Haushaltsdefizit des Bundes Steuern senken, aber wie?
Die Koalition muss ab 2011 zehn Milliarden Euro pro Jahr einsparen – und will dennoch Steuern senken. Kann das ohne Abgabenerhöhung funktionieren?
© Pedro Armestre/AFP/getty Images

Finanzpolitik zwischen den Extremen: Es klafft ein gigantisches Haushaltsloch und trotzdem will die Regierung die Steuern senken. Wie soll das nur funktionieren?
Es käme nicht überraschend, wenn die Bundesregierung angesichts der desaströsen Haushaltslage und dem Zwang, ab 2011 jährlich zweistellige Milliardenbeträge zu kürzen, an den großen Stellschrauben drehen würde. Dazu gehören an vorderer Stelle die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung und die Zuschüsse für die Krankenversicherung. In diesen Bereichen lassen sich relativ einfach große Beträge einsparen. Allerdings zulasten von Millionen Beitragszahlern.
Warum wäre eine Erhöhung der Sozialabgaben nötig?
Die große Koalition hatte den Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung seit 2006 stufenweise von 6,5 auf 2,8 Prozentpunkte zurückgeführt. Im Zuge der Finanzkrise und der dadurch zunehmenden Arbeitslosigkeit wurden aber die Rücklagen der Bundesagentur für Arbeit (BA) im laufenden Jahr bis auf kleine Restbestände aufgebraucht. Daher überlegten Union und FDP schon während der Koalitionsverhandlungen, den Beitragssatz mittelfristig auf 4,5 Prozent anzuheben, um milliardenschwere Bundeszuschüsse an die BA zu vermeiden.
Der allgemeine Beitragssatz für die Krankenversicherung wurde im Juli 2009, ebenfalls von der großen Koalition, auf 14,9 Prozent gesenkt. Entsprechend erhöhte sich der Bundeszuschuss an den Gesundheitsfonds. Die gesetzliche Krankenversicherung erhält 2010 fast 16 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt. Schwarz-Gelb erwägt nun offenbar eine Deckelung dieser Zuschüsse aus dem Steuertopf. Das könnte im Ergebnis zu höheren Beitragssätzen führen und die geplante Reform der Krankenversicherung vielleicht sogar verhindern, denn sie ließe sich ohne zusätzliche Subventionen des Bundes nicht realisieren.
Bei der gesetzlichen Rentenversicherung droht vorerst kein Ungemach. Angesichts der Sparzwänge in den kommenden Jahren dürfte die versprochene Beitragssenkung ab 2012 aber im Reich der schönen Träume verschwinden.
Wie belastet ist der Bundeshaushalt?
Der Einbruch des Wirtschaftswachstums (2009: minus fünf Prozent) und die langsame Erholung der Konjunktur (2010: plus maximal zwei Prozent) haben Bund, Länder und Kommunen in eine schwere Schuldenkrise gestürzt.
Laut Steuerschätzung vom November wird der Bund im nächsten Haushaltsjahr nur noch 213,8 Milliarden Euro Steuern verbuchen. Das sind 10,3 Milliarden Euro weniger als 2009 und 25,4 Milliarden Euro weniger als 2008. Nach der Finanzplanung werden die Steuereinnahmen frühestens 2013 wieder das Niveau von vor dem Konjunktureinbruch erreichen. Die Ausgaben des Bundes wachsen im nächsten Jahr trotzdem um 7,3 Prozent und die Neuverschuldung steigt auf die Rekordhöhe von 85,5 Milliarden Euro. Das heißt, 26 Prozent der Bundesausgaben werden 2010 über Kredite finanziert. 2008 lag diese Kreditfinanzierungsquote bei vier Prozent. Mit den neuen Schulden werden unter anderem die Steuerausfälle ausgeglichen und die Konjunkturprogramme I und II sowie das Wachstumsbeschleunigungsgesetz finanziert. Der gesamte Schuldenberg Deutschlands steigt 2010 auf fast 1,9 Billionen Euro. Das sind 78 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP).
Wie können da Steuern gesenkt werden?
