Atomgipfel Obama warnt vor Nuklearterrorismus

Atomar bewaffnete Terroristen sind laut Präsident Obama die größte Bedrohung der USA. Mit 47 Staatenlenkern will er Wege diskutieren, einen Nuklearangriff zu verhindern.

US-Präsident Barack Obama rückt den Nuklearterrorismus in den Fokus der internationalen Gemeinschaft

US-Präsident Barack Obama rückt den Nuklearterrorismus in den Fokus der internationalen Gemeinschaft

Es ist ein Szenario, an das man nicht denken mag: Fanatische Terroristen bringen eine Atomwaffe in ihren Besitz und lassen sie im Zentrum einer Metropole wie London oder New York explodieren. Nach Ansicht von US-Präsident Barack Obama ist das alles andere als unrealistisch. Einen Tag vor Beginn des Gipfels zur Nuklearsicherheit in Washington sagte er, es bestehe die "Möglichkeit, dass terroristische Organisationen in den Besitz von Atomwaffen gelangen". Dies wäre "die größte einzelne Bedrohung der Sicherheit der USA kurz-, mittel- und langfristig".

"Das ist etwas, was die Sicherheitslandschaft dieses Landes und in der ganzen Welt für die kommenden Jahre verändern könnte", sagte Obama. Al-Qaida und andere Terrororganisationen versuchten in den Besitz eines Atomsprengsatzes zu kommen. Sie hätten auch keine Bedenken, diese Waffe auch einzusetzen, warnte er. Es gebe eine große Menge nukleares Material in der Welt, das vor Diebstahl nicht genügend gesichert sei. 

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Der Markt

Die Furcht von Politikern, „dass Fanatiker sich nuklear bewaffnen wollen, ist gerechtfertigt“, sagt der Vorsitzende der Internationalen Kommission über Nichtverbreitung und Abrüstung, Gareth Evans. Fachleute gehen davon aus, dass Material zur Atomwaffenfertigung aus mehreren Dutzend Einrichtungen rund um die Welt verschwunden ist. Als Topanbieter auf dem nuklearen Schwarzmarkt positionierte sich über Jahre der „Vater der pakistanischen Atombombe“, A. Q. Khan. „Sein Unternehmen war einzigartig in seiner Fähigkeit, alle Materialien und Dienstleitungen anzubieten, die man zur Produktion von hoch angereichertem Uran braucht“, sagt Mark Fitzpatrick vom Internationalen Institut für strategische Studien (IISS) in London.

Atombomben?

Zwar dürfte es für Terroristen aus finanziellen, logistischen und technischen Gründen nahezu unmöglich sein, Atomwaffen von ausgefeilten Trägersystemen abzufeuern. Aber: Die Internationale Kommission über Nichtverbreitung und Abrüstung traut gut ausgerüsteten Terrornetzwerken die Produktion einer „Hiroshima- Bombe“ zu. Experten sind der Ansicht, Terroristen können das Wissen für die Herstellung einer solchen Bombe im Internet zusammentragen. Und: Sie können sie in einem Lkw transportieren und zünden. Käme es im Zentrum einer Metropole wie London zur Explosion einer Hiroshima-Bombe, würden etwa 115.000 Menschen sterben, 150.000 Menschen wären verwundet und verstrahlt.
 

Schmutzige Bomben

Bei einer "schmutzigen Bombe" wird Nuklearmaterial - etwa aus medizinischen Geräten - in einen herkömmlichen Sprengsatz gefüllt. Die Explosion setzt eine radioaktive Wolke frei, die im Extremfall ein ganzes Gebiet unbewohnbar machen kann. Das hätte auch große wirtschaftliche Auswirkungen. Selbst schwache Verstrahlungen könnten aus
Expertensicht dazu führen, dass die Krebsgefahr über Jahre steigt. Bei der Detonation wird das Nuklearmaterial freigesetzt. "Schmutzige Bomben" sind keine Atombomben. Sie haben nicht deren verheerende Sprengkraft, denn bei der Detonation kommt es zu keiner Kernspaltung oder -fusion.

