Peres in Berlin Hohe Erwartungen aus Israel
Beim Treffen der Bundeskanzlerin mit Israels Präsident Peres wird das iranische Atomprogramm Thema sein. Wie geht Angela Merkel mit den hohen Erwartungen der Israelis um?
© John MacDougall/AFP/Getty Images

Israels Präsident Schimon Peres kommt zu einem viertägigen Besuch in Berlin an
Während ihres ersten Auftritts vor der Münchner Sicherheitskonferenz, hat Angela Merkel einen starken historischen Vergleich bemüht: Mit Blick auf das iranische Atomprogramm forderte die deutsche Regierungschefin im Februar 2006 den Westen zum Handeln auf und warnte vor "Appeasement"-Politik. Gemeint waren die Verständigungs- und Beschwichtigungsversuche, mit denen vor allem England vor dem Zweiten Weltkrieg vergeblich versucht hatte, Hitlers Expansionsgelüste zu befriedigen und die von Nazideutschland ausgehende Gefahr zu bannen.
Vom Verweis auf die Nazizeit ist es nur ein kurzer gedanklicher Weg zu dem Schluss, dass in einer solchen Situation nur Krieg Schlimmeres verhindern kann. Daher wurde Merkel von der SPD und Historikern scharf kritisiert. Sie lernte dazu: Den Vergleich hat sie seitdem nicht mehr verwendet. Geblieben ist die Überzeugung, die sie schon damals antrieb: das Versprechen, Deutschland müsse seiner Geschichte wegen uneingeschränkt das Existenzrecht Israels verteidigen. Manche Beobachter meinen gar, diese Selbstverpflichtung gehöre zu Merkels wenigen nicht verhandelbaren Grundüberzeugungen.
In starken Worten hat Merkel dieses Versprechen immer wieder bekräftigt – und meist im gleichen Atemzug Widerstand gegen ein iranisches Atomprogramm versprochen. "Diese historische Verantwortung ist Teil der Staatsräson meines Landes", sagte sie im März 2008 vor der Knesset, dem israelischen Parlament. "Das heißt, die Sicherheit Israels ist für mich als deutsche Bundeskanzlerin niemals verhandelbar." In ähnlichem Tenor erklärte sie eineinhalb Jahre später vor dem US-Kongress: "Wer Israel bedroht, bedroht auch uns." Und weiter: "Eine Atombombe in der Hand des iranischen Präsidenten, der den Holocaust leugnet, Israel droht und das Existenzrecht abspricht, darf es nicht geben."
Auch über die Mittel, mit denen sie Israel gegen eine atomare Bedrohung schützen will, gibt die Kanzlerin Auskunft. Sie versprach immer wieder, dass Deutschland harte Sanktionen gegen Iran mittragen werde, falls Teheran im Atomstreit nicht einlenke. Lange Zeit war das nur eine Ankündigung für den Wenn-Fall. Inzwischen aber muss Merkel ihr Versprechen einlösen. Denn jahrelang hatten die fünf Vetomächte und Deutschland, die gemeinsam mit Iran verhandeln ("E 3 plus 3", Großbritannien, Frankreich, Deutschland, USA, Russland und China), auf europäisches Drängen hin mit einer Doppelstrategie verhandelt: Sie boten technische Zusammenarbeit und Handelserleichterung für den Fall, dass Iran die Urananreicherung stoppen und andere Zeichen des Entgegenkommens zeigen würde. Und sie drohten mit Sanktionen, falls dies nicht geschehe. US-Präsident Barack Obama trug diesen Kurs anders als sein Vorgänger George W. Bush nicht nur widerwillig mit – er hob die Kontaktsperre auf und warb selbst offensiv um Teheran. Doch auf keines der Angebote gingen die Iraner ein. Nun drängen die USA auf eine neue Runde von Sanktionen. Es geht dabei um die mittlerweile vierte Sanktionsresolution der UN.
