Integration Wir müssen intelligent um Zuwanderer werben

Deutschland braucht qualifizierte Zuwanderer. Die Politik sollte mit intelligenten Ideen glänzen statt mit der Forderung nach IQ-Tests für Migranten. Ein Kommentar

Vor der Bundespräsidentenwahl haben beide Kandidaten der großen politischen Lager versucht, sich mit wohlgefälligen Äußerungen zum Thema Integration ein etwas eigenes Profil zu geben. Christian Wulff war damit ein bisschen früher dran, Joachim Gauck zog nach, beide wurden von ihren Unterstützern in dieser Sache lobend erwähnt. Aber auf ihre jeweils eigene Weise haben die Kandidaten auch gezeigt, wie fremd ihnen das Thema eigentlich ist, und: wie fremd ihnen das eigentliche Thema ist.

Als Wulffs Kronzeugin trat Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan auf, die dem Kandidaten bescheinigt, „früher als viele andere auch Maßstäbe bei der Integration von Zuwanderern gesetzt“ zu haben. Sie spielte damit vor allem auf sich selbst an: Wulff hatte die Rechtsanwältin gerade zur ersten muslimischen Ministerin mit Migrationshintergrund in Deutschland gemacht, in seinem achten Jahr als Ministerpräsident. Für Gauck sprach die Fraktionsvorsitzende der Grünen in Nordrhein-Westfalen, Sylvia Löhrmann: Der Kandidat könne „einen Wahnsinnsbeitrag zur notwendigen Integration“ leisten, in Bezug auf Zugewanderte und „auch für die Menschen in beiden Teilen Deutschlands“. Wulff selbst sagte, das Tor von Mesut Özil beim Spiel gegen Ghana sei ein Beispiel gelungener Integration. Gauck erklärte, Furcht sei beim Thema Integration der falsche Ansatz.

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So sieht es aus: Allerweltsworte, Hoffnungen, Fernsichten aufs eigene Land und Ausnahmekarrieren, die als Beleg für eine gelungene Politik herhalten sollen.

Die Publizistin Saba Farzan hat sich am Dienstag in einem Beitrag für den Tagesspiegel über die deutsche „Internationalmannschaft“ gefreut und daraus abgeleitet, Migranten müssten zu deutschen Staatsbürgern gemacht werden – Subtext: dann wird das schon was. Am selben Tag veröffentlichte das Bundesamt für Statistik die neuesten Zahlen zum Thema: Im vergangenen Jahr bekamen 96 000 Ausländer einen deutschen Pass; das sind deutlich weniger als vor der Einführung des neuen Staatsbürgerschaftsrechtes im Jahr 2000 und auch weniger als in den Jahren danach. Deutschland hat damit im europäischen Vergleich eine der schlechtesten Einbürgerungsquoten, trotz Vorzeigeministerin, trotz Internationalmannschaft. Das ist für die Gesellschaft gefährlich, demografisch und ökonomisch. Ohne Zuwanderung, ohne junge und qualifizierte Migranten, sinkt die Zahl der Einwohner, steigt die Zahl der Rentner, schrumpft die Wirtschaft. Furcht ist beim Thema Integration also nicht etwa nur der falsche Ansatz, wie Gauck meint, sondern gar nicht das Problem.

Migranten, so sie es denn nach Deutschland geschafft haben, sehen sich eingeklemmt zwischen lautstarken Randgruppen von links und rechts, die ihnen entweder die Deutschland-Fahne vom Balkon reißen oder mangelnde Intelligenz unterstellen. In der breiten Mitte aber mäandert eine Islamkonferenz und regiert die Ratlosigkeit, während das Land sich hinter bürokratischen Mauern verschanzt und hofft, dass nicht nur Angehörige mit Aussicht auf Sozialhilfekarriere nachziehen. Was fehlt, ist nicht ein IQ-Test für Zuwanderer, wie einige fordern; was fehlt, sind intelligente Ideen, wie um hochqualifizierte Zuwanderer geworben werden kann.