Die Verbreitung

Nach einer Aufstellung der Washington Post gibt es mehr als 20.000 Atomsprengköpfe auf der Welt. Den Großteil haben Russland (12.000) und die USA (9400); es folgen Frankreich (300), China (240), Großbritannien (185), Israel (80), Pakistan (70 bis 90), Indien (60 bis 80) und Nordkorea (weniger als zehn).

Experten zweifeln daran, dass die russischen Sprengköpfe sicher verwahrt werden. Fraglich ist auch, ob in den Turbulenzen während des Zerfalls der Sowjetunion bereits Nuklearmaterial entwendet wurde. Im Fall Pakistans gibt es Bedenken, dass die Atomarsenale bei einem Umsturz an Islamisten gelangen oder Atomwissenschaftler mit Islamisten zusammenarbeiten.
 

Die wachsende Sorge vor einem Terroranschlag mit Atomwaffen steht im Mittelpunkt des Gipfels, zu dem Obama die Staats- und Regierungschefs von 47 Staaten nach Washington eingeladen hat. Das Ziel ist eine bessere Kontrolle allen spaltbaren Materials weltweit. Der Gipfel soll das Bewusstsein für die katastrophalen Folgen schärfen, falls auch nur kleine Mengen spaltbaren Materials in falsche Hände geraten. Alle Staaten, die die Atomkraft für zivile oder militärische Zwecke nutzen, sollen bessere Sicherheitsmaßnahmen versprechen. Diese Verpflichtung soll im Abschlussdokument stehen.

Der Gipfel gehört zu einer Reihe von Initiativen und Konferenzen, die die Menge dieser potenziell tödlichen Materialien reduzieren und ihre Verwahrung sicherer machen sollen, um die Gefahr zu verringern, dass sie durch Diebstahl oder illegale Verkäufe in die Hände von Terrorgruppen gelangen. Obama hat diese Bemühungen zu einem Schwerpunkt seiner Amtszeit gemacht. Dies war einer der Gründe, warum er 2009 den Friedensnobelpreis bekam. Die USA und Russland haben gerade einen neuen Start-Vertrag über die Reduzierung ihrer strategischen Atomwaffen um ein Drittel unterzeichnet. In der neuen Nukleardoktrin haben die USA den möglichen Gebrauch ihrer Atomwaffen eingeschränkt und die Entwicklung neuer Sprengköpfe sowie bunkerbrechender Bomben gestoppt.

Im Mai steht die Überprüfungskonferenz der Vereinten Nationen zum Atomsperrvertrag an, der verhindern soll, dass sich neben den bekannten Atomwaffenstaaten weitere Länder solche Waffen verschaffen. Die Überprüfungskonferenz 2005 galt als Fehlschlag, unter anderem, weil die Atommächte keine Einschränkungen ihres Umgangs mit Waffen und Sprengköpfen zugestanden. Nach Meinung deutscher Experten hat das ein Klima geschaffen, in dem Staaten wie Nordkorea und Iran unter Umgehung des Sperrvertrags nach Atomwaffen streben können, ohne dass die übrige Welt ihnen geschlossen entgegentritt.

Obamas Gipfel konzentriert sich auf die Sicherung des Nuklearmaterials für zivile Zwecke. Mehrere Staaten, darunter Frankreich, Großbritannien, Japan und Russland, produzieren und lagern Plutonium. Die weltweiten Plutoniumvorräte für zivile und militärische Zwecke werden auf 250 Tonnen geschätzt – genug, um zehntausende Atombomben zu bauen. In der Atomindustrie werden zudem jährlich rund 4000 Kilogramm hoch angereichertes Uran verbraucht. Bereits geringe Mengen davon genügen für den Bau einer „schmutzigen Bombe“.

US-Sicherheitsexperten schätzen, dass es weltweit rund 1600 Tonnen hoch angereichertes Material sowie etwa 500 Tonnen Plutonium gibt. Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion Anfang der neunziger Jahre wurden mehrere Versuche von Atomschmuggel aufgedeckt. US-Geheimdienstler gehen auch davon aus, dass Al-Qaida-Terroristen bereits mehrmals versuchten, an Nuklearmaterial heranzukommen.

