Rüstungsausgaben Die USA sparen, Asien investiert
Rüstungsetats in der Krise: Wie eine Londoner Studie aufzeigt, kürzen westliche Mächte ihre Verteidigungshaushalte. China und Indien hingegen steigern ihre Ausgaben.
© Prakash Singh/AFP/Getty Images

Eine indische Marine-Einheit marschiert durch Neu-Delhi. Nach den Terroranschlägen von Mumbai im November 2008 hat die Regierung den Rüstungsetat um 21 Prozent erhöht
Während die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise die USA und andere westliche Länder zu Einsparungen im Rüstungsetat gezwungen hat, investieren asiatische Länder wie China und Indien weiter stark in ihre Streitkräfte. Das geht hervor aus dem Jahresbericht des Internationalen Instituts für Strategische Studien (IISS) in London.
Nachdem sich der US-Verteidigungshaushalt unter dem früheren Präsidenten George W. Bush fast verdoppelt habe, sei diese Entwicklung in den USA durch die Finanzkrise aufgehalten worden. Sowohl US-Präsident Barack Obama als auch US-Verteidigungsminister Robert Gates hätten signalisiert, dass aufgrund der Haushaltslage eine "dramatische Neuordnung der Prioritäten bei den Verteidigungsausgaben" nötig sei. Wegen ihres fortdauernden Engagements im Irak und in Afghanistan unterliege die US-Armee weiterhin einer "starken Belastung".
Auch Großbritannien, Washingtons engster Verbündeter sowohl im Irak als auch in Afghanistan, müsse Verteidigungsausgaben einsparen. Im Zuge der Finanzkrise hätten die Briten enorme Schulden angehäuft, hieß es in dem 490 Seiten starken IISS-Bericht. Von den europäischen Nato-Mitgliedern würden voraussichtlich allein Dänemark und Norwegen 2010 ihre Verteidigungsausgaben erhöhen.
Russland, dessen Bruttoinlandsprodukt im vergangenen Jahr um 7,5 Prozent zurückgegangen sei, habe sein Programm zur Modernisierung der Armee zurückgestellt. Stattdessen sei ein neuer Zehn-Jahres-Plan vorgesehen, mit dessen Umsetzung jedoch erst 2011 begonnen werden solle.
Im Gegensatz zu den weit entwickelten Volkswirtschaften hätten allerdings Indien und China ihre zweistelligen Wachstumsraten in den Verteidigungsausgaben beibehalten. Auch als Folge der Terroranschläge von Mumbai im November 2008 habe die aufstrebende Wirtschaftsmacht Indien den Rüstungsetat im vergangenen Jahr um 21 Prozent erhöht. In anderen asiatischen Staaten wie Indonesien und Singapur sei der Verteidigungsetat ebenfalls gewachsen.
Das renommierte Institut warnte vor einer neuen Art von Kriegen mithilfe des Internets. Künftige Konflikte zwischen zwei Staaten könnten zunehmend durch sogenannte asymmetrische Techniken bestimmt werden, sagte IISS-Chef John Chipman. Dabei könnten die Infrastruktur eines Landes gelähmt, Militärdaten anderer Länder manipuliert oder finanzielle Transaktionen gestört werden.
- Datum 03.02.2010 - 16:55 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, AFP
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Indien bekommt garantiert noch deutsche Entwicklungshilfe und und im Falle Chinas würde es mich nicht wundern.
Der angebliche neue Wirtschaftsaufschwung in China wird sich bald als das herausstellen, was er ist: auch nur eine große Blase.
Mittelfristig wird die chinesische Regierung verstärkt Ärger mit den eigenen Bürgern bekommen. Es wird sich rächen, dass der Aufschwung, vor der Wirtschaftskriese, auf dem Rücken entrechteter Arbeitssklaven aufgebaut wurde. Wenn millionen Wanderarbeiter keine Arbeit mehr haben und auch die "Mittelschicht" in den Boom-Citys merken, dass es wieder Abwärts geht wird es den Bonzen an den Kragen gehen.
Wirtschaftsaufschwung ist keine Blase sondern ein echter Wirtschaftsaufschwung und hat sogar hier und da den Begriff "Wirtschaftswunder" verdient.Dass da aber noch viel Luft nach oben besteht sollte klar sein.
Wirtschaftsaufschwung ist keine Blase sondern ein echter Wirtschaftsaufschwung und hat sogar hier und da den Begriff "Wirtschaftswunder" verdient.Dass da aber noch viel Luft nach oben besteht sollte klar sein.
Bitte korrigiert mich, aber gab es da nicht vor kurzem den Beschluss, den Haushalt für alle Ressorts einzufrieren _außer_ dem Verteidigungsetat?
Nur ein weitere Zeichen, wie sich die Gewichte verschieben. Die Amis sollten die erzwungene Zurückhaltung beim Rüsten zum Neunachdenken über Ziele und Mittel ihrer Großmachtstrategie nutzen. Frage dabei: Welcher ihrer zuletzt geführten Kriege hat i h n e n selbst wirklich etwas gebracht?