Das ist keine Frage der finanzpolitischen Ratio, sondern des politischen Willens. Die FDP drängt auf eine weitere Steuerentlastung zugunsten kleiner und mittlerer Einkommen ab 2011. Die Oppositionsparteien SPD, Grüne und Linke, aber auch Wirtschaftswissenschaftler und Banken warnen dringend vor weiteren Steuergeschenken. Auch die Länder sorgen sich um ihre finanzielle Basis und fordern einen höheren Anteil am bundesweiten Umsatzsteueraufkommen.
Gibt es weitere Sparüberlegungen?
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat ab 2011 einen strikten Sparkurs angekündigt. Die Ausgaben des Bundes sollen dann jährlich um ein bis zwei Prozent sinken. Konkrete Vorschläge wird Schäuble aber wohl erst nach der Landtagswahl in Nordrhein- Westfalen im Mai 2010 vorlegen. In Koalitionskreisen wird über den flächendeckenden Abbau öffentlicher Subventionen und Dienstleistungen, inklusive der Sozialausgaben diskutiert. Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer schließen Union und FDP bislang kategorisch aus. Clemens Fuest, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesfinanzministeriums, sieht in der Mehrwertsteueranhebung aber einen Notnagel, wenn der Bundeshaushalt mit normalen Sparprogrammen nicht saniert werden kann.
Was hat die Schuldenbremse mit alledem zu tun?
Die Bundesregierung steht unter Druck. Sie kann es sich nicht aussuchen, ob und wie viel sie sparen will. Ab 2011 greift die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse: Bis 2016 muss die jährliche strukturelle Neuverschuldung auf 0,35 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gedrückt werden. Die Länder dürfen ab 2020 keine Kredite mehr aufnehmen, von Notfällen abgesehen. Bund und Länder streiten noch, wie die strukturelle Verschuldung (im Gegensatz zu den konjunkturell bedingten Schulden) berechnet wird, aber nach aktuellem Stand muss die Nettokreditaufnahme des Bundes ab 2011 jährlich um zehn Milliarden Euro sinken. Ansonsten wird der Etat verfassungswidrig. Auch Europa steht der deutschen Regierung auf den Füßen. Schon 2009 werden die Maastrichtkriterien (Neuverschuldung maximal drei Prozent des BIP) überschritten. Ein Defizitverfahren wurde in Brüssel eingeleitet.
- Datum 23.12.2009 - 09:45 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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Man könnte ja reintheoretisch das eben erst beschlossene "Wachstumsbeschleunigungsgesetz" kassieren - damit wäre die Reduktion des strukturellen Defizits für 2010 um 10 Milliarden schon vollbracht.
Das kostet die Allgemeinheit nichts, dafür müssten nur ein paar Hoteliers, reiche Hartzer und wohlhabende Eltern geradestehen - und die Kürzungen würden auch nicht deren Konsum, sondern allerhöchstens deren Rücklagen angreifen.
Dann könnte man ein Jahr lang auf das Erhöhen von Sozialabgaben verzichten, was eine Verschlechterung des Konsumklimas verhindern würde.
.
im Nachgang der Finanzkrise Steuersenkungen, es sei denn er sieht es als Wahlgeschenk.
Im Gegenteil, viele Bürger sind sogar zur Solidarität und zu Opfern bereit.
Was die Bürger allerdings erwarten, ist eine gerechtere Verteilung der Steuer- und Abgabenlast.
Dazu sehe ich bei der Wespenkoaltion keine konkreten mehrheitsfähigen Vorschläge.
Ich möchte ihre Überlegungen noch untermauern:
Die Bürger sind bereit, in schweren Zeiten Opfer zu bringen, Schweiß und Tränen. Diese Opferbereitschaft muss jedoch als gemeinsame Aktion, aus der gemäß seinen Möglichkeiten niemand ausgenommen wird, angelegt sein. Im Rahmen der Wiedervereinigung wären die Deutschen zu einer derartigen Aktion bereit gewesen. Auch in der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise wäre diese Bereitschaft vorhanden gewesen, um durch gemeinsames Handeln die Krise zu überwinden und neue Perspektiven für die Zukunft erreichen will. Wenn man aber glaubt, die Motivation können nur durch "Belohnungen" erfolgen, führt damit das System fort, dass uns in die Krise geführt hat: Die ungebremste Unterstützung des Profitstreben einzelner. Diese kann aber in Zeiten, wo weniger zur Verfügung steht, nur wenigen Vorteile bringen.