Eingeladen hat Obama Länder, die Nuklearmaterial für medizinische Forschungszwecke, die Atomkraft oder Waffen verwenden und das internationale Kontrollregime einhalten. Nicht eingeladen sind Iran, Nordkorea, Syrien und Weißrussland, weil sie sich den Kontrollen widersetzen. Für Deutschland nimmt Kanzlerin Angela Merkel teil.

 
Leser-Kommentare
  1. ...
    "Und sie laufen! Naß und nässer
    wirds im Saal und auf den Stufen.
    Welch entsetzliches Gewässer!
    Herr und Meister! hör mich rufen! -
    Ach, da kommt der Meister!
    Herr, die Not ist groß!
    Die ich rief, die Geister
    werd ich nun nicht los."
    ...
    Im Interesse aller ist zu hoffen, das ein "Meister" zur Verfuegung steht und auch bereit ist die notwendigen Massnahmen einzuleiten.

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    Obamma ist das ganz sicher nicht. Im Kreis von Konformisten wird es nie ein Entschärfen geben. Wer vom konservativen Schwarz-Weiß-Denken, wir die Guten u. dort die Bösen, nicht abrückt, hat m.E. einen Friedensnobelpreis nicht verdient.

    Obamma ist das ganz sicher nicht. Im Kreis von Konformisten wird es nie ein Entschärfen geben. Wer vom konservativen Schwarz-Weiß-Denken, wir die Guten u. dort die Bösen, nicht abrückt, hat m.E. einen Friedensnobelpreis nicht verdient.

  2. Obamma ist das ganz sicher nicht. Im Kreis von Konformisten wird es nie ein Entschärfen geben. Wer vom konservativen Schwarz-Weiß-Denken, wir die Guten u. dort die Bösen, nicht abrückt, hat m.E. einen Friedensnobelpreis nicht verdient.

    Antwort auf "Analogie"
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    Mir kam es besonders auf die lezten zwei Zeilen an. Wer der Herr und Meister sein wird und ob es ueberhaupt einen geben wird, wird die Zukunft zeigen.

    Mir kam es besonders auf die lezten zwei Zeilen an. Wer der Herr und Meister sein wird und ob es ueberhaupt einen geben wird, wird die Zukunft zeigen.

    • joG
    • 12.04.2010 um 8:07 Uhr

    ....hatte ich viele Dialoge in verschiedenen Foren zu dem Risiko atomarer Bedrohung durch Terroristen. Das Problem ist alt und seit dem Zerfall der UDSSR im Fokus, als die USA Milliarden nach Russland allokierten, um deren Lager zu sichern. Eigentümlicher Weise wurde in deutschen Foren kaum darüber debattiert und weitgehend verleugnet.
    Warum war das so? Die atomare Verseuchung Berlins oder Madrids ist eine reale Gefahr gewesen und bleibt dies. Das ist ein Beispiel dafür, warum internationale Sicherheit wünschenswert ist und warum Deutschland ein Interesse daran haben sollte, sich an der Bekämpfung des Terrorismus verantwortungsvoll zu beteiligen. Das war aber keine Position, die man gerne hörte. Auch jetzt sind die Implikationen kaum in der Bevölkerung angekommen.
    Das ändert sich momentan. So haben selbst die öffentlichen Medien begonnen die Informationspolitik zu internationaler Sicherheit zu verändern und berichten sogar über Gefahren, wie die Gefahr atomarer Angriffe gegen Industrieländer durch Terrororganisationen.

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    ...zum einen, indem man mögliche Quellen austrocknet, zum anderen indem man mit guter Polizeiarbeit und guter Geheimdienstarbeit die möglichen Terroristen findet.

    Für ersteres muss man instabile Besitzstaaten sichern, man muss aber auch die Konflikte lösen, die zum Besitz treiben.
    An erster Stelle sei hier Pakistan<>Indien genannt, hier braucht es eine Auflösung des Konfliktes auf den Niveau der Deusch-Französischen Aussöhnung. Dann kann Pakistan seine Kraft dafür verwenden seine inneren Konflikte zu lösen.
    Damit wäre der Bedarf für die Pakistanischen und Indischen Atomwaffen hinfällig.

