessen."
Medien aus muslimischen Ländern beobachten seit Wochen die Minarett-Kontroverse in der Schweiz. Noch nie berichteten Journalisten aus Algerien, Ägypten und Palästina so intensiv über ein Referendum in dem kleinen, fernen Land.
Bislang galten die Beziehungen der Schweizer zu den muslimischen Migranten als relativ problemlos – keine Gewalt, kaum Fanatismus, wenig Ausgrenzung. Beide Seiten profitierten: Helvetische Firmen fanden billige Arbeitskräfte, Muslime aus ärmeren Staaten konnten mit harten Franken ihre Familien ernähren.
Als 1963 die muslimische Gemeinde in Zürich eine Moschee mit dem ersten Minarett in der Schweiz einweihte, lobte der Bürgermeister den Bau als Symbol des "weltoffenen und liberalen Charakters" seiner Stadt. Lebten im Jahr 1970 rund 16 000 Muslime in der Eidgenossenschaft, sind es heute rund 400 000 – knapp fünf Prozent der Einwohner.
"Wir sind natürlich nur eine Minderheit", sagt Youssef Ibram, der Imam der Genfer Moschee. "Deshalb achten wir besonders darauf, wie die Mehrheit uns behandelt." Ibram sitzt in einem Zimmer des Islamischen Kulturzentrums neben der Moschee. Er nippt an einem schwarzen Kaffee. Der Imam antwortet auf jede Frage ruhig und überlegt. Warum verbietet Saudi-Arabien den Christen den Bau von Kirchen? "Diese Frage", sagt er, "muss man den Saudi-Arabern stellen." Kann er verstehen, dass viele Europäer nach den Anschlägen fundamentalistischer Muslime den Islam fürchten? "Wir sind nicht verantwortlich für Bin Laden, wir sind nicht verantwortlich für Al Qaida, wir sind nicht verantwortlich für die Taliban in Afghanistan, wir sind nicht verantwortlich für das, was in Pakistan passiert, wir sind nur verantwortlich für uns", sagt der Imam.
Youssef Ibram richtet sich auf. Er führt durch die Räume des Kulturzentrums, eine Frau mit Kopftuch huscht vorbei. Das Gespräch kommt wieder auf die Abstimmung. Bisher bekam die Anti-Minarett-Initiative in keiner Umfrage eine Mehrheit. Warum haben die Moscheebesucher dann solche Angst? "Wissen Sie", sagt Ibram, "wenn schon fünf Prozent der Schweizer das Verbot der Minarette verlangen, ist das eine Niederlage für uns, es würde zeigen, dass wir Muslime in der Schweiz nicht willkommen sind."
Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 24.11.2009.
- Datum 24.11.2009 - 16:37 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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Moslems und Christen lebten in der Schweiz friedlich zusammen.
Hat während dieser Zeit, irgendein islamischer Verband sich dafür eingesetzt, dass die Kirchen in der Türkei läuten dürfen? Dass die Christen offen in eine Kirche gehen können?
Haben sie Zorn und Verachtung gegenüber Ehrenmorde gezeigt, wie sie bei Morden an Moslems gezeigt haben?
Nein, dass alles haben sie nicht!
Der Staat und große Teile der Bevölkerung haben den Molsem die Hand gegeben. Sie aber forderten den ganzen Arm!
Tut mir Leid, aber wieso soll ich einem Mitmenschen gestattet, dass er Minarretten errichtet, während er sich nichts für die Verständigung zwischen den Religionen unternimmt und keine Solidarität mit den Minderheiten aus seinem Herkunftsland zeigt?
Sie haben eine sehr komische Auffassung von Recht. Egal zu was sich Muslime äussern und zu was nicht, das Recht, seine Religion praktizieren zu können, wird dadurch nicht eingeschränkt. Ihre Idee, dass man Minarette in der Schweiz verbieten sollte, weil Kirchen in ein paar islamischen Ländern verboten sind, ist Kindergarten. Würden Sie in der Schweiz leben wüssten sie, dass hier viele Muslime an der Diskussion um die Volksabstimmung teilnehmen und dass sie alle Ehrenmorde verurteilen und Religionsfreiheit (egal ob hier oder in der Türkei), begrüssen.
Entweder wir sagen, dass wir die Guten sind und hier Religionsfreiheit herrscht, und wir die religiösen Auffassungen anderer Menschen achten und akzeptieren. Dann müssen wir Minarette auch erlauben. Es ist ja nicht so, dass bei vier (!) Minaretten irgendein Nachteil für die anderen Schweizer entsteht.