Die Özkans und Özils mögen gute Beispiele sein für gelungene individuelle Integration. Solange aber die Politik Karrieren wie diese derart betont, zeigt sie damit nur, wie weit sie vom eigentlichen Ziel noch entfernt ist: der Selbstverständlichkeit solcher Karrieren.

Der Artikel ist im gedruckten Tagesspiegel vom 30.Juni 2010 erschienen.

 
Leser-Kommentare
    • Chali
    • 30.06.2010 um 14:01 Uhr

    Wir müssen gar nichts.

    Solange wir Millionen und Aber-Millionen (die FTD spricht von 8.6 Mio) Menschen haben, die nichts oder nicht einmal ihren Lebensunterhalt verdienen,
    >>> und schon hier sind <<<
    können "Wir" doch nicht ernsthaft erwägen, noch mehr Menschen her holen?

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    Dafür sollte die Poltik nicht nur verstärkt über Sinn und Unsinn einer nahezu unbeschränkten Einwanderungspolitik in D nachdenken, sondern angesichts zunehmender Desintegration und offenbarem Multi-Kulti-Debakel bei uns (und überall auf der Welt) endlich einen deutlichen Riegel vorschieben gegenüber all denen, die statt Bereicherung unserer Gesellschaft eher eine Zunahme an Bildungsnot, Ghettoisierung, wirtschaftlicher Belastung und Kriminalität bedeuten.

    "bei uns (und überall auf der Welt) endlich einen deutlichen Riegel vorschieben"

    Sie leben aber in einer merkwürdigen "Welt", dass man sie einfach so, "überall" wohlgemerkt, abschotten kann? Achja, ja, ich glaube, ich weiß, was sie meinen. Ihre Welt fängt in Deutschland an, umfasst die Leistungstarken europäischen Volkswirtschaften und die USA und hört da auch schon auf. Alles, was so außerhalb der von Ihnen weise gesetzten Grenzen liegt, gehört ja gar nicht zur Welt! Und natürlich müssen wir unsere Welt reinhalten von all jenen, die "statt Bereicherung unserer Gesellschaft eher eine Zunahme an Bildungsnot, Ghettoisierung, wirtschaftlicher Belastung und Kriminalität bedeuten." Klar, denn wir müssen ja auch sicher stellen, dass wir uns an unserem Wohlstand überfressen. Denn lieber platzen wir ja, als etwas abzugeben und fressen und fressen uns kaputt.

    • leon1
    • 02.07.2010 um 4:27 Uhr

    aermeren Laendern ihre Intelligen abwerben. Wie amoralisch ist das denn?
    Wenn wir wirklich auf eine alternde Gesellschaft zusteuern dann muessen wir lernen damit zu leben.
    Der Wachstumswahnsinn ist am Ende wir leben in einer Geselschafft der Endlichkeitskriesen. Unsere Kinder werden es einmal schlechter haben weil wir die Ausbeutung vom Raum in die Zeit verlagern.Der Kollaps wird nur hinausgeschoben.
    Migranten sind nicht die Loesung sondern ein weitere Problem.

    Dafür sollte die Poltik nicht nur verstärkt über Sinn und Unsinn einer nahezu unbeschränkten Einwanderungspolitik in D nachdenken, sondern angesichts zunehmender Desintegration und offenbarem Multi-Kulti-Debakel bei uns (und überall auf der Welt) endlich einen deutlichen Riegel vorschieben gegenüber all denen, die statt Bereicherung unserer Gesellschaft eher eine Zunahme an Bildungsnot, Ghettoisierung, wirtschaftlicher Belastung und Kriminalität bedeuten.

