Nahost-Politik Westerwelles heikle Reise nach IsraelSeite 2/2
Dazu kommt, dass Westerwelle derzeit wohl kaum einen besseren Termin für seinen Blitzbesuch hätte wählen können. Vor allem, wenn er gegenüber seinen israelischen Gesprächspartnern auch kritische Töne anzuschlagen gedenkt. Israelische Offizielle und die Medien des jüdischen Staates überschlagen sich in den vergangenen Tagen in Lobeshymnen für einen deutschen Chefbeamten. Auch die Sprecher der im Gazastreifen herrschenden radikalislamischen Hamas finden nur Lobesworte für den Mann, dessen Name auf eigenen Wunsch geheim gehalten wird. Der BND-Agent hat in der relativ kurzen Zeit seiner Vermittlung die Bemühungen um einen Gefangenenaustausch zwischen Hamas und Israel deutlich vorangebracht. So sehr, dass mehrere arabische Medien am Wochenende ankündigten, der Austausch des vor mehr als drei Jahren in den Gazastreifen verschleppten israelischen Soldaten Gilad Shalit gegen 450 in Israel inhaftierte Palästinenser stehe unmittelbar bevor. Möglicherweise kommt er gar schon am kommenden Freitag aus Anlass des moslemischen Opferfestes, Aid el-Fitr, zustande. Israels Regierung ist Berlin für die Hilfeleistung äußerst dankbar, denn der öffentliche Druck, endlich für die Freilassung Shalits zu sorgen, ist gewaltig. Die große Mehrheit der Israelis ist bereit, dafür jeden von der Hamas geforderten Preis zu zahlen.
Westerwelle könnte nun Kritik unter Freunden anbringen, ohne auf wütende Reaktionen zu stoßen, etwa was die israelischen Siedlungsaktivitäten im Westjordanland und Ost-Jerusalem angeht. Israel steht zudem weltweit wegen der anhaltenden Teilblockade des Gazastreifens unter Druck. Glückt die deutsche Vermittlung beim Gefangenenaustausch, dürfte Israel wohl die Blockade aufheben und endlich den Wiederaufbau des Gazastreifens nach dem Krieg im Januar erlauben. Womit der Druck auf Israel, dank deutscher Hilfe, endlich nachlassen dürfte.
- Datum 23.11.2009 - 11:47 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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heißt nicht Aid el-Fitr, sondern Aid Kabir. Aid el-Fitr ist das "Kleine Fest" direkt nach dem Ramadan - hier in Deutschland meist als "Zuckerfest" bezeichnet.
(Das ist übrigens so, als wenn ein arabischer Journalist Weihnachten und Ostern verwechseln würde.)
das wir das jetzt wissen - ich habe es sogar schon wieder vergessen! Müssen wir wirklich alle arabisch lernen? Nebenbei ist das Opferfest gar kein rein muslemisches sondern geht auf Abrahamzurück .....
sind soviel Wert wie ein Israeli? Dann braucht auch ein Israeli soviel Land wie 450 Palestinaenser - oder ? Dann können die sich ja in Ruhe weiter vermehren im Gazastreifen .....
Ernsthaft: dieses Problem wird sich früher oder spaeter von allein lösen weil die Palestinaenser einfach gar nicht mehr alle in den Gaza und ins Westjordanland hineinpassen. Araber in Israel werden auch demnaechst zahlenmaessig überlegen sein also müsste in Israel die Demokratie abgeschafft werden...
das wir das jetzt wissen - ich habe es sogar schon wieder vergessen! Müssen wir wirklich alle arabisch lernen? Nebenbei ist das Opferfest gar kein rein muslemisches sondern geht auf Abrahamzurück .....
sind soviel Wert wie ein Israeli? Dann braucht auch ein Israeli soviel Land wie 450 Palestinaenser - oder ? Dann können die sich ja in Ruhe weiter vermehren im Gazastreifen .....
Ernsthaft: dieses Problem wird sich früher oder spaeter von allein lösen weil die Palestinaenser einfach gar nicht mehr alle in den Gaza und ins Westjordanland hineinpassen. Araber in Israel werden auch demnaechst zahlenmaessig überlegen sein also müsste in Israel die Demokratie abgeschafft werden...
Herr Westerwelle darf ruhig sachte auf die Pauke hauen. Die Siedlungspolitik der Israelis ist total falsch. Auch nimmt man den Palästinenser mir nichts, dir nichts das Land in Jerusalem weg, um Grabungen nach den Altjuden zu veranstalten.
