Ökumenischer KirchentagIm Paradies stehen keine roten Ampeln

Erster Auftritt nach drei Monaten Pause: Ex-Bischöfin Margot Käßmann zieht beim ökumenischen Kirchentag die Massen an und spricht in ihrer Predigt auch Privates an. von Claudia Keller

Margot Käßmann ist aus ihrer dreimonatigen Auszeit zurück und beliebter denn je

Margot Käßmann ist aus ihrer dreimonatigen Auszeit zurück und beliebter denn je  |  © Andreas Gebert dpa/lby

Drei Monate hatte sich Margot Käßmann zurückgezogen, kein Auftritt, kein Interview. Jetzt ist sie wieder da, die kleine Frau für die großen Brüche, Zweifel und Unsicherheiten im Leben. Sie ist populärer denn je. Die Ex-Bischöfin, die Ex-Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche ist der Star des ökumenischen Kirchentags in München.

Am Donnerstagmorgen ist die Halle C1 auf dem Münchner Messegelände überfüllt. 6000 waren früh genug da, um einen Sitzplatz auf einem Papphocker zu ergattern und Käßmann zu hören, die den Tag mit ihrer Bibelarbeit eröffnet. Sie predigt über die Arche Noah und das Leben nach der Sintflut. Wie immer muss sich die zierliche Frau das Mikrofon am Stehpult herunterziehen. Angespannt wirkt sie. Und sind die Falten um die Augen nicht mehr geworden seit Februar? Oder liegt es am Licht?

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"Wir leben in einer Welt, die nur die zweitbeste Welt ist", sagt Margot Käßmann, "das Paradies wird es nicht mehr geben, es gibt kein perfektes Leben." Der Himmel, den Gott verspreche, sei nicht sorgenfrei. "Da sterben geliebte Menschen, Lieben gehen verloren, und, ja, da stehen auch rote Ampeln", sagt Käßmann. Es ist das einzige Mal, dass sie ihre fatale Alkoholfahrt erwähnt.

Der Posaunenchor hat gespielt, es wurde kräftig gesungen in der Halle. Nachdem Käßmann eine halbe Stunde gepredigt hat, ist ihre Anspannung in Energie verwandelt, die Stimme beschwörend, der ganze zierliche Körper legt sich in den Schwung der Predigt. Obwohl wir nur in der zweitbesten Welt lebten, obwohl wir alle "Mängelwesen" seien, habe Gott nach der Sintflut einen neuen Bund mit den Menschen geknüpft und als Zeichen einen Regenbogen in den Himmel gezeichnet. Dieser Gedanke gebe ihr eine solche Kraft und Mut und, ja, auch eine große Freiheit. Deshalb sei es ihr auch egal, ob sie belächelt werde als eine, die mit den Taliban im Zelt bei Kerzenlicht beten wolle. "In der dortigen Kultur ist das durchaus eine Form, Frieden zu schließen, jedenfalls wesentlich eher als das Bombardement von Tanklastzügen." Lieber lasse sie sich auch als naiv verspotten, als sich vor der Logik des Waffenhandels und Krieges zu beugen. Da klingt Trotz mit, aber eben auch die Verletztheit aus den vergangenen Monaten.

Ein tosendes Klatschen geht durch die Halle. Dann rechnet Käßmann vor: tote Soldaten, tote Zivilisten. Sie sehe immer noch nicht, dass in der Afghanistan-Politik das Zivile Vorrang habe. Sie liest die Namen der getöteten Bundeswehrsoldaten vor und Namen von getöteten afghanischen Zivilisten. Käßmann weiß, wie man Herzen berührt. Und sie will berühren, nicht bloß eine Predigt halten. Nein, es sei nicht alles gut, sagt sie dann noch, nicht im Verhältnis der beiden Amtskirchen zueinander, nicht in der Welt, nicht in Afghanistan.

