Westerwelle auf Reisen Im Schutze des Tabus

Dass Guido Westerwelle homosexuell ist, darf ihn nicht davor bewahren, kritische Fragen zur Anwesenheit seines Partners zu beantworten.

Der deutsche Vizekanzler ist homosexuell, und schwulenfeindliche Ressentiments haben sich mit den Bürgermeistern Wowereit und von Beust nicht erledigt. Der Weg zur allgemeinen Akzeptanz in öffentlichen Spitzenpositionen ist steinig für Angehörige von Gruppen, die jahrhundertelang davon ausgeschlossen waren. Ein simples Beispiel: Es gab viele Politikerinnen vor Angela Merkel, doch eine Kanzlerkandidatin war selbst für ihre eigene Partei keineswegs selbstverständlich. Dass den offiziellen Job der "Gattin" nun ihr Ehemann ausübt, fällt noch immer aus dem Rahmen; auch deshalb tritt "Herr Sauer" nur ungern als Merkels Reisebegleiter auf.

Sehr häufig dabei ist dagegen "Herr Mronz", wie der Außenminister zu sagen pflegt, wenn, wie wiederum Mronz zu sagen pflegt, "Herr Westerwelle" sich auf Dienstreisen begibt. Die Distanz, die beide sprachlich zwischen sich legen, spielt auf das private Verhältnis in einer Weise an, die es in einen Schutzraum stellt. Denn sie reklamiert deren Außergewöhnlichkeit. Die Öffentlichkeit weiß, das Mronz und Westerwelle ein Paar sind. Darf diese Öffentlichkeit, was – wie besonders ihr aufgeklärter Teil weiß – fast ein Ding menschlicher Unmöglichkeit ist? Nämlich: an eine latent und tatsächlich diskriminierte Partnerschaft den gleichen Maßstab anlegen wie an das ganz gewöhnliche Ehepaar.

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Die Antwort ist eindeutig. Sie muss es natürlich, wenn es um öffentliche Verantwortung geht. Denn die verlangt eine strikte Trennlinie zu privaten Interessen, von Mann wie Frau, ob schwul oder hetero. Westerwelle aber wehrt die Vorwürfe einer Interessenvermischung ab. Er verweigert konkrete Auskunft auf konkrete Vorhaltungen und verschanzt sich hinter früheren Außenministern, die auch die Möglichkeiten "mehr oder weniger genutzt" hätten, ihre Partnerinnen mitzunehmen. Also geht es um eine Partnerbegleitung des Mitreisenden Mronz, der aber – warum dann eigentlich? – auf eigene Kosten fährt.

Diese Information wurde einer mehrtägigen Diskussion ebenso nachgeschoben wie die Erläuterung von eigenen Geschäftsinteressen, die Mronz auf diesen Reisen vorgehalten worden ist. Westerwelles Begleiter ist für den guten Zweck unterwegs, allerdings nicht im Namen und Auftrag der Bundesrepublik Deutschland. Das Vorstandsmitglied von "Ein Herz für Kinder" will sich auf diesen Reisen für die Belange von Kindern engagieren. Das wiederum erfahren wir ausgerechnet über ein Bild-Interview, womit die "Ein Herz für Kinder"-Zeitung wie ihr Vorstand nebenbei eine günstige Gelegenheit für Gutmenschentum zum Zwecke der jeweiligen Eigen-PR gemeinsam genutzt haben.

Der FDP-Chef Guido Westerwelle hat schon manchen Aufruhr nach dem Motto "Frechheit siegt" entfacht. Wie man als mutiger Kämpfer auftreten kann, indem man Schweigemauern behauptet, wo gar keine sind, hat er jüngst mit seinem Hartz-IV-Furor bewiesen. Als Vizekanzler wehrt ausgerechnet der große Tabubrecher den Vorwurf der Interessenvermengung nun mit einem Doppel-PC ab. Ein schwules Paar plus soziales Engagement für Kinder – ist das nicht eine fast unwiderstehliche appellative Botschaft an die politische Correctness der öffentlichen Meinung? Nein, das ist es nicht. Es ist ein alter Herrschaftstrick von vormals Ausgeschlossenen, sanft an die alten Diskriminierungen zu erinnern, wenn es in den neuen Machtpositionen ungemütlich wird. Westerwelle ist Vizekanzler. Und der muss sich erklären.

Erschienen im Tagesspiegel.