Dieses Land war bis 1967 jordanisch.
Auch das unsägliche Leid der Juden unter den Nazis ist keine Rechfertigung um Palästinenserhäuser, Plattzumachen, denn was unter der Erde ist ist zum Leben nicht mehr zu erwecken
Das ist eine Schande!
Die völkerrechtswidrige Besetzung Ostjerusalems und des Westjordanlandes 1949 ist meines Wissens nur von Pakistan und Jordaniens Geburtshelfer Großbritannien anerkannt worden.
Nach dem Völkerbundsmandat sollte GB dort eine jüdische Heimstätte schaffen. GB hat aber vertragswidrig die geforderte jüdsiche Ansiedlung dort verboten!
Die völkerrechtswidrige Besetzung Ostjerusalems und des Westjordanlandes 1949 ist meines Wissens nur von Pakistan und Jordaniens Geburtshelfer Großbritannien anerkannt worden.
Nach dem Völkerbundsmandat sollte GB dort eine jüdische Heimstätte schaffen. GB hat aber vertragswidrig die geforderte jüdsiche Ansiedlung dort verboten!
Die völkerrechtswidrige Besetzung Ostjerusalems und des Westjordanlandes 1949 ist meines Wissens nur von Pakistan und Jordaniens Geburtshelfer Großbritannien anerkannt worden.
Nach dem Völkerbundsmandat sollte GB dort eine jüdische Heimstätte schaffen. GB hat aber vertragswidrig die geforderte jüdsiche Ansiedlung dort verboten!
"Nach dem Völkerbundsmandat sollte GB dort eine jüdische Heimstätte schaffen. GB hat aber vertragswidrig die geforderte jüdsiche Ansiedlung dort verboten!"
Das ist natürlich Unsinn - und ein wirklich grober Versuch der Geschichtsfälschung. Ich verstehe nicht, warum das immer wieder versucht wird. Im grunde laufen derartige Lügen darauf hinaus, das Existenzrecht der Palästinenser zu leugnen bis hin zur Akzeptanz von Vertreibung und Ermordnung.
In Wirklichkeit hatte sich Grossbritannien während des Ersten Weltkrieges verpflichtet, Palästina nach ende des Krieges der alleinigen unabhängigen Selbstkontrolle der Araber zu übergeben. Wortbruch beging Grossbritannien, als es dieses nicht tat.
Alle nachfolgenden Verträge zur Frage der jüdischen Siedler sind also entsprechend zu bewerten. Die unter dem Völkerbundsmandat getroffenen Vereinbarungen sahen zudem keineswegs die Gründung eines jüdischen Staates vor. Vielmehr sollte lediglich eine Heimstatt für die jüdischen Siedler geschaffen werden - UNTER ARABISCHER VERWALTUNG und in Koexistenz beider Seiten. Es darf nicht vergessen werden, das Palästina bereits viele Jahrthunderte die Heimat der Araber war, bevor die ersten jüdischen Siedler in das Gebiet einwanderten. Entsprechend sollte seitens des Völkerbundes die jüdische Heimstatt eben Teil eines arabischen Staates sein. Erst 1947 wurde dieser Plan - nun von der UNO - zugunsten einer Zweistaatenlösung aufgegeben, welche die jüdischen Siedler mit Gewalt verhindert haben.
"Nach dem Völkerbundsmandat sollte GB dort eine jüdische Heimstätte schaffen. GB hat aber vertragswidrig die geforderte jüdsiche Ansiedlung dort verboten!"
Das ist natürlich Unsinn - und ein wirklich grober Versuch der Geschichtsfälschung. Ich verstehe nicht, warum das immer wieder versucht wird. Im grunde laufen derartige Lügen darauf hinaus, das Existenzrecht der Palästinenser zu leugnen bis hin zur Akzeptanz von Vertreibung und Ermordnung.
In Wirklichkeit hatte sich Grossbritannien während des Ersten Weltkrieges verpflichtet, Palästina nach ende des Krieges der alleinigen unabhängigen Selbstkontrolle der Araber zu übergeben. Wortbruch beging Grossbritannien, als es dieses nicht tat.