Kaum hat sie die Bühne verlassen, ist Margot Käßmann sofort umringt von Kameras, von Menschen, die ihr Sätze der Ermutigung zuflüstern, ihr in zwei Sätzen ihre eigenen Brüche im Leben schildern wollen. Die Pastorin lächelt tapfer und fleißig, spricht jedem einen aufmunternden Satz zu. So war das auch am Tag zuvor, als sie noch vor der offiziellen Eröffnung des Kirchentages in der Innenstadt ihr neues Buch über das Vaterunser vorstellte. Nicht nur ihre üblichen Fans waren dort, nicht nur weiblich, christlich, 50 plus. Auch viele Männer und solche, die bis zu ihrem Rücktritt nicht mal wussten, wer Margot Kässmann eigentlich ist. Auch für sie ist die Pastorin nun sozusagen die Ikone der Wahrhaftigkeit. "Welche moralischen Vorbilder gibt es denn sonst?" fragt ein Mann. "Wenn sonst einer einen Fehler macht, wird erst mal geleugnet, dann gibt es eine Untersuchungskommission."

Wenn Margot Käßmann so populär ist, dann liegt das auch an ihrer Lust an der Provokation. Ausgerechnet im Münchner Liebfrauendom, einem der bekanntesten katholischen Gotteshäuser Deutschlands, warnt sie am Abend davor, Geburtenkontrolle und Verhütungsmaßnahmen zu verteufeln. Käßmann bezeichnet die Pille als "Geschenk Gottes".

Bei Kirchentagen passiert viel, was sonst nicht geht. Wildfremde Menschen fallen sich um den Hals, Bundespräsident Horst Köhler zeichnet dem Bamberger Erzbischof ein Kreuzzeichen auf die Stirn. In vielen der 3000 Veranstaltungen wird es bis Sonntag aber auch um die schweren Themen gehen, um die Missbrauchsskandale und die große Kirchenkrise, auch wenn sie auf dem offiziellen Programm nur am Rande auftauchen. Aber vielen der 100 000 Christen drückt das Thema auf die Seele, und sie sprechen es an. Außerdem stehen Fragen der Gerechtigkeit auf dem Programm, die Gesundheit, das Altern, die Armut.Die Welt draußen wird vieles belächeln. Aber vielleicht kann nur groß sein, wer sich auch klein machen kann. Margot Käßmann macht das vor.

(Erschienen im Tagesspiegel )

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Leserkommentare
  1. Sie versucht sich an einigen verkrusteten Dogmen, die den Kirchen wieder mehr Zulauf bringen könnten. Es sei ihr zu wünschen, dass ihr dies auch gelingen möge. Lust zur Provokation ist in ihrem Metier dringend erforderlich.
    Ich wünsche ihr persönlich viel Kraft, die sie ja offensichtlich auch einsetzen will ! Bitte weiter so, Frau Käßmann.

  2. Frau Kässmann hier, Frau Kässmann da, Frau Kässmann in schickem Schwarz mit auffälligen Kontraststreifen, im quergestreiften Designerblazer. Ein bisschen mehr Scham (immerhin ist sie mit 1,5 %o Alkohol über eine rote Ampel gefahren) und ein bisschen mehr Demut (Nutzen des Kirchentages für Vorstellung ihres Buches) würden sie besser kleiden.

    Und wie bereits geschrieben, hoffe ich, dass mein 18 jähriger Sohn und frischer Führerscheinbesitzer sich Frau Kässmann nicht zum Vorbild nimmt. Würde man ihn erwischen und er würde sich entschuldigen, hätte er trotzdem einige Konsequenzen zu tragen.
    Frau Kässmann hingegen feiert man für ihren Rücktritt als "Popstar".

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    zurückgetreten. Ihrem Sohn, 18 Jahre, wünsche ich stets gute Fahrt. Ihre Assoziation zu dem "Fall Käßmann" ist in diesem Falle deplaziert. Da gab es einen, der mit höherer Promillezahl einen Menschen totgefahren hat - Geldstrafe, Ministerposten und später Bahn-Vorstand (Übung im Schienenverkaufen, damit die, die ihren Führerschein mal verlieren, nicht mehr so flexibel sien können.) Sein Name ist übrigens Otto Wiesheu.

  3. ein Mensch der wirklich Glaubt. Ein Mensch der Mit und Für die Religion lebt.
    Wenn ich mir an schaue was täglich auf Deutschlands Straßen abläuft! Entschuldigen tut sich niemand!