Die Diskussion um Steuern und Sozialabgaben halte ich in dieser Situation für unnütz, da sie aktuell nur den Starken nützt, und letztlich einfordert, dass die Unterschichten die Vorteile der sogen. Erfolgreichen absichern sollen (siehe auch "Revolution der Tugend").
Ich möchte ihre Überlegungen noch untermauern:
Die Bürger sind bereit, in schweren Zeiten Opfer zu bringen, Schweiß und Tränen. Diese Opferbereitschaft muss jedoch als gemeinsame Aktion, aus der gemäß seinen Möglichkeiten niemand ausgenommen wird, angelegt sein. Im Rahmen der Wiedervereinigung wären die Deutschen zu einer derartigen Aktion bereit gewesen. Auch in der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise wäre diese Bereitschaft vorhanden gewesen, um durch gemeinsames Handeln die Krise zu überwinden und neue Perspektiven für die Zukunft erreichen will. Wenn man aber glaubt, die Motivation können nur durch "Belohnungen" erfolgen, führt damit das System fort, dass uns in die Krise geführt hat: Die ungebremste Unterstützung des Profitstreben einzelner. Diese kann aber in Zeiten, wo weniger zur Verfügung steht, nur wenigen Vorteile bringen.
Die Diskussion um Steuern und Sozialabgaben halte ich in dieser Situation für unnütz, da sie aktuell nur den Starken nützt, und letztlich einfordert, dass die Unterschichten die Vorteile der sogen. Erfolgreichen absichern sollen (siehe auch "Revolution der Tugend").
In jedem Falle funktioniert es nicht die traditionelle Sehnsucht der meisten Deutschen nach einem starken und "fürsorglichen" Staat mit niedrigen Steuern, am liebsten auf schweizer Niveau, zu verknüpfen. Dagegen hilft auch nicht das Pseudoargument dass die Politik den Banken ja ohnehin schon soviel Geld in den Rachen werfe, das ist die Logik von "Jetzt ist es eh schon egal"; wenn dies das Credo der Politik sein würde brauch sich keiner über den gesamtstaatlichen Kollaps in naher Zukunft beschweren (was die Bürger natürlich dennoch tun würden - Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass). Staatsbürgerliche Selbstreflexion ist also angesagt. "Sowohl als auch" geht nicht. Ich für meinen Teil halte es wie die alte amerikanische Mittelklasse: "Ich zahl gern Steuern, denn ich kaufe mir damit Zivilisation" - die ja nicht nur aus einem selbst (>eigener Geldbeutel) besteht. Letztlich glaube ich nicht einmal dass den notorischen Egozentrikern gefällt wohin sich unsere Gesellschaft entwickelt, diese Selbstzweifel werden aber durch ein starkes Narcoticum - Piles of Cash - betäubt. Denn abgesehen von eingefleischten Sadisten kann es ja auch keinem persönliche Freude bereiten Mitarbeiter zu Niedriglöhnen schuften zu lassen oder gar zu entlassen. Es müsste auch die Haltung "Wenn nicht ich dann macht es ein anderer" überwunden werden, in gesamtgesellschaftlicher Solidarität. Denn klar ist dass die Politik nur gesellschaftlichen Trends folgt, Wahlen wollen gewonnen werden.
Wann geht man endlich dazu über eine wirkliche Reform der Sozialsysteme zu forcieren? Der Sozialstaat kostet immer mehr, er wird immer weiter ausgebaut. Das wirkt wie Heroin, ist erst einmal der Einstieg in die Sucht da, kann man so schnell nicht aufhören und braucht immer höhere Dosen.
