Holocaust-Gedenktag Aus Erinnern kommt Haltung
65 Jahre nach der Befreiung des KZs in Auschwitz ist Deutschland eine politische Haltung erwachsen, geprägt von Ernsthaftigkeit, Berechenbarkeit und Prinzipienfestigkeit.
© David Silverman/Getty Images

Mörderisch und menschenverachtend: Baupläne des KZ Auschwitz zeigen, wie die Nazis die Vernichtung von Menschen planten
Dass die Bundeskanzlerin die lang erwartete Regierungserklärung zur deutschen Haltung zu Afghanistan am Auschwitz-Gedenktag abgibt, mag manchen zu manchen Gedanken veranlassen. Dabei bedeutet es lediglich, dass der Parlamentsbetrieb auch vor diesem Tag nicht haltmacht. Das allerdings wiegt schwerer als jeder Hintergedanke, der an diesem Zusammenfallen von politischer Routine und Gedenken hätte mitdrehen können. Denn es wirft die Frage auf, wie sich denn das Erinnern an den singulären Zivilisationsbruch, für den der Name Auschwitz steht, zum Alltag von Politik und Gesellschaft überhaupt verhalten kann.
Was wäre diesem Gedenktag angemessen: Ein Tag vollständiger Stille? Als alle Lebensäußerungen erfassendes Monument der Erschütterung? Aber auch Israel begnügt sich mit einer landesweiten Schweigeminute. Tatsächlich liegt das Problem dieses Erinnerns darin, dass keine Veranstaltungsform denkbar wäre, die diesem Menschheitsverbrechen gerecht werden könnte. Auch die Reden, die zu diesem Tag gehalten worden sind, seitdem Bundespräsident Roman Herzog die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz im Jahre 1945 zum Gedenktag erhoben hat, haben ja nur deutlich gemacht, dass es sich um ein Ereignis handelt, dessen unvorstellbare Entsetzlichkeit alle Anstrengungen, sich ihm anzunähern, übersteigt.
Doch wäre es denn richtig, das Holocaust-Gedenken gleichsam der Normalität von Politik und Alltag zu entziehen? Wäre es, beispielsweise, besser, wenn über dem Holocaust-Mahnmal – sein Grundstein wurde vor zehn Jahren am Auschwitz-Gedenktag gelegt – die Ruhe einer sakralen Zone läge? Gut, etwas weniger lockeres Touristenleben an diesem Ort würde man sich schon wünschen, und dass vor zwei Jahren der Faschingsumzug in München ausgerechnet für diesen Tag anberaumt war, erfüllte vielleicht doch den Tatbestand einer mehr als ärgerlichen Gedankenlosigkeit. Aber ein Gedenken, das wirken will, das die Menschen erreichen soll, muss sich der Spannung stellen, die zwischen dem Ereignis und dem Alltag besteht.
Es besteht ja auch nicht die Gefahr, dass dieser Anlass dadurch seinen gewaltigen, bestürzenden Rang einbüßen könnte. Seitdem der Name Auschwitz in die Nachkriegsgeschichte eingedrungen ist, ist die Bedeutung dieses schwärzesten Kapitels der deutschen Geschichte gewachsen. Also spätestens seit den Auschwitz-Prozessen 1963, denn es brauchte etliche Zeit, bis das Unvergleichbare dieses Verbrechens wirklich realisiert wurde, nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt. Stieg der Holocaust nicht für den Golfkrieg auf zum Rechtfertigungsgrund des militärischen Einsatzes des Westens? Es kann kaum ausbleiben, dass der Redner des diesjährigen Gedenktages, der israelische Staatspräsident Schimon Peres, uns ins Gedächtnis rufen wird, wie sehr Teherans Politik gegen Israel mit ihrer atomaren Zuspitzung für den jüdischen Staat eine höchst aktuelle Gefahr darstellt.