    Für das zweite benötigt man gute Leute (und nicht gigantomanische Überwachungstechnik plus allumfassender Überwachung von Jedermann) sowie einen klaren vorurteilsfreien Blick. Militärische Massnahmen oberhalb von Spezialeinheiten haben sich als eher kontraproduktiv erwiesen.

    Ja, das Risiko ist da. Risiko = Schadenshöhe/Eintrittswahrscheinlichkeit.

    Atomwaffen sind kompliziert, die Eintrittswahrscheinlichkeit ist also eher gering, aber der Schaden wäre erheblich.

    ...zum einen, indem man mögliche Quellen austrocknet, zum anderen indem man mit guter Polizeiarbeit und guter Geheimdienstarbeit die möglichen Terroristen findet.

    Für ersteres muss man instabile Besitzstaaten sichern, man muss aber auch die Konflikte lösen, die zum Besitz treiben.
    An erster Stelle sei hier Pakistan<>Indien genannt, hier braucht es eine Auflösung des Konfliktes auf den Niveau der Deusch-Französischen Aussöhnung. Dann kann Pakistan seine Kraft dafür verwenden seine inneren Konflikte zu lösen.
    Damit wäre der Bedarf für die Pakistanischen und Indischen Atomwaffen hinfällig.

    Für das zweite benötigt man gute Leute (und nicht gigantomanische Überwachungstechnik plus allumfassender Überwachung von Jedermann) sowie einen klaren vorurteilsfreien Blick. Militärische Massnahmen oberhalb von Spezialeinheiten haben sich als eher kontraproduktiv erwiesen.

    Ja, das Risiko ist da. Risiko = Schadenshöhe/Eintrittswahrscheinlichkeit.

    Atomwaffen sind kompliziert, die Eintrittswahrscheinlichkeit ist also eher gering, aber der Schaden wäre erheblich.

  3. von Obama sollte man sich auf der Zunge zergehen lassen.
    "Sie hätten auch keine Bedenken, diese Waffe auch einzusetzen, warnte er."
    Mit diesem Satz stellt er die USA auf die gleiche Stufe wie Terroristen, denn die USA hatten in Japan auch keine bedenken, Atomwaffen einzusetzen. Und Bush hätte auch keine Bedenken gehabt, Atomwaffen im Iran einzusetzen, hätte man ihm dem Spielraum eingerichtet.
    Terrorismus ist die Folge von Terror durch militante Staaten, die mit großer Propaganda ihre Überfälle auf andere Länder begründen. Afghanistan und Irak sind neben dem 2. Weltkrieg adäquate Beispiele: In letzterem waren die Untergrundkämpfer in den von den Deutschen überfallenen Staaten auch "Terroristen". Und dass das US-Militär wie Terroristen handelt, hat das in den letzten Tagen aufgetauchte Video bewiesen, als US-Militär aus großer Entfernung Leute auf offener Straße regelrecht abgeschlachtet hat.

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    • joG
    • 12.04.2010 um 8:58 Uhr

    ....meinen Sie es wäre ok, wenn Terroristen Atomwaffen suchen und unsere Politiker nichts dagegen tun? Sie sehen den Einsatz einer Atomwaffe in einem Krieg wie WWII ähnlich, wie die Beseitigung Berlins aus dem Blauen heraus? Das muss man Ihren Worten entnehmen, zumindest.

    Terrorismus ist auch Schreckensherrschaft, wie die israelische über den abgeschotteten Gazastreifen (nicht einmal über ihre eigenen Küsten können sie Handel treiben), oder dem Siedlungsbau ec.

    Die, die sich gegen die Unterdrückung in verzweifelten Taten (dazu durch Aussichtslosigkeit und familiären Verlust getrieben) symbolisch zu wehren versuchen, wie Selbstmordattentäter in Jerusalem, sind nicht weniger Terroristen als die Israelis.

    Ähnliches gilt auch für die USA im Irak und Afghanistan. Die USA sind wohl, wie ich finde, gefährlicher als China, Russland und vor allem der Iran.
    Im Gegenteil, China, Russland, Indien und Brasilien werden mir immer sympathischer. Die Länder haben nicht ansatzweise so viele Zivilisten auf dem Gewissen wie die USA, die in den zahlreichen Angriffskriegen der USA sterben mussten.

