Religion an der Uni Experten begrüßen Islam als Uni-Fach
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Islamwissenschaftlerin Spielhaus: "Es ist höchste Zeit"

Bisher scheiterte die Verankerung islamischer Theologie an den Universitäten und bekenntnisorientierter Religionsunterricht für muslimische Kinder stets an der Vielfalt des Islams; die Kultusbehörden verwiesen darauf, dass ihnen ein klarer Ansprechpartner fehle. Der Wissenschaftsrat empfiehlt nun die in einzelnen Städten und Regionen bereits existierenden Beiräte ausdrücklich als Möglichkeit, das Problem zu lösen.

Darin sieht die Berliner Islamwissenschaftlerin Riem Spielhaus einen großen Fortschritt. „Es ist gut, dass der Wissenschaftsrat auch ausdrücklich den Koordinationsrat der Muslime als Ansprechpartner akzeptiert. Er ist schließlich die einzige Vertretung der organisierten Muslime“, sagt Spielhaus, die seit langem in der islamischen Seelsorgeausbildung engagiert ist und derzeit am „Centre for European Islamic Thought“ der Theologischen Fakultät der Universität Kopenhagen forscht. „Wichtig wird es auch sein, bei den Beiräten lokale Initiativen – die es etwa in Erlangen gibt – einzubinden. Und natürlich müssen die religiösen Ansprechpartner des Staates auch die ganze Vielfalt des Islams repräsentieren.“ Es sei „ allerhöchste Zeit, dass sich die deutschen Hochschulen da öffnen“. Ideen dazu gebe es freilich schon lange, auch an den Universitäten selbst. Der inzwischen emeritierte Islamwissenschaftler an der Humboldt-Universität Peter Heine verwies im Gespräch mit dem Tagesspiegel darauf, dass schon in den 90er-Jahren muslimische Organisationen ihn um Hilfe zur Einrichtung gebeten hätten. Seinerzeit sei das aber am Desinteresse auch der Universität gescheitert.

Dieser Artikel ist zuerst im Tagesspiegel erschienen

 
Leser-Kommentare
    • Tom10
    • 01.02.2010 um 11:35 Uhr

    So weit kommts noch! Wir leben hier in einem christlichen Land.
    Da bleibt einem ja nur noch auswandern. Geht doch mal in islamische Länder und baut christliche Kirchen!

    [...] Bitte verzichten Sie auf Beleidigungen. Die Redaktion/sh

  1. 2. Islam

    Sehr zu begrüßen. Wir sollten dringend noch mehr Einsparungen bei so unwichtigen Studiengängen wie den Ingenieurs-,Natur- und Wirtschaftswissenschaften machen und stattdessen das nicht vorhandene Geld der chronisch unterfinanzierten Universitäten in die Islamwissenschaft investieren.Dank unserer Politik wird Deutschland in ~50 Jahren mehrheitlich islamisch sein und der Islam wird einen nie dagewesenen Stellenwert in Deutschland haben.
    Der ganze andere Schnickschnack, damit Deutschland ein Industrieland bliebt wird dann eh nicht mehr gebraucht.

  2. finde- gleichwohl ich beileibe kein "Fan" des Islams und von Religion generell bin- die Idee nicht so schlecht. Besser, wir bilden Imame hier aus als welche aus dem Ausland zu "importieren", wo man ja nicht weiß, welcher Gehirnwäsche die dort womöglich unterzogen wurden.

    Außerdem ist es ein Gebot der Fairness. Wir haben ja auch evangelische und katholische theol. Fakultäten.

    Wenn wir den Islam immer nur künstlich unterdrücken und diskriminieren, tun wir uns damit auch keinen Gefallen. Ein staatl. abgesegnetes "Mullah- Diplom" nach westl. Qualitätsmaßstäben ist doch wirklich ein guter weiterer Schritt. Das sichert den Muslimen in Deutschland ihren geistlichen gut ausgebildeten Nachwuchs und uns unseren ruhigen Schlaf, da wir wissen, dass an deutschen Universitäten ausgebildete muslimische Prediger wohl kaum noch die Lust verspüren werden, gegen das westl. System zu hetzen.

    Am Christentum konnten wir schon beobachten: der beste Weg, eine Religion zu zähmen und die Kirchenbänke zu leeren, ist, die Kirche in eine Symbiose mit einem Säkularstaat zu bringen, ihr die Steuern einzutreiben, ihr Fakultäten und staatl. garantierten Reli- Unterricht einzurichten und ihr ein "Wort zum Sonntag" im Fernsehen zu gewähren.

    Das klappt beim Islam auf Dauer auch ;-)

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    "Außerdem ist es ein Gebot der Fairness. Wir haben ja auch evangelische und katholische theol. Fakultäten."

    Die Schlussfolgerung ist so nicht ganz richtig. Als säkularisierter Staat wäre es ein Gebot der Fairness, wenn keine Religion ihre verstaubten und antiquierten Ansichten durch Lehrstühle an staatlichen Universitäten unter die Gesellschaft streuen dürfte.