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    Nun muß ich gestehen, daß Frau Käßmann zu jenen "öffentlichen" Personen gehört, die ungeteilten Respekt genießen. Sie hat aus ihrem persönlichen Versagen die notwendigen und richtigen Knsequenzen gezogen. Sie hat Mut gezeigt, den man bei anderen schmerzlich vermißt.
    Dieses Land ist beispielsweise reichlich gesegnet mit Politikern, die an ihren Ämtern kleben, obwohl ein Rücktritt die mindeste Konsequenz ihres Versagens gewesen wäre. Ich nenne als Beispiel nur Roland Koch, der zur Verschleierung dubioser Spenden jüdische Vermächtnisse erfand.
    Ich will die Reihe hier nicht fortsetzen.
    Der Empfang beim Kirchentag war auch Achtung für ihre Konsequenz. Daß sie mit öffentlichen Auftritten kein Problem hat, sehe ich nicht als Problem und schn gar nicht als Zeichen mangelnder Demut.

    "Entschuldigen tut sich niemand."

    Ethisch gesehen kann das auch niemand tun. ;-)

    Die Schuld können wir uns nicht einfach von alleine nehmen, das müssen andere tun. Im Falle der Frau K wäre es wohl die Gesellschaft, die ihr ihre Sünde verzeihen muss/kann/soll.

    Frau K könnte um Verzeihung und Entschuldigung bitten und das hat sie sicher auch getan. Aber sie kann sich nicht selbst entschuldigen.

    Ja, ich weiß. Korinthenkackerei. Aber das wollte ich mal los werden. Heute entschuldigt sich jeder Hinz und Kunz und dabei können nur diejenigen einen von der Schuld freistellen, den man etwas schuldet.

  4. Völlig losgelöst von allen Realitäten einfach einseitig Populistisches reden, dann ist Margot Käßmann rhetorisch am Werke. Wäre schön, wenn die Menschenwelt so einfach befriedet werden könnte und die Waffen zu Pflugscharen würden - doch die Bibel als ein Buch der Wahrheit redet eine andere Sprache und beschreibt die Situation in der irdischen Seinsumgebung des Menschen als einen mühsamen Kampf unterschiedlicher Völker - oder neudeutsch auch Gruppen - um einen Platz zum Leben und Überleben. Wie schön wäre es - gemäß Frau Käßmann - wenn die Taliban konkurrenzlos herrschen würden und dann wieder kleinkariert mit wirklich allem Schluss gemacht würde - da überlebt kein Denkmal und auch kein Andersdenkender. Da wird dann die Nato zum Bösewicht, welche die friedliche Bevölkerung am Hindukusch nur stört. Kein Weg der Wahrheit bei Frau Käßmann, dass zuvor in Afghanistan ein erbitterter Bürgerkrieg getobt hat. Irgendwann wird es selbst die ehemalige Bischöfin gelernt haben, dass dort, wo es um Dope in großen Mengen geht, sich der Frieden schnell verabschiedet - denn in berauschtem Zustand können weder friedliche Gesellschaften noch Automobile gesteuert werden. So stellt sich der Einsatz der Bundeswehr und der verbündeten Streitkräfte als geringstes Übel und kleinstem Gemeinsamen Nenner dar.

    • TDU
    • 14. Mai 2010 9:58 Uhr

    Die Pille als Geschenk Gottes. Da auch die katholische Kirche andere Meinungen aushalten sollte, kann Frau Käßmann diese Ansicht ruhig auch in einer katholischen Kirche äussern.

    Aber geht sie auf, diese These. Es gibt Sakramente in der Kirche. Quasi die offiziell anerkannten Geschenke Gottes.

    Diese zeichnen sich durch eine gewisse Allgemeinverbindlichkeit aus, betreffen alle Menschen und haben so etwas wie eien dahinter liegende Wahrheit. Ausserdem wir in Gebeten Gott dafür gedankt.

    Verantwortung in der Familie oder in Partnerschaften geht auch ohne Pille. Wollen wir also das Kondom, welches dafür auch nicht unbedingt notwendig ist, auch als Gottesgeschenk nehmen?.

    Und die segensreichen Arzneimittel vom Penicillin bis zu Insulin?