Andererseits stellt sich die Frage, ob die Erinnerung an Auschwitz nicht längst hineingewachsen ist in die größere Dimension einer moralisch-historischen Verpflichtung aller Politik. Nicht ohne Beklemmung erinnert man sich daran, wie hierzulande Auschwitz herangezogen wurde, um die deutsche Teilung gegen die sich anbahnende Wende zur Vereinigung zu verteidigen oder zur Begründung des Eintritts der Bundesrepublik in den Kosovokrieg. Angesichts der Größe des Ereignisses, erscheint es eher peinlich, Auschwitz als Instrument einer negativen Sinnstiftung zu nutzen. 65 Jahre nach der Befreiung des Lagers, mithin nach dem Zur-Geschichte-Werden eines Verbrechens, das nicht vergeht, fragt es sich, ob aus ihm eine spezielle Politik herzuleiten ist. Ganz gewiss jedoch eine politische Haltung: nämlich die von Ernsthaftigkeit, Berechenbarkeit und Prinzipienfestigkeit. Vielleicht ist es die Einschwörung auf diese Tugenden, mit der die Deutschen der Bedeutung entsprechen, die dieser Gedenktag für sie hat.
- Datum 27.01.2010 - 11:56 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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Gut, man kann über den Sinn oder Unsinn eines "Gedenktages" streiten, aber wie lange gilt denn nun ein begangenes Unrecht? (Zumal dieser Vorgang in der Geschichte der Menschheit kein singuälres Ereignis darstellt)
Was ist mit all den Opfern, die im Namen der Zivilisation, Religion oder was auch immer dahingeschlachtet wurden, mit genauso perfiden Methoden wie sie auch von Deutschen angewandt wurden ( vielleicht nur etwas weiterentwicklet und mit bürokratischem Eifer vorangetragen )?
Wollte man für jede Gruppe einen solchen Tag einführen, wette ich einmal, dass damit jeder Tag ein Gedenktag sein dürfte.
Oder gibt es für Völkermord unterschiedliche Bewertungekriterien? ( Abhängig von Hautfarbe, Geschlecht oder Religion )
Aus der Erinnerung enstammt so nicht nur eine Haltung, sondern auch die Einsicht, dass Massenmord schom immer zum "Handwerk" der Menschheit gehörte und damit ein Problem ist, welches nicht nur einseitig für Deutschland in Anspruch genommen werden darf.
Ihr Kommentar ist unerträglich, nicht nur am Gedenktag für die Opfer des Holocaust, sondern zu jederzeit, an jedem Ort und für jeden Menschen, der auch nur einen Rest an Anständigkeit für sich bewahrt hat.
Sie wissen ganz genau, dass der industriell fabrizierte und bürokratisch organisierte Massenmord an den europäischen Juden historisch singulär ist. Genau deshalb leugnen sie es so hartnäckig und auf eine so widerwärtige Art und Weise.
Ihnen geht es nur darum, sich selbst und Deutschland von der Last der Vergangenheit und der Verantwortung für das Geschehene zu befreien. Das aber wird nie geschehen! Für das, was geschehen ist, gibt es kein Verfallsdatum!
ich empfehle ihnen diese bei 'spiegel online' gerade veröffentlichten bilder:
http://einestages.spiegel...
und dann würde ich mir von ihnen nur noch eins wünschen. schweigen.
Liebe kritische leserkommentatoren,
ist Ihnen schon einmal der Gedanke gekommen, dass, wenn Sie einem oder vielen der Holocaust-Opfer nachträglich durch eine geignete Haltung eine angemessene Würde verleihen, diese Geste dann irgendwann auf Sie zurückfällt:
Möchten Sie auf diese Ihnen dann zukommende Ehre für sich verzichten?
Die richtige Entscheidung wünscht Ihnen Ihr stemsi
Ihr Kommentar ist unerträglich, nicht nur am Gedenktag für die Opfer des Holocaust, sondern zu jederzeit, an jedem Ort und für jeden Menschen, der auch nur einen Rest an Anständigkeit für sich bewahrt hat.
Sie wissen ganz genau, dass der industriell fabrizierte und bürokratisch organisierte Massenmord an den europäischen Juden historisch singulär ist. Genau deshalb leugnen sie es so hartnäckig und auf eine so widerwärtige Art und Weise.