Alle nachfolgenden Verträge zur Frage der jüdischen Siedler sind also entsprechend zu bewerten. Die unter dem Völkerbundsmandat getroffenen Vereinbarungen sahen zudem keineswegs die Gründung eines jüdischen Staates vor. Vielmehr sollte lediglich eine Heimstatt für die jüdischen Siedler geschaffen werden - UNTER ARABISCHER VERWALTUNG und in Koexistenz beider Seiten. Es darf nicht vergessen werden, das Palästina bereits viele Jahrthunderte die Heimat der Araber war, bevor die ersten jüdischen Siedler in das Gebiet einwanderten. Entsprechend sollte seitens des Völkerbundes die jüdische Heimstatt eben Teil eines arabischen Staates sein. Erst 1947 wurde dieser Plan - nun von der UNO - zugunsten einer Zweistaatenlösung aufgegeben, welche die jüdischen Siedler mit Gewalt verhindert haben.
das wir das jetzt wissen - ich habe es sogar schon wieder vergessen! Müssen wir wirklich alle arabisch lernen? Nebenbei ist das Opferfest gar kein rein muslemisches sondern geht auf Abrahamzurück .....
sind soviel Wert wie ein Israeli? Dann braucht auch ein Israeli soviel Land wie 450 Palestinaenser - oder ? Dann können die sich ja in Ruhe weiter vermehren im Gazastreifen .....
Ernsthaft: dieses Problem wird sich früher oder spaeter von allein lösen weil die Palestinaenser einfach gar nicht mehr alle in den Gaza und ins Westjordanland hineinpassen. Araber in Israel werden auch demnaechst zahlenmaessig überlegen sein also müsste in Israel die Demokratie abgeschafft werden...
"Nach dem Völkerbundsmandat sollte GB dort eine jüdische Heimstätte schaffen. GB hat aber vertragswidrig die geforderte jüdsiche Ansiedlung dort verboten!"
Das ist natürlich Unsinn - und ein wirklich grober Versuch der Geschichtsfälschung. Ich verstehe nicht, warum das immer wieder versucht wird. Im grunde laufen derartige Lügen darauf hinaus, das Existenzrecht der Palästinenser zu leugnen bis hin zur Akzeptanz von Vertreibung und Ermordnung.
In Wirklichkeit hatte sich Grossbritannien während des Ersten Weltkrieges verpflichtet, Palästina nach ende des Krieges der alleinigen unabhängigen Selbstkontrolle der Araber zu übergeben. Wortbruch beging Grossbritannien, als es dieses nicht tat.
Alle nachfolgenden Verträge zur Frage der jüdischen Siedler sind also entsprechend zu bewerten. Die unter dem Völkerbundsmandat getroffenen Vereinbarungen sahen zudem keineswegs die Gründung eines jüdischen Staates vor. Vielmehr sollte lediglich eine Heimstatt für die jüdischen Siedler geschaffen werden - UNTER ARABISCHER VERWALTUNG und in Koexistenz beider Seiten. Es darf nicht vergessen werden, das Palästina bereits viele Jahrthunderte die Heimat der Araber war, bevor die ersten jüdischen Siedler in das Gebiet einwanderten. Entsprechend sollte seitens des Völkerbundes die jüdische Heimstatt eben Teil eines arabischen Staates sein. Erst 1947 wurde dieser Plan - nun von der UNO - zugunsten einer Zweistaatenlösung aufgegeben, welche die jüdischen Siedler mit Gewalt verhindert haben.
Im Völkerbundsmandat von 1922--und das ist die einzige rechtliche Grundlage steht wirklich nichts von
"arabisch"...
Palästina bezieht sich auf das gesamte Mandatsgebiet, also auch auf das heutige Jordanien....
Hier steht der Mandatsvertrag
http://avalon.law.yale.ed...
Im Völkerbundsmandat von 1922--und das ist die einzige rechtliche Grundlage steht wirklich nichts von
"arabisch"...
Palästina bezieht sich auf das gesamte Mandatsgebiet, also auch auf das heutige Jordanien....
Hier steht der Mandatsvertrag
http://avalon.law.yale.ed...
und kein Hinnehmen von Ungerechtigkeiten ist hier dringend gefragt.
(Kurz zurück zu Herrn Möllemann (obgleich ich es ziemlich überflüssig finde, 7 Jahre zurückzugreifen): wenn er den Israelis Nazimethoden unterstellte, so ist er von der Wahrheit nicht allzu weit weg: was ehemals die Juden an Ausgrenzung ab '33 in Deutschland erleiden mußten, wird auf die Palästinenser übertragen: Ausgrenzung, Vertreibung.)