    Man kann Gott für alles mögliche Gute danken, manche tuns auch für die erneute Meisterschaft von Bayern München. Aber die "offiziellen" Gottesgeschenke sind anderer Natur.

    Das weiss Frau Käßmann auch. Insofern ist ihre Aussage lediglich eine Provokation. Ich unterstelle mal zu ihren Gunsten, dass diese Denkanstoss gedacht ist.

    Aber es geht um die Ökumene und nicht um die Veränderungen der Sexualmoral in der katholischen Kirche. Ist Frau Käßmann aber der Auffassung, diese Sexualmoral verhindere die Ökumene, sollte sie dies offen aussprechen, falls sie am Diskurs interessiert ist.

    Ihr Ansehen und ihre Stellung in der evangelsichen Kirche ist zu wichtig, um sich apodiktisch und provokant zu äussern.

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    Zitat:"Aber es geht um die Ökumene und nicht um die Veränderungen der Sexualmoral in der katholischen Kirche."
    Ich habe großen Respekt vor den wenigen Frauen, die sich komplett der Sexualmoral des Vatikans unterwerfen. Keinen Respekt habe ich vor der Mehrheit katholischer Frauen, die offensichtlich die Lehren des Vatikans nicht ernst nehmen. Sie sollten sich entweder engagieren und Reformen fordern oder austreten.
    Wenn alle katholischen Frauen, die mit der Pille verhüten, also nicht mehr heucheln würden, sondern die Konsequenzen ziehen, dann würde der katholische Kirche ein Austritts-Tsunami sondersgleichen bevorstehen.

    • TDU
    • 14. Mai 2010 15:31 Uhr

    Allein das Wort "Unterwerfung" kennzeichnet die Sichtweise. Wenn der Papst die Pille verbietet, muss man sich nicht dran halten, denn man ist Gott verantwortlich. wir sind nicht beim Kongress der Kleingläubigen und nicht mehr im Mittelalter als der Teufelsglaube möglicherweise noch verbreiteter war.

    Mir ging es drum zu zeigen, dass die Aussage über die Pille als Gottesgeschenk keinerlei verbindliche Aussage im Hinblick theologischen Sakramentsverständnisses bedeutet.

    Darüber, ob ich die Pille gut finde oder nicht, habe ich nicht geprochen, denn darum ging es im Artikel nicht. Wenn es im einem weiteren Artikel darum geht, habe ich keine Problem damit, dazu was schreiben.

    • TDU
    • 14. Mai 2010 10:20 Uhr

    Dem Populismus wird es gefallen und die katholische Kirche wird auf stur schalten (meine Segen hätte sie dann). Denn z. B. glückliche "richtige" Ehe und Sexualität sind kompliziert, denn diese sind immer der Kultur und zeitlichen Anschauungen unterworfen und sicher nicht an der Existenz der Pille fest zu machen.

    Dass sich die Kirchen so lange halten konnten, liegt auch daran, dass sie Allgemeinverbindlichkeiten herstellen konnten. Jenseits revolutionärer und ideologischer Festsetzungen. Man sollte damit vorsichtig sein, diese zugunsten zeitgeistiger und politisch motivierter Ambitionen aufzugeben.

    Kirche ist und sollte keine Partei werden, die die Zielgruppen pflegt und ihre Inhalte je nach Wahlergebnis ändert.

    Der Pazifist und der Soldat müssen in der Kirche Platz haben, sonst kann sie nicht den Wert vertreten, den sie beansprucht und zerfällt in Fraktionierung.

    Unter der "Einheit des Glaubens" muss die Diskussion geführt werden. Darauf hingewiesen zu haben, ist das Verdienst von Papst Benedikt. Und dass er darauf besteht, sollte auch die evangelische Kirche nicht unberührt lassen.

    Und Inhalt sollte immer vor Eitelkeit kommen. Man kann sich zwar über den Beifalls der Massen freuen, aber instrumentalisieren sollte man ihn nicht. Es wäre zu kurz gedacht.

  5. brauchen für ihren Glauben "sichtbare Menschen", die sie verehren und anbeten können. Und diese "falschen Propheten" genießen diese Menschenverehrung.