Ihnen geht es nur darum, sich selbst und Deutschland von der Last der Vergangenheit und der Verantwortung für das Geschehene zu befreien. Das aber wird nie geschehen! Für das, was geschehen ist, gibt es kein Verfallsdatum!
ich empfehle ihnen diese bei 'spiegel online' gerade veröffentlichten bilder:
http://einestages.spiegel...
und dann würde ich mir von ihnen nur noch eins wünschen. schweigen.
Liebe kritische leserkommentatoren,
ist Ihnen schon einmal der Gedanke gekommen, dass, wenn Sie einem oder vielen der Holocaust-Opfer nachträglich durch eine geignete Haltung eine angemessene Würde verleihen, diese Geste dann irgendwann auf Sie zurückfällt:
Möchten Sie auf diese Ihnen dann zukommende Ehre für sich verzichten?
Die richtige Entscheidung wünscht Ihnen Ihr stemsi
Ich meine, dieses Bibelzitat ist unseres Jahrtausends nicht mehr würdig.
Die Shoa war ein unvergleichliches Verbrechen.
Bei der letzen Operation Israels im heiligen Land (Operation gegossenes Blei, genannt nach einem israelischen Chanukka Kinderlied; hieß die Losung nicht mehr:
Auge um Auge, Zahn um Zahn,
sondern:
200 Augen um 2 Augen und 3.200 Zähne um 32 Zähne.
wobei ein Teil der israelischen Kämpfer, die durch übereifrige Kollegen in den eigenen Reihen ihre Zähne verloren, in die Zahnzahlrechnung mit berücksichtigt wurde.
Also ich meine dieses Bibelzitat taugt nicht mehr für das aktuelle Jahrtausend.
Soweit greifbar, wurden die Verbrecher,die den Holokoust verursacht haben, gerichtet bzw. werden noch verfolgt.
Bei der Operation gegossenes Blei hab ich das noch nicht gesehen.(Allerdings wurde diese auch erst vor 367 Tagen für beendet erklärt)
Israel hat einen Schlüssel für den Weltfrieden in ihrer Tasche. Mir scheint: Es will ihn nicht herausgeben.
Die Kinder Israels:
[...]
Gruß Max Stockhaus
Bitte verzichten Sie auf das Verlinken provokanter Inhalte. Danke. Die Redaktion/sh
Was hier in den beiden ersten Kommentaren geschrieben wurde, ist ein gutes Beispiel für jene unverdauliche Mischung aus Israelkritik, Judenhass und moralischer Hochnäsigkeit, die leider für nicht wenige Debatten in Deutschland typisch geworden ist.
Es geht doch an diesem 27.1. erst einmal um eine Erinnerung an Auschwitz und an einen Völkermord unvergleichlichen Ausmaßes, der - Gott sei des geklagt - durch unser Land, durch Deutschland begangen worden ist. Können wir nicht einen Moment inne halten und uns daran erinnern?
Nichts, aber auch gar nichts, was die Israelis heute tun oder auch nicht tun, kann doch an der Schrecklichkeit, Grausamkeit, abgrundtiefen Perversität des Holocaust ändern. Sicher mag man manches an Israel kritisieren, aber es ist abwegig, unanständig und antisemitisch, so zu tun, als hätten die Aktionen der israelischen Armee in Gaza irgendetwas mit den Nazis gemein. Haben Sie keinen Anstand? Einen besonders unappetitliche Äußerung ist dabei der Verweis auf die angeblich alle der Justiz zugeführten Täter der Shoa. Die Wahrheit lautet natürlich, dass nur ein sehr kleiner Teil der Täter je vor einem irdischen Richter gestanden haben. Auch diese ewige Drämmerlei nach einem "Schlussstrich" ist empörend. Noch gibt es Leute, die erlebt haben, selber erlebt haben, die die Deutschen ihre Familie umgebracht haben. Ein Beispiel: Reich-Ranicki, der noch selber im Warschauer Ghetto war. Mir wird schlecht, wenn ich hier den Vereinfachern und Verharmlosern zuhören muss.
