Gewalt von links Ein Sprengsatz und seine Folgen
Der Sprengstoffanschlag auf Polizisten in Berlin kündet von der nächsten Stufe der Eskalation linksextremer Gewalt. Ist die Grenze zum Terror überschritten?
Im Internet, beim Videoportal Youtube, sind die verstörenden Bilder aus Berlin zu sehen. Die Demonstranten stehen dicht an dicht, in der Ferne sind Polizisten zu erkennen, plötzlich steigt weißlicher Rauch auf. Es knallt gewaltig, ein Blitz zuckt hoch, der Rauch breitet sich aus, es folgt noch ein Knall und noch einer. Die Menge weicht zurück, es wird nur verhalten gejohlt, die Detonation klingt offenbar auch in den Ohren von Berufsautonomen stärker als das übliche Krachen von Silvesterböllern bei Auftritten des schwarzen Blocks. Behelmte Polizisten dringen vor, vom Lautsprecherwagen der Demonstranten schallt das Tremolo einer männlichen Stimme. Sie agitiert gegen die Polizei, die Demonstranten rufen den Beamten "haut ab, haut ab" zu. Dass drei Polizisten durch die Detonation schwere Verletzungen erlitten und neun weitere leichte, sieht man in dem Video nicht. Doch die Bilder künden von der nächsten Stufe der Eskalation linksextremer Gewalt, gezündet am vergangenen Sonnabend in der Torstraße in Mitte.
Wurde die Polizei überrascht?
Einen solchen Angriff mit Sprengstoff auf die Polizei während einer Demonstration, verbunden auch mit dem Risiko tödlicher Verletzungen bei Demonstranten selbst, gab es vermutlich seit der Wiedervereinigung nicht. Einen bombenähnlichen Gegenstand, offenbar eine
Ladung Polenböller in einem Behälter, hatte die Polizei nicht erwartet. Und auch sonst kaum jemand. Die Bilder der Detonation erinnern an die bürgerkriegsartigen Krawalle in Athen. In Deutschland hingegen flogen bisher "nur" Steine, Flaschen, Holzlatten, Silvesterkracher, in Extremfällen Brandsätze oder Gehwegplatten. Linksextreme Gewalt, nicht nur gegen die Polizei, eskaliert allerdings schon seit Jahren, gerade auch in Berlin. Außerdem ist der Einsatz der üblichen Wurfgeschosse ebenfalls lebensgefährlich.
Am 1. Mai 2008 wurde in Kreuzberg eine junge Frau von brennendem Kraftstoff getroffen, der aus einer geschleuderten Brandflasche heraustropfte. Das Opfer erlitt schwere Verbrennungen am Rücken und überlebte nur, weil Passanten die Flammen rasch erstickten. So erscheint im Rückblick der Angriff vom Sonnabend während der Demonstration mit dem Motto "Wir zahlen nicht für eure Krise" nicht ganz so überraschend. Andererseits haben Linksextremisten bislang darauf verzichtet, bei Demonstrationen mit Bomben oder Schusswaffen zu agieren. Nun scheint jedoch alles möglich.
Wie kam es zu dieser Eskalation?
Das gewaltbereite Spektrum der linken Szene, vor allem die Autonomen, waren nach der Wiedervereinigung in die Defensive geraten. Die Hochphase Anfang der achtziger Jahre, vor allem die Hausbesetzerkrawalle in Berlin, war lange vorbei. Außerdem hatte der Zusammenbruch des Ostblocks den Kommunismus auch für viele Linke ideell ruiniert. Und der Terror der Roten Armee Fraktion (RAF) wurde schwächer, 1998 löste sie sich auf. Es dauerte fast ein Jahrzehnt, bis die an Militanz orientierte Szene wieder die Kraft fand, über die Rituale am 1. Mai in Berlin und Hamburg hinaus massive Gewalt zu inszenieren. Der Umschwung hat einen Namen: Heiligendamm.