 
Leser-Kommentare
    • M.M.
    • 11.03.2010 um 12:06 Uhr

    Der Bundesaussenkanzler kann meinetwegen fahren, mit wem und wohin er will, Hauptsache er hält sich strikt an seinen Diensteid, den er vor Volk und Grundgesetz geleistet hat und zwar b u c h s t a b e n g e t r e u !!!!!!

  1. ..nichts gegen Homosexualität.
    Kürzlich besuchte Westerweille in Begleitung seines Freundes offiziell China, sie wurden mit allen Ehren empfangen.

    Ich fand, auch wenn ich nichts gegen Homosexuelle habe, es sehr peinlich, dass Westerwelle seinen Lebenspartner mitnahm. Also bitte, warum muss der dabei sein?

    Deutschland darf gern von Homosexuellen vertreten werden, aber bei Antrittsbesuchen wäre es sehr nett, wenn sie ihre homosexuelle Lebenspartner daheim lassen könnten.

    Zwar haben wir Deutschen keine vernünftigen Staatsvertreter mehr (Bismarck), aber es wäre doch sehr nett, wenn man auf die Schmach verzichten könnte, dass ein deutscher Staatsverteter Hand in Hand mit einem Mann den roten Teppich in Peking läuft.
    Es ist peinlich, ich versinke zu Boden wenn ich nur daran denke.
    Wenn schon Lebenspartner auf solche Reisen mitmüssen,dann bitte nur Frauen.
    Die Chinesen dürften nach diesem auftritt glauben, das ganz Deutschland homosexualisiert ist.
    Abgesehen davon ist die Politik von Westerwelle die schlechteste, welche Deutschland in seiner Geschichte momentan erfährt.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Wir haben in diesem Land einen sehr langen Weg der uns von religiösen, fundamentalistischen und faschistischem Denken hin zu einer humanistischen Demokratie mit Freiheits- und Grundrechten entwickeln (trotz einiger Makel). Ein Aussenminister repräsentiert unsere Kultur und damit auch die Freigheits- und Grundrechte. Somit müssen andere Länder das akzeptieren. Wie glaubwürdig sind wir denn, wenn der schwule Aussenminister sich im Ausland verstecken muss? Glauben Sie, dass arabische oder asiatische Vertreter sich verbiegen würden um uns zu gefallen? Wohl eher nicht.

    Ich liebe ja die Gesprächseröffnung a la: Ich habe ja nichts gegen ..... aber ....

    Das kennt man ja bei gewissen anderen Themen ja auch (Ausländer)

    Schämen sollten Sie sich nicht für Westerwelles Lebensgefährten sondern für Ihre wenig reifen Ansichten. Ich bin stolz auf uns moderne Deutsche .... und nicht auf die aus der Bismarck Zeit (wie alt sind sie denn) ?? :-))))

    Okay .... dann hoffe ich mal, dass Sie eine Vorzeigefrau haben um konform (mit wem auch immer) zugehen!

    ... das beschreibt sicherlich die haltung vieler guter staatsbürger, "ich hab ja nix gegen ... aber..."

    das die fdp ihr klientel bedient ist doch nichts neues, sondern ein grundsätzliches problem, warum jetzt der spezielle aufruhr um herrn Ws g'spusie?

    Aha Bismarck also!? Früher war eh alles besser. Aber man muss sich schon entscheiden. Homosexualität akzeptieren oder nicht. Ich finde es konsequent und richtig, wenn Westerwelle auch ausserhalb von Deutschland für seine Homosexalität steht. Kann mich dem Beitrag No.: 3 nur anschließen.

    ,,,sie können die vorstellung das unser außenminister hand in hand mit einem mann auf dem roten teppich in peking läuft peinlich finden.

    nur sollten sie ehrlich zu sich und dem forum sein:
    sie haben was gegen homosexuelle!

    ich hoffe sie merken das noch....

    Sie eröffnen Ihren Kommentar mit der Versicherung, nichts gegen Homosexuelle zu haben, machen dann aber im Folgenden aus Ihrem Herzen keine Mördergrube und lassen alles ab, was beim Leser den genau gegenteiligen Eindruck hinterlassen muss. Wenn Sie es "peinlich" und eine "Schmach" für Deutschland finden, im Ausland von einem bekennenden Schwulen vertreten zu werden (ich persönlich sehe darin eher einen zivilisatorischen Fortschritt), dann ist das natürlich Ihr gutes Recht. Aber dann stellen Sie sich doch bitte nicht hier hin und behaupten, "nichts gegen Homosexuelle" zu haben. Das ist wirklich mehr als durchsichtig.