Das Schlimme ist, dass man ihren Beitrag alltäglich wiederholen muss. Vieles ist vergessen und wird von den Leuten um ihrer selbstwillen relativiert. In Zukunft wird das (leider) noch zunehmen.
Was hier in den beiden ersten Kommentaren geschrieben wurde, ist ein gutes Beispiel für jene unverdauliche Mischung aus Israelkritik, Judenhass und moralischer Hochnäsigkeit, die leider für nicht wenige Debatten in Deutschland typisch geworden ist.
Es geht doch an diesem 27.1. erst einmal um eine Erinnerung an Auschwitz und an einen Völkermord unvergleichlichen Ausmaßes, der - Gott sei des geklagt - durch unser Land, durch Deutschland begangen worden ist. Können wir nicht einen Moment inne halten und uns daran erinnern?
Nichts, aber auch gar nichts, was die Israelis heute tun oder auch nicht tun, kann doch an der Schrecklichkeit, Grausamkeit, abgrundtiefen Perversität des Holocaust ändern. Sicher mag man manches an Israel kritisieren, aber es ist abwegig, unanständig und antisemitisch, so zu tun, als hätten die Aktionen der israelischen Armee in Gaza irgendetwas mit den Nazis gemein. Haben Sie keinen Anstand? Einen besonders unappetitliche Äußerung ist dabei der Verweis auf die angeblich alle der Justiz zugeführten Täter der Shoa. Die Wahrheit lautet natürlich, dass nur ein sehr kleiner Teil der Täter je vor einem irdischen Richter gestanden haben. Auch diese ewige Drämmerlei nach einem "Schlussstrich" ist empörend. Noch gibt es Leute, die erlebt haben, selber erlebt haben, die die Deutschen ihre Familie umgebracht haben. Ein Beispiel: Reich-Ranicki, der noch selber im Warschauer Ghetto war. Mir wird schlecht, wenn ich hier den Vereinfachern und Verharmlosern zuhören muss.
Das Schlimme ist, dass man ihren Beitrag alltäglich wiederholen muss. Vieles ist vergessen und wird von den Leuten um ihrer selbstwillen relativiert. In Zukunft wird das (leider) noch zunehmen.
von der ins quasi-religiöse übersteigerten singularitätsthese halte ich auch wenig. sie übertüncht nur, dass es sich im grunde nur um das (auf die spitze getriebene) modell der ethnischen 'säuberung' handelt.
und dieses wird von unseren, dem moralischen lerneffekt ach so verpflichteten, volksvertretern nur unzureichend und wenn es sonstige opportunitäten zulassen, 'bekämpft'(missbilligen würde ja manchmal schon reichen).
stattdessen dreht man die hitler-logik ins spiegel-(aber ebenso)verkehrte und konstruiert eine verantwortung für ein 'volk'. bis auf die paar kröten für geschenkte kriegswaffen ein ziemlich wohlfeiler 'lerneffekt'.
"nur"?Guter Mann, lesen Sie mal ein bisschen was über die Shoa, dann vergehen Ihnen diese skandalösen, verharmlosenden Reden, die Sie hier halten!
Es geht nicht um die Generalschuld eines ganzen Volkes, die niemals existiert hat und auch niemals proklamiert worden ist ( auch nicht vom israelischen Volk ).. die Frage ist doch eher: Haben wir aus der Geschichte gelernt?.. bei solchen Kommentaren muss ich dieses eher anzweifeln
"nur"?Guter Mann, lesen Sie mal ein bisschen was über die Shoa, dann vergehen Ihnen diese skandalösen, verharmlosenden Reden, die Sie hier halten!
Es geht nicht um die Generalschuld eines ganzen Volkes, die niemals existiert hat und auch niemals proklamiert worden ist ( auch nicht vom israelischen Volk ).. die Frage ist doch eher: Haben wir aus der Geschichte gelernt?.. bei solchen Kommentaren muss ich dieses eher anzweifeln
Was hier in den beiden ersten Kommentaren geschrieben wurde, ist ein gutes Beispiel für jene unverdauliche Mischung aus Israelkritik, Judenhass und moralischer Hochnäsigkeit, die leider für nicht wenige Debatten in Deutschland typisch geworden ist.