    Vielleicht erlebe ich irgendwann etwas mehr an Bismarck orientierte Außenpolitik, die keine Seite vorzieht und sich um die Belange des deutschen Volkes und nicht um die anderer Völker (USA-Afghanistan/Guantanamo) kümmert bzw. sich nicht ständig auf eine ganz bestimmte (US-) Seite stellt.

    • joG
    • 12.04.2010 um 8:58 Uhr

    ....meinen Sie es wäre ok, wenn Terroristen Atomwaffen suchen und unsere Politiker nichts dagegen tun? Sie sehen den Einsatz einer Atomwaffe in einem Krieg wie WWII ähnlich, wie die Beseitigung Berlins aus dem Blauen heraus? Das muss man Ihren Worten entnehmen, zumindest.

    Terrorismus ist auch Schreckensherrschaft, wie die israelische über den abgeschotteten Gazastreifen (nicht einmal über ihre eigenen Küsten können sie Handel treiben), oder dem Siedlungsbau ec.

    Die, die sich gegen die Unterdrückung in verzweifelten Taten (dazu durch Aussichtslosigkeit und familiären Verlust getrieben) symbolisch zu wehren versuchen, wie Selbstmordattentäter in Jerusalem, sind nicht weniger Terroristen als die Israelis.

    Ähnliches gilt auch für die USA im Irak und Afghanistan. Die USA sind wohl, wie ich finde, gefährlicher als China, Russland und vor allem der Iran.
    Im Gegenteil, China, Russland, Indien und Brasilien werden mir immer sympathischer. Die Länder haben nicht ansatzweise so viele Zivilisten auf dem Gewissen wie die USA, die in den zahlreichen Angriffskriegen der USA sterben mussten.

    Vielleicht erlebe ich irgendwann etwas mehr an Bismarck orientierte Außenpolitik, die keine Seite vorzieht und sich um die Belange des deutschen Volkes und nicht um die anderer Völker (USA-Afghanistan/Guantanamo) kümmert bzw. sich nicht ständig auf eine ganz bestimmte (US-) Seite stellt.

  4. bei uns in Deutschland ist es längst Usus, daß schmutzige Bomben wie "Asse" von Umweltministerin Merkel durchgewunken werden - vielleich deshalb die Einladung :-)

    • joG
    • 12.04.2010 um 8:58 Uhr

    ....meinen Sie es wäre ok, wenn Terroristen Atomwaffen suchen und unsere Politiker nichts dagegen tun? Sie sehen den Einsatz einer Atomwaffe in einem Krieg wie WWII ähnlich, wie die Beseitigung Berlins aus dem Blauen heraus? Das muss man Ihren Worten entnehmen, zumindest.

    Antwort auf "Eine Aussage"
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    Ostereier suchen, setzt das voraus, dass jemand welche versteckt hat. Wer baut die AKWs? Wer baut die Atombomben? Wer reichert Uran an? Wer beliefert die Terroristen grundsätzlich mit Waffen und wo wurden diese gebaut? Was meinen Sie überhaupt mit dem "Berlin wegblasen, aus dem Blauen heraus?
    Finden Sie nicht, dass schon alleine die Verwendung Uranummantelter Munition (Abfallbeseitigung der Brennstäbe aus AKWs) seitens vieler westlicher Länder ein permanenter Akt des Terrorismus ist, von dem selbst die eigenen Soldaten betroffen sind?
    Nach dem 2. WK wurden aus den Terroristen (aus deutscher Sicht) in Ländern wie Polen, Frankreich, den Niederlanden etc. Freiheitskämpfer.
    Und die naive Ansicht, Terrorismus ließe sich durch das Militär bekämpfen, sollte doch inzwischen bei ein klein wenig Überlegung als ad absurdum erkannt werden.
    Schließen Sie einfach die Quellen und die Gefahr ist gebannt.