Der Staat muss sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren: Infrastruktur, Polizei, Feuerwehr, Bildung, Gesundheitssystem. All die sozialen Wohltaten der letzten Jahre müssen bezahlt werden, von denen die aufgrund ihrer Erwerbstätigkeit Steuern zahlen. Man kann den Sozialstaat nicht ungebremst ausbauen und gleichzeitig Arbeit immer teurer machen. Alles über das Niveau des Sozialstaats wie es sich Bismarck ausgedacht hat und wie es von Preußen bis 1914 ausgebaut wurde, gehört abgeschafft. Dann hat man auch wieder liquide Mittel zum investieren, und zum Schuldenabbau. In Wahrheit zahlen weit mehr als 50% der Bevölkerung überhaupt keine Steuern mehr. Auf Dauer kann das nicht gut gehen. Die untere Hälfte lebt von der Umverteilung der oberen.
nehme an sie sind ein Anhänger des realexistierenden Neoliberalismus, denn sie nehmen die größten Nichtsteuerzahler in ihrem Pamphlet aus die großen Konzerne und mittelständischen Unternehmen und ich meine nicht die KMU.
Wäre auch interessant zu Wissen; Wer sind die Oberen?
interessante theorie ihrerseits:
"In Wahrheit zahlen weit mehr als 50% der Bevölkerung überhaupt keine Steuern mehr."
wenn man bedenkt das die ust/ mwst die groesste einnahmequelle des staates ist, muesste sich ja mehr als die haelfte der bevoelkerung diesem steuersystem entzogen haben.
das wuerde bedeuten das hier ueber 50% der menschen komplett autark leben.
im uebrigen haben sie bei ihrer aufzaehlung der staatsaufgaben so unbedeutende sache wie die gerichtsbarkeit vergessen. kann aber schon mal passieren wenn nach unten pruegelt weil man sich oben auf fuehlt.
nehme an sie sind ein Anhänger des realexistierenden Neoliberalismus, denn sie nehmen die größten Nichtsteuerzahler in ihrem Pamphlet aus die großen Konzerne und mittelständischen Unternehmen und ich meine nicht die KMU.
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interessante theorie ihrerseits:
"In Wahrheit zahlen weit mehr als 50% der Bevölkerung überhaupt keine Steuern mehr."
wenn man bedenkt das die ust/ mwst die groesste einnahmequelle des staates ist, muesste sich ja mehr als die haelfte der bevoelkerung diesem steuersystem entzogen haben.
das wuerde bedeuten das hier ueber 50% der menschen komplett autark leben.
im uebrigen haben sie bei ihrer aufzaehlung der staatsaufgaben so unbedeutende sache wie die gerichtsbarkeit vergessen. kann aber schon mal passieren wenn nach unten pruegelt weil man sich oben auf fuehlt.
nehme an sie sind ein Anhänger des realexistierenden Neoliberalismus, denn sie nehmen die größten Nichtsteuerzahler in ihrem Pamphlet aus die großen Konzerne und mittelständischen Unternehmen und ich meine nicht die KMU.
Wäre auch interessant zu Wissen; Wer sind die Oberen?
Der Sozialstaat kostet immer mehr, er wird immer weiter ausgebaut.
Das ist falsch @gauss.
Seit 1975 wird er beschnitten. Die absoluten Zahlen steigen wegen der größeren Zahl der Bezieher von Sozialleistungen.
Die Züchtung von immer mehr Beziehern ist auch noch Absicht, wie die Ablehnung des Mindestlohns zeigt. Man braucht schließlich Argumente um noch mehr zu kürzen.
Das ist nur ein winziger Aspekt. Aus Ihrer Sicht in das ganz Anders. Mit einem dicken Bankkonto würde ich es eventl. auch anders sehen. Immer dann, wenn mein Einkommen über der Höchstbemssungsgrenze in der Sozialversichrung liegt oder ich gar nicht einzahlen brauche.
interessante theorie ihrerseits:
"In Wahrheit zahlen weit mehr als 50% der Bevölkerung überhaupt keine Steuern mehr."
wenn man bedenkt das die ust/ mwst die groesste einnahmequelle des staates ist, muesste sich ja mehr als die haelfte der bevoelkerung diesem steuersystem entzogen haben.
das wuerde bedeuten das hier ueber 50% der menschen komplett autark leben.
im uebrigen haben sie bei ihrer aufzaehlung der staatsaufgaben so unbedeutende sache wie die gerichtsbarkeit vergessen. kann aber schon mal passieren wenn nach unten pruegelt weil man sich oben auf fuehlt.