Den breiten Protest gegen den G-8-Gipfel in dem Badeort an der Ostsee nutzten linksextreme Gewalttäter, um der Polizei am 2. Juni 2007 in Rostock eine Straßenschlacht zu liefern, wie sie die Bundesrepublik lange nicht erlebt hatte. Außerdem war schon seit Monaten eine
militante Kampagne im Gange, die terroristische Züge trägt und bis heute anhält. Vor allem in Norddeutschland wurden gezielt Anschläge mit Brandsätzen, Farbflaschen und anderen Tatmitteln auf Fahrzeuge und Gebäude verübt. Attackiert wurden vor allem Konzerne und die Polizei. Eine Formation tat sich dabei besonders hervor: Die "Militante Gruppe" (MG) bekannte sich zu zahlreichen Attacken. Und sie versuchte, in der Szene eine Debatte über Attentate anzufachen. Die MG wollte von Gewalt gegen Sachen zu Gewalt gegen Menschen übergehen, aber nicht auf eigene Faust. Doch die Mehrheit der Autonomen lehnt Terroraktionen nach dem Muster der RAF oder der Revolutionären Zellen ab.
Nach Heiligendamm ließ der Elan des gewalttätigen Spektrums nur vorübergehend nach. Dann wurden neue Kampagnen eingeleitet, in Berlin klirrte und brannte es 2008 während der "Freiräume-Aktionstage". Im April 2009 beteiligten sich deutsche Autonome an der Randale in Straßburg während des Gipfeltreffens von Staats- und Regierungschefs zum 60. Jahrestag der Gründung der Nato. Auch diese Krawalle gaben dem gewaltorientierten Linksextremismus einen Schub. Die Folgen kann man vor allem in Berlin besichtigen. Militanz in Form von Autozündelei wird zum makaberen Feierabendvergnügen von Linken und nichtlinken Nachahmern. Schwerpunkt ist der Kampf gegen die "Gentrifizierung", die "Yuppiesierung" von Stadtvierteln.
Weitere, republikweite Themen sind der Antimilitarismus – vor allem der gewaltsame Widerstand gegen den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan –, Antirepression, Antifaschismus und natürlich Antikapitalismus. Und der Ton wird schriller. Möglicherweise entwickelt sich in der gewaltbereiten linken Szene eine Eigendynamik, die in einen Feierabendterrorismus mündet. Einige Beispiele: Im April 2009 wurden in Dresden auf dem Gelände der Offiziersschule des Heeres 42 Fahrzeuge abgebrannt. Zudem kursiert ein Flugblatt mit dem Aufruf zu gewalttätigen Attacken auf Angehörige der Bundeswehr. Im Dezember 2009 griffen mutmaßliche Autonome mit Brandsätzen eine Polizeiwache in Hamburg an. Und in Berlin probieren Militante Anschläge mit Gaskartuschen (Szenejargon: "Gasaki") auf luxussanierte Gebäude aus. Die Zahlen des Bundesinnenministeriums sind deutlich: 2009 zählte die Polizei 1822 linke Gewalttaten. Das sind 53 Prozent mehr als im Vorjahr (1188 Delikte). Außerdem wuchs das Milieu der Autonomen und sonstigen gewaltbereiten Linksextremisten von 6300 auf 6600 Personen.
Wann wird Gewalt zum Terrorismus?
Dass die Justiz spektakuläre Angriffe als Terrorismus einstuft, ist keineswegs sicher. So setzte der Bundesgerichtshof (BGH) im November 2007 die Haftbefehle gegen drei mutmaßliche Mitglieder der "Militanten Gruppe" außer Vollzug und stufte die Untergrundclique, trotz vieler Brandanschläge und im Gegensatz zur Bundesanwaltschaft, nur als kriminelle Vereinigung ein. Der BGH verwies auf die Neufassung des Paragrafen 129a im Strafgesetzbuch (Bildung terroristischer Vereinigungen) aus dem Jahr 2003. Demnach sind militante Aktionen im Wesentlichen erst terroristisch, wenn sie ein staatsgefährdendes Maß erreichen. Das war nach Ansicht des BGH bei den Attacken der "Militanten Gruppe" nicht der Fall.
Welche Konsequenzen werden diskutiert?
Auf zwei Ebenen wird diskutiert. Aus der Unionsfraktion im Bundestag kommt die Forderung, linke und rechte Gewalttaten gleichermaßen gesellschaftlich zu ächten. Auch eine Verschärfung des Strafrechts ist im Gespräch. Das würde vor allem den Paragrafen 113 betreffen, dieser befasst sich mit dem "Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte". Die Innenministerkonferenz sprach sich bei ihrem Treffen Ende Mai in Hamburg dafür aus, die darin festgelegte Höchststrafe von zwei auf drei Jahre anzuheben.
Muss mit weiteren solcher Anschläge gerechnet werden?