Es geht doch an diesem 27.1. erst einmal um eine Erinnerung an Auschwitz und an einen Völkermord unvergleichlichen Ausmaßes, der - Gott sei des geklagt - durch unser Land, durch Deutschland begangen worden ist. Können wir nicht einen Moment inne halten und uns daran erinnern?
Nichts, aber auch gar nichts, was die Israelis heute tun oder auch nicht tun, kann doch an der Schrecklichkeit, Grausamkeit, abgrundtiefen Perversität des Holocaust ändern. Sicher mag man manches an Israel kritisieren, aber es ist abwegig, unanständig und antisemitisch, so zu tun, als hätten die Aktionen der israelischen Armee in Gaza irgendetwas mit den Nazis gemein. Haben Sie keinen Anstand? Einen besonders unappetitliche Äußerung ist dabei der Verweis auf die angeblich alle der Justiz zugeführten Täter der Shoa. Die Wahrheit lautet natürlich, dass nur ein sehr kleiner Teil der Täter je vor einem irdischen Richter gestanden haben. Auch diese ewige Drämmerlei nach einem "Schlussstrich" ist empörend. Noch gibt es Leute, die erlebt haben, selber erlebt haben, die die Deutschen ihre Familie umgebracht haben. Ein Beispiel: Reich-Ranicki, der noch selber im Warschauer Ghetto war. Mir wird schlecht, wenn ich hier den Vereinfachern und Verharmlosern zuhören muss.
Leider kann ich dies nicht so stehen lassen
"Was hier in den beiden ersten Kommentaren geschrieben wurde, ist ein gutes Beispiel für jene unverdauliche Mischung aus Israelkritik, Judenhass und moralischer Hochnäsigkeit, die leider für nicht wenige Debatten in Deutschland typisch geworden ist."
Also weder kritisiere ich Israel, noch predige ich Judenhass. sondern zeige "nur" auf, dass schon immer Völker dahingeschlachtet wurde, ohne dass deswegen irgendein Land das ganze permanent vorgehalten bekommt. Und komisch, dass immer nur "die Deutschen" trauernd ob ihrer brutalen Vorfahren durch die Gegend kriechen sollen. Und ab wann ist Völkermord denn schlimm. Ab 100 Toten, 1 Million???
Was hier in den beiden ersten Kommentaren geschrieben wurde, ist ein gutes Beispiel für jene unverdauliche Mischung aus Israelkritik, Judenhass und moralischer Hochnäsigkeit, die leider für nicht wenige Debatten in Deutschland typisch geworden ist
Nein, es ist weder ein gutes Beispiel für was auch immer, noch ist es geeignet die Dimension der Ungeheuerlichkeit aufzuzeigen. Es ist einfach nur ein Beispiel für das [Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Vielen Dank. / Die Redaktion as]
Wir wollen uns nichts vormachen: die Juden, die meisten zumindest, die heute in Israel leben, haben keine Erinnerung daran, aber sie sind ebenso indoktriniert durch die Erziehung, wie wir, nur im umgekehrten
Sinne. Wir werden auch nicht damit leben können, als Deutsche, dass in den nächsten Jahrhunderten mit dem Finger auf uns gezeigt wird, das bringt nichts. Vielleicht Abneigung, nicht mehr.
Ich sage einmal folgendes: Wandert nicht in die USA aus, um die Wissenschaftsgemeinde zu bereichern, kommt her, kommt nach Deutschland, denkt an diejenigen, die hier gewirkt haben. Wir können euch genausogut brauchen, wir bedürfen eurer Intelligenz, denn davon gibt es hier immer weniger meint ...
Kuni
einen Moment innehalten und tun das ja ganz sicherlich auch.
Aber bei allen berechtigten und nie wirklich eingeloesten Anforderungen, die die Shoa an uns stellt, muss doch gesagt werden, dass die Welt nicht stehen bleibt.