...den man mit einigen Fragen begleiten kann. So wäre interessant, welche Alt-Verpflichtungen Bund, Länder und Kommunen haben. Dh: Welche Zusagen hat wer und in welcher Höhe gemacht? Diese müßte man bewerten nachdem, ob man die Bestandsverbindlichkeiten zurücknehmen oder stutzen kann.
Man muss sehen, ob neue Zusagen auf gleichem Niveau gemacht werden müssen. Muss bspw ein Arbeitnehmer in Zukunft gegen Arbeitslosigkeit versichert sein oder genügt eine geringe einheitliche Sozialzahlung? Sollte man nicht private Versicherungen dazu nutzen? Muss man eine öffentliche Krankenkasse haben oder wäre es nicht besser von jedem zu verlangen, dass er eine private Krankenversicherungspolice nach eigener Vorstellung der Qualität abschließt?
Es gibt prinzipiell und apriori keinen Grund anzunehmen, dass prvatwirtschaftliche Güter von öffentlicher Hand effizienter hergestellt werden. Dabei darf man nicht vergessen, dass der Staat für frühere Versprechen in voller Höhe haften sollte.
Ist es notwendig, dass ca 13 Prozent der Erwerbstätigen im öffentlichen Dienst sind? usw
"Ist es notwendig, dass ca 13 Prozent der Erwerbstätigen im öffentlichen Dienst sind?"
offensichtlich ja.
scheint ganz so als ob man sich dann doch mal dort nach einnahmequellen umschauen muss denen man jahrelang ideologisch unterstellt hat, das sie ihr geld nach unten oder zumindest in den wirtschaftskreislauf sickern lassen wuerden. statt dessen zirkuliert das geld jetzt in der finanzwirtschaft und sucht krampfahft nach geeigeneten investitionsmoeglichkeiten?
"Im Vergleich zu 1991 sind heute 1,6 Millionen weniger Menschen bei Bund, Ländern und Kommunen beschäftigt – das entspricht 30 Prozent! Vorreiter bei der Verschlankung der öffentlichen Verwaltung sind die Kommunen, gefolgt vom Bund und den Ländern.
Im europäischen Vergleich schneidet Deutschland hinsichtlich der Beschäftigten im Staatsdienst gut ab: Wie die International Labour Organisation ermittelte, beträgt der Anteil der Beschäftigten in den Bereichen „Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung [Glossar]“ in Deutschland nur etwa 13,4 Prozent, in Großbritannien dagegen sind es 14,1 Prozent und in Frankreich sogar 16,7 Prozent. Selbst in den USA arbeiten mehr Beschäftigte beim Staat als in Deutschland, nämlich 15,4 Prozent aller Beschäftigten."
quelle: bundesfinanzministerium.
"Ist es notwendig, dass ca 13 Prozent der Erwerbstätigen im öffentlichen Dienst sind?"
offensichtlich ja.
scheint ganz so als ob man sich dann doch mal dort nach einnahmequellen umschauen muss denen man jahrelang ideologisch unterstellt hat, das sie ihr geld nach unten oder zumindest in den wirtschaftskreislauf sickern lassen wuerden. statt dessen zirkuliert das geld jetzt in der finanzwirtschaft und sucht krampfahft nach geeigeneten investitionsmoeglichkeiten?
"Im Vergleich zu 1991 sind heute 1,6 Millionen weniger Menschen bei Bund, Ländern und Kommunen beschäftigt – das entspricht 30 Prozent! Vorreiter bei der Verschlankung der öffentlichen Verwaltung sind die Kommunen, gefolgt vom Bund und den Ländern.
Im europäischen Vergleich schneidet Deutschland hinsichtlich der Beschäftigten im Staatsdienst gut ab: Wie die International Labour Organisation ermittelte, beträgt der Anteil der Beschäftigten in den Bereichen „Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung [Glossar]“ in Deutschland nur etwa 13,4 Prozent, in Großbritannien dagegen sind es 14,1 Prozent und in Frankreich sogar 16,7 Prozent. Selbst in den USA arbeiten mehr Beschäftigte beim Staat als in Deutschland, nämlich 15,4 Prozent aller Beschäftigten."
quelle: bundesfinanzministerium.
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