    Frau Merkel sollte Ihrer Ansicht nach auch lieber mit einer Frau über den roten Teppich? Ich sehe schon, die 'Homosexualisierung' in Deutschland hat auch Sie @andreasgeiger fest in den Klauen. Da ist es beinahe nachvollziehbar, daß Sie 'zu Boden versinken'. Würde aber Denken Ihnen nicht etwas aus Ihrer 'Schmach' aufhelfen können?

    Zum Beispiel zur Korrektur Ihrer Einschätzung, Westerwelles Politik sei 'die schlechteste, welche Deutschland in seiner Geschichte momentan erfährt.' Herrn Westerwelle halte ich ganz wie Helmut Schmidt für 'einen Meister der Wichtigtuerei', zur schlechtesten Politik in Deutschand in seiner Geschichte würde mir zuerst die von dem einfallen, der Charlie Chaplin seinen Bart stahl, hm?

    Ihre vorgetragene Einschätzung wäre ein ganz angemessener Anlaß für 'Es ist peinlich, ich versinke zu Boden wenn ich nur daran denke.', meiner Ansicht nach noch etwas peinlicher als Ihre Vorurteile gegen Homosexuelle und Frauen. Auch immer wieder schön zu sehen: wo ein solches Vorurteil zu Hause ist, sind es meistens gleich mehrere.

    Vielen Dank aber fürs Amüsement @andreasgeiger - ich habe herzlich gelacht. Sie formulieren so hübsch: 'zu Boden versinken' ist einfach Spitze.

    Wir haben in diesem Land einen sehr langen Weg der uns von religiösen, fundamentalistischen und faschistischem Denken hin zu einer humanistischen Demokratie mit Freiheits- und Grundrechten entwickeln (trotz einiger Makel). Ein Aussenminister repräsentiert unsere Kultur und damit auch die Freigheits- und Grundrechte. Somit müssen andere Länder das akzeptieren. Wie glaubwürdig sind wir denn, wenn der schwule Aussenminister sich im Ausland verstecken muss? Glauben Sie, dass arabische oder asiatische Vertreter sich verbiegen würden um uns zu gefallen? Wohl eher nicht.

    Ich liebe ja die Gesprächseröffnung a la: Ich habe ja nichts gegen ..... aber ....

    Das kennt man ja bei gewissen anderen Themen ja auch (Ausländer)

    Schämen sollten Sie sich nicht für Westerwelles Lebensgefährten sondern für Ihre wenig reifen Ansichten. Ich bin stolz auf uns moderne Deutsche .... und nicht auf die aus der Bismarck Zeit (wie alt sind sie denn) ?? :-))))

    Okay .... dann hoffe ich mal, dass Sie eine Vorzeigefrau haben um konform (mit wem auch immer) zugehen!

    ... das beschreibt sicherlich die haltung vieler guter staatsbürger, "ich hab ja nix gegen ... aber..."

    das die fdp ihr klientel bedient ist doch nichts neues, sondern ein grundsätzliches problem, warum jetzt der spezielle aufruhr um herrn Ws g'spusie?

    Aha Bismarck also!? Früher war eh alles besser. Aber man muss sich schon entscheiden. Homosexualität akzeptieren oder nicht. Ich finde es konsequent und richtig, wenn Westerwelle auch ausserhalb von Deutschland für seine Homosexalität steht. Kann mich dem Beitrag No.: 3 nur anschließen.

    ,,,sie können die vorstellung das unser außenminister hand in hand mit einem mann auf dem roten teppich in peking läuft peinlich finden.

    nur sollten sie ehrlich zu sich und dem forum sein:
    sie haben was gegen homosexuelle!

    ich hoffe sie merken das noch....

    Sie eröffnen Ihren Kommentar mit der Versicherung, nichts gegen Homosexuelle zu haben, machen dann aber im Folgenden aus Ihrem Herzen keine Mördergrube und lassen alles ab, was beim Leser den genau gegenteiligen Eindruck hinterlassen muss. Wenn Sie es "peinlich" und eine "Schmach" für Deutschland finden, im Ausland von einem bekennenden Schwulen vertreten zu werden (ich persönlich sehe darin eher einen zivilisatorischen Fortschritt), dann ist das natürlich Ihr gutes Recht. Aber dann stellen Sie sich doch bitte nicht hier hin und behaupten, "nichts gegen Homosexuelle" zu haben. Das ist wirklich mehr als durchsichtig.