Linksextremisten freuen sich im Internet, dass bei der Explosion am Sonnabend Polizisten verletzt wurden. "Um die grünen Gewalttäter tuts mir kein bisschen leid, lässt sich halt nicht jeder einfach verprügeln und einpfeffern", schreibt ein "Pyromane" bei dem in der Szene beliebten Internetportal Indymedia. Solche Äußerungen lassen vermuten, dass Nachahmer tätig werden wollen. Anleitungen gibt es reichlich. Die Berliner Polizei beschlagnahmte im Frühjahr Exemplare einer 79-seitigen Publikation namens Prisma. Die Buchstaben stehen für "Prima Radikales Infosammelsurium Militanter Aktionen". Ein Kapitel trägt die Überschrift "Feuriges". Gezeigt wird, wie man Brandflaschen herstellt.
Der Artikel ist im gedruckten Tagesspiegel vom 14. Juni 2010 erschienen.
- Datum 15.06.2010 - 14:28 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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...das aktuellste Video auf youtube an:
Da wird erst von der Polizei die Straße
geräumt, bevor dann unter einem Auto und
direkt neben Polizisten ein
FEUERWERKSBÖLLER
losgeht. Die Polizisten bleiben stehen,
ganz entspannt - keiner sürzt oder humpelt.
Mal gang im Ernst.
Mal googlen:
"Agent Provokateur"
Und mal anschauen:
"Das Phantom" - toller Film mit Jürgen Vogel.
Und alle Medien springen drauf an. Niemand berichtet kritisch und distanziert von den Ereignissen.
Am 31.12 werden in jeder Stadt mehr Leute durch "Sprengstoff" verletzt, als bei dieser Szene.
Schade.
Da es wohl keine Edit-Funktion gibt, muss ich es als Post machen:
Das Schade war eine Zeile zu tief.
Über den Wahrheitsgehalt des Artikels kann ich nichts sagen, aber über den Ihres Kommentares:
Am 31.12. werden weitaus mehr Böller gezündet, als auf einer Demo. Das könnte erklären, warum es da auch mehr Verletzte gibt.
Und auch der Grund für das Zünden der Sprengkörper ist hier ein anderer.
Da es wohl keine Edit-Funktion gibt, muss ich es als Post machen:
Das Schade war eine Zeile zu tief.
Über den Wahrheitsgehalt des Artikels kann ich nichts sagen, aber über den Ihres Kommentares:
Am 31.12. werden weitaus mehr Böller gezündet, als auf einer Demo. Das könnte erklären, warum es da auch mehr Verletzte gibt.
Und auch der Grund für das Zünden der Sprengkörper ist hier ein anderer.
Da es wohl keine Edit-Funktion gibt, muss ich es als Post machen:
Das Schade war eine Zeile zu tief.
Dieser Artikel ist ein schoenes Beispiel fuer Stimmungsmache. Das war sicher nicht der erste Boeller, der auf deiner Demo gezuendet wurde, und wird sicher auch nicht der letzte sein. Daraus aber eine neue Qualitaet der Gewalt, ja sogar Terrorismus herauszulesen erfordert schon viel Phantasie. Allerdings, und auch das muss man sagen, sind die Fakten doch etwas besser dargestellt als sonstwo. ('Splitterbombe' etc.). Sicher, dieser Boeller ist vermutlich aus gutem Grund in Deutschland verboten, aber Terrorismus ist doch schon was anderes. Und das ganze in eine Reihe mit der MG zu stellen, geht meiner Meinung nach zu weit.
Gruss, ko
Ich habe an firedlichen Demos teilgenommen und beobachten müssen, rücksichtslos brutal Polizisten gegen Demonstrationsteilnehmer vorgehen. Mir ist bewusst, dass dieses Verhalten ein Resultat ist. Diese Polizisten haben auch Angst und sind Aggressiv. Ganz normale Menschen. Es lässt sich nicht herausfinden, wodurch die Gewaltspirale angestoßen wurde und selbst wenn doch, brächte uns diese Erkenntnis keine Lösung der Problems. und das Problem ist die Gewaltspirale selbst. Oder vielmehr: wie können wir sie stoppen? Wie stoppen wir diese Gewaltspirale? Was machen wir gegen diese Aggressionen? Wie springen wir allle (gemeinsam) über unsere Schatten? Es gibt NIEMANDEN über uns (Menschen), der uns eine Antiaggressionstherapie verpassen könnte. Die Verantwortung liegt bei uns!