Wenn S.Stein in seinem ZEIT-Interview sagt, dass viele Menschen Gegenwart und Vergangenheit verwechseln und miteinander vermischen, dann ist dies ein guter und weiser Hinweis, aber es muss auch moeglich sein ihm zu erwidern, dass man ueber der Vergangenheit nicht die Gegenwart vergessen darf.
Leider kann ich dies nicht so stehen lassen
"Was hier in den beiden ersten Kommentaren geschrieben wurde, ist ein gutes Beispiel für jene unverdauliche Mischung aus Israelkritik, Judenhass und moralischer Hochnäsigkeit, die leider für nicht wenige Debatten in Deutschland typisch geworden ist."
Also weder kritisiere ich Israel, noch predige ich Judenhass. sondern zeige "nur" auf, dass schon immer Völker dahingeschlachtet wurde, ohne dass deswegen irgendein Land das ganze permanent vorgehalten bekommt. Und komisch, dass immer nur "die Deutschen" trauernd ob ihrer brutalen Vorfahren durch die Gegend kriechen sollen. Und ab wann ist Völkermord denn schlimm. Ab 100 Toten, 1 Million???
Was hier in den beiden ersten Kommentaren geschrieben wurde, ist ein gutes Beispiel für jene unverdauliche Mischung aus Israelkritik, Judenhass und moralischer Hochnäsigkeit, die leider für nicht wenige Debatten in Deutschland typisch geworden ist
Nein, es ist weder ein gutes Beispiel für was auch immer, noch ist es geeignet die Dimension der Ungeheuerlichkeit aufzuzeigen. Es ist einfach nur ein Beispiel für das [Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Vielen Dank. / Die Redaktion as]
Wir wollen uns nichts vormachen: die Juden, die meisten zumindest, die heute in Israel leben, haben keine Erinnerung daran, aber sie sind ebenso indoktriniert durch die Erziehung, wie wir, nur im umgekehrten
Sinne. Wir werden auch nicht damit leben können, als Deutsche, dass in den nächsten Jahrhunderten mit dem Finger auf uns gezeigt wird, das bringt nichts. Vielleicht Abneigung, nicht mehr.
Ich sage einmal folgendes: Wandert nicht in die USA aus, um die Wissenschaftsgemeinde zu bereichern, kommt her, kommt nach Deutschland, denkt an diejenigen, die hier gewirkt haben. Wir können euch genausogut brauchen, wir bedürfen eurer Intelligenz, denn davon gibt es hier immer weniger meint ...
Kuni
einen Moment innehalten und tun das ja ganz sicherlich auch.
Aber bei allen berechtigten und nie wirklich eingeloesten Anforderungen, die die Shoa an uns stellt, muss doch gesagt werden, dass die Welt nicht stehen bleibt.
Wenn S.Stein in seinem ZEIT-Interview sagt, dass viele Menschen Gegenwart und Vergangenheit verwechseln und miteinander vermischen, dann ist dies ein guter und weiser Hinweis, aber es muss auch moeglich sein ihm zu erwidern, dass man ueber der Vergangenheit nicht die Gegenwart vergessen darf.
"nur"?Guter Mann, lesen Sie mal ein bisschen was über die Shoa, dann vergehen Ihnen diese skandalösen, verharmlosenden Reden, die Sie hier halten!
""nur"?Guter Mann, lesen Sie mal ein bisschen was über die Shoa, dann vergehen Ihnen diese skandalösen, verharmlosenden Reden, die Sie hier halten!"
lieber herr ryder,
ich verharmlose überhaupt nichts, bin auch überhaupt nicht auf der seite dieser ganzen 'schlußstrich'-schreier, habe meine meinung zum thema, die sie aus anderen diskussionen kennen, warum ereifern sie sich immer so?
sind sie nicht auch PRINZIPIELL gegen alle ideen von ethnischer 'reinheit' und 'säuberung'?
man kann aus der geschichte viel lernen, vor allem wenn man dann auch universale prinzipien draus macht, und nicht auf's metaphysische gleis irgendwelcher glaubens-dogmen abdriftet.