    Frau Merkel sollte Ihrer Ansicht nach auch lieber mit einer Frau über den roten Teppich? Ich sehe schon, die 'Homosexualisierung' in Deutschland hat auch Sie @andreasgeiger fest in den Klauen. Da ist es beinahe nachvollziehbar, daß Sie 'zu Boden versinken'. Würde aber Denken Ihnen nicht etwas aus Ihrer 'Schmach' aufhelfen können?

    Zum Beispiel zur Korrektur Ihrer Einschätzung, Westerwelles Politik sei 'die schlechteste, welche Deutschland in seiner Geschichte momentan erfährt.' Herrn Westerwelle halte ich ganz wie Helmut Schmidt für 'einen Meister der Wichtigtuerei', zur schlechtesten Politik in Deutschand in seiner Geschichte würde mir zuerst die von dem einfallen, der Charlie Chaplin seinen Bart stahl, hm?

    Ihre vorgetragene Einschätzung wäre ein ganz angemessener Anlaß für 'Es ist peinlich, ich versinke zu Boden wenn ich nur daran denke.', meiner Ansicht nach noch etwas peinlicher als Ihre Vorurteile gegen Homosexuelle und Frauen. Auch immer wieder schön zu sehen: wo ein solches Vorurteil zu Hause ist, sind es meistens gleich mehrere.

    Vielen Dank aber fürs Amüsement @andreasgeiger - ich habe herzlich gelacht. Sie formulieren so hübsch: 'zu Boden versinken' ist einfach Spitze.

  2. Wir haben in diesem Land einen sehr langen Weg der uns von religiösen, fundamentalistischen und faschistischem Denken hin zu einer humanistischen Demokratie mit Freiheits- und Grundrechten entwickeln (trotz einiger Makel). Ein Aussenminister repräsentiert unsere Kultur und damit auch die Freigheits- und Grundrechte. Somit müssen andere Länder das akzeptieren. Wie glaubwürdig sind wir denn, wenn der schwule Aussenminister sich im Ausland verstecken muss? Glauben Sie, dass arabische oder asiatische Vertreter sich verbiegen würden um uns zu gefallen? Wohl eher nicht.

    Antwort auf "Ich habe.."
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    na sowas, der andreasgeiger von seite eins hat das ja ernst gemeint. egal, der beitrag wäre eines gerhard polt würdig -- grandios!

    na sowas, der andreasgeiger von seite eins hat das ja ernst gemeint. egal, der beitrag wäre eines gerhard polt würdig -- grandios!

  3. Ich liebe ja die Gesprächseröffnung a la: Ich habe ja nichts gegen ..... aber ....

    Das kennt man ja bei gewissen anderen Themen ja auch (Ausländer)

    Schämen sollten Sie sich nicht für Westerwelles Lebensgefährten sondern für Ihre wenig reifen Ansichten. Ich bin stolz auf uns moderne Deutsche .... und nicht auf die aus der Bismarck Zeit (wie alt sind sie denn) ?? :-))))

    Okay .... dann hoffe ich mal, dass Sie eine Vorzeigefrau haben um konform (mit wem auch immer) zugehen!

    Antwort auf "Ich habe.."
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    Ihre Sichtweise erscheint mir doch etwas dogmatisch und neben der Realität.

    andreasgeiger zeigt doch lediglich eine in der weitgehend heterosexuell orientierten Gesellschaft weit verbreitete Sichtweise, die ich für legitim halte.

    Wenn jemand in einer homosexuellen Beziehung leben möchte, so soll er das können. Nur ist es eben seine Privatsache und kein gesellschaftliches Ideal. Man ist eben der Meinung, dass man Homosexualität selbstverständlich respektiert, es aber nicht gefördert sehen möchte. Das ist das gute Recht einer heterosexuellen Mehrheitsgesellschaft. Der "Normalfall" ist auch in Deutschland mehrheitlich die Beziehung zwischen Mann und Frau.

    Wenn nun Herr Westerwelle im Ausland bei Staatsbesuchen der Bundesrepublik Deutschland seine Homosexualität zelebrierend, Händchen haltend über den roten Teppich läuft, dann vermittelt er damit eine Botschaft über Deutschland im Ausland, die sehr schnell ein falsches Bild über unser Land vermittelt und nicht im Interesse der Bundesrepublik Deutschland ist.

    Gerade der China-Besuch war in meinen Augen höchst dumm, denn Westerwelle hat Diskussionen losgetreten, ob er nun Außenminister Deutschlands sei oder der Botschafter der Schwulen der Welt.