    "Am Christentum konnten wir schon beobachten: der beste Weg, eine Religion zu zähmen und die Kirchenbänke zu leeren, ist, die Kirche in eine Symbiose mit einem Säkularstaat zu bringen, ihr die Steuern einzutreiben, ihr Fakultäten und staatl. garantierten Reli- Unterricht einzurichten und ihr ein "Wort zum Sonntag" im Fernsehen zu gewähren."

    Mag im Ansatz vielleicht stimmen. Was wäre aber, wenn der Staat darauf verzichten würde, der Kirche ihre Steuern einzutreiben und sich damit der Beihilfe zur Verblendung der Menschen schuldig zu machen. Sollen sie doch selbst sehen, wie sie an das Geld kommen, um ihre teuren Paläste und unzähligen "Angestellten" zu bezahlen - ausgenommen sind davon natürlich diejenigen Arbeiter und Angestellten, die unter dem Einflussbereich christlicher Gewerkschaften stehen, die bekommen eh nicht viel...
    Staat und Kirche gehören getrennt - rigoros und ohne Ausnahme!!!

    "Außerdem ist es ein Gebot der Fairness. Wir haben ja auch evangelische und katholische theol. Fakultäten."

    Die Schlussfolgerung ist so nicht ganz richtig. Als säkularisierter Staat wäre es ein Gebot der Fairness, wenn keine Religion ihre verstaubten und antiquierten Ansichten durch Lehrstühle an staatlichen Universitäten unter die Gesellschaft streuen dürfte.

    "Am Christentum konnten wir schon beobachten: der beste Weg, eine Religion zu zähmen und die Kirchenbänke zu leeren, ist, die Kirche in eine Symbiose mit einem Säkularstaat zu bringen, ihr die Steuern einzutreiben, ihr Fakultäten und staatl. garantierten Reli- Unterricht einzurichten und ihr ein "Wort zum Sonntag" im Fernsehen zu gewähren."

    Mag im Ansatz vielleicht stimmen. Was wäre aber, wenn der Staat darauf verzichten würde, der Kirche ihre Steuern einzutreiben und sich damit der Beihilfe zur Verblendung der Menschen schuldig zu machen. Sollen sie doch selbst sehen, wie sie an das Geld kommen, um ihre teuren Paläste und unzähligen "Angestellten" zu bezahlen - ausgenommen sind davon natürlich diejenigen Arbeiter und Angestellten, die unter dem Einflussbereich christlicher Gewerkschaften stehen, die bekommen eh nicht viel...
    Staat und Kirche gehören getrennt - rigoros und ohne Ausnahme!!!

  3. Islam an deutschen Hochschulen. Mhh, warum nicht. Wir leben schließlich in einer Demokratie. Oder ist das nur noch ein Exportschlager? Ich frage mich nur wie ein Islam-Bachlor aussieht? Oder wirds da auch was duales geben? Islam-KFZ Mechaniker oder Islam-Judentum? Das wär mal ne geile Idee. Und kann man dann auch gegebenfalls als Priester oder Pastor arbeiten? Wird das ein Bachlor of Science oder Arts - ist die Frage blasphemisch? Naja man darf gespannt bleiben.

  4. "Außerdem ist es ein Gebot der Fairness. Wir haben ja auch evangelische und katholische theol. Fakultäten."

    Die Schlussfolgerung ist so nicht ganz richtig. Als säkularisierter Staat wäre es ein Gebot der Fairness, wenn keine Religion ihre verstaubten und antiquierten Ansichten durch Lehrstühle an staatlichen Universitäten unter die Gesellschaft streuen dürfte.

    "Am Christentum konnten wir schon beobachten: der beste Weg, eine Religion zu zähmen und die Kirchenbänke zu leeren, ist, die Kirche in eine Symbiose mit einem Säkularstaat zu bringen, ihr die Steuern einzutreiben, ihr Fakultäten und staatl. garantierten Reli- Unterricht einzurichten und ihr ein "Wort zum Sonntag" im Fernsehen zu gewähren."

    Mag im Ansatz vielleicht stimmen. Was wäre aber, wenn der Staat darauf verzichten würde, der Kirche ihre Steuern einzutreiben und sich damit der Beihilfe zur Verblendung der Menschen schuldig zu machen. Sollen sie doch selbst sehen, wie sie an das Geld kommen, um ihre teuren Paläste und unzähligen "Angestellten" zu bezahlen - ausgenommen sind davon natürlich diejenigen Arbeiter und Angestellten, die unter dem Einflussbereich christlicher Gewerkschaften stehen, die bekommen eh nicht viel...
    Staat und Kirche gehören getrennt - rigoros und ohne Ausnahme!!!

    Antwort auf "Auch ich"
    • rondo
    • 10.02.2010 um 15:12 Uhr

    [entfernt aufgrund von ignoranten Äußerungen. Die Redaktion/vv]

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