    Vergessen werden dabei die Bibelverse aus der Lutherbibel:
    "Gott ist Geist, und die ihn anbeten,
    die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten."
    Joh.4,24

    "Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott
    und den Menschen,
    nämlich der Mensch Christus Jesus."
    1. Tim.2,5

    Wer sich seinen Glauben bezahlten lässt, mit einem festen Gehalt, mietfreier Wohnung und großem Auto, kann kein Diener(in) Gottes sein.

    "Denn solche sind falsche Apostel,
    betrügerische Arbeiter und verstellen sich als Apostel Christi.
    Und das ist auch kein Wunder;
    denn er selbst, der Satan,
    verstellt sich als Engel des Lichts.
    Darum ist es nichts Großes,
    wenn sich auch seine Diener verstellen als Diener der Gerechtigkeit;
    deren Ende wird sein nach ihren Werken."
    2. Korinther 11,13-15

    Paulus sah dies voraus und schrieb im 2. Tim.4,3-4:
    "Denn es wird eine Zeit kommen,
    da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden;
    sondern nach ihren eigenen Gelüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen,
    nach denen ihnen die Ohren jucken,
    und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden
    und sich den Fabeln zukehren."

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    gratuliere ich Ihnen zu Ihrem grandiosen Selbstbild!

    Wie praktisch für Sie, dass Sie keine Kanzel dafür brauchen, um den Menschen die Ihnen passenden Bibelsprüche um die Ohren zu hauen.
    Ihre "Bühne" sind z.B. ZEIT-Online-Foren, wo die User sich ein eindrucksvolles Bild davon machen können, wie die wirklich "wahren" Frommen ticken.

    Nur sollten Sie sich als "Schriftgelehrter" nicht der Illusion hingeben, dass Sie damit der "glaubenden" Christenheit, oder gar den von Ihnen verachteten "Namenschristen" einen Dienst erweisen, auch wenn Sie die genauen Unterschiede noch so gut festzustellen imstande sind.

    Und was Jesus dazu heute sagen würde?
    Nun, Heiner Geissler, gläubiger Christ, hat sich vor Ihnen auch einige Gedanken gemacht: "Was würde Jesus heute sagen?", TB 2006
    Darin hat er das Wort "Buße" erklärt: Es bedeutet nicht nur "Umkehr", sondern auch "Umdenken" - DAS war die Ansage an seine Zuhörer!
    Damit meinte er nicht nur die "Kanzelchristen", sondern zu allererst seine engsten Jünger, zu denen Sie sich ja offenbar rechnen.
    Aber die Pharisäer sind ja immer die anderen!

    Vielleicht denken Sie und Ihre gleichgesinnten Glaubensbrüder darüber mal nach, bevor Sie hier Ihre verdammenden Paulussprüche weiter verbreiten.
    Lesen Sie mal wieder Jesus im O-Ton,z.B.die Bergpredigt.
    Vielleicht hat der Ihnen auch mal was zu sagen?

    • rabin
    • 14. Mai 2010 10:22 Uhr

    Nein, die Buße ist getan. Drei Monate sich nicht präsentieren ist sicher für einen Menschen, die sich immer höchst gerne präsentiert, eine grosse Strafe.

    Nun kann sie sich wieder präsentieren und tut dies mit grösstem Vergnügen, wie man bei der Vorstellung des Buches sehen konnte. Ein absoluter Medienprofi.

    Sie hat den Fehler genial bewältigt. Ihr Ansehen ist gewachsen. Nicht so laienhaft, wie Mixa, sondern höchst professionell. Da wir nichts über die Zeit zwischen Samstag abend ( Zeitpunkt der Tat) und Mittwoch ( Rücktritt) wissen, kann dies alles als Einkehr einer Einsichtigen gesehen werden. Wenn es anders wäre,müssten die, die es wissen, reden. Aber warum sollten sie? Wenn es anders war, wenn Verleugnen im Raum stand oder Druck, würe davon keiner profitiereb, wenn das rauskäme.
    So bleibt es bei dem wahrnehmbaren Ablauf.

    Frau Kässman wird weiter ihr Image pflegen und dabei sicher viel Richtiges predigen.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
  • Schlagworte Margot Käßmann | Horst Köhler | Bundeswehrsoldat | Erzbischof | Kirchentag | Taliban
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