Präsident Schimon Peres wird wohl zu hören bekommen, was Merkel vorige Woche auch schon Premierminister Benjamin Netanjahu bei dessen Besuch in Berlin sagte: Wenn die Reaktion Irans sich weiter nicht ändere, werde Deutschland "an umfassenden Sanktionen mitarbeiten". Diese sollten im Rahmen des UN-Sicherheitsrates verabschiedet werden. Als günstiges Zeitfenster hierfür gilt die Zeit vom Februar, wenn Frankreich von China den Vorsitz im Sicherheitsrat übernimmt, bis April, wenn der Libanon diesen für einen Monat innehat. Dem instabilen Land trauen westliche Diplomaten keine Führungsrolle zu, auch weil Iran in der libanesischen Innenpolitik mitmischt.
Seit der Entdeckung der geheimen iranischen Atomanlage in Ghom im Herbst drängt inzwischen auch Russland auf schärfere Maßnahmen, wozu Obamas ausgestreckte Hand gegenüber Moskau beigetragen haben mag. China hat noch nicht erkennen lassen, ob es eine neue Runde wirksamer Sanktionen mittragen will. Das Verhandlungsangebot besteht übrigens weiter, doch niemand rechnet damit, dass das von innerer Opposition herausgeforderte Regime in Teheran gerade jetzt eine einheitliche Linie findet.
Auch für den Fall, dass die Bemühungen im UN-Sicherheitsrat an China scheitern, hat Merkel vorgebaut. Netanjahu sagte sie bereits zu, notfalls auch ohne die Vereinten Nationen härter auf die iranische Verweigerung zu reagieren. Sollte eine UN-Resolution scheitern, werde sich Deutschland "gemeinsam mit Ländern, die das gleiche Ziel verfolgen, an solchen Sanktionen beteiligen".
Dieser Text erschien im gedruckten Tagesspiegel vom 26.01.10.
- Datum 26.01.2010 - 11:29 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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Nun können wir nur hoffen, dass die Versprechen westlicher Demokratie eingehalten werden und somit diesr schreckliche Diktator und das Mullah-Regime in ihre Schranken gewiesen werden.
Militärische Mittel können hierbei lediglich die letzte Wahl sein.
westlicher Demokratien gehört auch die vollständige Abrüstung der Atomwaffen - wie im Nichtweiterverbreitungsvertrag den nicht Atomwaffenbesitzern versprochen. Der Iran hält sich bisher daran und lässt eine Überprüfung zu. Sollte er aber tatsächlich im Geheimen Atomwaffen produzieren, so ist er nicht mehr vertragsbrüchig als USA, Russland, Grossbritanien, Frankreich und China.
westlicher Demokratien gehört auch die vollständige Abrüstung der Atomwaffen - wie im Nichtweiterverbreitungsvertrag den nicht Atomwaffenbesitzern versprochen. Der Iran hält sich bisher daran und lässt eine Überprüfung zu. Sollte er aber tatsächlich im Geheimen Atomwaffen produzieren, so ist er nicht mehr vertragsbrüchig als USA, Russland, Grossbritanien, Frankreich und China.
westlicher Demokratien gehört auch die vollständige Abrüstung der Atomwaffen - wie im Nichtweiterverbreitungsvertrag den nicht Atomwaffenbesitzern versprochen. Der Iran hält sich bisher daran und lässt eine Überprüfung zu. Sollte er aber tatsächlich im Geheimen Atomwaffen produzieren, so ist er nicht mehr vertragsbrüchig als USA, Russland, Grossbritanien, Frankreich und China.
Bezüglich unserer historischen Verantwortung im Hinblick auf das Existenzrecht Israels ist nichts weiter zu sagen. Allerdings das Existenzrecht bzw. Gebiet, welches ihnen zugesprochen wurde.
"Wenn die Reaktion Irans sich weiter nicht ändere, werde Deutschland "an umfassenden Sanktionen mitarbeiten". Diese sollten im Rahmen des UN-Sicherheitsrates verabschiedet werden."