Auf die Frage, wer die Gewaltspirale im Falle der Demo vom 12. Juni 2010 angestoßen hat, gibt es meines Erachtens eine klare Antwort:
Angestoßen haben die Gewaltspriale die Redakteure der taz, die tagelang im Internet mit Nazi-Parolen für diese Demo geworben haben.
Mit dem Aufmacher aus dem Horst-Wessel-Lied "Die Strasse ist frei" wollte die taz Krawall im Stile der SA herbeiführen. Und dies hat sie denn auch geschafft.
Angestrebt wird offenbar ein Bündnis von ganz links und ganz rechts, im Sinne der durch Namen wie Horst Mahler, Oberlercher, Rabehl und Langhans bekannten deutschen Nationalrevolutionäre. Es fehlt nur noch der Blutzeuge / die Blutzeugin, aber daran wird gearbeitet.
Und wie so oft läßt sich ein Teil der linke Szene in die Rolle der Verharmloser und Rechtfertiger drängen.
Auf die Frage, wer die Gewaltspirale im Falle der Demo vom 12. Juni 2010 angestoßen hat, gibt es meines Erachtens eine klare Antwort:
Angestoßen haben die Gewaltspriale die Redakteure der taz, die tagelang im Internet mit Nazi-Parolen für diese Demo geworben haben.
Mit dem Aufmacher aus dem Horst-Wessel-Lied "Die Strasse ist frei" wollte die taz Krawall im Stile der SA herbeiführen. Und dies hat sie denn auch geschafft.
Angestrebt wird offenbar ein Bündnis von ganz links und ganz rechts, im Sinne der durch Namen wie Horst Mahler, Oberlercher, Rabehl und Langhans bekannten deutschen Nationalrevolutionäre. Es fehlt nur noch der Blutzeuge / die Blutzeugin, aber daran wird gearbeitet.
Und wie so oft läßt sich ein Teil der linke Szene in die Rolle der Verharmloser und Rechtfertiger drängen.
ist für mich auch wenn die Löhne seit Jahren nicht mehr den steigenden Kosten angepasst werden obwohl de Unternehemn Profite wie nie zuvor generieren. Terrorismus ist es auch wenn Investoren über Unternehmen herfallen, diese ausplündern und die Profite noch Steuerbefreit entsorgen können nachdem die Angestellten alle entlassen wurden. Terrorismus für mich ist auch, das immer mehr Mitmenschen im Elend leben müssen, das immer mehr Mitmenschen in immer prekäereren Verhältnissen dahinsichen, das Mio. von Kindern in Armut aufwachsen obwohl im Land Mrd. an Profiten generiert werden, das Soziale Systeme die einst allen gehörten privatisiert werden und nun den Investoren Rechenschaft abgelegt werden darf weil die Profite nicht hoch genug sind, das die Unternehmer immer weniger Sozialversicherungsbeiträge bezahlen wollen, das gemeinschaftliche Rentensysteme der Profitsucht der Versicherungsindustrie geopfert wird, das die altägliche Errosion der Demokratie einfach so als Systemimmanent hingenommen wird, das die Gesellschaft zu immer extremeren Wettbwerben ggezwungen wird owbwohl schon längst schwarze Zahlen generiert werden, das Mio. von Menschen zum sparen gewzungenw erden obwohl die Vermögen jährlich im 2 stelligen 5 Bereich anwachsen, das die niedrigsten EInkommen mit immer höherenSteurn belastet werden, das immer mehr Angestellte auf Abruf beschäftigt werden, das Arbeite wegen Bagatelldelikten entlassen werden... Meine Welt, meine Sicht der Dinge... Capisce?
sie sprechen mir aus der Seele.
dass Ihre zutreffenden Definitionen bei WIKI und anderswo
lesbar sind.
Und dies alles rechtfertigt Gewalt gegen andere Menschen, die deren lebensgefährliche Verletzung in Kauf nimmt, oder wie? Bin auch nicht zufrieden, wie es mit der Demokratie in Deutschland aussieht, aber die von Ihnen geschilderten Entwicklungen würden doch eher einen wochenlangen Massenprotest vor dem Bundestag und eine Massenpetition für mehr Mitbestimmungsrechte des Volkes rechtfertigen. Gewalt gegen andere Menschen ist immer kontrakpdouktiv (gibt dem "Establishment" einen Grund, bei jeder Demo - auch wenn sie friedlich verlaufen - härter einzugreifen); ganz abgesehen davon, dass ein Sprengsatz gegen Menschen absolut verachtenswert ist. Schon mal der Gedanke gekommen, dass diese Polizisten auch nur irgendwie versuchen, ihre Familien zu ernähren? Und das Eigentum der Ladenbesitzer zu schützen, die oft ja auch nur kleine Leute sind, die um ihr tägliches Überleben kämpfen?