""nur"?Guter Mann, lesen Sie mal ein bisschen was über die Shoa, dann vergehen Ihnen diese skandalösen, verharmlosenden Reden, die Sie hier halten!"
lieber herr ryder,
ich verharmlose überhaupt nichts, bin auch überhaupt nicht auf der seite dieser ganzen 'schlußstrich'-schreier, habe meine meinung zum thema, die sie aus anderen diskussionen kennen, warum ereifern sie sich immer so?
sind sie nicht auch PRINZIPIELL gegen alle ideen von ethnischer 'reinheit' und 'säuberung'?
man kann aus der geschichte viel lernen, vor allem wenn man dann auch universale prinzipien draus macht, und nicht auf's metaphysische gleis irgendwelcher glaubens-dogmen abdriftet.
Ihr Kommentar ist unerträglich, nicht nur am Gedenktag für die Opfer des Holocaust, sondern zu jederzeit, an jedem Ort und für jeden Menschen, der auch nur einen Rest an Anständigkeit für sich bewahrt hat.
Sie wissen ganz genau, dass der industriell fabrizierte und bürokratisch organisierte Massenmord an den europäischen Juden historisch singulär ist. Genau deshalb leugnen sie es so hartnäckig und auf eine so widerwärtige Art und Weise.
Ihnen geht es nur darum, sich selbst und Deutschland von der Last der Vergangenheit und der Verantwortung für das Geschehene zu befreien. Das aber wird nie geschehen! Für das, was geschehen ist, gibt es kein Verfallsdatum!
Bevor jetzt wieder mit der Nazikeule eingeschlagen wird, weise ich die von Ihnen dargestellte Behauptung vehement zurück.
"Genau deshalb leugnen sie es so hartnäckig und auf eine so widerwärtige Art und Weise." WO bitte leugen ich dies. Ich wage es nur, mal wieder dem deutschen Bedenkenträger darauf hinzuweisen, dass in der Geschichte der Menschheit schom immer [entfernt. Bitte achten Sie auf eine sachliche Wortwahl und bleiben Sie im Rahmen des guten Geschmacks. Danke. Die Redaktion/ew] wurde. Und falls Sie meinen Kommentar vollständig gelesen haben, ( was ich jetzt mal bezweifel, sonst würden Sie nicht nicht so Zeilen wie diem zitierte schreiben ) finde ich die "deutsche Gründlichkeit" beim Völkermord sicherlich genauso widerlich wie Sie.
[...] Bitte unterlassen Sie pietätlose, verfälschende Darstellungen der Geschichte. Die Redaktion/sh
Bevor jetzt wieder mit der Nazikeule eingeschlagen wird, weise ich die von Ihnen dargestellte Behauptung vehement zurück.
"Genau deshalb leugnen sie es so hartnäckig und auf eine so widerwärtige Art und Weise." WO bitte leugen ich dies. Ich wage es nur, mal wieder dem deutschen Bedenkenträger darauf hinzuweisen, dass in der Geschichte der Menschheit schom immer [entfernt. Bitte achten Sie auf eine sachliche Wortwahl und bleiben Sie im Rahmen des guten Geschmacks. Danke. Die Redaktion/ew] wurde. Und falls Sie meinen Kommentar vollständig gelesen haben, ( was ich jetzt mal bezweifel, sonst würden Sie nicht nicht so Zeilen wie diem zitierte schreiben ) finde ich die "deutsche Gründlichkeit" beim Völkermord sicherlich genauso widerlich wie Sie.
[...] Bitte unterlassen Sie pietätlose, verfälschende Darstellungen der Geschichte. Die Redaktion/sh
Ich habe mal gehört, daß sich ein amerikanischer Tourist in Dachau darüber aufgeregt habe, daß die Linienbusse in Dachau skandalöserweise farbenfroh und wie überall als Werbefläche genutzt herumverkehren.
Er hätte eher ein pietätvolles Grau oder gar Schwarz angemessen gefunden.
Und was wollen Sie uns damit sagen?
Und was wollen Sie uns damit sagen?
Und was wollen Sie uns damit sagen?
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