Oder wir bekennen uns dazu, dass auch wir solche Idioten wie die konservativen Saudis sind. Das kann man freilich offen sagen und darüber diskutieren. Aber man sollte dann wenigstens ehrlich sein und nicht irgendwem vormachen, dass man besser ist als irgendwelche islamistischen Extremisten.
Auch in der Schweizer Verfassung ist die Diskriminierung wegen Religion verboten. In der von Saudi-Arabien dagegen nicht.
Was schließen wir daraus? In der Schweiz müssen Minarette gebaut werden können, in Saudi-Arabien aber keine Kirchen.
dürfen in der Türkei durchaus läuten, zumindest habe ich es in Istanbul mit eigenen Ohren gehört.
Ich würde vorschlagen, sich das Land selbst anzusehen, bevor man sein Unwissen darüber verbreitet.
Sie haben eine sehr komische Auffassung von Recht. Egal zu was sich Muslime äussern und zu was nicht, das Recht, seine Religion praktizieren zu können, wird dadurch nicht eingeschränkt. Ihre Idee, dass man Minarette in der Schweiz verbieten sollte, weil Kirchen in ein paar islamischen Ländern verboten sind, ist Kindergarten. Würden Sie in der Schweiz leben wüssten sie, dass hier viele Muslime an der Diskussion um die Volksabstimmung teilnehmen und dass sie alle Ehrenmorde verurteilen und Religionsfreiheit (egal ob hier oder in der Türkei), begrüssen.
Entweder wir sagen, dass wir die Guten sind und hier Religionsfreiheit herrscht, und wir die religiösen Auffassungen anderer Menschen achten und akzeptieren. Dann müssen wir Minarette auch erlauben. Es ist ja nicht so, dass bei vier (!) Minaretten irgendein Nachteil für die anderen Schweizer entsteht.
Oder wir bekennen uns dazu, dass auch wir solche Idioten wie die konservativen Saudis sind. Das kann man freilich offen sagen und darüber diskutieren. Aber man sollte dann wenigstens ehrlich sein und nicht irgendwem vormachen, dass man besser ist als irgendwelche islamistischen Extremisten.
Auch in der Schweizer Verfassung ist die Diskriminierung wegen Religion verboten. In der von Saudi-Arabien dagegen nicht.
Was schließen wir daraus? In der Schweiz müssen Minarette gebaut werden können, in Saudi-Arabien aber keine Kirchen.
dürfen in der Türkei durchaus läuten, zumindest habe ich es in Istanbul mit eigenen Ohren gehört.
Ich würde vorschlagen, sich das Land selbst anzusehen, bevor man sein Unwissen darüber verbreitet.
Sie haben eine sehr komische Auffassung von Recht. Egal zu was sich Muslime äussern und zu was nicht, das Recht, seine Religion praktizieren zu können, wird dadurch nicht eingeschränkt. Ihre Idee, dass man Minarette in der Schweiz verbieten sollte, weil Kirchen in ein paar islamischen Ländern verboten sind, ist Kindergarten. Würden Sie in der Schweiz leben wüssten sie, dass hier viele Muslime an der Diskussion um die Volksabstimmung teilnehmen und dass sie alle Ehrenmorde verurteilen und Religionsfreiheit (egal ob hier oder in der Türkei), begrüssen.
Sie haben mich nicht verstanden.
Für die Tatsache, dass Christen in islamisch geprägten Ländern verfolgt werden, können gewiss im Westen lebende Moslems reinüberhaupt gar nichts.
Aber sie können Stellung nehmen. Sie können sich kritisch zu den Taten in ihren Herkunftsländer äußern.
Bisher, haben sie es nicht getan.
Eher im Gegenteil!
was soll dieses gerede über verbote der Religiionsausübung.
Ich wünsche jedem, der hier die "Multi-Kulti" Nummer wählt einen Wohnort neben enem solchen Turm. Spätestens wenn Morgens und Abends die Lautsprecher angehen und ein unverständliches Geschreie ein paar Gläubige zum Gebet ruft, der ahnt wie schön ein paar Kirchenglocken in unseren Ohren klingen können. Die Glocken gehören zu unserem Glauben und zu unserer Kultur, also warum müssen wir uns das andere auf drängen lassen?
Sie haben mich nicht verstanden.
Für die Tatsache, dass Christen in islamisch geprägten Ländern verfolgt werden, können gewiss im Westen lebende Moslems reinüberhaupt gar nichts.
Aber sie können Stellung nehmen. Sie können sich kritisch zu den Taten in ihren Herkunftsländer äußern.
Bisher, haben sie es nicht getan.
Eher im Gegenteil!
was soll dieses gerede über verbote der Religiionsausübung.