    All das liegt nicht im nationalen bundesdeutschen Interesse, hat aber mit Homophobie auch nichts zu tun.

    "andreasgeiger zeigt doch lediglich eine in der weitgehend heterosexuell orientierten Gesellschaft weit verbreitete Sichtweise, die ich für legitim halte."

    Was ist das bitte für ein Argumetn? Bei Persönlichkeitsrechten ist der Mehrheitswillen völlig egal. Westerwelle hat edes Recht schwul zu sein, und als solcher hat er auch jedes recht eines heterosexuellen. Und wenn heterosexuelle seine Frauen mitnehen können, dann er bitte auch. So einfach ist das. Alles andere ist Murks und offenes diskriminieren. Ich finde sehr wohl, dass die AKzeptanz von Homosexuellen und Pluralität im allgemeinen sehr wohl ein gesellscahtliches Ideal darstellt. Heterosexualität darf doch nicht als Ideal angesheen werden und Homosexuell als unerwünschte besonderheit!

    Ich finde es immer wieder sehr aufwühlend, wieviele homophobe mMenschen es gibt. Man denkt sich ja immer, wie es sein kann, dass in anderen Ländern unda ber auch in Deutschland Homosexuelle Gesellscahftlich unterdrückt, geschlagen und sogar im extremfall ermordet werden. Aber wenn ich dann Ideologien höre, die den Homosexuellen abnormales unerwünschtes Verhalten ausweisen, welches sich der merhheitlich heterosexuellen gesellscahft unterzugliedern haben, verstehe ich wie sowas zustande kommt.

    Wir müssen endlich aufhören Menshen auszugrenzen. Der Mensch den ich liebe und mit dem ich schlafe ist meine Privatsache. Wenn Heteros ihre Frauen präsentieren können Homos ihre Männer präsentieren. (jetzt mal nur auf Männer bezogen)

    Ihre Sichtweise erscheint mir doch etwas dogmatisch und neben der Realität.

    andreasgeiger zeigt doch lediglich eine in der weitgehend heterosexuell orientierten Gesellschaft weit verbreitete Sichtweise, die ich für legitim halte.

    Wenn jemand in einer homosexuellen Beziehung leben möchte, so soll er das können. Nur ist es eben seine Privatsache und kein gesellschaftliches Ideal. Man ist eben der Meinung, dass man Homosexualität selbstverständlich respektiert, es aber nicht gefördert sehen möchte. Das ist das gute Recht einer heterosexuellen Mehrheitsgesellschaft. Der "Normalfall" ist auch in Deutschland mehrheitlich die Beziehung zwischen Mann und Frau.

    Wenn nun Herr Westerwelle im Ausland bei Staatsbesuchen der Bundesrepublik Deutschland seine Homosexualität zelebrierend, Händchen haltend über den roten Teppich läuft, dann vermittelt er damit eine Botschaft über Deutschland im Ausland, die sehr schnell ein falsches Bild über unser Land vermittelt und nicht im Interesse der Bundesrepublik Deutschland ist.

    Gerade der China-Besuch war in meinen Augen höchst dumm, denn Westerwelle hat Diskussionen losgetreten, ob er nun Außenminister Deutschlands sei oder der Botschafter der Schwulen der Welt.

    All das liegt nicht im nationalen bundesdeutschen Interesse, hat aber mit Homophobie auch nichts zu tun.

    "andreasgeiger zeigt doch lediglich eine in der weitgehend heterosexuell orientierten Gesellschaft weit verbreitete Sichtweise, die ich für legitim halte."

    Was ist das bitte für ein Argumetn? Bei Persönlichkeitsrechten ist der Mehrheitswillen völlig egal. Westerwelle hat edes Recht schwul zu sein, und als solcher hat er auch jedes recht eines heterosexuellen. Und wenn heterosexuelle seine Frauen mitnehen können, dann er bitte auch. So einfach ist das. Alles andere ist Murks und offenes diskriminieren. Ich finde sehr wohl, dass die AKzeptanz von Homosexuellen und Pluralität im allgemeinen sehr wohl ein gesellscahtliches Ideal darstellt. Heterosexualität darf doch nicht als Ideal angesheen werden und Homosexuell als unerwünschte besonderheit!