Meine nüchterne Analyse:
1. Die Amis haben viele Feinde. Sie werden mit ihnen leben müssen, da sie sie nicht alle vernichten oder neutralisieren können. D.h., sie brauchen eine neue, intelligenter Strategie.
2. Dazu sollten sie sich fragen, inwieweit die große Schar ihrer Feinde evtl. etwas mit der Art und Weise zu tun haben könnte, wie sie, die Amis, ihre (oft nur vermeintlichen) Interessen in der Welt bisher üblicherweise durchzusetzen pflegen.
3. Die Bedeutung der USA als Weltmacht wird sinken. Dafür sorgen die künftigen weltwirtschaftlichen Kräfteverhältnisse. D.h., die USA stoßen allmählich an die Grenzen ihrer politischen und militärischen Macht. (Hoffentlich wird der untergehende Stern nicht, einer Super Nova gleich, zuvor nochmals dramatisch aufblitzen.)
4. Neu aufkommende Großmächte werden sich zunehmend international engagieren. Das muss die Welt nicht zwangsläufig unsicherer machen (wenn diese ihre Macht verantwortungsvoll einsetzen), schafft aber strategisch mehr und neue Optionen.
5. Für Deutschland bleibt die Devise: Nur um die spezifisch deutschen Interessen müssen wir uns selber kümmern, um den Rest kümmern sich schon die anderen.
Die Amerikaner sind längst an die Grenzen ihrer Macht gestossen.Sie sind nicht in der Lage die Taliban zu besiegen genauso wenig im übrigen wie das israelische Militär nicht in der Lage war die Hisbollah im Libanon-Krieg 2006 zu überwältigen.Und die vornehmlich sunnitischen irakischen Aufstände hat man nicht unter Kontrolle bringen können weil man sie militärisch besiegt hat,sondern weil diese ihre Strategie geändert haben um für den kommenden Kampf mit den Schiiten gerüstet zu sein.Dabei machen die Sunniten nur 20% aus.Es darf sich jeder ausmalen,was passieren würde,wenn sich die 65% Schiiten im Irak zu einem Aufstand aufraffen würde.
Die Amerikaner sind längst an die Grenzen ihrer Macht gestossen.Sie sind nicht in der Lage die Taliban zu besiegen genauso wenig im übrigen wie das israelische Militär nicht in der Lage war die Hisbollah im Libanon-Krieg 2006 zu überwältigen.Und die vornehmlich sunnitischen irakischen Aufstände hat man nicht unter Kontrolle bringen können weil man sie militärisch besiegt hat,sondern weil diese ihre Strategie geändert haben um für den kommenden Kampf mit den Schiiten gerüstet zu sein.Dabei machen die Sunniten nur 20% aus.Es darf sich jeder ausmalen,was passieren würde,wenn sich die 65% Schiiten im Irak zu einem Aufstand aufraffen würde.
In den USA werden je Kopf der Bevölkerung jährlich etwa 2000 Dollar für Waffen und Krieg ausgegeben. Die USA haben keinen Nachbarn, der sie irgendwie bedrohen könnte.
Bei uns sind es etwa 400 Dollar je Kopf.
Die entsprechende Zahl für China liegt etwa bei 50 Dollar.
Diese Zahlen vergisst man hier gern, da sie zeigen, was man nicht wahrhaben möchte.
Wirtschaftsaufschwung ist keine Blase sondern ein echter Wirtschaftsaufschwung und hat sogar hier und da den Begriff "Wirtschaftswunder" verdient.Dass da aber noch viel Luft nach oben besteht sollte klar sein.
Die Amerikaner sind längst an die Grenzen ihrer Macht gestossen.Sie sind nicht in der Lage die Taliban zu besiegen genauso wenig im übrigen wie das israelische Militär nicht in der Lage war die Hisbollah im Libanon-Krieg 2006 zu überwältigen.Und die vornehmlich sunnitischen irakischen Aufstände hat man nicht unter Kontrolle bringen können weil man sie militärisch besiegt hat,sondern weil diese ihre Strategie geändert haben um für den kommenden Kampf mit den Schiiten gerüstet zu sein.Dabei machen die Sunniten nur 20% aus.Es darf sich jeder ausmalen,was passieren würde,wenn sich die 65% Schiiten im Irak zu einem Aufstand aufraffen würde.
Gucken Sie sich doch nur mal den "Gleichschritt" auf dem Foto an - das ist eine Blechtruppe, nichts Anderes. Militarismus ist auch eine Mentalitätsfrage. Indien war und wird niemals eine Militärmacht sein, auch wenn sie sich noch so viel Waffen kaufen - damit sollte man auch schon umgehen können.
WOLLEN !!!
(randbemerkung blechtruppen: indien ist atommacht)
WOLLEN !!!
(randbemerkung blechtruppen: indien ist atommacht)
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