Sätze wie dieser führen die komplette Einstellung Fr. Merkels ad absurdum, denn warum soll denn genau derselbe UN-Sicherheitsrat, der die Annektion des Westjordanlandes NIE anerkannt hat, mal wieder pro Israel in die Presche springen und nur dessen "Feinde" sanktionieren.
Die Demokratien sprechen wieder mal von Appeasement, also bereiten sie den Krieg vor wie damals mit Irak und Serbien.
Also ziehen wir mal die Geschichtliche Parallelen:
Achmadinedschad = Hitler (Das war einfach!)
Obama = F.D.Roosevelt (Hey das klappt ja super!)
Medvedev = Stalin (Naja...)
Merkel = ... ... sagen wir Churchill
Peres = Pilsudski? Benesch?
Wir sind jetzt... 1933, oder besser - 1938. Ja, genau! Na, also wenn es jetzt mal nicht allerhöchste Zeit ist, alle Truppen zu mobilisieren um diesem Hitler zu zeigen, wie wehrhaft unsere demokratische Welt ist...
Wozu Geschichte so alles gut ist!
Ob es zum Krieg gegen den Iran kommt wird ganz von der Kriegslust der USA abhängen und auch wie sich die Israel Lobby in den USA durchsetzen kann.
Die westliche Öffentlichkeit jedenfalls soll schon Mal für den Fall des Falls vorbereitet werden , da gebe ich Ihnen vollkommen Recht.
Ob es zum Krieg gegen den Iran kommt wird ganz von der Kriegslust der USA abhängen und auch wie sich die Israel Lobby in den USA durchsetzen kann.
Die westliche Öffentlichkeit jedenfalls soll schon Mal für den Fall des Falls vorbereitet werden , da gebe ich Ihnen vollkommen Recht.
Die deutsche Politik ist doch seit Jahrzehnten von der immer gleichen Heuchelei geprägt. Einerseits will man angeblich Antisemitismus bekämpfen und steht hinter Israel, andererseits liefert man den antisemitischen Staaten High-Tech und Atomtechnologie. Nachgerade aber kommt der Zeitpunkt näher, wo die Bundesregierung sich für das eine oder das andere entscheiden muß, und wie die Entscheidung ausfallen wird, dürfte klar sein. Man kann Israel nur gratulieren, daß es nicht auf die deutsche Freundschaft angewiesen ist.
antisemitischen Staaten? Oder meinen Sie Staaten die Antiisraelisch sind?
1) Liefern wir größenteils kostenlos Kriegstechnologie nach Israel
und
2) liefert gerade das Land, welches Sie mit Ihrer Anspielung "Man kann Israel nur gratulieren, daß es nicht auf die deutsche Freundschaft angewiesen ist" wohl am ehesten bezeichenen...die USA...seit Jahrzehnten wesentlich mehr Waffen in den Nahen Osten (eben immer in ein bestimmtes Land, welches ihnen einen temporalen Eigennutz verschafft, Iran, Irak...), als irgendein anderer Staat.
antisemitischen Staaten? Oder meinen Sie Staaten die Antiisraelisch sind?
1) Liefern wir größenteils kostenlos Kriegstechnologie nach Israel
und
2) liefert gerade das Land, welches Sie mit Ihrer Anspielung "Man kann Israel nur gratulieren, daß es nicht auf die deutsche Freundschaft angewiesen ist" wohl am ehesten bezeichenen...die USA...seit Jahrzehnten wesentlich mehr Waffen in den Nahen Osten (eben immer in ein bestimmtes Land, welches ihnen einen temporalen Eigennutz verschafft, Iran, Irak...), als irgendein anderer Staat.
Zitat:
"Das heißt, die Sicherheit Israels ist für mich als deutsche Bundeskanzlerin niemals verhandelbar." In ähnlichem Tenor erklärte sie eineinhalb Jahre später vor dem US-Kongress: "Wer Israel bedroht, bedroht auch uns."
