Alle sollen sehen, was den Linken ohne ihn fehlen würde
"Das Notwendige" sei gesagt worden, lobt Lafontaine die Attacken von Gregor Gysi und Klaus Ernst auf den geschassten Parteimanager. Bartsch geht und will sich erstmal für kein anderes Amt bewerben. Lafontaine hält eine kämpferische Rede, wie es die Genossen von ihm gewohnt sind. Aber er sagt ihnen auch: "Niemand ist unersetzlich." Debatten, wer es womöglich doch sein könnte, seien überflüssig. Unersetzlich sei nur eine Politik und Strategie der Linken, die von immer mehr Wählern akzeptiert werde.
Ein Reporter versucht es anschließend auf die nette Tour: "Wer Sie gesehen hat, muss doch den Eindruck haben, dass Sie bald wieder voll mitmischen?" Dazu werde er sich "zu gegebener Zeit" äußern, erwidert Lafontaine knapp. Und plaudert dann lieber mit seinen Anhängern, soweit sie sich noch nicht zum Buffet mit gefüllten Klößen, Sauerkraut und Specksoße durchgekämpft haben.
Lafontaine umarmt die Genossen, herzt die Damen, schüttelt Hände, gibt Autogramme, posiert für Erinnerungsfotos. Jeder soll eben noch mal gesehen haben, was der Linken ohne ihn fehlen würde.
- Datum 20.01.2010 - 11:22 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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Erst dachte ich mir, lies den Artikel mal, dann bemerkte ich den Namen des Autors des Artikels, obwohl der noch nicht mal nötig gewesen wäre. Aber der Artikel ist ja nur von Matthias Meisner. Wie üblich also, Vermutungen, Unterstellungen und keine Quellen.
des Neuen Deutschland hätte das bei einer der vielen Kampagnen gegen Fraktionisten in der SED nicht besser hinbekommen.
Glückwunsch. Das nenne ich Tendenzjournalismus der offenbar einer bestimmten "Parteilinie" folgt.
Wenn eine Zeitung mehr Meinung als Berichterstattung bringt, ist dies eZeitung unerträglich, auch wenn sie in viele Richtungen unfair, oberflächlich und populistisch ist.
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