    Nun, ich möchte doch gerne festhalten:

    Nur weil Obama die größte Gefahr für seine Nation (ich weiß gar nicht, warum die Sicherheit der USA andere Länder noch interessieren sollte) in mit Atomwaffen ausgestattete Terroristen sieht, heißt dies noch lange nicht, dass momentan Terroristen die Atombombe haben bzw. überhaupt zu beschaffen versuchen. Wieso sollten sie auch, schließlich wird der pakistanische Präsident nicht ewig an der Macht und dann rasch durch fundamentalistische Ideologen (die wohl nicht ideologischer sind als die militaritische USA) ersetzt wird, welche dann nicht nur über Atomwaffen, sondern auch Trägerraketen usw. verfügen.

    Nur weil jemand glaubt, dass bald jemand, der eine Steinschleuder auf Einen richtete, bald ein MG auf diesen richtet, heißt nicht, dass es auch so kommen wird.

    Aber das sind eben die amerikanischen Präventivmaßnahmen. Die Amerikaner hatten ja die supertollen Satellitenaufnahmen von sich in Lastwagen befindlichen Atomwaffenlaboren. Letztendlich wurde vorsoglich das Land erobert und nicht einaml die Lastwagen wurden gefunden, geschweige denn irgendwelche Atomwaffen.
    Und nur weil die Talibanregierung sich 2001 weigerte, die Al-Qaida zu verfolgen, wurde das Land angegriffen.

    Ob uns ähnliches droht, sollten wir den USA signalisieren, dass wir nicht deren Bundesstaat sind und ihre unschudligen Häftlinge aus Guantanamo nicht aufnehmen wollen?

    Wenn sie unschuldig sind, wieso nimmt die USA die Häftlinge nicht selbst auf?

    Ostereier suchen, setzt das voraus, dass jemand welche versteckt hat. Wer baut die AKWs? Wer baut die Atombomben? Wer reichert Uran an? Wer beliefert die Terroristen grundsätzlich mit Waffen und wo wurden diese gebaut? Was meinen Sie überhaupt mit dem "Berlin wegblasen, aus dem Blauen heraus?
    Finden Sie nicht, dass schon alleine die Verwendung Uranummantelter Munition (Abfallbeseitigung der Brennstäbe aus AKWs) seitens vieler westlicher Länder ein permanenter Akt des Terrorismus ist, von dem selbst die eigenen Soldaten betroffen sind?
    Nach dem 2. WK wurden aus den Terroristen (aus deutscher Sicht) in Ländern wie Polen, Frankreich, den Niederlanden etc. Freiheitskämpfer.
    Und die naive Ansicht, Terrorismus ließe sich durch das Militär bekämpfen, sollte doch inzwischen bei ein klein wenig Überlegung als ad absurdum erkannt werden.
    Schließen Sie einfach die Quellen und die Gefahr ist gebannt.

    Nun, ich möchte doch gerne festhalten:

    Nur weil Obama die größte Gefahr für seine Nation (ich weiß gar nicht, warum die Sicherheit der USA andere Länder noch interessieren sollte) in mit Atomwaffen ausgestattete Terroristen sieht, heißt dies noch lange nicht, dass momentan Terroristen die Atombombe haben bzw. überhaupt zu beschaffen versuchen. Wieso sollten sie auch, schließlich wird der pakistanische Präsident nicht ewig an der Macht und dann rasch durch fundamentalistische Ideologen (die wohl nicht ideologischer sind als die militaritische USA) ersetzt wird, welche dann nicht nur über Atomwaffen, sondern auch Trägerraketen usw. verfügen.

    Nur weil jemand glaubt, dass bald jemand, der eine Steinschleuder auf Einen richtete, bald ein MG auf diesen richtet, heißt nicht, dass es auch so kommen wird.

    Aber das sind eben die amerikanischen Präventivmaßnahmen. Die Amerikaner hatten ja die supertollen Satellitenaufnahmen von sich in Lastwagen befindlichen Atomwaffenlaboren. Letztendlich wurde vorsoglich das Land erobert und nicht einaml die Lastwagen wurden gefunden, geschweige denn irgendwelche Atomwaffen.
    Und nur weil die Talibanregierung sich 2001 weigerte, die Al-Qaida zu verfolgen, wurde das Land angegriffen.