Unfassbar, ökonomische Missstände als Begründung für linksfaschistischen Terror wie in Berlin anzuführen. Auf solche Ideen können nur freiheitshassende Kommunisten kommen. Ihr Name ("morgenrot") ist da schon ziemlich vielsagend.
@ morgenrot:
bißchen "schlicht" im Kopf.
Aber schreiben, das geht ja.
SOgar hier.
Immerhin!
sie sprechen mir aus der Seele.
dass Ihre zutreffenden Definitionen bei WIKI und anderswo
lesbar sind.
Und dies alles rechtfertigt Gewalt gegen andere Menschen, die deren lebensgefährliche Verletzung in Kauf nimmt, oder wie? Bin auch nicht zufrieden, wie es mit der Demokratie in Deutschland aussieht, aber die von Ihnen geschilderten Entwicklungen würden doch eher einen wochenlangen Massenprotest vor dem Bundestag und eine Massenpetition für mehr Mitbestimmungsrechte des Volkes rechtfertigen. Gewalt gegen andere Menschen ist immer kontrakpdouktiv (gibt dem "Establishment" einen Grund, bei jeder Demo - auch wenn sie friedlich verlaufen - härter einzugreifen); ganz abgesehen davon, dass ein Sprengsatz gegen Menschen absolut verachtenswert ist. Schon mal der Gedanke gekommen, dass diese Polizisten auch nur irgendwie versuchen, ihre Familien zu ernähren? Und das Eigentum der Ladenbesitzer zu schützen, die oft ja auch nur kleine Leute sind, die um ihr tägliches Überleben kämpfen?
Unfassbar, ökonomische Missstände als Begründung für linksfaschistischen Terror wie in Berlin anzuführen. Auf solche Ideen können nur freiheitshassende Kommunisten kommen. Ihr Name ("morgenrot") ist da schon ziemlich vielsagend.
@ morgenrot:
bißchen "schlicht" im Kopf.
Aber schreiben, das geht ja.
SOgar hier.
Immerhin!
Wie schade, dass der Journalist sich lediglich auf ein Youtube-Video berufen kann, um von der Demonstration zu berichten. Müsste er für einen guten Bericht nicht zumindest dabei gewesen sein?
Somit verstehe ich doch wenigstens, weshalb die Inhalte der Demonstration, die doch sicherlich von Brisanz und Wichtigkeit waren, in dem Artikel so gut wie garnicht zur Sprache kommen.
In weiteren Artikeln "der Zeit" bemerken LeserInnen, dass unsere politische Situation kaum noch als Demokratie bezeichnet werden kann und dann wird eine Demonstration plötzlich erst einmal wieder von den Medien wahrgenommen, wenn es knallt und dort ein bisschen Rauch durch die Lüfte weht.
Leider bleibt diese Aufmerksamkeit dann doch wieder nur in ihrer Oberflächlichkeit verharren.
Wieso die Bürgerinnen so wütend und zahlreich demonstrieren gehen, dass bleibt dem Sensations - Journalismus natürlich kein Rätsel, denn er kann gekonnt und rasch Verbindungen zu anderen ebenfalls nicht kritisch beleuchteten Spektakeln aus der Vergangenheit ziehen.
Und dabei scheut er nicht populärwissenschaftliche Termina wie "Linksextremismus", die von breiten Kreisen in der Politologie abgelehnt werden, da sie eine Gleichsetzung mit dem Rechtsextremismus provozieren und als undiferenziert gelten, zu verwenden.
Diese Art von Panickmache ist Schnee von gestern, trifft nicht mehr den Zahn der Zeit, sondern bedient lediglich die üblichen, doch längst durchschauten Klischees
ist dieser Artikel, und man fragt sich warum?
Bedauerlicherweise werden darin Vermutungen als Tatbestände dargestellt; das ist einer differenzierten Berichterstattung doch unwürdig.
Dazu weise ich darauf hin, dass bisher nicht geklärt ist woher die diskutierte USBV überhaupt stammt!