    "bei uns (und überall auf der Welt) endlich einen deutlichen Riegel vorschieben"

    Sie leben aber in einer merkwürdigen "Welt", dass man sie einfach so, "überall" wohlgemerkt, abschotten kann? Achja, ja, ich glaube, ich weiß, was sie meinen. Ihre Welt fängt in Deutschland an, umfasst die Leistungstarken europäischen Volkswirtschaften und die USA und hört da auch schon auf. Alles, was so außerhalb der von Ihnen weise gesetzten Grenzen liegt, gehört ja gar nicht zur Welt! Und natürlich müssen wir unsere Welt reinhalten von all jenen, die "statt Bereicherung unserer Gesellschaft eher eine Zunahme an Bildungsnot, Ghettoisierung, wirtschaftlicher Belastung und Kriminalität bedeuten." Klar, denn wir müssen ja auch sicher stellen, dass wir uns an unserem Wohlstand überfressen. Denn lieber platzen wir ja, als etwas abzugeben und fressen und fressen uns kaputt.

    • leon1
    • 02.07.2010 um 4:27 Uhr

    aermeren Laendern ihre Intelligen abwerben. Wie amoralisch ist das denn?
    Wenn wir wirklich auf eine alternde Gesellschaft zusteuern dann muessen wir lernen damit zu leben.
    Der Wachstumswahnsinn ist am Ende wir leben in einer Geselschafft der Endlichkeitskriesen. Unsere Kinder werden es einmal schlechter haben weil wir die Ausbeutung vom Raum in die Zeit verlagern.Der Kollaps wird nur hinausgeschoben.
    Migranten sind nicht die Loesung sondern ein weitere Problem.

  1. "Migranten, so sie es denn nach Deutschland geschafft haben,"

    Angesichts von 16 Mio Menschen in D mit nichtdeutscher Herkunft wohl eine vollkommen unangemessene Formulierung.

    "sehen sich eingeklemmt zwischen lautstarken Randgruppen von links und rechts, die ihnen entweder die Deutschland-Fahne vom Balkon reißen oder mangelnde Intelligenz unterstellen."

    Migranten also nicht als mündige, erwachsene Menschen, sondern als Daueropfer, wahlweise eines angeblichen Rassismus, der den Deutschen praktisch in den Genen liegt, oder eines linken Nationalmasochismus. Angesichts des Tenors dieses Artikels sollte sich der Autor aber fragen lassen, ob er durch sein chronisch schwaches Ich-Gefühl, das er verbreitet, und des offenbar gestörten Verhältnis zum eigenen Land nicht aktiv dazu beiträgt, daß sich Migranten nicht mit diesem Land identifizieren wollen.

    "In der breiten Mitte aber mäandert eine Islamkonferenz und regiert die Ratlosigkeit,"

    Wie sollte auch guter Rat herkommen, wenn doch das Aussprechen der Lösungen für dieses Problem PC-korrekt tabuisiert ist.

    "Was fehlt, ist nicht ein IQ-Test für Zuwanderer, wie einige fordern; was fehlt, sind intelligente Ideen, wie um hochqualifizierte Zuwanderer geworben werden kann."

    Diese geheimnisvollen Ideen bestehen einfach darin, an Zuwanderer hohe Anforderungen in punkto Sprache, Bildung und Qualifikation zu stellen, so daß nicht massenhaft Leute aus den Unterschichten kulturferner Länder direkt in das hiesige Sozialsystem gehen.

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    • mlfsen
    • 01.07.2010 um 9:51 Uhr

    Ich denke auch, dass es ein bisschen zu einfach ist einfach zu sagen, dass unsere ausländischen Mitbürger es so schwer haben, weil wir alle so gemein sind und ihnen es unmöglich machen sich wirklich zu integrieren.
    Wenn jemand mit klaren beruflichen Zielen und Perspektiven nach Deutschland kommt, wüsste ich nicht, woran eine gelungene Integration scheitern sollte. Denn solche Zuwanderer setzen sich automatisch mit unserer "Kultur" auseinander, lernen die Sprache, knüpfen Kontakte usw. So gesehen spricht absolut nichts gegen den andauernden Migrationsstrom, dass eizige was Unterbunden werden sollte, sind Urlaubsmitbringsel aus Marokko usw. Eine Familienzusammenführung kann auch in den Ländern erfolgen und muss nicht notgedrungen in Deutschland stattfinden. Nach 5 Jahren intakter Beziehung kann es ja gern zurück nach Deutschland gehen. Aber der Heiratstourismus sollte stärker sanktioniert werden, für beide Seiten. Ebenso dieses "Vor 5 Generationen hatten wir einen Cousin dritten Grades aus Deutschland, deshalb gehen wir jetzt alle dahin" ist ein Problem.

