Elektroautos Immer unter StromSeite 3/3
Wird Tesla also zum Überraschungserfolg, der die Großen der Autobranche das Fürchten lehrt – obwohl die Firma keine Erfahrung auf dem Gebiet mitbringt? Vielleicht ist es umgekehrt. Das Unternehmen kann radikaler Neuland betreten, weil es nicht an der traditionellen Technik hängt und mit ihr das Geld verdient, das in die Zukunft investiert werden darf. Ob daraus ein dauerhafter Erfolg wird, hängt auch davon ab, wie zuverlässig sich die Teslas nach vier oder fünf Jahren im Einsatz erweisen. Vor allem geht es um die Lebens- und Leistungsdauer der Batteriepakete, die über 10.000 Dollar kosten.
Eine typisch amerikanische Start-up- Geschichte liefert Tesla in jedem Fall. Gegründet wurde die neue Marke im Sommer 2003 mit Risikokapital von Investoren. 2006 hatte der Roadster seine Autoshow-Premiere in San Francisco, im gleichen Jahr wurde der erste Showroom in Los Angeles eröffnet. Die Auslieferung begann im Frühjahr 2008. Die Entwicklungsingenieure und Designer warb Tesla bei anderen Herstellern ab, die Komponenten werden auf der ganzen Welt zusammengekauft: Motor und Steuerungsmodul stammen aus Taiwan, das Getriebe aus den USA, die Karbonfiber aus Frankreich, die Leichtbauweise vom britischen Sportwagenhersteller Lotus, Bremsen und Airbags aus Deutschland.
Namenspatron ist Nicola Tesla, ein Serbe, der 1884 in die USA einwanderte. In Amerika gilt er als der wahre Erfinder des Radios, auch wenn der Italiener Guglielmo Marconi den Nobelpreis erhielt – der US Supreme Court urteilte 1943, Nicola Tesla sei die zugrunde liegende Entdeckung elektromagnetischer Wellen zu verdanken. Aufgrund seiner exzentrischen Persönlichkeit, vor allem aber wegen seiner fantasievollen Prognosen, welche technischen Fortschritte in der Zukunft möglich seien, zog er sich später den Ruf eines "mad scientist" zu. Mit seinen Finanzen ging er achtlos um, 1943 starb er, 86-jährig und mittellos.
Jeremy Snyder lacht auf die Frage nach dem Namensgeber. "Ob arm gestorben oder nicht: Er war ein großer Erfinder. Und im Geschäftemachen sind wir besser als er." Snyder holt ein langes, orangefarbenes Kabel aus dem Kofferraum und stöpselt den Roadster ans Netz. Nach den Spritztouren quer durch Los Angeles braucht er Saft – damit das Auto und die Geschäfte auch morgen laufen.
- Datum 14.09.2009 - 12:27 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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es geht um die Zukunft der Mobilität. Denn nicht nur die Hardware
auf Rädern muß anders werden. Das Verhalten der Verkehrsteilnehmer
muß und wird sich insgesamt verändern. Der Feind der nachhaltigen Mobilität ist die Illusion der Geschwindigkeit.
In den Städten werden tatsächlich und durchschnittlich unter 30 km/h
gefahren (in Berlin 17km/h.). Auf der Autobahn selten über 100 km/h .
Wozu also massenhaft Rennautos mit mehrerern 100 PS anbieten.
Verschiedene Anbieter von Elektroautos versuchen krampfhaft
ihre rasenden Batterietransporter mit den Vorzügen der herkömmlichen
Fossilantriebe zu vergleichen. Dabei wird dummerweise u.a. immer wieder mit der enormen Beschleunigung des E-antriebs argumentiert.
Der Energiebedarf dieser Fahrzeuge ist am Ende der Rechnung nicht
geringer, als der von ähnlichen fossilen Fahrzeugen.
Das Problem "Mogelpackung Elektroauto" bezüglich der Stromart ist
glücklicherweise in der öffentlichen Diskusion angekommen. Leider
werden die Themen wie, allgemeine Entschleunigung und verkehrsvermeidende Städteplanung überhaupt nicht berücksichtigt. Tesla fährt nicht aus der Nische, sondern mitten hinein und wie Frederick Vester schon 1990 beschrieb "Mit Vollgas gegen die Wand", ob nun fossil oder elektrisch, ist letztlich völlig egal. Dazu gibt es einen ausführlichen Blog http://blog.snafu.de/sola...
Irgendwoher muss sie kommen, wenn sie nicht aus erneuerbaren energiequellen kommt ist das ganze Auto nicht umweltfreundlicher als jedes andere Auto auch.
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