Ich wünsche jedem, der hier die "Multi-Kulti" Nummer wählt einen Wohnort neben enem solchen Turm. Spätestens wenn Morgens und Abends die Lautsprecher angehen und ein unverständliches Geschreie ein paar Gläubige zum Gebet ruft, der ahnt wie schön ein paar Kirchenglocken in unseren Ohren klingen können. Die Glocken gehören zu unserem Glauben und zu unserer Kultur, also warum müssen wir uns das andere auf drängen lassen?
Man muss sich fragen, wie tolerant die Muslime in der Schweiz sind, wenn sie es nicht einmal nach ihrem Tod für hinnehmbar betrachten, in derselben Erde zu ruhen wie vormals die Leichnahme christlicher Verstorbener (deren Ueberreste man sich dann ohne viel Federlesens entledigt): http://www.3sat.de/dynami... . Und wie sich die Albaner (= Muslime) in der Schweiz aufführen ist allgemein bekannt (http://www.weltwoche.ch/a...) : "Als grösste ethnische Gruppe haben die Albaner nicht nur ihre geschlossenen Gruppen gebildet, sondern auch eine Art Leaderrolle übernommen. Das zeigt sich vor allem an der Sprache: Viele lernen nie ein korrektes Deutsch, es dominiert der «Krass-Mann-Slang», ein Mix von Basis-Deutsch und Rudimentär-Mundart mit einem minimalen Wortschatz, den auch Schweizer Kinder zusehends übernehmen. Im Kochunterricht steht schon lange kein Schweinefleisch mehr auf dem Menü, und auch auf den Ramadan ist Rücksicht zu nehmen. Religion wird wieder zum Thema, Mädchen mit Tschador sind keine Seltenheit mehr. Jene, die sich etwas freizügiger kleiden, werden schnell einmal als «Schlampen» tituliert – und von ihren Gschpändli entsprechend verächtlich bis aggressiv behandelt." D.h. die Muslime verlangen, dass sich der Rest der Gesellschaft in ihre Sitten und Gewohnheiten integriert, umgekehrt verweigern sie sich einfach.
[Anm.: Bitte unterlassen Sie verallgemeinernde und diskriminierende Aeusserungen. Danke. /Die Redaktion pt.]
"D.h. die Muslime verlangen, dass sich der Rest der Gesellschaft in ihre Sitten und Gewohnheiten integriert, umgekehrt verweigern sie sich einfach."
Niemand verlangt, dass "sich der Rest der Gesellschaft in ihre Sitten und Gewohnheiten integriert". Es wird nur gefordert, dass auf die Religion Rücksicht genommen wird. Dass das für manche Menschen schwer zu begreifen ist liegt nur daran, dass der muslimische Glaube - im Gegensatz zum christlichen - noch nicht so lange eine Rolle in der Gesellschaft spielt. Niemand fordert eine Anpassung vom "Rest" der Gesellschaft (der noch bei weitem in der Mehrheit ist), niemand möchte Ihnen ihre Schweineschnitzel verbieten.
"D.h. die Muslime verlangen, dass sich der Rest der Gesellschaft in ihre Sitten und Gewohnheiten integriert, umgekehrt verweigern sie sich einfach."
Niemand verlangt, dass "sich der Rest der Gesellschaft in ihre Sitten und Gewohnheiten integriert". Es wird nur gefordert, dass auf die Religion Rücksicht genommen wird. Dass das für manche Menschen schwer zu begreifen ist liegt nur daran, dass der muslimische Glaube - im Gegensatz zum christlichen - noch nicht so lange eine Rolle in der Gesellschaft spielt. Niemand fordert eine Anpassung vom "Rest" der Gesellschaft (der noch bei weitem in der Mehrheit ist), niemand möchte Ihnen ihre Schweineschnitzel verbieten.
Menschen hassen. Menschen kaempfen. Menschen toeten. Und alles nur wegen der Existenz von verschiedenen Goettern?
Warum kann nicht jeder den anderen so nehmen, wie er ist? Ich frage mich wirklich was so schwer daran ist.
Jedenfalls Voltaire hatte damals Recht:
Si Dieu n'existe pas, il faudrait l'inventer.
Die Idee hatten wohl genuegend Menschen und resultierend daraus mussten Millionen und Millionen von Menschen sterben.
"D.h. die Muslime verlangen, dass sich der Rest der Gesellschaft in ihre Sitten und Gewohnheiten integriert, umgekehrt verweigern sie sich einfach."
Niemand verlangt, dass "sich der Rest der Gesellschaft in ihre Sitten und Gewohnheiten integriert". Es wird nur gefordert, dass auf die Religion Rücksicht genommen wird. Dass das für manche Menschen schwer zu begreifen ist liegt nur daran, dass der muslimische Glaube - im Gegensatz zum christlichen - noch nicht so lange eine Rolle in der Gesellschaft spielt. Niemand fordert eine Anpassung vom "Rest" der Gesellschaft (der noch bei weitem in der Mehrheit ist), niemand möchte Ihnen ihre Schweineschnitzel verbieten.