Wer warum diese USBV eingesetzt und ausgelöst hat bleibt bisher unklar und das sollte auch so dargestellt werden!
Über die Motive gibt es nur Spekulationen, daher nur Anmerkungen zur Umsetzung selbst.
Die Bilddokumentationen sind leider nicht besonders hochwertig, legen aber einige Erkenntnisse nahe.
Die Reaktion der Laborierung vollzog sich mit einem Anlaufgeräusch. Sichtbare Folgen waren:
-relativ lang anhaltender Lichtblitz
-Schalldruck, keine Stoßwelleneffekte sichtbar
-thermische Wirkung mit Lichtemission
-Position der USBV scheinbar sehr nah am Kfz
-helle Rauchpartikel
Angegebene Folgen:
-"Druckentwicklung"
-Flug scharfkantiger Wurfstücke
Daraus lassen sich mit Einschränkungen einige Optionen diskutieren.
Die physikalischen Effekte legen eine Umsetzung der Komponenten nahe, die zwischen starker Deflagration und Schwacher Detonation liegen mag. Dafür spricht auch die "begrenzte" Wirkleistung des splittergebenden verdämmenden Hüllmaterials.
Für pyrotechnische Zubereitungen dieser Umsetzungart sind die möglichen Komponenten begrenzt. Meist dienen stabile Nitrate und Perchlorate als Oxidationsmittel, für Licht- und Knall-Wirkung werden bestimmte Metallpulver verwendet. Der relativ langanhaltende Lichteffekt spricht für die Verwendung eines relativ grobkörnigen Metallpulvers, möglicherweise aus Pyrotechnik. Umsetzungsrückstände sollten für die KT nachweisbar sein, da viele schwer lösliche Oxide gebildet werden.
Die Inhaltsstoffe können durchaus aus pyrotechnischen Gegenständen stammen, auch ein Selbstlaborat ist möglich.
Tatbestandsmerkmale für einen § 308 sind wahrscheinlich gegeben, das hängt aber von der Untersuchung der Rekonstruktion ab.
MfG Karl Müller
ist dieser Artikel, und man fragt sich warum?
Bedauerlicherweise werden darin Vermutungen als Tatbestände dargestellt; das ist einer differenzierten Berichterstattung doch unwürdig.
Dazu weise ich darauf hin, dass bisher nicht geklärt ist woher die diskutierte USBV überhaupt stammt!
Wer warum diese USBV eingesetzt und ausgelöst hat bleibt bisher unklar und das sollte auch so dargestellt werden!
Über die Motive gibt es nur Spekulationen, daher nur Anmerkungen zur Umsetzung selbst.
Die Bilddokumentationen sind leider nicht besonders hochwertig, legen aber einige Erkenntnisse nahe.
Die Reaktion der Laborierung vollzog sich mit einem Anlaufgeräusch. Sichtbare Folgen waren:
-relativ lang anhaltender Lichtblitz
-Schalldruck, keine Stoßwelleneffekte sichtbar
-thermische Wirkung mit Lichtemission
-Position der USBV scheinbar sehr nah am Kfz
-helle Rauchpartikel
Angegebene Folgen:
-"Druckentwicklung"
-Flug scharfkantiger Wurfstücke
Daraus lassen sich mit Einschränkungen einige Optionen diskutieren.
Die physikalischen Effekte legen eine Umsetzung der Komponenten nahe, die zwischen starker Deflagration und Schwacher Detonation liegen mag. Dafür spricht auch die "begrenzte" Wirkleistung des splittergebenden verdämmenden Hüllmaterials.
Für pyrotechnische Zubereitungen dieser Umsetzungart sind die möglichen Komponenten begrenzt. Meist dienen stabile Nitrate und Perchlorate als Oxidationsmittel, für Licht- und Knall-Wirkung werden bestimmte Metallpulver verwendet. Der relativ langanhaltende Lichteffekt spricht für die Verwendung eines relativ grobkörnigen Metallpulvers, möglicherweise aus Pyrotechnik. Umsetzungsrückstände sollten für die KT nachweisbar sein, da viele schwer lösliche Oxide gebildet werden.
Die Inhaltsstoffe können durchaus aus pyrotechnischen Gegenständen stammen, auch ein Selbstlaborat ist möglich.
Tatbestandsmerkmale für einen § 308 sind wahrscheinlich gegeben, das hängt aber von der Untersuchung der Rekonstruktion ab.
MfG Karl Müller
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