    • mlfsen
    • 01.07.2010 um 9:51 Uhr

    Ich denke auch, dass es ein bisschen zu einfach ist einfach zu sagen, dass unsere ausländischen Mitbürger es so schwer haben, weil wir alle so gemein sind und ihnen es unmöglich machen sich wirklich zu integrieren.
    Wenn jemand mit klaren beruflichen Zielen und Perspektiven nach Deutschland kommt, wüsste ich nicht, woran eine gelungene Integration scheitern sollte. Denn solche Zuwanderer setzen sich automatisch mit unserer "Kultur" auseinander, lernen die Sprache, knüpfen Kontakte usw. So gesehen spricht absolut nichts gegen den andauernden Migrationsstrom, dass eizige was Unterbunden werden sollte, sind Urlaubsmitbringsel aus Marokko usw. Eine Familienzusammenführung kann auch in den Ländern erfolgen und muss nicht notgedrungen in Deutschland stattfinden. Nach 5 Jahren intakter Beziehung kann es ja gern zurück nach Deutschland gehen. Aber der Heiratstourismus sollte stärker sanktioniert werden, für beide Seiten. Ebenso dieses "Vor 5 Generationen hatten wir einen Cousin dritten Grades aus Deutschland, deshalb gehen wir jetzt alle dahin" ist ein Problem.

  2. 3. sowas

    Integration
    Wir müssen intelligent um Zuwanderer werben

    lautet der Titel. Ich wollte schon zum argumentativen Gegenschlag ausholen um darauf hinzuweisen, dass dieser Staat sich gefälligt zuerst um die Einwohner diesens Landes kümmern muss.

    Aber dann habe ich festgestellt, dass der Titel ja gar nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun hat. So lasse ich den mal unkommentiert.

  3. Wir brauchen in der Tat qualifizierte Migranten. Nur kommen solche leider kaum nach Deutschland, sie gehen vielmehr nach Kanada. Nach Deutschland kommen dagegen die unqualifizierten. Und warum man unqualifizierte Migranten einbürgern soll, verrät der Autor uns leider nicht.
    Überhaupt sollte man doch generell sich klarmachen, daß der Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft eine hohe Ehre ist, der man sich erst einmal würdig zu erweisen hat.

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    • th
    • 30.06.2010 um 15:06 Uhr

    Zitat:

    "Wir brauchen in der Tat qualifizierte Migranten. Nur kommen solche leider kaum nach Deutschland, sie gehen vielmehr nach Kanada. Nach Deutschland kommen dagegen die unqualifizierten."

    Schauen Sie sich mal an einer normalen deutschen Universität um!
    Wieviele begabte und fleissige Leute kommen hierher, um hier zu studieren, zu forschen, und auch um nach dem Studium hier zu arbeiten - wenn man sie denn läßt, und keine unsinnigen bürokratischen Hürden vor ihnen aufbaut. Da gibt es allerdings noch viel zu tun - insbesondere die andauernde Ablehnung der doppelten Staatsbürgerschaft sowie Schwierigkeiten beim Familiennachzug.

    Was ich am Artikel nicht verstehe, ist das Rumreiten auf der Religion: es gibt genügend Einwanderer (nicht "Zuwanderer" oder "Migranten" - diese Bezeichnungen gehören auch zum "Itegrations"-Eiertanz), die keine Muslime, sondern Christen, Atheisten, Kommunisten, Buddhisten, Hindus und was weiss ich noch sind. Warum reiten die Journalisten immer auf dem Islam rum?

    Ansonsten müssen wir nicht um Einwanderer werben - wir können es, wenn wir wollen. Deutschland hat auch mit 60 Millionen schon funktioniert, und Japan zeigt, dass eine Gesellschaft auch ohne massive Einwanderung zurecht kommt.