Für wen spricht Frau Merkel da eigentlich?
Diese Frau wurde (leider) gewählt, um Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland zu sein. Daraus erwachsen jede Menge Verpflichtungen - aber ganz sicher keine uneingeschränkten Treueschwüre einem nahöstlichen Kleinstaat gegenüber, dessen Regierungen leider immer zu irrationalen Gewaltausbrüchen neigen.
Entschädigung und Unterstützung der noch lebenden Holocaustopfer - ja unbedingt. Aber unbegrenzter Kredit gegenüber dem militanten und von radikalen Siedlern immer tiefer in einen Endloskonflikt mit seinen Nachbarn verstrickten Staat Israel - nicht in meinem Namen.
Wer deutsche Politik von den Handlungen der Politiker in Tel Aviv abhängig macht, schädigt unser Land.
In Peking wird man sich übrigens über derlei treuherzige Faktenblindheit kaputt lachen und dem UNSR eine lange Nase drehen.
Der Westen mag demnächst gar keine Geschäfte mehr mit dem Iran machen?
Fein.
Dann machen das eben andere.
mh weiß noch jemand wie der 1 weltkrieg ausgebrochen ist???
Das damalige Deutsche Reich hatte den Österreicher einen treueschwur abgeliefert und stürzte sich dadurch ins verderben.
Wäre das nicht geschehen würde es wahrscheinlich auch keine
Nazi Regierung geben..........
Oder liege ich da total falsch?????
Sanktionen gegen Iran muss es geben die sollten keine Atomwaffen besitzen, aber man sollte auch gegen Israel
mit gleicher härte vorgehen wie gegen Iran.
Die Israelische Politik herbegt genau so viel gewallt und
terror wie die von Iran, wobei die Iraner zumindestens keine kinder abschlachten.
der Iran hält sich an die Menschenrechte, natürlich ich vergass, erst vor kurzem wurden Minderjährige an Baukränen aufgehängt, in den Gefängnissen werden Minderjährige vor der Steinigung vergewaltigt, damit sie nicht als Jungfrauen sterben, es werde4n Minderjährigen die Hände und Füsse abgehackt, aber Israel steht am deutschen Pranger, klar.
Ich habe vor kurzem den auf Arte laufenden Film gesehen: "Allahs Bräute" dort hatten Selbstmordattentäterinnen Interviews gegeben und man konnte sehr wohl den Hass erkennen, welch diese indoktrinierte Gesellschaft schon ihren Kindern aufdringt, vor allen Dingen aber haben mich die Haftbedingungen stutzig gemacht, die selbst bei uns in Deutschland kaum einen höheren Standard haben können. In Israel gibt es keine Kindersoldaten, bei Hamas und PLO aber schon......daher auch die "Kindermorde".
der Iran hält sich an die Menschenrechte, natürlich ich vergass, erst vor kurzem wurden Minderjährige an Baukränen aufgehängt, in den Gefängnissen werden Minderjährige vor der Steinigung vergewaltigt, damit sie nicht als Jungfrauen sterben, es werde4n Minderjährigen die Hände und Füsse abgehackt, aber Israel steht am deutschen Pranger, klar.
Ich habe vor kurzem den auf Arte laufenden Film gesehen: "Allahs Bräute" dort hatten Selbstmordattentäterinnen Interviews gegeben und man konnte sehr wohl den Hass erkennen, welch diese indoktrinierte Gesellschaft schon ihren Kindern aufdringt, vor allen Dingen aber haben mich die Haftbedingungen stutzig gemacht, die selbst bei uns in Deutschland kaum einen höheren Standard haben können. In Israel gibt es keine Kindersoldaten, bei Hamas und PLO aber schon......daher auch die "Kindermorde".
antisemitischen Staaten? Oder meinen Sie Staaten die Antiisraelisch sind?
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