    Ich finde es immer wieder sehr aufwühlend, wieviele homophobe mMenschen es gibt. Man denkt sich ja immer, wie es sein kann, dass in anderen Ländern unda ber auch in Deutschland Homosexuelle Gesellscahftlich unterdrückt, geschlagen und sogar im extremfall ermordet werden. Aber wenn ich dann Ideologien höre, die den Homosexuellen abnormales unerwünschtes Verhalten ausweisen, welches sich der merhheitlich heterosexuellen gesellscahft unterzugliedern haben, verstehe ich wie sowas zustande kommt.

    Wir müssen endlich aufhören Menshen auszugrenzen. Der Mensch den ich liebe und mit dem ich schlafe ist meine Privatsache. Wenn Heteros ihre Frauen präsentieren können Homos ihre Männer präsentieren. (jetzt mal nur auf Männer bezogen)

  4. ... das beschreibt sicherlich die haltung vieler guter staatsbürger, "ich hab ja nix gegen ... aber..."

    das die fdp ihr klientel bedient ist doch nichts neues, sondern ein grundsätzliches problem, warum jetzt der spezielle aufruhr um herrn Ws g'spusie?

    Antwort auf "Ich habe.."
  5. Moin,
    nein, hier muss ich einfach einmal Partei ergreifen für Westerwelle. Wäre sein Lebenspartner eine attraktive junge Frau, man würde sich darüber freuen, seitenweise wäre nur von ihrem Kleid, ihren Schuhen, ihrer Tasche, bei einem bestimmten Blatt sicher auch von ihrer Oberweite. Niemand würde sich über ihre Anwesenheit aufregen. Nun ist der Lebenspartner eben ein attraktiver Mann, also warum nicht einfach über den Anzug, die Schuhe, die Frisur und weiß der Himmel was nicht noch alles schnattern. Weit gefehlt, es wird über die Notwendigkeit seiner Anwesenheit gestritten. So what, er ist halt mit dabei. Der einzig wirkliche Kritikpunkt, die mögliche Verquickung der Reise mit wirtschaftlichen Interessen im Umfeld von Westerwelle, darüber denkt kaum einer laut nach. Dabei ist dies wirklich ein Grund, die Angelegenheit zu hinterfragen, und zwar bisher auch der einzige. Diese ständigen Sätze "Ich habe nichts gegen Schwule, aber ..." sind in ihrer Bigotterie nicht mehr zu überbieten, ein deutliches Zeichen einer weit verbreiteten latenten Homophobie. Leute dann seit doch ehrlich und schreibt, "Ich habe etwas gegen Schwule", dann kann man sich wenigstens mit der Homophobie auseinandersetzen. An dem Lebenspartner als solchem ist nun wirklich nichts peinliches zu entdecken, es ist ein Stück Lebensrealität. Schön wäre es nur, man würde sich endlich mit den wichtigen Dingen befassen.
    Beste Grüße
    Grabert

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    Moin,
    im zweiten Satz fehlt hinter "Oberweite" noch ", zu lesen". Ich hoffe, es wird dennoch klar, was ich meine. Wieder einmal zu schnell geschrieben und eine nachträgliche Editierfunktion gibt es hier ja leider nicht.
    Beste Grüße
    Grabert

    Es ist ein wenig dreist zu behaupten , wenn man sagt ich habe nichts gegen Schwule ,aber ..., daß dann gleich der Hammer kommt man sei gegen Schwule. Das ist dummes Zeug.Herrn W.'s Partner allerdings nutzt die Verbindung zu Herrn W.geschäftlich aus und das ist zu kritisieren.Aus meiner schnellen Erinnerung wurden von ehemaligen Außenministern selten die Lebenspartner mitgenommen und schon gar nicht , wenn hier der Verdacht geäußert werden könnte , daß der Lebenspartner / die Lebenspartnerin nur mitgenommen wurde , um ihr/ihm Geschäftskontakte zu ermöglichen.Herr W.versteckt sich hinter dem Text:" Das sagt Ihr doch nur , weil Ihr etwas gegen Schwule habt " und das ist eine Frechheit.Silvana Koch Merin's Kommentar am Wochenende war eine entsprechende Unverschämtheit.Aber so sind sie von der FDP. Das läuft immer nach dem Motto: Ich werde erwischt und habe immer eine Erklärung bzw.Ausrede parat= Ich bin schwul , also darf ich alles.So geht es nicht.Übrigens , ich habe wirklich nichts gegen Schwule.Jeder soll so leben , wie er mag .

    Ich verstehe unter diesem Begriff: Menschenangst. Was hat das mit gleichgeschlechtlicher Liebe zu tun?