    Die ganze Migrations-, Integrations- Immigrations-"Debatte" ist völlig verkrampft. Warum nicht einfach mal den gesunden Menschenverstand und ein bisschen Freundlichkeit walten lassen?

    • th
    • 30.06.2010 um 15:06 Uhr

    Zitat:

    "Wir brauchen in der Tat qualifizierte Migranten. Nur kommen solche leider kaum nach Deutschland, sie gehen vielmehr nach Kanada. Nach Deutschland kommen dagegen die unqualifizierten."

    Schauen Sie sich mal an einer normalen deutschen Universität um!
    Wieviele begabte und fleissige Leute kommen hierher, um hier zu studieren, zu forschen, und auch um nach dem Studium hier zu arbeiten - wenn man sie denn läßt, und keine unsinnigen bürokratischen Hürden vor ihnen aufbaut. Da gibt es allerdings noch viel zu tun - insbesondere die andauernde Ablehnung der doppelten Staatsbürgerschaft sowie Schwierigkeiten beim Familiennachzug.

    Was ich am Artikel nicht verstehe, ist das Rumreiten auf der Religion: es gibt genügend Einwanderer (nicht "Zuwanderer" oder "Migranten" - diese Bezeichnungen gehören auch zum "Itegrations"-Eiertanz), die keine Muslime, sondern Christen, Atheisten, Kommunisten, Buddhisten, Hindus und was weiss ich noch sind. Warum reiten die Journalisten immer auf dem Islam rum?

    Ansonsten müssen wir nicht um Einwanderer werben - wir können es, wenn wir wollen. Deutschland hat auch mit 60 Millionen schon funktioniert, und Japan zeigt, dass eine Gesellschaft auch ohne massive Einwanderung zurecht kommt.

    Die ganze Migrations-, Integrations- Immigrations-"Debatte" ist völlig verkrampft. Warum nicht einfach mal den gesunden Menschenverstand und ein bisschen Freundlichkeit walten lassen?

  4. ... mit dem Artikel zu tun? Im Artikel gehts um Integration.

    Und nein, wir brauchen keine Zuwanderer, nur damit der Aufmacher nicht gänzlich unwidersprochen bleibt. Was wir brauchen ist sinnvolle Bildungspolitik. Statt dieses bequeme, billige und wenig nachhaltige Schmarotzertum an den Bildungssystemen anderer Länder.

    Ganz egal wie oft die Lobbyverbände noch das Gegenteil behaupten.

    D hat von 1990 bis jetzt dicke 2 Mio Leute dazubekommen und dies bei nach wie vor beängstigend hoher Arbeitslosigkeit:
    http://www.destatis.de/je...

    Ganz egal was die Kaffeesatz-Lesereien der Hochrechner auch prophezeien. Ich würde mir ein etwas weniger dicht besiedeltes D durchaus wünschen, zusammen mit einer gescheiten Förderung von eigenem Nachwuchs. Und wenn die Leute nicht ausreichen, kann Industrie immer noch auswandern, die haben ja Übung darin.

    "was fehlt, sind intelligente Ideen, wie um hochqualifizierte Zuwanderer geworben werden kann"

    Nein, was fehlt sind gut bezahlte Arbeitsplätze. Man sollte nicht auf das Facharbeitermangelgesülze der Lohndrücker-Lobbiesten hören, das verstellt den Blick für die tatsächlichen Verhältnisse.

  5. Wie blöd muß einer sein, daß er in dieses Land einwandern will !

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    • jojocw
    • 30.06.2010 um 14:46 Uhr

    Offensichtlich nicht so blöd, wie das Land, das hauptsächlich solche Leute in das Sozialsystem aufnimmt.

    Wirklich gute Leute, mit guter Ausbildung oder Geld und vor allem Integrationswillen, wollen gar nicht zu uns. Leider.