Zur Siedlungspolitik: wenn sogar Präsident Obama die rechtliche Grundlage der Siedlungen infrage stellt, dann sollte auch ein deutscher Außenminister zumindest für einen Stopp eintreten, ansonsten bleibt kein Platz mehr für die Palästinenser - und es ist auch fraglich, inwieweit die israelische Besatzung aufgehoben werden kann, solange die Siedlungen bestehen. Jedenfalls ein palästinensischer Staat ist ein Staat ohne Besatzung.
Und am Ende sollte man auch klären, wer für wen die Bedrohung ist: die Iraner für Israel oder die Israelis für den Iran. Reden hilft.
Israel macht sicher eine Menge Fehler. Trotzdem ist der Vergleich mit der Politik des nationalsozialistischen Deutschland, wie er in diesem Posting ausdrücklich getan wird, ganz unanständig und unzutreffend. Es sollte möglich sein, über Israel zu berichten, ohne als erstes die Nazis als Vergleich heranzuziehen. Daran, wie einfach dieser Vergleich heute gebracht wird, kann man erkennen, wie sehr sich die Koordinaten schon verschoben haben.
Zudem: die israelischen Araber haben in Israel viel mehr Rechte als ihre Genossen in den arabischen Staaten, die allesamt in Diktaturen leben.
auch wenn es im selektiven gedächtnis vieler deutscher keine rolle mehr spielt, dass möllemann neben diversen aggressiv israelfeindlichen und antisemitisch-antiitellektuellen ausfälligkeiten auch verständnis für selbstmordattentate geäußert hat (nach seiner haltung zu suicide bombings befragt: "ich würde mich auch wehren, und zwar mit gewalt... und ich würde das nicht nur im eigenen land tun, sondern auch im land des aggressors"), ist man sich dessen und der tatsache, dass sich der jetzige deutsche außenminister seinerzeit hinter diesen mann stellte, in israel noch sehr bewusst. man kann nur hoffen, dass westerwelle sein damaliges verhalten inzw. kritisch überdacht hat. denn es war nicht zuletzt möllemanns zweifelhaftes verdienst, dass antisemitische gemeinplätze wie die umkehrideologische gleichsetzung der israelischen politik mit "nazi-methoden" heute weithin als diskursfähig gelten.
Israel macht sicher eine Menge Fehler. Trotzdem ist der Vergleich mit der Politik des nationalsozialistischen Deutschland, wie er in diesem Posting ausdrücklich getan wird, ganz unanständig und unzutreffend. Es sollte möglich sein, über Israel zu berichten, ohne als erstes die Nazis als Vergleich heranzuziehen. Daran, wie einfach dieser Vergleich heute gebracht wird, kann man erkennen, wie sehr sich die Koordinaten schon verschoben haben.
Zudem: die israelischen Araber haben in Israel viel mehr Rechte als ihre Genossen in den arabischen Staaten, die allesamt in Diktaturen leben.
auch wenn es im selektiven gedächtnis vieler deutscher keine rolle mehr spielt, dass möllemann neben diversen aggressiv israelfeindlichen und antisemitisch-antiitellektuellen ausfälligkeiten auch verständnis für selbstmordattentate geäußert hat (nach seiner haltung zu suicide bombings befragt: "ich würde mich auch wehren, und zwar mit gewalt... und ich würde das nicht nur im eigenen land tun, sondern auch im land des aggressors"), ist man sich dessen und der tatsache, dass sich der jetzige deutsche außenminister seinerzeit hinter diesen mann stellte, in israel noch sehr bewusst. man kann nur hoffen, dass westerwelle sein damaliges verhalten inzw. kritisch überdacht hat. denn es war nicht zuletzt möllemanns zweifelhaftes verdienst, dass antisemitische gemeinplätze wie die umkehrideologische gleichsetzung der israelischen politik mit "nazi-methoden" heute weithin als diskursfähig gelten.
Israel macht sicher eine Menge Fehler. Trotzdem ist der Vergleich mit der Politik des nationalsozialistischen Deutschland, wie er in diesem Posting ausdrücklich getan wird, ganz unanständig und unzutreffend. Es sollte möglich sein, über Israel zu berichten, ohne als erstes die Nazis als Vergleich heranzuziehen. Daran, wie einfach dieser Vergleich heute gebracht wird, kann man erkennen, wie sehr sich die Koordinaten schon verschoben haben.
Zudem: die israelischen Araber haben in Israel viel mehr Rechte als ihre Genossen in den arabischen Staaten, die allesamt in Diktaturen leben.
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