    Ob uns ähnliches droht, sollten wir den USA signalisieren, dass wir nicht deren Bundesstaat sind und ihre unschudligen Häftlinge aus Guantanamo nicht aufnehmen wollen?

    Wenn sie unschuldig sind, wieso nimmt die USA die Häftlinge nicht selbst auf?

  5. in dem zusammenhang bietet sich aktuell ja der iran an, um eine nächste invasion zu bequatschen.

    desweiteren halte ich leute, die auf bomben sitzen nicht gerade geeignet zu benängeln, daß bomben ja eine gefahr für die menscheit darstellen.

    ich sage es ungern, aber das zeigt mir vor dem geistigen auge das bild der united states of apes. deutlich.

    • colca
    • 12.04.2010 um 9:34 Uhr

    Zitat:
    "Eingeladen hat Obama Länder, die Nuklearmaterial für medizinische Forschungszwecke, die Atomkraft oder Waffen verwenden und das internationale Kontrollregime einhalten."

    Jetzt verstehe ich, warum Netanjahu nicht nach Washington kommt - er kann ja gar keine Einladung bekommen haben. Schließlich will Obama ja nur mit Ländern sprechen, die das internationale Kontrollregime einhalten. Da ist Israel leider nicht mit dabei.

    Was die ominösen Schurken von Al Qaida angeht, so scheint es mir doch fraglich, ob die tatsächlich nach einem nuklearen Anschlag lechzen. Stünde denen tatsächlich der Sinn nach maximalem Terror, hätten sie doch wohl vermutlich schon längst ein KKW, ein Zwischenlager oder ähnliche atomare Infrastruktur angegriffen. Außerdem dürfte ein Angriff mit chemischen oder biologischen Waffen schon längst im Bereich des Möglichen liegen, wenn man denn will. Die Wirkung in einer Millionenstadt dürfte ähnlich verheerend sein.
    Das alles gilt natürlich nur, falls es Al Qaida überhaupt geben sollte...

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    ...ausserdem hat Al Qaida bisher nicht durch technische Brillianz geglänzt. Auch zeigen die Angriffe von islamistischen Terroristen eine deutliche Präferenz für weiche, ungeschützte Ziele, bei denen keine besonderen Sicherheitsbarrieren zu überwinden sind.

    Spontan fällt mir zum Beispiel kein einziger Angriff gegen einen Politiker oder ein ähnliches Ziel ein.

    Biologische wie chemische wie atomare Waffen sind komplizierter als es den Anschein hat. Selbst die verrückte Sekte in Japan, die tatsächlich Sarin hergestellt hatte UND auch noch freigesetzt bekommen hat, hat es "nur" geschafft 12 Menschen zu töten, wenn auch tausende verletzt wurden.

    Und die waren Superschurken im Vergleich zu den Islamisten.

    Dies zeigt aber gleichzeitig ein anderes Problem auf. Einseitige Konzentration auf Islamisten bewirkt nur Windschatten für Andere.

    Die gewalttätigsten Extremisten in Deutschland z.B. sind seit Jahr und Tag die Rechtsradikalen.

    ...ausserdem hat Al Qaida bisher nicht durch technische Brillianz geglänzt. Auch zeigen die Angriffe von islamistischen Terroristen eine deutliche Präferenz für weiche, ungeschützte Ziele, bei denen keine besonderen Sicherheitsbarrieren zu überwinden sind.

    Spontan fällt mir zum Beispiel kein einziger Angriff gegen einen Politiker oder ein ähnliches Ziel ein.

    Biologische wie chemische wie atomare Waffen sind komplizierter als es den Anschein hat. Selbst die verrückte Sekte in Japan, die tatsächlich Sarin hergestellt hatte UND auch noch freigesetzt bekommen hat, hat es "nur" geschafft 12 Menschen zu töten, wenn auch tausende verletzt wurden.

    Und die waren Superschurken im Vergleich zu den Islamisten.

    Dies zeigt aber gleichzeitig ein anderes Problem auf. Einseitige Konzentration auf Islamisten bewirkt nur Windschatten für Andere.

    Die gewalttätigsten Extremisten in Deutschland z.B. sind seit Jahr und Tag die Rechtsradikalen.

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