    >Früher wars verboten. Später wurde es toleriert, aber bevor es Pflicht wird, solte man auswandern.<

    Was die hinter verschlossenen Türen machen, ist mir gleichgültig - aber die Gleichgeschlechtlichkeit von Menschen die im Blickpunkt der Weltöffentlichkeit stehen, zeugt zumindest von schlechtem Geschmack!

    Moin,
    im zweiten Satz fehlt hinter "Oberweite" noch ", zu lesen". Ich hoffe, es wird dennoch klar, was ich meine. Wieder einmal zu schnell geschrieben und eine nachträgliche Editierfunktion gibt es hier ja leider nicht.
    Beste Grüße
    Grabert

    Es ist ein wenig dreist zu behaupten , wenn man sagt ich habe nichts gegen Schwule ,aber ..., daß dann gleich der Hammer kommt man sei gegen Schwule. Das ist dummes Zeug.Herrn W.'s Partner allerdings nutzt die Verbindung zu Herrn W.geschäftlich aus und das ist zu kritisieren.Aus meiner schnellen Erinnerung wurden von ehemaligen Außenministern selten die Lebenspartner mitgenommen und schon gar nicht , wenn hier der Verdacht geäußert werden könnte , daß der Lebenspartner / die Lebenspartnerin nur mitgenommen wurde , um ihr/ihm Geschäftskontakte zu ermöglichen.Herr W.versteckt sich hinter dem Text:" Das sagt Ihr doch nur , weil Ihr etwas gegen Schwule habt " und das ist eine Frechheit.Silvana Koch Merin's Kommentar am Wochenende war eine entsprechende Unverschämtheit.Aber so sind sie von der FDP. Das läuft immer nach dem Motto: Ich werde erwischt und habe immer eine Erklärung bzw.Ausrede parat= Ich bin schwul , also darf ich alles.So geht es nicht.Übrigens , ich habe wirklich nichts gegen Schwule.Jeder soll so leben , wie er mag .

    Ich verstehe unter diesem Begriff: Menschenangst. Was hat das mit gleichgeschlechtlicher Liebe zu tun?

    >Früher wars verboten. Später wurde es toleriert, aber bevor es Pflicht wird, solte man auswandern.<

    Was die hinter verschlossenen Türen machen, ist mir gleichgültig - aber die Gleichgeschlechtlichkeit von Menschen die im Blickpunkt der Weltöffentlichkeit stehen, zeugt zumindest von schlechtem Geschmack!

  6. Aha Bismarck also!? Früher war eh alles besser. Aber man muss sich schon entscheiden. Homosexualität akzeptieren oder nicht. Ich finde es konsequent und richtig, wenn Westerwelle auch ausserhalb von Deutschland für seine Homosexalität steht. Kann mich dem Beitrag No.: 3 nur anschließen.

    Antwort auf "Ich habe.."
  7. Unabhängig von der Frage, ob Medienöffentlichkeit nicht bei Westerwelle Dinge skandalisiert, die bei anderen Politikern akzeptiert wurden, zeigt sich wieder: Westerwelle ist im Außenministerium eine glatte Fehlbesetzung. Nicht nur er allein spielt im Ausland Elefant im Porzellanladen (siehe seine Jemen-Reise), nein, er bringt nun auch noch seine Herde mit.

    Warum ist Westerwelle nicht einfach ins Innen- oder Finanzministerium gegangen? Da könnte er Innenpolitik machen. Das will er offenbar, und kann er auch anscheinend besser.

    Hätte man z.B. einen Freiherrn zu Guttenberg ins Außenministerium bestellt, wären die privaten Verhältnisse des Ministers eine Bereicherung für das Amt. Bei Westerwelle wird sein Privatleben im Spagat zwischen in der Welt vorhandenen unterschiedlichen Sichtweisen mehr und mehr zum Problem. Das ist nicht im deutschen Interesse. Aufgabe von Diplomatie ist es, Türen zu öffnen. Das gelingt Westerwelle in der Gesamtsituation eher weniger.

    Würde z.B. eine Stephanie Freifrau von und zu Guttenberg ihren Mann begleiten und dabei für "Ein Herz für Kinder" o.ä. in Erscheinung treten, würde das im In- und Ausland gelobt.
    Bei Westerwelle hat es ein Geschmäckle.