Niemand fordert eine Anpassung vom "Rest" der Gesellschaft (der noch bei weitem in der Mehrheit ist), niemand möchte Ihnen ihre Schweineschnitzel verbieten.
Noch wird das nicht gefordert, dafür ist es an Schulen aber teilweise schon umgesetzt: "Im Kochunterricht steht schon lange kein Schweinefleisch mehr auf dem Menü, und auch auf den Ramadan ist Rücksicht zu nehmen." (siehe mein obiger Kommentar). [...]
[Der Rest wurde geloescht, bitte verzichten Sie auf hetzerische Aeusserungen und Unterstellungen. Danke. /Die Redaktion pt.]
Niemand fordert eine Anpassung vom "Rest" der Gesellschaft (der noch bei weitem in der Mehrheit ist), niemand möchte Ihnen ihre Schweineschnitzel verbieten.
Noch wird das nicht gefordert, dafür ist es an Schulen aber teilweise schon umgesetzt: "Im Kochunterricht steht schon lange kein Schweinefleisch mehr auf dem Menü, und auch auf den Ramadan ist Rücksicht zu nehmen." (siehe mein obiger Kommentar). [...]
[Der Rest wurde geloescht, bitte verzichten Sie auf hetzerische Aeusserungen und Unterstellungen. Danke. /Die Redaktion pt.]
... ob bei den Atheisten auch eine solche Entrüstung aufkäme, wenn ihnen, nach einem Zusammenschluß zu einer Organisation, Ablehnung entgegen käme wegen der Errichtung eines Zentrums, das architektonisch nicht ins religiöse oder multi-kulturelle Weltbild paßt.
"Mich würde interessieren, ob bei den Atheisten auch eine solche Entrüstung aufkäme, wenn ihnen, nach einem Zusammenschluß zu einer Organisation, Ablehnung entgegen käme wegen der Errichtung eines Zentrums, das architektonisch nicht ins religiöse oder multi-kulturelle Weltbild paßt."
Wahrscheinlich ja, falls sich Atheisten wirklich mal zu einer Organisation des Nichts zusammenschließen. Schließlich ist es Geschmackssache, was architektonisch in welches Weltbild passt.
"Von Prunk und Protz keine Spur."
Auch bei der Moschee mit Minarett in Zürich (die einzige Moschee der Schweiz die ich kenne) ist von Prunk und Protz keine Spur. Aber was ist eigentlich Ihr Argument?
"Mich würde interessieren, ob bei den Atheisten auch eine solche Entrüstung aufkäme, wenn ihnen, nach einem Zusammenschluß zu einer Organisation, Ablehnung entgegen käme wegen der Errichtung eines Zentrums, das architektonisch nicht ins religiöse oder multi-kulturelle Weltbild paßt."
Wahrscheinlich ja, falls sich Atheisten wirklich mal zu einer Organisation des Nichts zusammenschließen. Schließlich ist es Geschmackssache, was architektonisch in welches Weltbild passt.
"Von Prunk und Protz keine Spur."
Auch bei der Moschee mit Minarett in Zürich (die einzige Moschee der Schweiz die ich kenne) ist von Prunk und Protz keine Spur. Aber was ist eigentlich Ihr Argument?
spannend so ein Abstimmung in D-land durchzuführen. Die Beteiligung läge mit Sicherheit höher als bei der Bundestagswahl. Wahrscheinlich hätten die politischen Eliten jedoch zu viel Angst vor dem Ergebnis.
Ich würde mich über eine solche Abstimmung nicht freuen. Das Grundgesetz steht einfach nicht zur Abstimmung. Ausserdem wird das Ergebnis in Deutschland ähnlich ausfallen wie es höchstwahrscheinlich in der Schweiz ausfällt: Mit einer Niederlage für ein allgemeines Minarett-Verbot. Nur macht halt die Mehrheit nicht so viel Lärm wie die Leute, die eine diffuse und irrationale Angst dem Islam gegenüber verspüren.
Sie sagen:" diffuse und irrationale Angst dem Islam"
Das kann doch nichht Ihr Ernst sein. Zweifellos gäbe es ohne den Islam weniger Terrortote auf der Welt, oder wollen sie das etwa auch leugnen.
Sie sagen:" diffuse und irrationale Angst dem Islam"
Das kann doch nichht Ihr Ernst sein. Zweifellos gäbe es ohne den Islam weniger Terrortote auf der Welt, oder wollen sie das etwa auch leugnen.
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