Große ZahlenSeid verschlungen, Milliarden!

Es soll Politiker geben, die nicht wissen, wie viele Nullen eine Milliarde hat. Diese Grafik soll dabei helfen, Etatposten zu vergleichen. von 

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Politiker entscheiden täglich über Beträge mit sieben, acht oder neun Nullen – aber ob sie sich diese Summen wirklich vorstellen können, darf man in vielen Fällen bezweifeln.

Der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Martin Bangemann antwortete einmal auf die Frage eines Reporters, wie viele Nullen eine Milliarde habe: "Ach du lieber Gott! Sieben? Acht?" Es sind aber neun.

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Diese Grafik soll Milliardensummen anschaulich machen. Einige der Zahlen sind exakt, andere mehr oder weniger grobe Schätzungen. Aber um Präzision geht es auch nicht, sondern um Größenordnungen.

Und keinesfalls wollen wir suggerieren, dass man den einen Milliardenbetrag doch lieber dazu verwenden sollte, Defizite bei einer anderen Milliardensumme auszugleichen – wir vergleichen munter Äpfel mit Birnen, und eventuelle politische Schlüsse zieht jeder Leser auf eigene Gefahr.

Ein Vergleich der Etatposten mit märchenhaften Vermögen oder mit knappen Spendengeldern:  Klicken Sie hier, um die Infografik zu öffnen. Wenn man auf die Zahlen klickt, kommt man zur jeweiligen Quelle!

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Leserkommentare
  1. aber wird einem klarer, was reinkommt und was rausgeht? Imposante Größenvergleiche jedoch.

    • kerle51
    • 02. Februar 2010 15:44 Uhr

    Das ist halt bei der Diskussion unter einfachen Leuten wie uns immer wieder die Frage.

    Die Antworten sind oft: gar keine, alles ist so gewollt, wie es abläuft. Die sind jedenfalls eher käuflich als dumm. Beides ist schlecht zu bekämpfen!

    • mrCasey
    • 02. Februar 2010 15:48 Uhr
    3. WIN

    Für den einen oder anderen netzaffinen Bürger sind solche Infografiken zwar nicht neu. Neu ist aber, dass das mal auf einer der etablierteren Seiten erscheint, und dazu noch als pdf mit eingebetteten Links verbreitet wird. Vielleicht bewegt sich der olle Supertanker ZEIT ja doch noch genug, um dem drohenden Schicksal der sonstigen Totholz verarbeitenden Industrie zu entgehen.

    Also: Großes Kino. Mehr davon.

    • yanqui
    • 02. Februar 2010 16:48 Uhr

    Ich finde solche Größenvergleiche zwar an sich interessant - wobei dahingestellt sei, inwiefern sich die 'Ausgaben' für das Gesundheitssystem (Geld, das die Bürger einzahlen und das ihnen sofort wieder zugute kommt) mit den Verteidigungsausgaben (Steuereinnahmen, von denen sich der Staat Panzer kauft und Angestellte bezahlt) miteinander so vergleichbar sind.

    Wirklich irritiert sind aber die in größeren Posten eingeschlossenen Kästchen. Beim den beiden Posten 'Deutsches Rettungspaket' vermute ich, dass 'Hypo Real Estate' für den jeweiligen Postenanteil steht. Aber wie ist das bei den Ausgaben für den Afghanistankrieg? Sind die deutschen Ausgaben nun Teil der amerikanischen Ausgaben?

    Und warum sind die 4 Mrd, die Deutschland für den Afghanistankrieg ausgegeben hat, eigentlich größer dargestellt als die 5 Mrd im Opec-Klimafonds?

    Bei genauerem Hinsehen fallen einem schnell noch mehr Disproportionalitäten auf...

    Deshalb: Großes Kino, aber leider Science Fiction...

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • yanqui
    • 02. Februar 2010 17:16 Uhr

    Vlt. hätte ich doch erstmal den Text zuende lesen sollen. Äpfel und Birnen...mit ein paar komischen Druckstellen...

    Redaktion

    Das Kästchen beim OPEC-Klimafonds ist tatsächlich zu klein - ich hoffe, die anderen Proportionen stimmen!

  2. Da laufen einem reihenweise kalte Schauer den Rücken runter. Dass ein Vergleich der Ausgaben für Bildung und Forschung mit den Ausgaben für den Afghanistan- und Irakkrieg oder dem Ausgaben für des deutschen Rettungspaketes in die dargestellte Richtung geht war mir klar, aber die Größenordnungen sind doch erschreckend.

    Da wird einem Angst und Bange!

    Danke Christian Drösser für die Grafik und vielleicht noch die Bitte daraus einen mutigen Artikel zu formen, indem doch Schlüsse gezogen werden.

    • yanqui
    • 02. Februar 2010 17:16 Uhr

    Vlt. hätte ich doch erstmal den Text zuende lesen sollen. Äpfel und Birnen...mit ein paar komischen Druckstellen...

    Antwort auf "Science Fiction"
  3. ... das Rätsel ein: Ein Ehepaar lässt sich scheiden und der Ex wird eine Abfindung angeboten, unter der Voraussetzung, dass sie jeden Tag ( 365/a, so lange, wie es reicht ) 3.000,- Euro ausgeben muss!
    Variante 1: Sie soll eine Million Euro ( 1 ME, Mega-Euro ) erhalten. Wie lange kann sie davon leben?
    Variante 2: Sie soll eine Milliarde Euro ( 1 GE, Giga-Euro ) erhalten, wie lange kann sie davon leben?

  4. Die Ausgaben für Bildung und Forschung sind etwa so groß (naja:klein) wie die US-Pornoindustrie schwer ist. Wow, liebe Studenten und Studentinnen, da lässt sich also noch einiges rausholen...

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