    Alle erfolgreichen Einwanderungsländer verlangen von Ihren Zuwanderern was, wie oben beschrieben. Auch D. muss es so machen. Wenn es nicht schon zu spät ist.
    Denn wie gesagt, der Andrang von fähigen Leuten ist nicht so groß. Wer will auch schon in ein Land einwandern, in dem er dann viele integrationsunwillige, teilweise gewalttätige (wie in Berlin, Hamburg usw.) Sozialhilfeempfänger mitversorgen darf.

    "Wie blöd muß einer sein, daß er in dieses Land einwandern will !"

    Ich wäre froh gewesen, wenn ich eine berufliche Perspektive in Deutschland gehabt und nicht hätte ins Exil gehen müssen. Trotz der Politik, Wirtschaftsgebaren, Vollkaskomentalität und manchen unausstehlichen Individuen (die es woanders natürlich nicht gibt), ist Deutschland ein unglaublich spannendes Land und bietet wegen der Unterschiede(Norden, Osten, Bayern und Westdeutschland) und der Kultur mehr Vielfalt als die meisten europäischen Staaten. Außerdem sind die meisten Deutschen besser als ihr Ruf im eigenen Lande (ja liebe Redaktion, ich weiß, das ist unsachlich und vollkommen subjektiv. Ich hoffe trotzdem, ich komme damit durch)

    • jojocw
    • 30.06.2010 um 14:46 Uhr

    Offensichtlich nicht so blöd, wie das Land, das hauptsächlich solche Leute in das Sozialsystem aufnimmt.

    Wirklich gute Leute, mit guter Ausbildung oder Geld und vor allem Integrationswillen, wollen gar nicht zu uns. Leider.

    Alle erfolgreichen Einwanderungsländer verlangen von Ihren Zuwanderern was, wie oben beschrieben. Auch D. muss es so machen. Wenn es nicht schon zu spät ist.
    Denn wie gesagt, der Andrang von fähigen Leuten ist nicht so groß. Wer will auch schon in ein Land einwandern, in dem er dann viele integrationsunwillige, teilweise gewalttätige (wie in Berlin, Hamburg usw.) Sozialhilfeempfänger mitversorgen darf.

    "Wie blöd muß einer sein, daß er in dieses Land einwandern will !"

    Ich wäre froh gewesen, wenn ich eine berufliche Perspektive in Deutschland gehabt und nicht hätte ins Exil gehen müssen. Trotz der Politik, Wirtschaftsgebaren, Vollkaskomentalität und manchen unausstehlichen Individuen (die es woanders natürlich nicht gibt), ist Deutschland ein unglaublich spannendes Land und bietet wegen der Unterschiede(Norden, Osten, Bayern und Westdeutschland) und der Kultur mehr Vielfalt als die meisten europäischen Staaten. Außerdem sind die meisten Deutschen besser als ihr Ruf im eigenen Lande (ja liebe Redaktion, ich weiß, das ist unsachlich und vollkommen subjektiv. Ich hoffe trotzdem, ich komme damit durch)

  6. 7. NEIN!

    Nein, wir brauchen keine Zuwanderung von Kulturfremden!
    Entweder wir schaffen es allein ,die Probleme einer alternden Gesellschaft zu lösen (Gibt's da wirklich nur Probleme oder werden bei schrumpfender Bevölkerung nicht viele heute vorhandene Probleme gelöst? Diese Fragen werden gerne "unter den Tisch gekehrt"...)

    Zuwanderung von Kulturfremden zeigt sich überall als das, was es ist: Verdrängung von gewachsener Kultur. Wer Zuwanderung will, der will die Deutschen zurückdrängen. Also Rassimus pur, um mit linkem Vokabular zu reden.

    Was die Massenzuwanderung (bzw. das Zusammenleben verschiedener Kulturen und Nazionalitäten auf engsten Raum) wirklich auslöst, kann man in allen Vielvölkerstaaten dieser Welt sehen.

    Ein aktuelles Beispiel aus Frankreich:
    http://www.n-tv.de/panora...

    [...]

    Bitte unterlassen Sie Aussagen, die als Hetze angesehen werden können. Die Redaktion/is

  7. Ich empfehle diesen FAZ Artikel, der die ganze Miserer meiner Ansicht nach auf den Punkt bringt.
    http://www.faz.net/s/Rub9...