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    Was insofern bedauerlich ist, weil Sie ja damit, daß Herr Westerwelle eine 'glatte Fehlbesetzung' in allen Ämtern ist - Vizekanzler wie Außenminister - völlig recht haben. Nur eben nicht deswegen, weil er homosexuell ist, sondern wegen mangelndem Sachverstand, fehlender Diplomatie, übergroßer gekränkter Eitelkeit und seiner Meisterschaft bei der Wichtigtuerei.

    Herr Guttenberg wäre mir als Außenminister auch sympathischer, bei dem sitzt wenigstens der Dreiteiler und man müßte sich nicht ständig vor peinlichen Bildungs- und Erziehungsmängeln fürchten. Das empfinde ich bei Herrn Westerwelle als anstrengend - ich entwickle allmählich eine Art vorauseilendes Fremdschämen. Dabei geht es aber nun nicht um das mit Herrn Mronz entfallende Damenprogramm.

    • WHF
    • 12.03.2010 um 8:37 Uhr

    Hallo Julia, ihrem Leserbrief ist nichts hinzu zu fügen. Ich bitte alle Leserbriefschreiber, sich in ihrer Wortwahl und Ton nicht vergreifen, jeder hat das recht seine Meinung zu äußern, aber nochmals bitte Wortwahl und Ton beachten.
    Danke

    von Hans-Wolff Graf liest, der wird sich noch vor dem Ende der Lektüre seine Kopfhaut vom Kopf gekratzt haben.

    So etwas, was da zur Zeit geboten und von einer amtierenen Kanzlerin Deutschlands toleriert wird, ist nicht nur ein tolldreistes Bubenstück. Das ist intolerabel. Und das hat wahrlich überhaupt nichts damit zu tun, womit sich dieser Herr seine sexuelle und emotionale Befriedigung herholt.
    Das hat mit Amtsmissbraucheindrück3en zu tun, die Herr Westerwelle in so unglaublichem Ausmass zu wecken versteht, dass die Grenzen der demokratischen Sittlichkeit verletzt und die Verantwortung eines redlichen und integeren Machtfunktionärs schlicht ignoriert, wenn man die Definition der Verantwortung des Mächtigen nach der Lesart von Friedrich II zu Grunde legt.

    Das ist ein Politskandal wie in einer Willkürdiktatur.

    Was insofern bedauerlich ist, weil Sie ja damit, daß Herr Westerwelle eine 'glatte Fehlbesetzung' in allen Ämtern ist - Vizekanzler wie Außenminister - völlig recht haben. Nur eben nicht deswegen, weil er homosexuell ist, sondern wegen mangelndem Sachverstand, fehlender Diplomatie, übergroßer gekränkter Eitelkeit und seiner Meisterschaft bei der Wichtigtuerei.

    Herr Guttenberg wäre mir als Außenminister auch sympathischer, bei dem sitzt wenigstens der Dreiteiler und man müßte sich nicht ständig vor peinlichen Bildungs- und Erziehungsmängeln fürchten. Das empfinde ich bei Herrn Westerwelle als anstrengend - ich entwickle allmählich eine Art vorauseilendes Fremdschämen. Dabei geht es aber nun nicht um das mit Herrn Mronz entfallende Damenprogramm.

    • WHF
    • 12.03.2010 um 8:37 Uhr

    Hallo Julia, ihrem Leserbrief ist nichts hinzu zu fügen. Ich bitte alle Leserbriefschreiber, sich in ihrer Wortwahl und Ton nicht vergreifen, jeder hat das recht seine Meinung zu äußern, aber nochmals bitte Wortwahl und Ton beachten.
    Danke

    von Hans-Wolff Graf liest, der wird sich noch vor dem Ende der Lektüre seine Kopfhaut vom Kopf gekratzt haben.

    So etwas, was da zur Zeit geboten und von einer amtierenen Kanzlerin Deutschlands toleriert wird, ist nicht nur ein tolldreistes Bubenstück. Das ist intolerabel. Und das hat wahrlich überhaupt nichts damit zu tun, womit sich dieser Herr seine sexuelle und emotionale Befriedigung herholt.
    Das hat mit Amtsmissbraucheindrück3en zu tun, die Herr Westerwelle in so unglaublichem Ausmass zu wecken versteht, dass die Grenzen der demokratischen Sittlichkeit verletzt und die Verantwortung eines redlichen und integeren Machtfunktionärs schlicht ignoriert, wenn man die Definition der Verantwortung des Mächtigen nach der Lesart von Friedrich II zu Grunde legt.

    Das ist ein Politskandal wie in einer Willkürdiktatur.

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