    Wieso sollte ein junger gut ausgebildeter Ausländer nach Deutschland kommen, wenn ihn hier aufgrund der verfehlten Einwandererpolitik, des ausufernden Sozialsystems, des Demographieproblems und des ewigen Neids aus Besserverdiende, eine belastende Zukunft erwarten wird?
    Ich habe tiefsten Respekt für jeden Deutschen, der nach seinem Studium nicht auswandert.

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    • Chali
    • 30.06.2010 um 14:31 Uhr

    Die Frage des Ausländers dürfte doch wohl eher sein, warum er mit seinen Steuergeldern Leute vom Schlage des Herrn Heinsohn alimentieren sollte?

    Universität Bremen - also, ich bitte Sie!

    ...durchsichtiger Steuersenkungs-Lobby-Artikel von einem bekennenden Sozialdarwinsiten namens Gunnar Heinsohn:
    http://www.nachdenkseiten...

    Als ob nicht massenweise Deutsche ausgerechnet in Hochsteuerländer wie Dänemark auswandern.

    "Ich habe tiefsten Respekt für jeden Deutschen, der nach seinem Studium nicht auswandert."

    Dann hab RESPEKT vor mir. Ich bin übrigens hier geblieben, eben WEIL es hier sowas wie Sozialhilfe gibt. Keine 10 Pferde würden mich in ein Land wie die USA bringen. Wo ein Ausflug ins falsche Stadtviertel tödlich enden kann, die Leute paranoid, hyperreligiös, bigott und auch noch bewaffnet sind. Whäääks.

    Wir haben genug eigene Leute, Schmarotzertum ist keine Lösung und die Ausrichtung darauf ist ein Fehler. Und wer Angst vor Abwerbung aus den ebenso schmarotzenden USA hat, der soll halt allen Studenten einen virtuellen Bildungskredit einräumen, der automatisch nach 5 Jahren Arbeit hier abgezahlt ist, bei vorheriger Auswanderung aber zurückgezahlt werden muss. Keine Gesellschaft muss sich ausländisches Schmarotzertum gefallen lassen. Nach 5 Jahren haben die meisten Absolventen hier eine Karriere und Familie und relativ wenig Bedarf wegzugehen.

    • Chali
    • 30.06.2010 um 14:31 Uhr

    Die Frage des Ausländers dürfte doch wohl eher sein, warum er mit seinen Steuergeldern Leute vom Schlage des Herrn Heinsohn alimentieren sollte?

    Universität Bremen - also, ich bitte Sie!

    ...durchsichtiger Steuersenkungs-Lobby-Artikel von einem bekennenden Sozialdarwinsiten namens Gunnar Heinsohn:
    http://www.nachdenkseiten...

    Als ob nicht massenweise Deutsche ausgerechnet in Hochsteuerländer wie Dänemark auswandern.

    "Ich habe tiefsten Respekt für jeden Deutschen, der nach seinem Studium nicht auswandert."

    Dann hab RESPEKT vor mir. Ich bin übrigens hier geblieben, eben WEIL es hier sowas wie Sozialhilfe gibt. Keine 10 Pferde würden mich in ein Land wie die USA bringen. Wo ein Ausflug ins falsche Stadtviertel tödlich enden kann, die Leute paranoid, hyperreligiös, bigott und auch noch bewaffnet sind. Whäääks.

    Wir haben genug eigene Leute, Schmarotzertum ist keine Lösung und die Ausrichtung darauf ist ein Fehler. Und wer Angst vor Abwerbung aus den ebenso schmarotzenden USA hat, der soll halt allen Studenten einen virtuellen Bildungskredit einräumen, der automatisch nach 5 Jahren Arbeit hier abgezahlt ist, bei vorheriger Auswanderung aber zurückgezahlt werden muss. Keine Gesellschaft muss sich ausländisches Schmarotzertum gefallen lassen. Nach 5 Jahren haben die meisten Absolventen hier eine Karriere und Familie und relativ wenig Bedarf wegzugehen.

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